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66. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Europäische Union

    20 30,30%
  • Kosovo bleibt Serbien

    21 31,82%
  • Ist mir egal

    25 37,88%
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Ergebnis 41 bis 50 von 231

Serbien, entweder - oder

Erstellt von Mudi, 28.08.2011, 03:54 Uhr · 230 Antworten · 18.300 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Yu-Rebell

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    28.07.2011
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    Zitat Zitat von Apatinac Beitrag anzeigen
    schuld am kosovo-konflit ist tito. wieso hat serbien nach dem wk2 als einzige
    republik 2 autonome gebiete gehabt? er wußte was nach seinem tod passieren wird
    Ich versuche es dir zu erklären, ohne dass daraus ein Roman entsteht. Tito war ein sehr schlauer Politiker und wollte damit in Jugoslawien territorialen Gleichgewicht herstellen. Er hat uns auch beigebracht, dass wir ein Volk sind und hat mit seiner Politik " zusammen sind wir stärker ", aus Jugoslawien ein sehr starkes Land gemacht. Ein Land das sich in seiner Zeit sämtlichen Versuchen des West und Ost Blocks, sich für irgendeinen von denen zu entscheiden wiedersetzt hat und das weltweit angesehen war. Ja der Tito hat einen einzigen Fehler gemacht, in dem er gestorben ist. Und dann kam der kapitalistische Westen ins Spiel und zerstörte alles was wir uns in den 45 Jahren, mühevoll aufgebaut haben. Ja der Westen war es und für sowas gibt es mehr als genügend Beweise! Und wenn ich sehe, wie manche hier miteinander umgehen haben die erstens sehr viel Erfolg damit gehabt. Aber was die nicht bedacht haben ist die Tatsache, dass der Yu-Balkan immer noch ein brodelner Vulkan ist, der jeder Zeit wieder ausbrechen kann, und für den die keine Lösung haben, EU hin, EU her. Tito hätte das, auch in der heutigen Situation in Griff bekommen, da er unsere Mentalität kannte und genau wusste wie er mit seinen Pappenheimern umgehen muß. Die aber nicht. Die wissen zwar wie man die Grenzen hochzieht, aber nicht wie man die wieder unsichtbar machen soll! Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Eruption unseren Vulkans stattfindet.

  2. #42

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    Zitat Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
    (...)
    Die Gründe weshalb das IGH nicht im Sinne Serbiens entschied. In der lange verlesenden Urteilsbegründung wurde recht genau aufgelistet warum die Sezession des Kosovo mit dem Völkerrecht vereinbar ist. Der erste Satz der berühmt berüchtigten Serbischen Akademie der Wissenschaften war dann auch, dass Politik über Recht & Gerechtigkeit steht. Anders formuliert: Was nicht im Sinne der Serben ist, kann demnach auch nicht Recht & Gerecht sein.

    Also ist ein gewisses Unverständnis über das Urteil durchaus zu vernehmen. Ist für Dich die Sezession des Kosovo akzeptabel und nachvollziehbar im Hinblick auf das IGH Urteil ?
    (...)
    Meine persönliche Meinung ist, wenn die Mehrheit in Serbien einer Sezession zustimmt dann solls so sein.

    Du schreibst das in der Urteilsbegründung recht genau aufgelistet wird, warum die Sezession des Kosovo mit dem Völkerrecht vereinbar ist.

    Tadic muss wohl ein anderes Urteil gelesen haben. Im Interview mit der FAZ sagt er folgendes:

    (...)
    Der Internationale Gerichtshof (IGH) hat auf Antrag Serbiens entschieden, dass die kosovarische Unabhängigkeitserklärung kein Bruch des Völkerrechts war. Bietet das nicht die Chance für einen neuen Anfang zwischen Belgrad und Prishtina?

    Der IGH hat entschieden, dass die Verkündung der Unabhängigkeitserklärung kein Bruch des Völkerrechts war, weil die Personen, die sie verkündet haben, nicht über die formalen Befugnisse zu diesem Schritt verfügten. Das Gutachten des IGH zum Kosovo kann also jeder auf seine Weise lesen.

    Politisch war es aber ein klarer Sieg für das Kosovo.

