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Serben feiern den Jahrestag der RS in Bosnien&Herzegowina

Erstellt von Kampfposter, 09.01.2012, 03:51 Uhr · 302 Antworten · 17.919 Aufrufe

  1. #241
    fremder
    Die JNA war kein neutrale Akteur, richtig, sie stand für die Integrität der SFRJ. Die Ereignisse in SLO und CRO haben dazu geführt das sich aus der JNA welche ohnehin auf Offiziersebene serbisch dominiert war, durch die Massendessertationen von Kroaten und Bosniaken immer mehr eine "serbische" Armee geformt hat. Man muß die Ereignisse im Kontext sehen.
    Dennoch bleibt sie de jure die einzig legitime militärische Organisation auf dem Gebiet der SFRJ.
    Ohne SLO, (CRO und BIH...) war JNA keine JNA mehr sondern eine serbische Armee in JNA-Uniform.
    Nie wieder mit Serben zusammen!

    edit:
    Liga wollten verhindern das die SErben sich mit den zuvor von ihnen als autonom ausgerufenen Gebieten an Rest-Jugoslawien angliedern bzw. ein Teil dessen bleiben.


    Chetnik!
    du meinst:
    Rest-Chetnikslawien.

  2. #242
    Avatar von Allissa

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    Beiträge
    44.232
    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    1. Du weißt doch selbst gut genug, dass die JNA kein neutraler Akteur war, der alle jugoslawischen Bürger geschützt hätte, wie sie es eigentlich tun sollte, sondern sie stand im Dienste von Milosevics hegemonialer, zentralistischer Politik und unterstützte dementsprechend in BiH serbische völkische Nationalisten (die ebenfalls keine guten Jugoslawen waren, sondern in Jugoslawien einen Ersatz für einen serbischen Nationalstaat sahen).
    2. Der Auftrag der TO BiH war, auf dem Gebiet ihrer Republik feindliche Invasoren aufzuhalten, und die JNA verhielt sich bekanntlich weder in Kroatien noch in BiH wie ein neutraler, staatstragender Akteuer, sondern ergriff aktiv Partei für aufständische großserbische Nationalisten. Somit halte ich es nicht für illegitim, dass die TO BiH sich diesem de facto Invasor entgegenstellte.
    3. Gegen die zentralistischen Tendenzen Milosevics, der ein föderales System zentralisieren wollte, finde ich Izetbegovics Plan, an einem bestehenden republikanischen Zentralismus festzuhalten, weit weniger schlimm. Auch ist das nicht gleichzusetzen mit den Plänen serbischer Nationalisten, die mit Sicherheit keinen funktionierenden Föderalismus à la USA, BRD oder CH innerhalb Bosniens im Sinne hatten als sie die RS proklamierten, sondern durch "ethnische Säuberungen" möglichst viel Gebiet erobern und an Serbien angliedern wollten.
    4. Ich habe deswegen auf den Unterschied zwischen legal und legitim verwiesen, weil du m.E. hier sehr gerne den Legalisten gibst, andere Erwägungen außer Acht lassend, weil aus deiner Sicht heraus die Verteidigung des damaligen Status quo die bequemste Position ist.
    bravo.....sehr guter beitrag

  3. #243
    Avatar von Allissa

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    Zitat Zitat von Novljanin Beitrag anzeigen
    glückwunsch RS
    und jeder balkaner der behauptet die RS sei ein genozid gebilde,sollte sich erstmal an der eigenen nase fassen!
    ob kosovoalbaner,croaten,bosnier oder serben alle haben genozid betrieben und dreck am stecken,
    und die RS kein stück weniger oder mehr...
    du bist dümmer als ein huhn.....

  4. #244
    Avatar von Kampfposter

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    20.11.2011
    Beiträge
    3.820
    Zitat Zitat von Fitnesstrainer NRW Beitrag anzeigen

    Zu 4.

    Die Verteidigung des damaligen Status Quo ist deshalb die bequemste Position, weil sie die rechtlich gültige ist. Es bedarf keiner große Erkärungen das die Verfassung BIHs so konzipiert war das eine Unabhängigkeitserklärung ohne Erfüllung des Einstimmigkeitsprinzp aller drei konstitutiven Völker illegal war.
    Ebenso bedarf es keiner schweren Erläuterungen das es laut Verfassung der SFRJ ein Selbstbetimmungsrecht der Völker und NICHT eines der REpubliken gab.


