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Serbien hat Kosovo das ganze 20. Jahrhundert verloren

Erstellt von MIC SOKOLI, 19.01.2007, 07:39 Uhr · 12 Antworten · 1.343 Aufrufe

  1. #1

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    14.07.2004
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    Serbien hat Kosovo das ganze 20. Jahrhundert verloren

    "Regierung opfert Kosovo-Serben"
    VON HELMAR DUMBS (Die Presse) 19.01.2007
    Cedomir Jovanovic, Mitkämpfer des ermordeten Reformpremiers Djindjic, fordert, dass Serbien sich endlich seiner Vergangenheit stellt.

    Die Presse: Was hat sich in Serbien seit dem Sturz von Machthaber Slobodan Milosevic im Jahr 2000 verändert?

    Cedomir Jovanovic: Milosevic ist Geschichte, aber wenn man sich den Zugang der jetzigen Führung zum Kosovo-Problem, dem Haager Kriegsverbrechertribunal, der EU und unserer Vergangenheit ansieht, zeigt sich, dass die Zeit stehen geblieben ist. Wir sind die einzige Gesellschaft in Europa ohne klare EU-Perspektive und Partnerschaft mit der modernen Welt. Wir brauchen aber diese Partnerschaft, eine Versöhnung mit den Kosovo-Albanern, wir brauchen das Haager Tribunal und in der Gesellschaft Klarheit darüber, wer für die Kriegsverbrechen verantwortlich ist.

    Was ist etwa mit Ratko Mladic. Warum fällt es so schwer, den gesuchten Ex-General zu verhaften und an das Haager Tribunal auszuliefern?

    Jovanovic: Weil mit Mladic ein ganzes System am Pranger steht: Ein Teil der Institutionen, von Polizei und Armee, ein Teil der Parteien und der Kirche. Mladic ist nur eine Person, aber wer schuf ihn? Da standen viele dahinter, er war nur der Ausführende.

    Wie stellen Sie sich die Versöhnung mit den Kosovo-Albanern vor?

    Jovanovic: Ich kann den Albanern nicht verübeln, dass sie Serbien den Rücken kehren. Auch 90 Prozent unserer Jugend will sich einen anderen Platz zum Leben suchen. Doch auch wenn wir das Recht verlieren, Kosovo zu regieren, behalten die Kosovo-Serben ihr Recht, dort wie alle anderen Bürger leben zu können.

    Wir können sie aber nicht schützen, wenn wir im Konflikt mit den Albanern leben. Wenn wir mit ihnen eine Partnerschaft aufbauen, schaffen wir auch ein normales Umfeld für die Minderheiten im Kosovo. Doch so wie Milosevic die Serben Kroatiens und Bosniens opferte, opfert die heutige Führung die Kosovo-Serben.

    Hätte der Westen 1999 besser sagen sollen: Herr Milosevic, Sie haben den Krieg verloren, also haben Sie den Kosovo verloren?

    Jovanovic: Serbien hat Kosovo das ganze 20. Jahrhundert hindurch verloren: Wir sind 1912/13 mit einem Krieg in den Kosovo hineingegangen, und wir verabschiedeten uns von dort mit einem Krieg. Dazwischen haben wir es nicht geschafft zu zeigen, was der serbische Staat den Kosovo-Albanern bringt. Der Staat war für sie ein Feind. Dass dort jetzt zwei Millionen Menschen ohne jegliche Chancen leben, haben wir zu verantworten.

    Was sollte Serbien jetzt also tun?

    Jovanovic: Wir müssen uns erst einmal dieser Wahrheit stellen, und die ist beschämend für Serbiens Gesellschaft. Der Weg in die EU führt für uns über Kosovo, Kroatien und Bosnien, über alle unsere Fehler der Vergangenheit. Wir müssen darüber sprechen, und diese Botschaft mit den übrigen Gesellschaften Europas teilen.

    Die Franzosen haben ihre Küche, die Deutschen ihre Autos, aber was ist unsere Spezialität? Massengräber, Völkermord? Am besten sind wir im Töten, kein Zweifel. Andrerseits gibt es in Serbien so viele Menschen mit einer Leidenschaft für Veränderungen. Mit ihnen werden wir die Mission des 5. Oktober (Tag des Sturzes von Milosevic; Anm.) vollenden.
    http://www.diepresse.com/Artikel.asp...rt=a&id=612105

    -------------------------------------------------------------------------

    gibt es auch andere serben, die anerkennen, dass serbien nur schlechtes über kosova brachte?

    mit so einem politiker an der macht, wäre eine versöhnung der beiden länder in zukunft viel einfacher.

