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Sammelthread Russ. Position in Kosovo-Frage

Erstellt von Krajisnik, 22.04.2005, 12:47 Uhr · 832 Antworten · 19.009 Aufrufe

  1. #781
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.089
    und für die die den ganzen artikel lesen wollen....


    5. Juni 2007, Neue Zürcher Zeitung

    Die Scharte auswetzen

    Serbien und Russland - eine (nicht nur) historisch gewachsene Allianz im Streit um Kosovo
    Russland stellt sich als Schutzmacht Serbiens quer zum Kosovo-Plan des Sondergesandten Ahtisaari, der eine international überwachte Souveränität der mehrheitlich von Albanern bewohnten serbischen Provinz vorsieht. Welche historischen Beziehungen stehen hinter dieser Parteinahme?
    Im Zentrum von Kosovska Mitrovica hängt ein grosses, weisses Transparent. «Russland, rette uns!» steht darauf. Nordmitrovica, eine ehemalige Bergbaustadt im Norden Kosovos, ist das Zentrum des kosovo-serbischen Widerstandes gegen die Unabhängigkeit der Provinz. Während die Mächtigen Europas und die USA einmütig die Sezession der zu neunzig Prozent von Albanern besiedelten Provinz von Serbien befürworten und eine «beaufsichtigte» Souveränität installieren wollen, richtet sich die letzte Hoffnung der Serben auf Moskau: Russland soll das Spiel der Mächte durchkreuzen und im Uno-Sicherheitsrat eine Resolution verhindern, die das Tor zur Unabhängigkeit öffnen würde.
    Nicht unumstrittene Russophilie

    An ihren Kundgebungen tragen die Kosovo-Serben neben dem Bildnis des heiligen Sava das Konterfei von Wladimir Putin vor der Brust. Westliche Medien berichten von Russland als dem «traditionellen Alliierten» der Serben und vom Band der Orthodoxie, das die beiden Völker von alters her verbinde. Wenn man Kosovo- Serben danach fragt, ist die Antwort zwiespältig. Die Russen seien die einzigen Alliierten, sagt die Morgenrunde, die beim Schnaps in der Eingangshalle des Hotels Sasa sitzt. Der Rest der Welt unterstütze die albanischen Separatisten. Aber man ist nicht naiv. Die Russen kochten ihr eigenes Süppchen. Und am Schluss sei «Russland weit weg und der Herrgott hoch oben im Himmel».
    Die Russophilie in Serbien ist nicht unumstritten. Als der Ultranationalist Tomislav Nikolic während seiner fünftägigen Episode als Parlamentspräsident sagte, Serbien sei zum Glück keine EU-Kolonie «und leider keine russische Provinz», ging das gerade eingefleischten Nationalisten zu weit. Den letzten Aufschwung hatte die serbisch-russische Freundschaft in den neunziger Jahren während des Zerfalls Jugoslawiens. Eine tragende Rolle spielte dabei die Kirche, die die neu gewonnene Freiheit in den Jahren davor dazu benutzt hatte, eine Teilung Jugoslawiens in eine orthodox-byzantinische und eine römisch- katholische Sphäre zu propagieren - eine Idee, die auf lebhaftes Interesse in der kroatischen Kirche stiess. Die serbisch-russische Freundschaft wurde zum tragenden Element der Kirchenpolitik und zu einem wichtigen Thema im nationalistischen Diskurs Serbiens. Je stärker Serbien isoliert wurde, desto bedeutsamer schien die Allianz mit Russland.
    Zeitweise spukte die Idee einer russisch-weissrussisch-serbischen Allianz in den Köpfen. Aber in einem Land, das stark von den Lebensstil- Wünschen der Gastarbeiterdiaspora in Westeuropa geprägt war und eine eigenständige, aber westlich inspirierte «Andergraund»-Szene hatte, blieb die Resonanz bescheiden. Zwar lernt jedes Schulkind, dass die Russen den Schweinehändler und Volksführer Karadjordje (1768-1817) beim heldenhaften Aufstand gegen das Türkenjoch unterstützten und Russlands Gewehre dazu beitrugen, dass die Osmanen 1812 den Serben ein Autonomiestatut einräumten. Es stimmt ja auch, dass die Russen nach schlecht geplanten Erhebungen mindestens zweimal die Kohlen für die militärisch unterlegenen Serben aus dem Feuer holten, bevor Serbien, wiederum mit russischer Unterstützung, 1878 im Frieden von San Stefano unabhängig wurde.
    Doch liberale Historiker werden nicht müde, auch auf die «Westler» innerhalb der serbischen Elite hinzuweisen. Die meisten Mitglieder der Obrenovic-Dynastie waren «austrophil», und auch innerhalb der konkurrierenden Karadjordjevici waren Aleksandar (1842-1859) und Petar I. (1903-1921) Bewunderer Frankreichs. Jovan Skerlic (1877-1914) schliesslich, dem einflussreichen Literaten und Patrioten, wird das Diktum zugeschrieben: «Serbiens Sonne geht im Westen auf!» Zwar flüchteten viele «weisse» Russen nach der Revolution nach Serbien, aber als 1948 Tito mit Stalin brach, geriet alles Russische unter Generalverdacht. So erweist sich die Geschichte als Steinbruch, aus dem Russophile und Westler die passenden Stücke beziehen, um ihre Thesen zu untermauern.
    Schwere Demütigung