  5. #245

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    2.144
    Zitat Zitat von Fitnesstrainer NRW Beitrag anzeigen
    Schon wieder so ein "Milosevic ist an allem Schuld" -Kommentar.....

    Es waren die nationalistischen Maximalforderungen auf allen Seiten, welche zu Eskalation führten !
    Im Falle Tudjman gebe ich Dir da sogar Recht. Tudjman und Milosevic belauerten sich, führten aber auch Gespräche im Hinblick auf eine Gebietsaufteilung (Übrigens zu Lasten anderer konst. Völker). Als diese Gespräche scheiterten, nicht zuletzt auch an der Weigerung der Bosniaken (Stichwort Gligorov Initiative), blieb nur noch die militärische Option zur Konfliktlösung.

    Dennoch ist festzustellen: Erst Tudjman machte die Gegenbewegung, nämlich Milosevic und später Izetbegovic, möglich. Als also Milosevic 1987 in die nationalistische Fanfare geblasen hat, spielten seine widersache keine Rolle. Aktion, Reaktion....

    Zu 1.

    Die JNA war kein neutrale Akteur, richtig, sie stand für die Integrität der SFRJ. Die Ereignisse in SLO und CRO haben dazu geführt das sich aus der JNA welche ohnehin auf Offiziersebene serbisch dominiert war, durch die Massendessertationen von Kroaten und Bosniaken immer mehr eine "serbische" Armee geformt hat. Man muß die Ereignisse im Kontext sehen.
    Dennoch bleibt sie de jure die einzig legitime militärische Organisation auf dem Gebiet der SFRJ.
    Dieses Untergraben der von Dir erwähnten Integrität und Legitimität erfolgte im Rahmen illegaler Bewaffnungen, Militärhilfe und Unterstützung völlig illegitimer Militäreinheiten, die in keiner Verfassung zu finden waren. Das ist hier de jure die einzig richtige Feststellung. Eine Armee die auf diese Weise agiert, delegitimiert sich von selbst, ohne das es hier eine wirklichen gesetzlichen Erwähnung bedarf.

    Daran ändern auch die erst viel später einsetztenden, massenhaften Desertationen nichts (Die Du hier -was Du ja sonst immer gerne einzufordern scheinst- nicht im Kontext betrachtest). Die Ableitung das sich schon dadurch eine serbische Armee ergeben hat ist schon dreist und Kennzeichen serbischer Vereinfachungsmalerei – Wenn´s passt.

    Jugoslawien befand sich im Zerfallsprozess, eine zivile Kontrolle gab es nicht und der Einmarsch der JNA in Slowenien war im Rahmen der Freigabeprozesse schon illegitim. Insofern ist das mit Legitimität & Integrität so eine Sache. Man kann hier nicht hergehen und die existierende Legitimität einer JNA Ende der 80-er auf die nun eintretenden Ereignisse umlegen.


    Zu 2.

    Die JNA war kein "feindlicher Invasor" in BiH, sie war ja schon vor Ort und das ganz legitim. Nur weil Bosniaken und Kroaten kein YU mehr wollen verliert der Staat nicht automatisch seine Souveränität über BIH. Es waren wie ich bereits geschrieben habe die Kräfte der HV, welche über die Save in die bos. Posavina kamen und sich dort mit HVO und "patriotska Liga" verbündeten, welche den Bosnienkrieg "einläuteten". Kroatien unter Tudjman wollte durch diese Aktion den Posavina-Korridor unterbrechen um die Versorgung der Krajina-Serben zu stören. HVO und TO BIH/Patr. Liga wollten verhindern das die SErben sich mit den zuvor von ihnen als autonom ausgerufenen Gebieten an Rest-Jugoslawien angliedern bzw. ein Teil dessen bleiben.
    Auch hier wäre die von Dir eingeforderte kontextuale Betrachtung mehr als hilfreich. Jene JNA die sich am 3.41992 in BiH nun offen auf die serbische Seite stellte, nachdem sie bereits mehr als ein Jahr zuvor mit der ebenfalls illegalen Aufrüstung serbischer Paramilitärs begann, machte sie durchaus zu einem Agressor. Weiter ist Deine Souveränitätsformulierung zweifelhaft. Jugoslawien befand sich im Zerfallsprozess und auf Grundlage des Gutachtens der Badinter Kommission wurde der Zerfallsprozess bereits am 29.11.1991 festgestellt. Jugoslawien befand sich in der Selbstauflösung und Milosevic suchte sich das beste aus allen Welten zusammen. Zwar akzeptierte er die Sezession der Kroaten und Slowenen nicht, setzte aber im Staatspräsidium durch, das dieses allein mit den Stimmen Serbiens und Montenegros beschlussfähig sei. Tolle Aussichten für Nichtserben in diesem Staat...