    Liest man die Entscheidung des IGH falsch, stimmt das. Liest man sie aufmerksam, lässt sich schlussfolgern, dass der IGH praktisch gesagt hat, dass jene, die im kosovarischen Parlament an der Abstimmung über die Unabhängigkeitserklärung des Kosovos teilgenommen haben, nicht befugt waren, eine solche Deklaration zu verabschieden. Sie ist aus völkerrechtlicher Sicht also irrelevant und hat daher auch nicht das Völkerrecht verletzt oder auch nur verletzen können. Politisch haben wir allerdings tatsächlich einen Preis bezahlt. Liest man die Entscheidung von der politischen Warte her, gibt es da gar keine Zweifel. Wir haben jedoch auch unter diesen neuen Umständen unsere Interessen nicht aufgegeben und verteidigen sie auf rationale Weise.


    (...)


    Im Gespräch: Der serbische Präsident Boris Tadic: „Wir haben nichts zu verbergen" - Ausland - Politik - FAZ.NET
    Was würdest du Tadic darauf antworten?

  3. #43

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    2.536
    Zitat Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
    Den umfassenden Autonomiestatus erlangte das Kosovo erst 1974 im Zuge einer Verfassungsreform der SFRJ. Seit 1963 hatte es einen Provinzstatus, nachdem es zuvor nur als autonomes Gebiet geführt wurde. Die 74-er Verfassung räumte den Kosovo ein eigenes Parlament und Stimmrechte auf Bundesebene ein.

    Vermutlich hat es den späteren, vorteilhaften Status dem serbischen Politikhardliner Alexandar Rankovic zu verdanken, der auf dem Kosovo staatliche Gewalt im Umgang mit den Albanern favorisierte. Rankovic wollte den Status vor 63 wiederherstellen, schaffte es nicht und flog 1966 raus. Tito agierte nach der Maxime: Ein starkes Jugoslawien mit einem schwachen Serbien.

    Als Milosevic Mitte der 80-er daran anfing zu rütteln, 2 Jahre später aktiv intrigierte und 1989 auch Kriege ankündigte, war es vorbei mit dem Prinzip und der schmerzhafte Ausgang dürfte bekannt sein.
    Rankovic hatte damit herzlich wenig zu tun. Die Verfassungsänderung wurde durch den kroatischen Frühling angestossen.

  4. #44
    Avatar von Šumadinko

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    10.09.2008
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    Ohman dieses Eu Kosovo Gesülze geht einmem ja wirklich auf den Sack

  5. #45
    Avatar von Komandant Mark

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    7.586
    Serbien hat nur 2 Möglichkeiten ,ohne viel Philosofie .

    Entweder sich der EU und deren Forderungen beugen oder priveligierte EU Partnerschaft anstreben und wie Schweiz deren Weg alleine gehen .

    Nur leider ist der Unterschied zur Schweiz materiell sehr gewaltig .


    Jebiga pati samo srpski narod ,a Politika je oduvijek bila samo dobro placena kurva .

  6. #46
    Mudi
    Schlagabtausch zwischen Serbien und Kosovo vor UN


    Bei einer Debatte im UN-Sicherheitsrat haben sich die Außenminister Serbiens und des Kosovo, Vuk Jeremic und Enver Hoxhaj, scharf angegriffen. Serbien werde und dürfe das Kosovo nicht als unabhängig anerkennen, das widerspriche der serbischen Verfassung, sagte Jeremic in New York. Zudem sei das Kosovo als ein Schwerpunkt der organisierten Kriminalität in Europa eine Gefahr für den Frieden. Hoxhaj zeichnete ein ganz anderes Bild seines Landes. Das Kosovo sei zwar noch unterentwickelt, es gebe aber große Fortschritte in Politik, Wirtschaft und Sozialwesen. Serbien warf er vor, diese Entwicklung aktiv zu stören, indem von Belgrad aus schwer bewaffnete Untergrundkämpfer im Kosovo unterstützt würden. - Die frühere serbische Provinz hatte sich im Februar 2008 für unabhängig erklärt.

    Schlagabtausch zwischen Serbien und Kosovo vor UN | Nachrichten | Deutsche Welle | 30.08.2011

  7. #47
    Avatar von Veles

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    5.151
    Zitat Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
    Die Gründe weshalb das IGH nicht im Sinne Serbiens entschied. In der lange verlesenden Urteilsbegründung wurde recht genau aufgelistet warum die Sezession des Kosovo mit dem Völkerrecht vereinbar ist. Der erste Satz der berühmt berüchtigten Serbischen Akademie der Wissenschaften war dann auch, dass Politik über Recht & Gerechtigkeit steht. Anders formuliert: Was nicht im Sinne der Serben ist, kann demnach auch nicht Recht & Gerecht sein.

