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Schwierige Kompromisssuche im Westbalkan

Erstellt von Albanesi, 03.03.2005, 17:13 Uhr · 27 Antworten · 1.113 Aufrufe

  1. #21

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    1.Problem Die Makedonier, unabhängig von Volks- und Religionszugehörigkeit, hätten schon in den Geburtstunden des unabhängigen MK 1991 ein Abkommen identisch dem Ohridabkommen schliessen sollen!

    Vielleicht wäre der Konflikt 2001 und der von aussen aufgebürdete Ohridvertrag, sprich die erniedrigende ART & WEISE seines Zustandekommens, erspart gelieben!

    2. Problem ist aber die Ansicht der Albaner und der sich daraus ergebende Trugschluß, ein Groß-AL wird ihre Probleme lösen! IRRTUM!

    Uns bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten - aber ich bin ehrlich gesagt pessimistisch was die weitere Entwicklung auf dem Balkan betrifft, und besonders was die Zukunft Makedoniens betrifft --> siehe immer noch ungeklärter Kosovo-Status!

    Besser wäre diesen jetzt zu klären, damit alle Beteiligten wissen, woran sie sind!

    Die vom Westen ins Spiel gebrachte Phrase "Standard vor Status" schadet der Entwicklung aif dem Balkan.
    Jeder weiß doch, dass die Kosovaren Lichtjahre von diesen Standards entfernt sind!

    Kosovo wird der 4. Teilstaat der jetzigen Srbija i Crna Gora-Föderation - denn dieses Modell trägt den Interessen aller Beteiligten sehr wohl Rechnung!
    Nr. 3 wird die Vojvodina, das jetzt schon nach mehr Autonomie von Belgrad strebt ???????

    SCG: Kosovo bleibt "bei" Serbien

    Kosovo: Quasi-Unabhängigkeit mit weitgehenden Kompetenzen wie es derzeit Serbien & Crna Gora innerhalb des Staatenbundes haben.

    Europa / MK: Kein Großalbanien - aber für Makedonien würde sich in diesem Fall wieder die "albanische Statusfrage", v. a. in der MK-Verfassung --> Präambel, wieder aufwerfen.
    Damit würde Makedonien noch mit einem blauen Auge davonkommen!

  2. #22
    Avatar von Ilir

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    39
    1.Problem Die Makedonier, unabhängig von Volks- und Religionszugehörigkeit, hätten schon in den Geburtstunden des unabhängigen MK 1991 ein Abkommen identisch dem Ohridabkommen schliessen sollen!

    Vielleicht wäre der Konflikt 2001 und der von aussen aufgebürdete Ohridvertrag, sprich die erniedrigende ART & WEISE seines Zustandekommens, erspart gelieben!

    Albanesi was beinhaltet dieses Ohrider Abkommen ?

  3. #23

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Ilir
    Albanesi was beinhaltet dieses Ohrider Abkommen ?
    Die Tetovo-Universität, shiptarisch z. T. als 2te Amtssprache, der Shiptarenanteil in der öffentlichen Verwaltung, Polizei und Armee hat seit dem Konflikt von 2001
    überproportional zugenommen mit steigender Tendenz, die anstehende territoriale Neugliederung MK´s mit einer neugeschaffenen SHIPTARISCHEN OPSHTINA "KALE" in Skopje ist ein ein Schritt zumindest Richtung Föderalisierung wenn nicht noch mehr sprich Zerfall MK´s!

    Die Shipos träumen entgegen öffentlicher Lippenbekenntnisse weiterhin von einem Großalbanien!

    Der einzige Faktor der sie von dieser Idee abhalten kann, ist der Westen, da die Staaten Serbien (->Kosovo) und MK (->Tetovo und Umgebung) zu schwach und unfähig waren, dieses Problem GEWALTFREI und im DIALOG zu lösen, zumindest um vor dem Westen in diesen Bemühungen gut darzustehen!

  4. #24
    Mare-Car
    Zitat Zitat von Albanesi
    @Mare-Car

    Ein unabhängiges Kosovo, gar mit Albanien vereint, schadet Makedonien eigentlich gar nicht.

    Aber in der aktuellen politischen Konstellation in MK, in der die Albaner in MK (berechtigt?) Ansprüche auf Teilhabe an der Macht stellen, ist es nicht von Nutzen, wenn einige Spitzenpolitiker in MK fordern, den Ohrid-Verrag einseitig aufzukündigen!

    Es führt kein Weg daran vorbei: Die Makedonier müssen mit den MK-Shiptari die Macht in MK teilen oder MK zerfällt!

