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Serbien gibt Boykott auf

Erstellt von John Wayne, 11.12.2010, 14:39 Uhr · 25 Antworten · 1.464 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
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    Serbien gibt Boykott auf

    Auf starken Druck aus der Europäischen Union schickte Belgrad nun doch einen Vertreter nach Oslo


    Belgrad ist noch immer verstimmt über den Friedensnobelpreis für Kosovo-Vermittler Ahtisaari


    Aus Verweigerern werden Gratulanten. Rechtzeitig vor der Verleihung des Friedensnobelpreises haben der EU-Anwärter Serbien und der EU-Anrainer Ukraine doch von dem angekündigten Boykott der Zeremonie in Oslo abgesehen. Während die Ukraine den ersten Sekretär der Botschaft in Norwegen zum Festakt entsandte, machte sich aus Serbien der Ombudsmann des Parlaments nach Oslo auf.



    Einen Tag zuvor hatte Serbiens Außenminister Vuk Jeremic eine Rücknahme seines umstrittenen Boykottbeschlusses mit Hinweis auf Chinas Unterstützung im Streit gegen die abgelehnte Unabhängigkeit des Kosovo noch resolut ausgeschlossen. Belgrad respektiere zwar die gemeinsamen europäischen Werte, doch dürfe man die Beziehungen zu einem "wichtigen Schlüsselpartner" nicht außer Acht lassen: "China ist nachweislich ein Freund Serbiens - und hat uns immer vorbehaltlos unterstützt." Dass auch der anhaltende Groll der Serben über die Nobelpreisverleihung an den Kosovo-Vermittler Martti Ahtisaari vor zwei Jahren bei der Entscheidung eine Rolle spielte, gab der 35-Jährige offen zu: "Herr Ahtisaari hat viel verdient - aber keine Auszeichnung für Frieden."



    Als "gegenseitiges Verständnis" zweier strategischer Partner hatte Chinas Botschaft in Belgrad freudig die Boykottankündigung gepriesen. Verärgert reagierte indes Brüssel auf den diplomatischen Kniefalls Serbiens vor China. "Von einem Staat, der der EU beitreten will, hätten wir erwartet, dass er die europäischen Werte vollständig teilt - auch den Schutz der Menschenrechte", sagte eine Sprecherin des EU-Erweiterungskommissars Stefan Füle. Er sei "schockiert", erklärte Jelko Kacin, der Serbien-Berichterstatter des Europaparlaments: Kein anderer Anwärter auf eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union demonstriere so willfährig seine "Unterwürfigkeit" gegenüber China.

    Doch nicht nur in Brüssel, sondern auch im eigenen Land stieß der offenbar nicht abgesprochene Alleingang des forschen Jeremic auf harsche Kritik. Bürgerrechtler befürchteten, mit seiner Boykottankündigung werde sich Serbien wieder in eine Riege mit den alten autoritären Freunden wie Kuba, dem Sudan, Venezuela und Vietnam einreihen und in das längst überwunden geglaubte Zeitalter des verstorbenen Ex-Autokraten Slobodan Milosevic zurückfallen. Zwei kleinere Koalitionspartner der regierenden Demokraten (DS) gingen offen auf Distanz. Der Auswärtige Ausschuss des Parlaments forderte eine Erklärung. Presseberichten zufolge konnte der aufgebrachte Staatschef Boris Tadic nur mit Mühe davon abgehalten worden, die sofortige Ablösung seines langjährigen Schützlings Jeremic zu fordern.



    Offenbar hatte der Außenminister vor seinem fatalen Beschluss weder den Regierungs- noch den Staatschef konsultiert. Der Chefdiplomat, dem seine Kritiker die Gefährdung von Serbiens EU-Ambitionen vorwerfen, darf vorläufig zwar im Amt bleiben. Doch für den Mann, der sich nur mit Mühe von der lieb gewonnenen Rolle als Vorkämpfer im diplomatischen Windmühlenkampf um das verlorene Kosovo verabschieden kann, scheint seine Zeit im Belgrader Machtzentrum unweigerlich abzulaufen: Als nahezu aussichtslos gelten mittlerweile seine Chancen, beim Parteitag der DS den begehrten Posten als stellvertretender Parteichef zu ergattern.