    Wo war den hier die JNA zur legitimen Verteidigung der faktisch immer noch gültigen SFRJ ?

    Stellen wir fest: Die JNA mutierte zur serbischen Armee nicht wegen der Massendesertierung, sondern weil die zivilen Institutionen die sie eigentlich kontrollieren sollten, weggefallen sind. Am Ende des SFRj-Zerfallsprozesses blieb tatsächlich nur noch die JNA übrig, in der aber zwischenzeitlich auch ein Transformationsprozess hin zu einer serbischen Armee erfolgte.

    Beispielhaft nehmen wir hier die Militärreform der JNA von 1989. Die Territorialaufteilung der JNA-Verantwortlichkeiten + Die Etablierung eines neuen Knin-Korps waren –wenn man sie auf der Karte betrachtet- konzeptionell genau auf die späteren Gebietsforderungen der Serben abgestimmt.

    Kann aber auch totaler Zufall sein.....


    Zu 3.

    DIese angeblichen Pläne.....

    Es wurden von allen dreien Kriegsparteien ethnisch reine Gebiete geschaffen. Das ist eine Folge des Krieges und nicht das Resultat eines vorgesfassten Plans, welchen die Serben alleine kollektiv "ausgeheckt" haben. Die ersten die in BiH in Massen zu flüchten mußten waren die Serben der bos. Posavina, ab 25. März 1992 (ca. 50.000-70.000, die meisten Richtung Bijeljina). DIe serbischen Häuser wurden zu 90% ausgeplündert und abgefackelt, darunter diejenigen meiner Großeltern, mehrerer Onkel und entfernterer Verwandter. Viele die nicht flüchten wollten, wurden ermordet. Das ganze war zwar eine Gemeinschaftaktion von HV, HVO, HOS und Patr.Liga, aber die HV hatte das Kommando. (Die zuvorige Vertreibung und Ausplünderung der kroatischen Bevölkerung in der Krajina durch Serben hat hierbei sicher einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Verhalten der Kroaten gegenüber der serb. Bevölkerung in der besetzten bos. Posavina gehabt.)
    Jedenfalls war das der Zeitpunkt an dem der Krieg von Kroatien auf Bosnien übergriff. Das SErben im Verlaufe dieses Krieges die meisten Verbrechen verübten ist klar, jedoch haben alle Seiten mit den gleichen Mitteln gekämpft, so das BiH seine heutige ethnische Struktur hat. Nach dem Krieg war nicht nur die RS weitgehend frei von Bosniaken und Kraoten, sondern ebenso die FBiH von Serben. Dazu die kroatischen Kantone weitgehend frei von Bosniaken so wie umgekehrt auch die bosniakischen von Kroaten.
    Die organisierte, planvolle und umfassende Vertreibung von Nichtserben auf dem Gebiet welches die Serben für sich beanspruchten, war kein Resultat das plötzlich vom Himmel fiel. Ich verweise hier gerne noch mal auf wissenschaftliche Arbeiten (Origins of the Republika Srpska, 1990-1992 - Dr. Robert J. Donia). Im Rahmen des Wahlkampfes zu den ersten freien Wahlen in BiH setze die SDS vor vorneherein auf die Änderung der inneren Verfassung Bosniens. Konstitution BiH´s und die Territorialgrenzen inkl. Definitionen „serbischer Gebiete“ waren fester Bestandteil der Forderungen von Karadzic. Anlässlich einer Rede in Pakrac sagte er –sinngemäss- folgendes: „Wir hoffen das die bosnischen Moslems mit uns gemeinsam in einem Gross Serbien leben“ und „Je schwächer Jugoslawien, desto stärker wird Serbien“. – 9.März 1991

    Für die als Kontextbetrachter sollten die Im weiteren Verlauf von Serben begangenen Verfassungsbrüche bekannt sein (ZOBK und später die SAO´s).

