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SERBIEN: Vom Balkan-Schurken zum EU-Kandidaten

Erstellt von Zurich, 05.09.2008, 17:41 Uhr · 25 Antworten · 1.447 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Zurich

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    Daumen hoch SERBIEN: Vom Balkan-Schurken zum EU-Kandidaten

    SERBIEN: Vom Balkan-Schurken zum EU-Kandidaten

    Brüssel sieht Belgrad als europäischen Musterschüler / Neue Töne zum Kosovo

    BRÜSSEL - Noch vor wenigen Monaten machte Belgrad nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo gegen die EU Front. Nun hat sich die Situation grundlegend gewandelt: Serbien könnte schon 2009 zum offiziellen Beitrittskandidaten aufsteigen und 2014 Vollmitglied der Gemeinschaft werden. Dies stellte Kommissionspräsident José Manuel Barroso jetzt in Aussicht. Dass es noch schneller gehen könnte, wünscht sich der serbische Präsident Boris Tadic, der bei seinem Brüssel- Besuch in dieser Woche wirklich alles tat, um seine EU-Reife unter Beweis zu stellen. Dazu gehörte auch eine offene Brüskierung des einstigen Freundes Russland: Sein Land werde die Kaukasus-Republiken Abchasien und Süd-Ossetien „nicht anerkennen. Wir schließen uns dem Kurs des EU-Gipfels an“, sagte Tadic dem Kommissionschef.

    Belgrad ist – von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt – voll auf westlichen Kurs gegangen. Denn die Zeit drängt. Am 15. September wird der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag, der Belgier Serge Brammertz, den EU-Außenministern einen schicksalsschweren Bericht überreichen. Darin würdigt er, wie vorab bekannt wurde, die Kooperation Serbiens mit dem Gericht bei der Verhaftung des einstigen Serben-Führers Radovan Karadzic. Offen ist allerdings noch, ob Brammertz den Behörden in Belgrad ankreidet, dass die beiden anderen gesuchten Kriegsverbrecher noch nicht gefasst wurden. Ratko Mladic war Militärchef des inhaftierten Karadzic, Goran Hadzic Anführer der Serben in Kroatien während des Jugoslawien-Krieges. „Um ganz ehrlich zu sein“, sagte der serbische Präsident in Brüssel, „wir tun alles, was möglich ist, um die beiden zu finden, und gleich am ersten Tag, nachdem wir sie gefunden haben, werden wir sie auch ausliefern.“ Sollte der Chefankläger das auch so sehen, wären Belgien und die Niederlande bereit, im Kreis der Außenminister ihr Veto gegen eine Ratifizierung des bereits unterschriebenen Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens zurückzuziehen. Der Weg zum offiziellen Status als EU-Kandidat wäre frei.

    Denn die im Mai neu gewählte Spitze der serbischen Republik tut wirklich alles, um den Anforderungen der EU gerecht zu werden. Sogar beim Streit um das Kosovo klingen die Töne aus Belgrad inzwischen ganz anders. „Wir geben das Kosovo nicht auf“, sagte Präsident Tadic in Brüssel. „Wir erkennen die Unabhängigkeit auch nicht an, weil eine einseitige Unabhängigkeitserklärung durch provisorische Institutionen kein legaler Akt ist.“ Dann aber der überraschend neue Zusatz: „Wir bitten deshalb den Internationalen Gerichtshof um eine beratende Stellungnahme zur Rechtmäßigkeit.“ Wie die ausfallen wird, wagt bei der EU noch niemand zu sagen. Zweifel an der Rechtmäßigkeit der kosovarischen Autonomie gab es immer. Eine Lösung aber könnte die Umarmung durch die EU sein, wird gemutmaßt. Der würde sich Serbien wohl sogar anschließen können. Vorausgesetzt, der Preis stimmt.

    Tatsächlich steht für die Serben nämlich viel auf dem Spiel. Mit dem offiziellen Kandidatenstatus sind Milliarden-Subventionen zur Anpassung an europäisches Niveau verbunden, damit sich das potenzielle Vollmitglied politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich reformieren kann. Immerhin müssen rund 80 000 Seiten EU-Gesetze übernommen und – wie es offiziell stets heißt – unwiderruflich implantiert werden. Der serbische Präsident zeigte sich in Brüssel optimistisch: Spätestens 2014 werde sein Land der Europäischen Union angehören. (Von Detlef Drewes)

    Vom Balkan-Schurken zum EU-Kandidaten - Märkische Allgemeine - Zeitung für das Land Brandenburg





    - Am Ende wendet sich eh immer alles zum Guten!