    Um einen totalen Gesichtsverlust zu vermeiden und den Beschluss des Außenministeriums nicht rückgängig machen zu müssen, schickte Belgrad schließlich seinen parlamentarischen Ombudsmann in Marsch. Als unabhängiges und "nicht weisungsgebundenes Organ" habe er keine Erlaubnis der Regierung nötig, um an der Preisverleihung "im Namen Serbiens" teilzunehmen, erläuterte Sasa Jankovic seine Reise nach Oslo. Premier Mirko Cvetkovic habe ihn aber um die Übermittlung seiner "persönlichen Glückwünsche" gebeten.


    Serbien gibt Boykott auf - Nachrichten Print - DIE WELT - Politik - WELT ONLINE


    ---------------------------------------------------------------------


    und wieder ein eigentor mehr... wie schaffen die serben das immer?

  2. #2
    Avatar von Azrak

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    Hab ueberlegt was sinnvolles zu schreiben, habs mir aber amders ueberlegt:

    Ostfront du elender, vom hassverfressener ...Mensch

  3. #3
    Avatar von Novak

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    Thread gibts schon, du Schwachmat.

  4. #4
    Avatar von Stuttgarter

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    3.319
    Du bist ein Opfer

  5. #5

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    18.328
    Zitat Zitat von C-walker Beitrag anzeigen
    Du bist ein Opfer
    ne, dann wäre jeremic mein aussenminister

  6. #6
    Beogradjanin
    Niemanden hinzuschicken hätte mich auch gewundert...

  7. #7
    Avatar von Viljuška

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    5.284
    Zitat Zitat von Ostfront Beitrag anzeigen
    ne, dann wäre jeremic mein aussenminister
    Jetzt hör mal zu du Pseudo-Jude, ein ganzes Volk als Opfer zu bezeichnen, gehts noch?

  8. #8

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    13.05.2007
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    18.328
    Zitat Zitat von Ajs_Nigrutin Beitrag anzeigen
    Jetzt hör mal zu du Pseudo-Jude, ein ganzes Volk als Opfer zu bezeichnen, gehts noch?
    niki pilic fehlt auf dem foto unten

  9. #9
    Avatar von Albion

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    4.614
    finde ich gut so
    serbien liegt in europa und nicht in asien

  10. #10
    Avatar von Lilith

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    19.299
    Finde jetzt nichts so schlimmes daran, wenn sie so einen Weg gefunden haben um gewisse offenbar nicht völlig abgesprochene Entscheidungen quasi diplomatisch zu revidieren.

    Man muss auch mit den Vertretern der EU jetzt nicht so tun, als ob... Immer wieder gibt es Diskussionen über Menschenrechte usw., wenn es um Gespräche, Kontakte mit den Chinesen geht. Aber komischerweise ist von Deutschland über Frankreich usw. doch immer wieder ein großer "Wirtschaftstross" mit dabei, wenn Staatsbesuche anliegen. Ob dort oder in Europa. Ich nenne so etwas Heuchelei.

    Und was den Friedensnobelpreis anbelangt. Ich meine, natürlich war es ein politisches Zeichen, was wahrscheinlich anderen Oppositionellen, Dissidenten wie auch immer Mut machen sollte. Was aber hat man erreicht für den Betreffenden persönlich? Vor der Verleihung waren seine Haftbedingungen besser geworden, er hat Bibliothek benutzen dürfen, seine Frau etwa konnte ihn besuchen usw. Und nun? Ist sie selbst in Hausarrest und seine Situation wird sich wohl kaum gebessert haben. Eine sehr zweischneidige Sache, finde ich...

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