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Serbien blick nach Russland

Erstellt von skenderbegi, 21.05.2008, 11:37 Uhr · 110 Antworten · 3.929 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
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    Beiträge
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    Beitrag Serbien blick nach Russland

    Serbien | 21.05.2008

    Serbien blick nach Russland


    Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Schmierstoff der neuen serbisch-russischen Beziehungen ist Erdöl


    In Serbien könnte es trotz des Wahlerfolges der pro-europäischen Parteien eine nationalistische Regierung geben, die sich strategisch und wirtschaftlich eng an Russland anlehnt.


    Im Zentrum Belgrads zeugen das Grand-Hotel "Moskau" und das Luxusrestaurant "Russischer Zar" seit einem Jahrhundert von der Verbundenheit der Balkan-Nation zum großen slawischen Bruder im Osten. Obwohl Russland 1500 Kilometer von Serbien entfernt ist, verbinden beide Länder enge Bande der gemeinsamen ethnischen Herkunft, der verwandten Sprachen und des orthodox-christlichen Glaubens.
    Auch politisch nehmen Russen die Serben in Schutz. Im Weltsicherheitsrat verhinderte Moskau, dass der vormals serbischen Provinz Kosovo die einseitig erklärte Unabhängigkeit anerkannt wird. Viele Häuser in Belgrad wurden daraufhin mit Parolen "Danke Russland" besprüht. Allerdings ist der Völkerrechtler Vojin Dimitrijevic davon überzeugt, dass die russische Regierung für die diplomatische Rückendeckung wirtschaftliches Entgegenkommen erwarte.
    Öl-Industrie wird russisch privatisiert
    Serbien und Russland haben im Mai ein Energieabkommen beschlossen. Es sieht den Verkauf von 51 Prozent des serbischen staatlichen Ölunternehmens NIS zum Preis von 400 Millionen Euro an den russischen halbstaatlichen Energieriesen Gazprom vor. Weitere 500 Millionen Euro soll Gasprom in eine Gaspipeline in Serbien investieren.
    Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Buchcover: "Gazprom: Das Geschäft mit der Macht"
    Unter dem Namen Süd-Bach baut Russland zudem eine neue Gasleitung vom Kaukasus nach Westeuropa. Sie steht in Konkurrenz zum parallelen europäischen Gasprojekt Nabucco. Im Gegensatz zum europäischen, soll das russische Erdgas durch Serbien fließen. Das Land wäre damit auch Empfänger der entsprechenden Transitgebühren. Das sieht der Vertrag zu Privatisierung der serbischen Ölindustrie vor.
    Serbiens Tafelsilber
    Der Vertrag legt aber den Umfang des Gasnetzes nicht fest. Die Belgrader Energie-Expertin Siljka Pistolova meint: "Wenn das die Hauptader der Gaspipeline ist, könnte Serbien jährlich mehr als 50 Millionen Euro verdienen. Sollte es nur eine Abzweigung werden, würde Serbien davon nicht profitieren." NIS solle nicht für Kleingeld verkauft werden, sagt Pistolova, schließlich sei das Serbiens Tafelsilber. Sein geschätzter Wert liege zwischen 3 und 3,5 Milliarden Euro. Diejenigen, die NIS unter diesem Preis verkaufen würden, wären wirtschaftliche Feinde Serbiens.
    Pistolova prangert die Geheimniskrämerei um das Energieabkommen und verlangt ein offenes Verfahren für den Verkauf des Ölkonzerns. So könnten auch die westlichen Bieter zum Zuge kommen. Davon hält der amtierende serbische Handelsminister Predrag Bubalo gar nichts. Die Zusammenarbeit mit Russland im Energiesektor sieht der national-konservative Bubalo auch als sicherheitspolitische Investition: "Dieser Vertrag hat eine enorme geostrategische und politische Bedeutung, weil von einer Destabilisierung nicht nur unser Land, sondern weitere Staaten betroffen wären."
    Ersatz für Westeuropa
    Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Der eigentliche pro-europäische Wahlgewinner Boris Tadic wird von einer russlandgewandten Koalition bedrängt
    Die Worte des Ministers klingen wie eine Warnung an die Europäer am anderen Ende der Pipeline. Serbiens Beziehungen zur EU sind angespannt. Und das obwohl das Land mit Westeuropa 60 Prozent seines Handels abwickelt. Trotzdem suchen die nationalistischen Parteien im wirtschaftlich erstarkten Russland einen sowohl diplomatischen als auch ökonomischen Ersatzpartner.
    Die serbischen Politiker kommen den Russen dabei sehr weit entgegen, kritisiert der Völkerrechtler Vojin Dimitrijevic und erinnert an das ungarische oder bulgarische Energieabkommen mit Gazprom: "Wenn man den Ölvertrag mit Bulgarien und mit uns vergleicht, sieht man, dass Bulgarien mit 50 Prozent Eigentum der gleichberechtigte Partner und Serbien der Juniorpartner ist. Sogar die offizielle Sprache in unserem Vertrag ist russisch, während der bulgarische Vertragstext auf russisch und bulgarisch abgefasst ist."
    Klage angedroht
    Die Opposition in Belgrad droht nun mit einer Klage gegen den Verkauf der Ölindustrie. Bei einer Kundgebung schickte der junge liberale Politiker Cedomir Jovanovic seine Botschaft an den russischen Ministerpräsidenten: "Putin sollte nicht verärgert sein, wenn wir sagen, dass wir die Privatisierung der NIS rückgängig machen würden. Er ist zum Präsidenten in Russland aufgestiegen, weil er verhindert hat, dass man in Russland so privatisiert, wie er jetzt in Serbien privatisieren möchte."
    In Serbien gab es bisher nur eine russische Großinvestition. Der Ölförderer Lukoil hatte die zweitgrößte Tankstellenkette für 200 Millionen Euro ergattert. Vor kurzem wurde angedeutet, russische Konzerne wären bereit, mit drei Milliarden Euro in den serbischen Strommarkt einzusteigen. Auch an der staatlichen Fluggesellschaft soll Aeroflot interessiert sein und der Moskauer Großflughafen Sheremetyewo würde gerne den Flughafen Belgrad übernehmen.