    Dass Russland die Bombardierung Serbiens durch die Nato 1999 nicht verhindern konnte, enttäuschte viele Serben - und wurde von einem Teil der russischen Elite als schwere Demütigung empfunden. Die Übermacht des Westens schien grenzenlos. Es blieb nur Raum für eine symbolische, aber spektakuläre Geste. Als sich in der Nacht auf den 12. Juni 1999 ein Vorauskontingent der britischen Armee in Skopje für den Einmarsch in Kosovo bereit machte, schlug die Nachricht wie eine Bombe ein, dass eine Kolonne russischer Schützenpanzer bereits in Pristina angekommen und auf dem Marsch zum Flughafen sei. Die Russen hatten sich, unbemerkt von der Aufklärung der Nato, aus der internationalen Friedenstruppe in Bosnien ausgeklinkt und waren quer durch Serbien nach Pristina gebraust.
    Dies führte wenig später zur berühmt gewordenen Befehlsverweigerung des britischen Feldkommandanten Mike Jackson. Als der amerikanische Oberbefehlshaber Wesley Clark den Rauswurf der Russen aus dem Flughafen anordnete, widersetzte sich Jackson angeblich mit den Worten, er werde nicht für diesen Flughafen den dritten Weltkrieg anzetteln. Doch der russische Triumph blieb schal. Irgendwann zogen die russischen Schützenpanzer ab. Die Nato verweigerte den Russen eine eigene Besatzungszone in der berechtigten Annahme, dies würde zur Teilung Kosovos führen. 2003 zogen die Russen ihre letzten Soldaten zurück. Das Kapitel Kosovo schien für Russland beendet.
    Doch jetzt sind die Russen zurück. Kaum jemand in Serbien glaubt, dass die russische Position viel mit slawischer Brüderschaft zu tun hat. Aufmerksam beobachten die serbischen Medien alle Schritte des Kremls, die zu einem Deal mit dem Westen führen könnten: Kosovos Unabhängigkeit gegen den Verzicht der Nato auf die Einbindung der Ukraine? Ein Ablasshandel bezüglich Transnistriens? An Konflikten, deren Lösungen gegeneinander aufgerechnet werden könnten, fehlt es nicht.
    Psychologisches Motiv

