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Serbien gibt Kosovo nicht verloren-Alles schaut auf Russland

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 12.03.2007, 23:13 Uhr · 109 Antworten · 4.458 Aufrufe

  1. #1
    jugo-jebe-dugo

    Serbien gibt Kosovo nicht verloren-Alles schaut auf Russland

    Belgrad gibt den Kosovo nicht verloren - Alles schaut auf Russland

    Serbische Spitzenpolitiker nach gescheiterten Verhandlungen in Wien: Diplomatischer Kampf steht erst bevor

    Noch sei nichts verloren, der diplomatische Kampf um den Kosovo stehe erst bevor, erklärten serbische Spitzenpolitiker unisono nach den gescheiterten Verhandlungen in Wien. Zwar sehe der Kosovo-Plan von UN-Verhandler, Martti Ahtisaari eine De-facto-Unabhängigkeit der südserbischen Provinz vor, doch der "Raub des serbischen Territoriums" wäre ein so gefährlicher völkerrechtlicher Präzedenzfall, dass er im UNO-Sicherheitsrat nicht durchkommen könne, lautet der Tenor in den serbischen Medien.

    Sowohl Serbiens prowestlicher Präsident Boris Tadic als auch der national-konservative Premier Vojislav Kostunica werfen Ahtisaari vor, "nicht ausreichend" nach einem Kompromiss zwischen Belgrad und Prishtina gesucht zu haben. Die gesamte Strategie Belgrads beruhe darauf, dass Russland notfalls von seinem Vetorecht im Weltsicherheitsrat Gebrauch mache und die Unabhängigkeit des Kosovo verhindere, meinen Analytiker. Die Serbische Radikale Partei (SRS) droht allerdings im Falle einer Unabhängigkeitserklärung Prishtinas Hunderttausende Serben zu Protesten zu mobilisieren. Außenminister Vuk Draskovic warnte vor einer Eskalation der antiwestlichen Stimmung in Serbien.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2801901

  2. #2
    jugo-jebe-dugo
    Schlüssel in Moskau

    In Brüssel rechnet man damit, dass sich Belgrad letztendlich mit der Realität abfinden und den Kosovo ziehen lassen würde - Andrej Ivanji

    Der Schlüssel für die Lösung der Kosovo-Frage liegt in Moskau. Die Serben rechnen damit, dass Mütterchen Russland wie versprochen die staatliche Souveränität und Integrität ihrer slawisch-orthodoxen Brüder beschützen und die Unabhängigkeit des Kosovo im UNO-Sicherheitsrat verhindern werde. In der EU und den USA überwiegt jedoch die Meinung, dass eine Blockadehaltung Russlands im Sicherheitsrat derart chaotische Zustände auf dem Balkan auslösen würde, dass Präsident Wladimir Putin einfach einlenken müsse. Brüssel und Washington scheinen jedenfalls bereit, notfalls die UNO zu umgehen und eine eingeschränkte Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen - wenn auch nur, um die internationale Friedensmission im Kosovo nicht einem möglichen bewaffneten Aufstand der Albaner auszusetzen.

    Die Folgen für Serbien wären in einer solchen Strategie des Westens von geringerer Bedeutung. Eine oktroyierte Loslösung des Kosovo würden die meisten Serben als eine ungeheuerliche Ungerechtigkeit empfinden. Die zu erwartende antiwestliche Stimmung würde den europäischen Integrationsprozess lahmlegen. Ultranationalistische Kräfte würden auf einer Welle der Xenophobie und der Enttäuschung über Europa noch an Stärke gewinnen. Die Nachbarländer, die allesamt in die EU streben, wären in einer Zwickmühle: Entweder verweigern sie Brüssel die Gefolgschaft - oder sie erkennen die Unabhängigkeit des Kosovo an, brüskieren damit Belgrad und gefährden die recht guten regionalen und bilateralen Beziehungen.

    In Brüssel rechnet man damit, dass sich Belgrad letztendlich mit der Realität abfinden und den Kosovo ziehen lassen würde. Sollte Russland jedoch Serbien unbeirrt unterstützen, würde Belgrad statt passiver Resignation eine aktive Kosovo-Politik betreiben und sich statt dem Westen immer mehr dem Osten zuwenden. Und genau das ist es, was die nationalistischen Kräfte in Serbien wollen.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2801981


    Eins ist klar,sollten sie Kosovo trotz des VETO in der UN anerkennen stehen den Serben im Norden Kosovos und den Serben in der RS jedes recht zu sich auch für Unabhängig zu erklären weil ja die UN sowieso keine Wirkung hat trotz des VETO's.Dann könnte sich ja jeder für Unabhängig erklären ohne die UN wenn Kosovo das auch kann.