    Filip Slavkovic


    Serbien blickt nach Russland | Europa | Deutsche Welle | 21.05.2008

    wie kann man nur in einer solchen situation seitens serbiens das gefühl haben man könne andere mit irgendwas drohen?

    wenn einige user das gefühl haben serbien müsse der arsch nachdem duschen obwohl man ihnen schon das wasser dazu bereitgestellt hatte auch noch abtrocknen helfen ,weil sonst chaos ausbricht der überschätzt serbien.

    will nicht behaupten das serbien nicht zur stabilität beitragen könnte auf dem balkan.
    jedoch muss auch gesagt werden das diese ständigen drohungen im allgemeinen nichts als schreie nach aufmerksamkeit sind.
    militärisch und moralisch gesehen ist serbien um einige jahre(zehnte) zurückgeworfen worden.....

    zum anderen haben die nachbaren in dieser zeit nicht mit warten verbracht.

  2. #2
    Lopov
    Du hast dein Versprechen nicht gebrochen

    Was sie von ihrem Russland wollen:? Es gibt keine perfekte Regierungsform, aber die EU-Demokratie ist immer noch tausend Mal besser als Russlands Diktatur.

  3. #3
    Avatar von Zurich

    Registriert seit
    05.02.2007
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    18.089
    Zitat Zitat von Romulus Beitrag anzeigen
    Du hast dein Versprechen nicht gebrochen

    Was sie von ihrem Russland wollen:? Es gibt keine perfekte Regierungsform, aber die EU-Demokratie ist immer noch tausend Mal besser als Russlands Diktatur.
    Wäre. Wäre! Leider gehorcht Europa der US-Diktatur. Europa kann sich heute leider nicht als unabhängig bezeichnen. Der Einfluss der USA ist nach wie vor riesen gross (und das schon seit dem 2. WK).

    Ich hoffe aber weiterhin, dass sich Europa von der USA trennt und eigene, total unabhängige Wege geht.

    Seit ethlichen Jahrzehnten ist Europa ein Spielball für amerikanische und russische Interessen. Ich find das scheisse, aber was will man da machen. :?