    Die Europäer juckt es nicht, wenn die Balkanesen nicht miteinander können, denn sie stellen diese mit
    Krediten wieder ruhig! Und wenn es überhaupt nicht klappt, dann sollen die Albaner eben GRoß-AL kriegen.
    Die Europäer sind berühmt dafür, den Weg mit dem gerinsten widerstand zu gehen, so geschehen bei der Aufteilung der Tschechoslowakei 1938 in München, als die Großen,ohne Beisein eines tschechischen Vertreters übrigens, die tschechen ultimativ (!) aufgefordert haben, die ihre Gebiete für Hitler zu räumen!
    1. Hast du vergessen was du eben geschrieben hast??

    2. Mazedonien kenne ich mich nicht aus und interessiert mich nicht, sollen sich andere darum kümmern.

    3. Du hast oben meine Meinung gelesen, und ich finde das ist die beste Lösung. Autonomie ja, aber keine Unabhängigkeit, ganz einfach, so wird die Stabilität der Region gewährleistet, vor allem wenn das Serbische Innenministerium da unten sich um die Mafia kümmert, denn, ob du es zugibst oder nicht, eure "Polizei" ist da machtlos und will auch nichts machen.

  5. #25

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    Zitat Zitat von Mare-Car
    vor allem wenn das Serbische Innenministerium da unten sich um die Mafia kümmert, denn, ob du es zugibst oder nicht, eure "Polizei" ist da machtlos und will auch nichts machen.

    Du kannst mir glauben, dass ich der letzte bin, der Bandentum egal ob serbisch oder albanisch gutheisst und ich deshalb auch eine entschlossene Aktion der Sicherheitsbehören in den verruchten Gegenden wo Gesetzlosigkeit herrscht, mehr als begrüßen würde.

    Aber leider sind den Regierungen jedweder Colleur durch den Westen die Hände gebunden und sie kann sich nicht wehren.

    Es wird wohl kein Weg daran vorbeiführen, den engültigen Status KosMet's abzuwarten und seinen Einfluß auf die Sicherheit in Makedonien abzuwarten.

    Solange, so befürchte ich, wird in Kosovo und in den albanisch bewohnten Gebieten Westmakedoniens in diesem Quasi-Ausnahmezustand leben müssen.

  6. #26
    Mare-Car
    Zitat Zitat von Albanesi
    Zitat Zitat von Mare-Car
    vor allem wenn das Serbische Innenministerium da unten sich um die Mafia kümmert, denn, ob du es zugibst oder nicht, eure "Polizei" ist da machtlos und will auch nichts machen.

    Du kannst mir glauben, dass ich der letzte bin, der Bandentum egal ob serbisch oder albanisch gutheisst und ich deshalb auch eine entschlossene Aktion der Sicherheitsbehören in den verruchten Gegenden wo Gesetzlosigkeit herrscht, mehr als begrüßen würde.

    Aber leider sind den Regierungen jedweder Colleur durch den Westen die Hände gebunden und sie kann sich nicht wehren.

    Es wird wohl kein Weg daran vorbeiführen, den engültigen Status KosMet's abzuwarten und seinen Einfluß auf die Sicherheit in Makedonien abzuwarten.

    Solange, so befürchte ich, wird in Kosovo und in den albanisch bewohnten Gebieten Westmakedoniens in diesem Quasi-Ausnahmezustand leben müssen.
    Gibt es eigentlich auch nur EINEN Albanischen Befürworter der Autonomie??? Weil in Autnomie habt Ihr gut gelebt, und ich glaube Autonomie ist besser als ein Krieg, bei dem womöglich wenns schief läuft wieder Tausende Menschen Ihre Heimat verlassen müssen-

  7. #27
    Avatar von Heros

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    110
    Zitat Zitat von Albanesi

    Warten wir mal ab auf den Tag das die slawisch-makedonische Erleuchtung, d.h. Ihren Bekennen zu den bulgarischen Wurzeln.