  2. #2

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    9.280
    Darum wollen die Kosovaren auch lieber ihren serbischen Pass verlängern.

  3. #3
    Avatar von Toni Maccaroni

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    7.155
    Hmm.. vllt. werde doch keine deutsche Staatsbürgerschaft beantragen.

  4. #4
    Avatar von meko

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    10.778
    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    SERBIEN: Vom Balkan-Schurken zum EU-Kandidaten

    Brüssel sieht Belgrad als europäischen Musterschüler / Neue Töne zum Kosovo

    BRÜSSEL - Noch vor wenigen Monaten machte Belgrad nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo gegen die EU Front. Nun hat sich die Situation grundlegend gewandelt: Serbien könnte schon 2009 zum offiziellen Beitrittskandidaten aufsteigen und 2014 Vollmitglied der Gemeinschaft werden. Dies stellte Kommissionspräsident José Manuel Barroso jetzt in Aussicht. Dass es noch schneller gehen könnte, wünscht sich der serbische Präsident Boris Tadic, der bei seinem Brüssel- Besuch in dieser Woche wirklich alles tat, um seine EU-Reife unter Beweis zu stellen. Dazu gehörte auch eine offene Brüskierung des einstigen Freundes Russland: Sein Land werde die Kaukasus-Republiken Abchasien und Süd-Ossetien „nicht anerkennen. Wir schließen uns dem Kurs des EU-Gipfels an“, sagte Tadic dem Kommissionschef.

    Belgrad ist – von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt – voll auf westlichen Kurs gegangen. Denn die Zeit drängt. Am 15. September wird der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag, der Belgier Serge Brammertz, den EU-Außenministern einen schicksalsschweren Bericht überreichen. Darin würdigt er, wie vorab bekannt wurde, die Kooperation Serbiens mit dem Gericht bei der Verhaftung des einstigen Serben-Führers Radovan Karadzic. Offen ist allerdings noch, ob Brammertz den Behörden in Belgrad ankreidet, dass die beiden anderen gesuchten Kriegsverbrecher noch nicht gefasst wurden. Ratko Mladic war Militärchef des inhaftierten Karadzic, Goran Hadzic Anführer der Serben in Kroatien während des Jugoslawien-Krieges. „Um ganz ehrlich zu sein“, sagte der serbische Präsident in Brüssel, „wir tun alles, was möglich ist, um die beiden zu finden, und gleich am ersten Tag, nachdem wir sie gefunden haben, werden wir sie auch ausliefern.“ Sollte der Chefankläger das auch so sehen, wären Belgien und die Niederlande bereit, im Kreis der Außenminister ihr Veto gegen eine Ratifizierung des bereits unterschriebenen Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens zurückzuziehen. Der Weg zum offiziellen Status als EU-Kandidat wäre frei.

    Denn die im Mai neu gewählte Spitze der serbischen Republik tut wirklich alles, um den Anforderungen der EU gerecht zu werden. Sogar beim Streit um das Kosovo klingen die Töne aus Belgrad inzwischen ganz anders. „Wir geben das Kosovo nicht auf“, sagte Präsident Tadic in Brüssel. „Wir erkennen die Unabhängigkeit auch nicht an, weil eine einseitige Unabhängigkeitserklärung durch provisorische Institutionen kein legaler Akt ist.“ Dann aber der überraschend neue Zusatz: „Wir bitten deshalb den Internationalen Gerichtshof um eine beratende Stellungnahme zur Rechtmäßigkeit.“ Wie die ausfallen wird, wagt bei der EU noch niemand zu sagen. Zweifel an der Rechtmäßigkeit der kosovarischen Autonomie gab es immer. Eine Lösung aber könnte die Umarmung durch die EU sein, wird gemutmaßt. Der würde sich Serbien wohl sogar anschließen können. Vorausgesetzt, der Preis stimmt.