  4. #4
    Avatar von Yutaka

    Registriert seit
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    4.998
    Finds eigl, völlig in Ordnung das Serbien mit Russland zusammenarbeiten will bez das Serbien sich gegen Europa wendet und zu Russland tendiert, man darf nicht vergessen das die Russen und Serben Blut wie Seelenverwandt sind, die Schriftarten, Religionen, Einstellungen etc sind sehr stark mit Russland verbunden.

    Die Serben waren nie Europäer , jetzt finden sie endlich wieder zu ihren Wurzeln zurück.

    Mann kann eingl. sagen ein verlorenen gegangenes Kind (Serbien) kehrt zur Familie (Russland) zurück.

  5. #5
    Lopov
    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Wäre. Wäre! Leider gehorcht Europa der US-Diktatur. Europa kann sich heute leider nicht als unabhängig bezeichnen. Der Einfluss der USA ist nach wie vor riesen gross (und das schon seit dem 2. WK).

    Ich hoffe aber weiterhin, dass sich Europa von der USA trennt und eigene, total unabhängige Wege geht.

    Seit ethlichen Jahrzehnten ist Europa ein Spielball für amerikanische und russische Interessen. Ich find das scheisse, aber was will man da machen. :?
    Inwiefern ist der US-Einfluss so groß? Nenn mir bitte ein paar Beispiele!

  6. #6
    Avatar von Zurich

    Registriert seit
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    18.089
    Zitat Zitat von Romulus Beitrag anzeigen
    Inwiefern ist der US-Einfluss so groß? Nenn mir bitte ein paar Beispiele!
    Hier ein Beispiel: USA weiten militärischen Einfluss nach Osteuropa aus und jetzt gehe ich in den Mittag

    Bis später

  7. #7
    Avatar von skenderbegi

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    11.090

    Ausrufezeichen

    ich glaube einige hier versuchen hier wieder abzulenken....

    hier gehts nur um serbien welches nach russland schaut....

    und nicht um die usa.

    aber eines will ich doch gesagt haben dazu;

    alle die die usa kritisieren sind sich nicht bewusst das wir wo wir heute im westen leben und die meinungsfreiheit und menschenrechte geniessen dürfen auch ein verdienst der amis ist.
    und bezüglich der wirtschaft und lebensstandart brauchen wir gar nicht näher einzugehen.....

  8. #8
    Crane
    Was soll Serbien auch machen?

    Instinktiv wissen die meisten ja, dass sie zu Europa gehören. Aber sie wurden von Europa nun mal derbe verarscht, was jetzt mit Geschenken versucht die Sache wieder zu glätten. Die Russen halten im Moment zwar zu Serbien, aber dass nicht alle Serben diesen Braten trauen haben wie bei den letzten Wahlen auch gesehen. Ist halt ne echt scheiß Situation. Was einem übrig als sich für eine Seite zu entscheiden?
    Isolation und den Alleingang versuchen? Das kann ja praktisch nur nach hinten losgehen, wenn noch dazu beide Seiten Serbien eher als einen Feind als einen Freund sehen.

  9. #9

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    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Hier ein Beispiel: USA weiten militärischen Einfluss nach Osteuropa aus und jetzt gehe ich in den Mittag

    Bis später
    aber Europa besteht doch nicht nur aus Osteuropa oder nicht?

  10. #10

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    Zitat Zitat von Troy Beitrag anzeigen
    Was soll Serbien auch machen?

    Instinktiv wissen die meisten ja, dass sie zu Europa gehören. Aber sie wurden von Europa nun mal derbe verarscht, was jetzt mit Geschenken versucht die Sache wieder zu glätten. Die Russen halten im Moment zwar zu Serbien, aber dass nicht alle Serben diesen Braten trauen haben wie bei den letzten Wahlen auch gesehen. Ist halt ne echt scheiß Situation. Was einem übrig als sich für eine Seite zu entscheiden?
    Isolation und den Alleingang versuchen? Das kann ja praktisch nur nach hinten losgehen, wenn noch dazu beide Seiten Serbien eher als einen Feind als einen Freund sehen.
    es gab mal eine französiche Sendung über das Moskau, Belgrad Athen-dreieck.....wenns dich interessiert, kannst nachforschern

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