    Kürzen wir es einfach ab: Auf serbischer Seite, sprechen wir mal hier vom einfachen Volk, gab es den durchaus legitimen Wunsch weiter, in gesicherter Umgebung unter einem jugoslawischen Dach zu leben. Aus meiner Sicht jedoch wurde dieser berechtigte Wunsch der Serben durch die politischen, intelektuellen und klerikalen Kreise in Belgrad instrumentalisiert um das gewünschte Endziel, Gross Serbien, zu erreichen. Wenn dies Krieg beinhaltete (Milosevic-Rede, Amselfeld) nahm man es in Kauf, ohne Krieg wäre es natürlich besser: Zum Beispiel auch im Rahmen einer Verständigung zwischen kroaten und Serben auf Kosten der Bosniaken (Für Dich Legalisten: Auch ein konst. Volk) während der Karadjordjevo und Tikves Gespräche.

    Das die Gebiete in der Föderation weitgehend Serbenfrei sind, kann man eher reaktiv betrachten. Zu einem erfolge dies durch Flucht vor Militäraktionen, zum anderen setzte hier dann so etwas wie ein Rudeltrieb ein (Kud moji, tu i ja) der z.B. darin gimpfelte das die SDS an der Vertreibung der eigenen Serben beteiligt war: Hier spreche ich von den Gemeinden Vogosca, Ilidza, Ilijas, Grbavica, Dobrinja, Hadzici in denen sie aktiv die Serben aufforderte zu gehen. Trotz Zusicherung der SFOR in den gem. Dayton an die Föderation fallenden Gebieten zu agieren, trotz Vorschlag der Bosniaken nach gemeinsamen Polizeistrukturen zog es die SDS vor ihre eigenen Landsleute, teilw. mit Drohungen, zum Verlassen zu zwingen. Vlt. ist es Dir nicht bekannt, dieser Vorgang wurde später auch medial ausgeschlachtet als man Serben zeigte die ihre Toten ausgegraben haben und damit umherzogen (Beispielsweise von Hadzici nach Vlasenica).

    Natürlich hat es auch vorsätzliche Vertreibungen gegeben, das will ich nicht abstreiten. Aber im Grösse und Umfang, planvoller Umsetzung und damit zusammenhängenden Massnahmen die man als Terror bezeichnen kann (Biljana Plavsic, ICTY) bleiben die Serben unerreicht. Dazu hilft Dir evtl. ein Blick auf die Karte von damals: 70% BiH´s waren faktisch von Serben besetzt. Mit den Kroaten wurde ein Agreement getroffen die jeweils eigene Bevölkerungsgruppe in die Territorien des gegenüber auszusiedeln und dafür zu sorgen das sie nicht zurückkehren (Karadzic in der BBC-Doku). Somit bleiben knapp 10-15 % von Bosniaken kontrolliertes Territorium in welchen die Bosniaken ohnehin dominierende Mehrheit waren. Will sagen: Die Bosniaken konnten schon aufgrund der militärischen Verhältnisse nicht so viele Serben planvoll vertreiben, wie es die Serben mit Nichtserben getan haben. Daher kann man das nicht gleichsetzen...ein Blick in die Haager Zellen & Urteile sollte da eigentlich Klarheit schaffen.

    Noch ein Wort zum von dir angesprochenen Zentralimus:

    Es ist absolut doppelmoralisch von Izetbegovic den Zentralismus Milosevic abzulehnen, aber selbst einen unabhängigen zentralistische Staat BIH anzustreben. Nicht nur die bos. Serben waren dagegen und darüber aufgebracht.
    Mit Doppelmoral hat das herzlich wenig zu tun. Mit seinen bereits ab 87 initiierten Massendemos, Joghurt- und Antibürokratirevolutionen hebelte Milosevic Jugoslawien aus. Izetbegovic lehnte dabei nicht den Zentralismus ab, sondern Milosevic. Der ja später bekanntermassen von den Serben selbst abgelehnt wurde. Obgleich letzteres weniger an der Tatsache liegt das er Kriege geführt hat, sondern vielmehr diese alle verloren hat und Serbien zum Tumor Europas degradierte (Le Monde, Frankreich)

    Im übrigen ist festzuhalten: Izetbegovic forderte zu keinem Zeitpunkt die Änderung der inneren Verfassung BiH´s um die Serben zu dekonstitutieren. Selbst die Verfassung der RBiH sah 3 konstitutive Völker vor.