    Die steigende Anzahl von BG-Staatsbürgerschaften zeigt in diese Richtung mit der für die Vlachen negativen Konsequenz, dass ihr angestammtes Gebiet MK zwischen Bulgarien und Albanien geteilt wird.
    Aber so ist nun mal der lauf der Geschichte !!!
    Die Volkszählung von Makedonien 1994 (Habe ich als einziges gefunden) sieht so aus:

    Makedonier 1,288,330 66.5 %

    Albaner 442,914 22.9 %

    Turken 77,252 4.0 %

    Roma 43,901 2.5 %

    Serben 39,260 2.0 %

    muslimische Makedonier 15,315 0.8 %

    Bosniaken, oder Bosnier oder wie man sie nennt:7,244 0.4 %

    Wlachen 8,467 0.4 %

    Bulgaren 1,547 0.1 %

    rest. Jugoslawen 595 0.1 %

    Griechen 349 0.1 %

    Sonstige 8.703 0.4 %

    TOTAL 1,936,877


    Also in Makedonien können die beiden grössten Volksgruppen der Makedonier und der Albaner sich das Land aufteilen!

    Die Wlachen mit ihren läppischen fast nichtexestierenden 0,4%-Minderheit können nicht entgegenwirken!

    Warum gibt es denn so wenige wenn du sagtest das Makedonien mal ihr Land war?

    Wurden sie ausgerotter , vertrieben?

  8. #28

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    http://www.geocities.com/zborlu/interviuBARBA.htm

    Als der Erste Weltkrieg begann, verstieß Serbien gegen alle natürlichen Rechte des aromunischen Volkes; damit auch ihre Spur verschwand, serbisierte es auch ihre Namen. So wurde auch der Name des Aromunen Martin, der als großer Maler berühmt wurde, zu Martinovici serbisiert.

    Dann kam auch das Unglück mit der Besetzung Südserbiens durch die bulgarische Armee (1916 – 1918), als die Aromunen noch nie dagewesenes Leid ertragen mussten: Verschleppung, Raub ihres Vermögens. Und, damit die Zahl der Slawen – diesmal der Bulgaren – zunahm, wurde Martin, der zu Martinovici sebisiert worden war, Martinof getauft.

    Nachdem die Bulgaren 1918 vertrieben worden waren, hatte Martin erneut das „Glück“, Serbe zu werden, mit dem Namen Martinovici, doch lediglich bis zum Zweiten Weltkrieg, wo die Aromunen, wieder unter bulgarischer Besatzung, sich derselben Behandlung erfreuten.

    ------------------------------------------------------------------------------------

    Das stimmt dieses alte characktervolles Volk der Aromunen sind "weg vom Fenster" geworden seinen!


    Und als Ethnie ohne eigenen Staat, in den Ländern wo sie leben, sie mit demjenigen Staat zu identifizieren, dessen Staatsbürger sie sind!
    In GR, AL, BG, RO und MK ist das nicht anders und somit nicht das Ergebnis zwangsassimilatorischer Tendenzen in diesen Ländern.

    In MK beträgt der Aromunenanteil inoffiziell ca. 100.000 Menschen; offiziell aber 0,4 % (8´- 10.000).
    http://www.nationmaster.com/encyclopedia/Vlach
    Note: the Greek government does not recognise any ethnic divisions, so there are no exact statistics. See Demographics of Greece.
    Serbia - between 100,000 and 600,000; mostly in the Timoc Valley
    Macedonia - between 150,000 and 180,000
    Albania - between 100,000 and 400,000
    Romania - about 50,000; mostly in Dobruja
    Bulgaria


    Die für morgen angekündigten Ergebnisse werden den offiziellen Zahlen von 1994 mehr oder weniger entsprechen.
    Aber wie gesagt, nicht die Folge einer Zwangsassimilierung!

    Sie deklarieren sich bei jeder Volkszählung in MK regelmässig viele Aromunen als "Makedonier". Offiziel gibt es 0,4 % Aromunen in MK, INOFFIZIELL dürfte die Anzahl bei ca. 100.000 bis 150.000 liegen, denn schon allein in Ost-MK leben schätzungsweise 10.000 Aromunen.

    Wo bleiben die anderen Orte...???

    Zählt man alle zusammen, bleiben wahrscheinlich nur noch ca. 60 % slawische Makedonier, und wer weiß, wieviele Tausend Menschen sich noch als Makedonier deklariert haben. Mich würde es nicht wundern, wenn der slawisch-makedonische Anteil tatsächlich nur bei ca. 50 - 55 % liegt!
    Sie sind nicht in der Mehrheit!

    Die Wlachen können gar nicht ausgegrenzt werden, denn sie sind in der makedonischen wie auch in der albanischen Gesellschaften dermassen integriert, dass sie schon gar nicht mehr rauszudenken sind!

    Du siehst es leben in Albanien schon 400000 Aromunen gegeüber der Bevölkerung würden sie 15 % stellen , doch sie deklarienen sich auch mit dem Namen des Staatsvolkes als Albaner!!!

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