    Also ist ein gewisses Unverständnis über das Urteil durchaus zu vernehmen. Ist für Dich die Sezession des Kosovo akzeptabel und nachvollziehbar im Hinblick auf das IGH Urteil ?



    Djindjic hat sich in Punkt Bosnien mehrfach dahingehend geäussert, dass eine Sezession des Kosovo auch die Sezession der RS legitimieren würde. Ich darf ferner daran erinnern, dass dieses "sowas" später um die Ecke gebracht wurde, kennzeichnenderweise Angehörigen einer Truppe die ihre Blütezeit unter Arkan & Milosevic auf den Kriegsschauplätzen Kroatiens, Bosniens und des Kosovo erlebte. Nicht wenige sind in Serbien auch der Ansicht, dass das andere "sowas", nämlich der Ultranationalist Kostunica an der Ermordung beteiligt war.



    Fakt ist, dass die politische Landschaft Serbiens geprägt ist von ultranationalistischen Parteien. Selbst die DS ist angewiesen auf den Support der ehemaligen Milosevic-Partei und einer Arkan-Partei und die hauchdünne Mehrheit kann durch den blosen Wechsel gekippt werden. In den Startlöchern: Die oppositionelle DSS, NS, SRS & Co....allesamt keine Fackelträger für Demokratie und Aufarbeitung. Desweiteren ist die Frage von welcher Aufarbeitung unter wem gesprochen wird? Die Zeit nach dem Djindjic-Mord war zu kurz für eine Aufarbeitung (März - Dezember 2003). Die Zeit danach war geprägt vom ultranationalisten Kostunica und seiner Blockade im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit dem ICTY. Es gilt als offenes Geheimnis das er die Auslieferung Mladics und Karadzics verhinderte (Wikileaks). Fairerweise muss man Tadic in seiner Rolle als Präsident zugestehen, hier deutlich anders und im Sinne einer Aufklärung zu agieren. Aber Tadic hat mit seiner DS keine Mehrheit in Serbien. Darauf will ich die ganze Zeit hinaus.



    Das ist purer Rassismus. Aber wichtig ist: Kritisiere ich es, triefe ich vor Hass....(*spass*)

    Rambouillet steht erst am Ende einer langen Kette von Ereignissen die zum Konflikt führten. Weit vor Rambouillet setzten die Kosovaren auf einen passiven Widerstand und erst dann auf bewaffneten Widerstand. Ich nehme an Du meinst die Forderungen der NATO die es gegeben haben soll, aber auch da ist die ganze Vorgeschichte zu betrachten. Es ist keinesfalls so, dass die NATO durch die Gegend spazierte und einfach mal so durchaus kritische Forderungen stellte.

    Das sich praktisch alle westlichen Staaten gegen Serbien stellten, Russland sich auf deklarative Proteste beschränkte und die Chinesen nur hin und wieder kritisch den Finger gehoben haben ist eigentlich etwas, was zu denken geben sollte. Historisch hatte das durchaus etwas: Es war der erste militärische Einsatz des Nachkriegsdeutschlands zusammen mit einem ehem. Kriegsgegner und hist. Verbündeten Serbiens (FR) über einem Land, was man brutal im 2WK bombardiert hat. Es entbehrt also nicht einer gewissen Symbolik über die man nachdenken sollte. Auch hier aber beschränkte sich die Konfrontation mit dieser Tatsache auf das hilflosse Anbellen von Clinton, Blair, Schröder & Co.

    Die Forderungen von Angela Merkel basieren durchaus auf dem IGH-Urteil. In diesem Sinne ist das Kosovo ein legitimer Staat, aber Serbien stellt sich quer. Serbien knüpft seine berechtigten Forderungen zum Schutz der Serben im Norden ja nicht einmal an Bedingungen wie z.B. Anerkennung nur unter diesen oder jenen Umständen. Nein, es ignoriert die Realitäten und fährt wieder diese Geisterfahrertour der "Belosvetska Zavera". Tatsache ist, dass der serbische Geheimdienst und der serbische Staat in diesem Teil Parallelstrukturen aufbaut, betreibt und nun zu Recht für die Probleme mitverantwortlich gemacht werden kann.

    Der militärischen Aktion ist jahrelanges Lavieren von Milosevic vorausgegangen. Egal ob Kroatien oder Bosnien: Erst die Anwendung militärischer Gewalt brachte die Serben ernsthaft an die Verhandlungstische. Mit dem offensichtlichen Wissen um den Rassismus gegenüber Kosovo-Albanern, der Tatsache das man sehen konnte was die Serben in BiH und Kroatien angerichtet haben, wollte man es auf dem Kosovo nicht so weit kommen lassen.