    Der Westen muss sich nicht wundern wenn die radikalen Stimmen an zuwachs gewinnen wenn Kosovo ohne UNO unabhängig wird und damit das UNO Gesetz und die UN Charta gebrochen wird,das wäre einmalig ind er Geschichte.

    Und das sich Serbien jemals mit Kosovos unabhängigkeit abfinden wird das glauben die doch nicht im ernst,da kennt Brüssel Serbien aber sehr sehr schlecht.

  3. #3
    Avatar von Velez

    Registriert seit
    08.04.2006
    Beiträge
    8.514
    Zitat Zitat von jugo-jebe-dugo
    Schlüssel in Moskau

    In Brüssel rechnet man damit, dass sich Belgrad letztendlich mit der Realität abfinden und den Kosovo ziehen lassen würde - Andrej Ivanji

    Der Schlüssel für die Lösung der Kosovo-Frage liegt in Moskau. Die Serben rechnen damit, dass Mütterchen Russland wie versprochen die staatliche Souveränität und Integrität ihrer slawisch-orthodoxen Brüder beschützen und die Unabhängigkeit des Kosovo im UNO-Sicherheitsrat verhindern werde. In der EU und den USA überwiegt jedoch die Meinung, dass eine Blockadehaltung Russlands im Sicherheitsrat derart chaotische Zustände auf dem Balkan auslösen würde, dass Präsident Wladimir Putin einfach einlenken müsse. Brüssel und Washington scheinen jedenfalls bereit, notfalls die UNO zu umgehen und eine eingeschränkte Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen - wenn auch nur, um die internationale Friedensmission im Kosovo nicht einem möglichen bewaffneten Aufstand der Albaner auszusetzen.

    Die Folgen für Serbien wären in einer solchen Strategie des Westens von geringerer Bedeutung. Eine oktroyierte Loslösung des Kosovo würden die meisten Serben als eine ungeheuerliche Ungerechtigkeit empfinden. Die zu erwartende antiwestliche Stimmung würde den europäischen Integrationsprozess lahmlegen. Ultranationalistische Kräfte würden auf einer Welle der Xenophobie und der Enttäuschung über Europa noch an Stärke gewinnen. Die Nachbarländer, die allesamt in die EU streben, wären in einer Zwickmühle: Entweder verweigern sie Brüssel die Gefolgschaft - oder sie erkennen die Unabhängigkeit des Kosovo an, brüskieren damit Belgrad und gefährden die recht guten regionalen und bilateralen Beziehungen.

    In Brüssel rechnet man damit, dass sich Belgrad letztendlich mit der Realität abfinden und den Kosovo ziehen lassen würde. Sollte Russland jedoch Serbien unbeirrt unterstützen, würde Belgrad statt passiver Resignation eine aktive Kosovo-Politik betreiben und sich statt dem Westen immer mehr dem Osten zuwenden. Und genau das ist es, was die nationalistischen Kräfte in Serbien wollen.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2801981


    Eins ist klar,sollten sie Kosovo trotz des VETO in der UN anerkennen stehen den Serben im Norden Kosovos und den Serben in der RS jedes recht zu sich auch für Unabhängig zu erklären weil ja die UN sowieso keine Wirkung hat trotz des VETO's.Dann könnte sich ja jeder für Unabhängig erklären ohne die UN wenn Kosovo das auch kann.
    na dann lass du doch die republika sumadija auch für unabhängig erklären!!! :wink: :wink: :wink:

  4. #4

    Registriert seit
    07.03.2007
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    373
    wenn die russen den kosovo albanern recht geben für eine unabhängigkeit dann sind die für mich gestorben

  5. #5

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    06.10.2005
    Beiträge
    279
    Zitat Zitat von nema_para
    wenn die russen den kosovo albanern recht geben für eine unabhängigkeit dann sind die für mich gestorben
    Wenn sie nicht recht geben, was sind sie dann für dich?

    Angenommn die Russen retten das Kosovo, geht Serbien dann nicht in die EU und/oder Nato?

  6. #6

    Registriert seit
    05.09.2004
    Beiträge
    7.890
    http://russlandonline.ru/rupol0010/m...p?iditem=15586

    Russland kann den amerikanischen Plänen, der Provinz Kosovo Unabhängigkeit zu gewähren, nichts entgegensetzen und ist sich bewusst, dass diese Unabhängigkeit auch unter Umgehung des UN-Sicherheitsrates erreicht werden kann. Zugleich ist Moskau an einem Ansehensverlust des Sicherheitsrates nicht interessiert.
    Russland deutet zwar darauf hin, es könnte die Unabhängigkeit Abchasiens, Südossetiens und Transnistriens anerkennen, in Wirklichkeit aber ist es zu einer solchen Entwicklung nicht bereit, weil diese Idee bekanntlich von keinem einflussreichen Land unterstützt wird.