    Tatsächlich steht für die Serben nämlich viel auf dem Spiel. Mit dem offiziellen Kandidatenstatus sind Milliarden-Subventionen zur Anpassung an europäisches Niveau verbunden, damit sich das potenzielle Vollmitglied politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich reformieren kann. Immerhin müssen rund 80 000 Seiten EU-Gesetze übernommen und – wie es offiziell stets heißt – unwiderruflich implantiert werden. Der serbische Präsident zeigte sich in Brüssel optimistisch: Spätestens 2014 werde sein Land der Europäischen Union angehören. (Von Detlef Drewes)

    Vom Balkan-Schurken zum EU-Kandidaten - Märkische Allgemeine - Zeitung für das Land Brandenburg





    - Am Ende wendet sich eh immer alles zum Guten!

    da steht nichts neues.
    solche artikel postest du schon sehr lange zeit!

    in wahrheit haltet man serbien nur hin!
    kein EU land will soeinen staat (egal wie westlich er vorgibt zu sein) in der gemeinschaft haben.

    nur spricht es keiner aus!

  5. #5

    Registriert seit
    11.08.2008
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    4.391
    Was ist denn nun mit Mladic?
    Der soll doch angeblich auch in Belgrad sein.
    Der Staat soll ihn voll labbern sich selber zu stellen, bevor man ihn fest nimmt. Ich finde so ein verhalten des Staates sollte Sanktioniert werden, mit z.b. Einfuhrstopp von Puma Schuhen

  6. #6
    Avatar von Zurich

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    18.089
    Zitat Zitat von meko Beitrag anzeigen
    da steht nichts neues.
    solche artikel postest du schon sehr lange zeit!

    in wahrheit haltet man serbien nur hin!
    kein EU land will soeinen staat (egal wie westlich er vorgibt zu sein) in der gemeinschaft haben.

    nur spricht es keiner aus!
    Gott sei Dank kennst du die absolute Wahrheit (hast du mit dem allwissendem Allah gesprochen?).
    Nur fragt sich hier, ob es die absolute Wahrheit ist oder dein Wunschbild, da du Serbien nicht magst und dem Land logischerweise natürlich absolut nichts Gutes gönnst.

    Aber es ist schon kurios, dass mit dem ganzen Hass... Hätte sich Serbien gegen den Westen und richtung Osten gewendet, wären hier alle möglichen schlimmen Vorwürfe und Sätze gekommen (Schurkenstaat,..etc...). Wendet sich das Land dem Westen, auch nicht gut,... dann kommen halt solche Vorwürfe.

    - Manche Leute sind echt nicht mehr ernst zu nehmen.

  7. #7
    Avatar von Berat-Kosovari

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    WHuhahaha.....Einfuhr von Puma schuhen verbieten...find ich geil ^^...

  8. #8
    Avatar von Zurich

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    Zitat Zitat von Der Joker Beitrag anzeigen
    Was ist denn nun mit Mladic?
    Der soll doch angeblich auch in Belgrad sein.
    Der Staat soll ihn voll labbern sich selber zu stellen, bevor man ihn fest nimmt. Ich finde so ein verhalten des Staates sollte Sanktioniert werden, mit z.b. Einfuhrstopp von Puma Schuhen
    Dass Problem ist, man will kein Blutvergiessen und keine so grosse Aufruhr im Lande seitens der Radikalen.
    Würde er sich freiwillig stellen, hätte das selbst für Radikaldenkende eine mildere Symbolik (ja vielleicht "Heldenkarakter", ich weiss ja nicht, wie die denken), als dass man ihn verhaftet. Und demzufolge wären die Reaktionen im Lande anders.

  9. #9
    Avatar von meko

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    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Gott sei Dank kennst du die absolute Wahrheit (hast du mit dem allwissendem Allah gesprochen?).
    Nur fragt sich hier, ob es die absolute Wahrheit ist oder dein Wunschbild, da du Serbien nicht magst und dem Land logischerweise natürlich absolut nichts Gutes gönnst.

    Aber es ist schon kurios, dass mit dem ganzen Hass... Hätte sich Serbien gegen den Westen und richtung Osten gewendet, wären hier alle möglichen schlimmen Vorwürfe und Sätze gekommen (Schurkenstaat,..etc...). Wendet sich das Land dem Westen, auch nicht gut,... dann kommen halt solche Vorwürfe.

    - Manche Leute sind echt nicht mehr ernst zu nehmen.
    diese aussage beweisst mir eigentlich nur meine vermutung was dich betrifft!

    wir werden ja sehen was mit Good old serbia passiert!

    abwarten und teetrinken!

    über russland hat man eine zeitlang auch nur das beste gehört, und schau wo sie jetzt sind!

  10. #10
    Avatar von Hercegovac

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    Sauber so muss das sein.Ich hoffe Serbien steigert sich noch =)

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