    Man kann bei der NATO-Intervention durchaus davon ausgehen, dass die in Kroatien und Bosnien vorausgegangenen Ereignisse dazu beigetragen haben eine Intervention zu vollziehen. Wer also jahrelang involviert ist in Massenvertreibung, Mord und letztlich einem Genozid, muss sich nicht wundern das andere auch Regeln brechen um das zu verhindern.

    Die Unterstellung mit der "nationalistischen Färbung" erachte ich als das was sie ist: Eine hilflose Floskel. Ich begründe meine Argumentation mit der politischen Situation in Serbien.

    SRS 28,59%
    DSS 16,55%
    SPS 5,64%

    Genau genommen wählen die Serben also zu 50% nationalistische bis ultranationalistische Partien und/oder die Milosevic Partei die -aus welchen Gründen auch immer- mit der DS koaliert. Zur Erinnerung: Der Führer der SRS sitzt wegen Kriegsverbrechen im Haager Knast. Der Führer der DSS lief mit einer Kalashnikov um Sarajevo herum. Die SPS hat sich bis heute nicht von Milosevic distaniziert.

    Natürlich wählen nicht alle Serben die o.g. Parteien wg. des Nationalismus. Aber man weiss doch wen man wählt und hätte die Aufklärung in Serbien so gut funktioniert, wären o.g. Parteien nicht so erfolgreich. Übrigens: Aktuellen Umfragen zu Folge reicht es für die aktuelle Koaltion wohl -im Falle von Neuwahlen- nicht zur Mehrheit.

    Ich unterstelle Dir auch keine Denkweise. Ich formuliere überspitzt die Haltung vieler Serben, affin für Weltverschwörung so als ob diese rein zufällig in Serbien auf einen Kaffee gekommen ist. Dem ist eben nicht so.

    Was den Nationalisten angeht. Du kannst natürlich versuchen mich in die Ecke zu drängen. Wenn das Deine Argumente sind, dann soll es eben so sein.

    Im Falle Serbien ist meine Haltung nicht geprägt von Nationalismus, sondern vom Wunsch nach einem ehrlichen Wort. Was hindert die daran zu sagen: "Hej, wir wollten ein Grossserbien, wir wollten ethnisch reine Gebiete hassten insbesondere die Moslems" ? Das wäre doch mal eine ehrliche Nummer und ein Ansatz für eine Aussöhung wäre: "Und das ist Falsch was wir gemacht haben".

    Nichts von alledem. Ich verweise auf echte Beispiele wie den Umgang mit Leuten wie Canak, Kandic & Co und Du kommst mit Nationalist um die Ecke...

    Wie geil..
    Ich gehe nicht mehr auf das alles ein, weil die Meinungen eh festgefahren sind und Du Deine Worte schön verpackst. Aber nur als Beispiel nehme ich das hier raus:

    Im Falle Serbien ist meine Haltung nicht geprägt von Nationalismus, sondern vom Wunsch nach einem ehrlichen Wort. Was hindert die daran zu sagen: "Hej, wir wollten ein Grossserbien, wir wollten ethnisch reine Gebiete hassten insbesondere die Moslems" ? Das wäre doch mal eine ehrliche Nummer und ein Ansatz für eine Aussöhung wäre: "Und das ist Falsch was wir gemacht haben".
    Das ist doch gerade "in the works" und es würde um einges schneller gehen, wenn man nicht so darauf rumreiten würde und ständig die Rechten in Serbien aufscheuchen würde. Die Regierung von Tadic hat diesbezüglich schon einige grosse Schritte gemacht, wenn man bedenkt, wieviele politisch Rechte Leute es noch gibt und es werden noch mehr von diesen Schritten kommen. Ich weiss ja nicht, was Du erwartest, aber verglichen mit vielen Kriegen in der Geschichte ist die Aufarbeitung in Serbien gar nicht mal so schlecht. Das geht nun mal nicht über Nacht (metaphorisch für 20 Jahre), sorry. Sowas zu glauben oder zu erwarten ist einfach nur selbstgerecht, auch dann, wenn Du Verwandte in den Kriegen verloren hast. Ich tue das auch nicht.

    Aber noch zu Deiner vereinfachten Aussage: Es sind nicht alle Serben in den Krieg, weil sie einfach "Moslems" (beziehst Du Dich auf die Bosniaken?) töten wollten. Und dieser Kram mit Grossserbien ist genau so wenn ich das Interview mit Tudjman hervorhole, wo er drauf grinst und sagt "I sada cemo imati nasu novu nezavisnu drzavu Hrvatsku". Die Kriegsrealität hat ganz anders ausgeschaut.