    Und das berichtet eine - wohlgemerkt - russische Quelle. Und jetzt die Quintessenz:

    Offenbar wird Moskau seine endgültige Position zum Kosovo-Problem ausgehend von den Vereinbarungen mit den USA zu Fragen formulieren, die nicht unmittelbar mit dem Kosovo verbunden sind.

    -----------------------

    D.h. Russland ist durchaus bereit die nicht aufzuhaltende Entwicklung im Kosovo nicht im Wege zu stehen, sondern anstattdessen Konzessionen für "andere" Angelegenheiten dafür zu erhalten. Welche das jetzt sein mögen, sei mal dahingestellt, aber es zeigt relativ klar, dass Serbien abermals nur eine Schachfigur für russische Interessen ist, die nach Belieben ausgespielt werden kann, bzw. geopfert wird, wenn es opportun ist.

  7. #7
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
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    11.086
    Wie der politische Berater des serbischen Präsidenten, Leon Cohen, bemerkte, „hat Serbien bei den Verhandlungen alles nur Mögliche getan. Aber man sollte sich nicht in Illusionen wiegen und glauben, dass ein kleines Land die Politik größerer Staaten beeinflussen könnte“.

    http://de.rian.ru/world/20070312/61887723.html

  8. #8

    Registriert seit
    06.10.2005
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    279
    Haben die Albaner jetzt auch noch das Balkanforum besetzt

  9. #9

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    Beiträge
    373
    Zitat Zitat von HejSloveni
    Zitat Zitat von nema_para
    wenn die russen den kosovo albanern recht geben für eine unabhängigkeit dann sind die für mich gestorben
    Wenn sie nicht recht geben, was sind sie dann für dich?

    Angenommn die Russen retten das Kosovo, geht Serbien dann nicht in die EU und/oder Nato?

    das mit der EU is mia egal...
    joa die russen sollten uns beistehen und unsere Meinung vertreten ...

  10. #10
    jugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von Gentleman
    http://russlandonline.ru/rupol0010/morenews.php?iditem=15586

    Russland kann den amerikanischen Plänen, der Provinz Kosovo Unabhängigkeit zu gewähren, nichts entgegensetzen und ist sich bewusst, dass diese Unabhängigkeit auch unter Umgehung des UN-Sicherheitsrates erreicht werden kann. Zugleich ist Moskau an einem Ansehensverlust des Sicherheitsrates nicht interessiert.
    Russland deutet zwar darauf hin, es könnte die Unabhängigkeit Abchasiens, Südossetiens und Transnistriens anerkennen, in Wirklichkeit aber ist es zu einer solchen Entwicklung nicht bereit, weil diese Idee bekanntlich von keinem einflussreichen Land unterstützt wird.

    Und das berichtet eine - wohlgemerkt - russische Quelle. Und jetzt die Quintessenz:

    Offenbar wird Moskau seine endgültige Position zum Kosovo-Problem ausgehend von den Vereinbarungen mit den USA zu Fragen formulieren, die nicht unmittelbar mit dem Kosovo verbunden sind.

    -----------------------

    D.h. Russland ist durchaus bereit die nicht aufzuhaltende Entwicklung im Kosovo nicht im Wege zu stehen, sondern anstattdessen Konzessionen für "andere" Angelegenheiten dafür zu erhalten. Welche das jetzt sein mögen, sei mal dahingestellt, aber es zeigt relativ klar, dass Serbien abermals nur eine Schachfigur für russische Interessen ist, die nach Belieben ausgespielt werden kann, bzw. geopfert wird, wenn es opportun ist.
    Tja aber genau diese anerkennung Koovos trotz des VETO in der UN könnte bei anderen Regionen zu Problemem führen wie Nordkosovo,RS,Georgien ect. Denn wenn Kosovo eine UN Charta brechen kann ohne UN zustimmung wieso nicht andere auch?

    Und ob sie ein Veto rein hauen bleibt abzuwarten,wieso sollen sie über 1/2 jahr ein Veto ankündigen falls Serbien mit dem Plan nicht einverstanden ist und am Ende ein Rückzieher machen?

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  5. Wer schaut da nicht zu , wenn die andere woanders schaut!
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