    Im Dezember 91 bot die SDA unter Izetbegovic selbst Gespräche über die Aufteilung nach Territorial-Ethnischen Prinzipien an. Diese scheiterteb aber an den überzogenen Forderungen der serben, was von kroatischen Vertreter Stjepan Kljujic vor dem ICTY bezeugt wurde.

    Da Du hier gerne den Kontext-Betrachter machst, hier die Erklärung warum die Serben ablehnten. Die Aufrüstung der Serben war faktisch abgeschlossen, was Karadzics Verhandlungsposition stärkte.


    Zu 4.

    Die Verteidigung des damaligen Status Quo ist deshalb die bequemste Position, weil sie die rechtlich gültige ist. Es bedarf keiner große Erkärungen das die Verfassung BIHs so konzipiert war das eine Unabhängigkeitserklärung ohne Erfüllung des Einstimmigkeitsprinzp aller drei konstitutiven Völker illegal war.
    Ebenso bedarf es keiner schweren Erläuterungen das es laut Verfassung der SFRJ ein Selbstbetimmungsrecht der Völker und NICHT eines der REpubliken gab.


    WIe auch immer, die RS ist nun durch Dayton innerhalb BiHs anerkannt. Keine Seite hat ihre Maximalforderungen erreicht.
    Mit der "rechtlich gültigen" Position ist das so eine Sache. Lässt man die widerrechtlichen Massnahmen die zur Aushölung der genannten Position führen ausser acht, ist das ´ne recht einseitige Sicht auf die Dinge.

    Beispielsweise: Im Bosanski Novi musste alle Nichtserben im Rahmen des Vertreibungsprozesses eine Verpflichtungserklärung unterschreiben, in welcher sie ihr komplettes Eigentum der Republika Srpska überlassen und keine weiteren Forderungen mehr stellen. Natürlich "freiwillig". Rechtlich gesehen war die Formulierung nicht zu beanstanden. Aber da es zum Glück die OHR gab, welche die Umstände dieser "freiwilligen Abtretungen" betrachtete, erfolgte die Rückgabe an die Eigentümer....lange gegen den Widerstand der serbischen, lokalen Behörden.

    Kommen wir zur Verfassung: Wenn die Verfassung so eindeutig war, wäre alles sehr unproblematisch verlaufen und niemand würde die Sezession anerkennen? Tatsächlich aber war die Verfassung widersprüchlich und unvollendet. Sie sprach von einem Selbstbestimmungsrecht, formulierter aber keinerlei Modalitäten hinsichtlich eines Austritts. Das lag ganz einfach daran, dass die damaligen Verfasser nicht ernsthaft mit dieser Möglichkeit gerechnet haben. Wir haben hier also die paradoxe Situation, das prinzipiell beide Recht haben. Die einen, wenn von Verfassungsbruch gesprochen wird, die anderen wenn sie auf das Selbstbestimmungsrecht verweisen. Die von Dir vorgetragene Meinung wurde durchaus viel diskutiert, aber auch im Kontext betrachtet:

    Denn: Bei genauer Betrachtung wird Dir auch auffallen, dass sich die EG und UNO trotz des verankerten Sezessionsrechtes zunächst für den Erhalt des Staates einsetzten. Die Entscheidung den Zerfallsprozess aber dennoch anzuerkennen und das Selbstbestimmungsrecht der Völker im Rahmen der AVNOJ-Grenzen zu akzeptieren, (Wie sollte sich sonst ein Selbstbestimmungsrecht auch sinnvoll ausdrücken) basierte auf des Dismembration Jugoslawiens, nicht allein stützend auf das Selbstbestimmungsrecht.

    „the right to self-determination cannot entail a modification of borders that are in place at the time of independence (utis possidetis iuris) unless the states concerned reach an agreement of contraty.