    Milosevic war ein Arschloch und wegen ihm haben wir immer noch viel Scheisse zu beseitigen. Anstatt die Kräfte zu unterstützen, die daran beteiligt sind, kommst Du noch mit solchen Argumenten, wo sogar ich sagen muss, dass sie ziemlich von negativer Einstellung gegenüber Serben geprägt sind und lieferst einfach mehr Munition für die Rechten.

    Wenn Du schon nicht die Kräfte unterstützen kannst oder willst, die an der Aufarbeitung beteiligt sind, dann bitteschön. Lass die Aufarbeitung aber ihren Weg gehen. Klingt hart aber nur so passiert was -> es muss von innen kommen.
    Ich kann Dir jetzt schon sagen, dass nicht alle zufrieden sein werden aber es ist jetzt schon immerhin mehr, als in den meisten Kriegen der Geschichte von einer Partei zugestanden wurde. Damit können nicht mal die NATO-Staaten mit ihren aktuellen Kriegen mithalten. Die Ausnahme bildet Deutschland und sogar die hatten noch bis in die 60er ehemalige NSDAP-Funktionäre in sehr vielen hohen Stellen (Stichwort Hamburg... die Stadt wurde mehr oder weniger komplett von Ex-Nazis regiert, sogar im Rechtswesen).

    Und jetzt siehst Du, warum ich nicht mehr auf den Rest eingehe (der meiner Meinung nach SEHR subjektiv und einseitig ist). Es gibt Romane.

  8. #48

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    2.536
    Ich wollte die Diskussion nicht zersetzen.

    Aber in Kurzform:



    Spindelegger stützt Serbiens EU-Kurs


    Angela Merkel hat Serbien mit klaren Forderungen zum Kosovo vor den Kopf gestoßen. Außenminister Spindelegger will beruhigen.

    "Wir müssen unsere Erwartungshaltung an Belgrad und Pristina klar formulieren.“ Michael Spindelegger, Vizekanzler
    Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger will, dass Serbien noch in diesem Herbst offiziell Beitrittskandidat der EU wird. "Hätten wir es alleine in der Hand, würde die Antwort ,Ja' lauten. Es bedarf dazu aber einer Einigung unter allen 27 EU-Mitgliedstaaten."

    (...)

    Spindelegger stützt Serbiens EU-Kurs

  9. #49

    Registriert seit
    14.06.2005
    Beiträge
    2.144
    Zitat Zitat von Ratko Beitrag anzeigen
    Rankovic hatte damit herzlich wenig zu tun. Die Verfassungsänderung wurde durch den kroatischen Frühling angestossen.
    Kroaten kann man für vieles Verantwortlich machen, aber nicht für alles..

    Die Repressalien von Rankovic in den 60-ern haben maßgeblich dazu beigetragen, das Kosovo schrittweise aus dem Einflussbereich Serbiens herauszulösen. War es nach dem Krieg "nur" eine Region, folgte 1963 der Status als Provinz. Rankovic wehrte sich massiv gegen diese Entscheidung und die größten Repressalien gegenüber Albanern auf dem Kosovo fallen auch in etwas in diese Zeit. Rankovic wurde 1966 abgesägt und der schrittweise Prozess zur Herauslösung des Kosovo fand 1974 seinen Abschluss im Rahmen einer umfassenden Verfassungsreform, mit der in einem Rundumschlag -also auch der kroat. Frühling- alle Probleme gelöst werden sollte.

  10. #50
    Posavljak
    Zitat Zitat von Ratko Beitrag anzeigen
    Ich wollte die Diskussion nicht zersetzen.

    Aber in Kurzform:
    Das ist ja mal ein Politiker der zur keiner Seite hält. Ich finde so sollte es auch sein, denn die EU und das Kosovo - Problem sind zwei verschiedene paar Schuhe, einige Albaner erhoffen sich jetzt irgendeine Anerkennung Serbiens, aber das wird denke ich nicht der Fall sein. Es ist doch wohl klar das jeder hier zu seinem Volk hält, aber ich kann es nicht fassen wie einige versuchen den Serben jedes recht am Kosovo abzusprechen, dass kann nicht wahr sein.

    Mir persönlich ist es egal, aber ich finde die Einstellung des Politikers in Ordnung, denn damit zeigt er das er zur keiner Seite fest steht und sich nur auf das wichtige konzentriert.

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