    Nicht zu unterschätzen ist ein psychologisches Motiv der russischen Kosovopolitik: Revanche für die Demütigung von 1999. Der russische Aussenminister Lawrow, damals noch Uno-Botschafter, verurteilte wütend die Militärintervention als «Politik von Diktat und Gewalt». Die Nato schwinge sich zum Weltpolizisten auf: «Doch Russland wird das nie akzeptieren!» Aber Jelzins Russland, das tief zerstritten um seine Fassung rang, hatte der Nato nichts entgegenzusetzen. Es hatte nicht einmal verhindern können, dass der Uno-Sicherheitsrat umgangen wurde, das einzige Forum, in dem Moskau noch eine wichtige Rolle spielte.
    Die heutige Veto-Drohung Moskaus gegen eine den Serben aufgezwungene Unabhängigkeit Kosovos kann man auch so interpretieren: Der Westen war 1999 zwar in der Lage, die Kosovofrage in Eigenregie aufzuwerfen - aber bei deren Lösung, acht Jahre später, muss Russland einbezogen werden. Denn wir haben es nicht mehr mit Jelzins, sondern mit Putins Russland zu tun, das vor neuem Selbstvertrauen strotzt.
    Geht es den Russen also bloss um Revanchismus und die Bestätigung der wiedergewonnenen Grossmachtrolle? Vielleicht. Aber vielleicht glauben sie auch wirklich, dass nur eine Kompromisslösung dauerhaften Frieden bringt. Es ist kein Zufall, dass Serbien Schützling der Russen ist. Die Rolle als zeitweilige Schutzmacht der Serben legitimiert als historisches Vorbild das Engagement Moskaus. Stärker aber als das Band der Orthodoxie mit Serbien verbindet Russland mit der Kosovofrage die grösste Schmach nach dem Ende des Kalten Krieges. Die Scharte wird nun ausgewetzt: im «nahen Ausland» der Nato.
    Andreas Ernst

  2. #782
    Gast829627
    was heisst das jetzt

    russe gut oder nix gut ?

  3. #783
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
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    11.089
    Zitat Zitat von Legija Beitrag anzeigen
    was heisst das jetzt

    russe gut oder nix gut ?
    ganz ehrlich ich liebe russische mädels.....

    die sind wild ,schön und immer spitz.....:iconbiggrin:

  4. #784
    Gast829627
    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    ganz ehrlich ich liebe russische mädels.....

    die sind wild ,schön und immer spitz.....:iconbiggrin:

    wiso ...du kannst doch eh nix mit denen anfangen ...mein kleiner dildohüpfer



    ps. gib die hoffnung nie auf..irgendwann fliessen die flüsse bergauf und du kriegst auch mal ne braut

  5. #785
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
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    11.089
    Zitat Zitat von Legija Beitrag anzeigen
    wiso ...du kannst doch eh nix mit denen anfangen ...mein kleiner dildohüpfer



    ps. gib die hoffnung nie auf..irgendwann fliessen die flüsse bergauf und du kriegst auch mal ne braut

    naja legija ,

    ein gentelman geniesst und schweigt......

  6. #786
    Crane
    Wie geht der Thread Titel eigentlich weiter?

    Wollen sich die Russen... was?

    a) Ein Haus an der Riviera kaufen?
    b) Alles Obst und Gemuese aus Europa besorgen?
    c) Einen Mercedes Benz demnaechst selber bauen?
    oder
    d) Alle zusammen die Fussball EM im TV anschauen, auch wenn sie nicht dabei sind?

  7. #787
    vwxyz
    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    naja legija ,

    ein gentelman geniesst und schweigt......
    Loser muessen auch zwangsweise schweigen...

  8. #788
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
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    11.089
    Zitat Zitat von raza Beitrag anzeigen
    Loser muessen auch zwangsweise schweigen...

    das heisst in deinem fall LOOSER.....


    ABER GUT HAST DICH ZUM THEMA GEÄUSSERT...

  9. #789
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
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    11.089
    Zitat Zitat von Troy Beitrag anzeigen
    Wie geht der Thread Titel eigentlich weiter?

    Wollen sich die Russen... was?

    a) Ein Haus an der Riviera kaufen?
    b) Alles Obst und Gemuese aus Europa besorgen?
    c) Einen Mercedes Benz demnaechst selber bauen?
    oder
    d) Alle zusammen die Fussball EM im TV anschauen, auch wenn sie nicht dabei sind?

    DAS du nicht 1+ 1 zusammenzählen kannst wenn es in zusammenhang mit serbien steht ist mir schon klar....

    und danke das zum thema dich gäussert hast....

    und jetzt geh weiter du glöckner von athen......:iconbiggrin::iconbiggrin::iconbiggrin:

  10. #790
    vwxyz
    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    das heisst in deinem fall LOOSER.....


    ABER GUT HAST DICH ZUM THEMA GEÄUSSERT...
    "GENTELMAN" aber klugscheissen wollen...
    Opfer

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