    Die Anerkennung erfolgte auf dem legitimen Grundsatz des uti possidetis, was dazu führte das in ihrem Gutachten Nr.2 die Badinter Kommission die Unverletzlichkeit der Republiksgrenzen im Falle einer Dismembration feststellt. Das dieser Vorgang nach dem Prinzip nicht unumstritten ist, dürfte klar sein: Asbjorn Eide äussert sich Zustimmend, der Völkerrechtler Jochen Frowein dagegen kritisch, zu dem angewendeten Prinzip.

    Insofern ist also festzuhalten, dass die serbische Position in dieser Frage nicht die ausschliesslich Wahre ist.

    Vielmehr wurde dieses Thema instrumentalisiert: Die Serben malten mit Schrecken Szenarien an die Wand, die sie von anderen im Falle einer Sezession erwarteten aber dann selbst umsetzten. Entlarvend....

  6. #246
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Fitnesstrainer NRW Beitrag anzeigen
    Noch ein Wort zum von dir angesprochenen Zentralimus:

    Es ist absolut doppelmoralisch von Izetbegovic den Zentralismus Milosevic abzulehnen, aber selbst einen unabhängigen zentralistische Staat BIH anzustreben. Nicht nur die bos. Serben waren dagegen und darüber aufgebracht.
    Ich versuch das jetzt mal möglichst einfach und anschaulich herunterzubrechen:

    Nein, das war nicht unbedingt heuchlerisch.

    Milosevic wollte einen föderalen Staat (die SFRJ) zu einem zentralistischen Staat umgestalten. Er hatte also vor, den Republiken bestehende föderale Rechte wegzunehmen, so wie er es bei den beiden Autonomen Provinzen bereits getan hatte.
    Izetbegovic wollte eine bereits zentralistisch aufgebaute Republik (die SR BiH) in der bestehenden Form von YU loslösen. Er hatte also nicht vor, irgendjemandem bestehende föderale Rechte wegzunehmen.

    Heuchlerisch ist es, Milosevic und Izetbegovic implizit oder explizit gleichzusetzen.

  7. #247
    Gast829627
    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Ich versuch das jetzt mal möglichst einfach und anschaulich herunterzubrechen:

    Nein, das war nicht unbedingt heuchlerisch.

    Milosevic wollte einen föderalen Staat (die SFRJ) zu einem zentralistischen Staat umgestalten. Er hatte also vor, den Republiken bestehende föderale Rechte wegzunehmen, so wie er es bei den beiden Autonomen Provinzen bereits getan hatte.
    Izetbegovic wollte eine bereits zentralistisch aufgebaute Republik (die SR BiH) in der bestehenden Form von YU loslösen. Er hatte also nicht vor, irgendjemandem bestehende föderale Rechte wegzunehmen.

    Heuchlerisch ist es, Milosevic und Izetbegovic implizit oder explizit gleichzusetzen.


    ach shiptar bleib du bei deinen leisten.....arschritzen lutschen und eiterwarzen drücken auf den raststätten aber versuch net den krieg zu analysieren so weit reicht deine hirnleistung net aus......linke soziopathen haben gewöhnlich ne perverse weltanschauung die alles andere als der wahrheit entspricht und vorallem sind tatsachen und fakten nur drehbare faktoren in eurer auslegung der geschichte...




    lies die islamische deklaration von alija dann wirst du raffen was der schafspelz teufel alija vor hatte und wie sein gedankengut war........wenn er die militärischen möglichkeiten eines slobos gehabt hätte wäre heute noch krieg auf dem balkan.......

  8. #248
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Legija Beitrag anzeigen
    alija wollt eine islamische republik i dobijo je kurac....so einfach ist das......
    Zitat Zitat von Legija Beitrag anzeigen
    ach shiptar bleib du bei deinen leisten.....arschritzen lutschen und eiterwarzen drücken auf den raststätten aber versuch net den krieg zu analysieren so weit reicht deine hirnleistung net aus......

  9. #249

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    am amfanf fand ich den typen noch witzig, weil ich dacht er meint das alles nicht so ernst, aber nachhinein merkt man das der penner einfach nur geistig Krank ist, und nicht mehr ernstzu nehmen..

    alija und islamische rjepublik, es war doch karadzic, der im parlament ihm den krieg erklärt hat..

  10. #250
    Avatar von Serbian Eagle

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