  2. #2

    Registriert seit
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    11.391
    keine einzige anwort irgend eines serbischen user´s zu cedo´s einstellung, der führer der partei djindjic´s ist...

    gibt es auch andere serben, die der gleichen meinung sind?

    meint ihr, dass es eine schwäche ist, die wahrheit auszusprechen?

    ich meine, dass solche politiker das beste für jeden serben in kosova wollen,
    für ein frieden der beiden völker sind.

    und kein eiziger serbe von euch, ist der gleichen meinung....

    komisch....

  3. #3
    Avatar von AGRON

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    944
    wenigstens ein fernünftiger serbe 8)

  4. #4
    Avatar von skenderbegi

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    11.090
    Zitat Zitat von AGRON
    wenigstens ein fernünftiger serbe 8)
    darf ich korrigieren es heisst vernünftiger...... :wink:

  5. #5
    Avatar von AGRON

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    944
    ja sory binn müde shqipe aber gut gesagt vom serben respeckt 8)

  6. #6
    Avatar von Srb-ija

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    426

    Re: Serbien hat Kosovo das ganze 20. Jahrhundert verloren

    Zitat Zitat von drenicaku
    "Regierung opfert Kosovo-Serben"
    VON HELMAR DUMBS (Die Presse) 19.01.2007
    Cedomir Jovanovic, Mitkämpfer des ermordeten Reformpremiers Djindjic, fordert, dass Serbien sich endlich seiner Vergangenheit stellt.

    Die Presse: Was hat sich in Serbien seit dem Sturz von Machthaber Slobodan Milosevic im Jahr 2000 verändert?

    Cedomir Jovanovic: Milosevic ist Geschichte, aber wenn man sich den Zugang der jetzigen Führung zum Kosovo-Problem, dem Haager Kriegsverbrechertribunal, der EU und unserer Vergangenheit ansieht, zeigt sich, dass die Zeit stehen geblieben ist. Wir sind die einzige Gesellschaft in Europa ohne klare EU-Perspektive und Partnerschaft mit der modernen Welt. Wir brauchen aber diese Partnerschaft, eine Versöhnung mit den Kosovo-Albanern, wir brauchen das Haager Tribunal und in der Gesellschaft Klarheit darüber, wer für die Kriegsverbrechen verantwortlich ist.

    Was ist etwa mit Ratko Mladic. Warum fällt es so schwer, den gesuchten Ex-General zu verhaften und an das Haager Tribunal auszuliefern?

    Jovanovic: Weil mit Mladic ein ganzes System am Pranger steht: Ein Teil der Institutionen, von Polizei und Armee, ein Teil der Parteien und der Kirche. Mladic ist nur eine Person, aber wer schuf ihn? Da standen viele dahinter, er war nur der Ausführende.

    Wie stellen Sie sich die Versöhnung mit den Kosovo-Albanern vor?

    Jovanovic: Ich kann den Albanern nicht verübeln, dass sie Serbien den Rücken kehren. Auch 90 Prozent unserer Jugend will sich einen anderen Platz zum Leben suchen. Doch auch wenn wir das Recht verlieren, Kosovo zu regieren, behalten die Kosovo-Serben ihr Recht, dort wie alle anderen Bürger leben zu können.

    Wir können sie aber nicht schützen, wenn wir im Konflikt mit den Albanern leben. Wenn wir mit ihnen eine Partnerschaft aufbauen, schaffen wir auch ein normales Umfeld für die Minderheiten im Kosovo. Doch so wie Milosevic die Serben Kroatiens und Bosniens opferte, opfert die heutige Führung die Kosovo-Serben.

    Hätte der Westen 1999 besser sagen sollen: Herr Milosevic, Sie haben den Krieg verloren, also haben Sie den Kosovo verloren?

    Jovanovic: Serbien hat Kosovo das ganze 20. Jahrhundert hindurch verloren: Wir sind 1912/13 mit einem Krieg in den Kosovo hineingegangen, und wir verabschiedeten uns von dort mit einem Krieg. Dazwischen haben wir es nicht geschafft zu zeigen, was der serbische Staat den Kosovo-Albanern bringt. Der Staat war für sie ein Feind. Dass dort jetzt zwei Millionen Menschen ohne jegliche Chancen leben, haben wir zu verantworten.

    Was sollte Serbien jetzt also tun?

    Jovanovic: Wir müssen uns erst einmal dieser Wahrheit stellen, und die ist beschämend für Serbiens Gesellschaft. Der Weg in die EU führt für uns über Kosovo, Kroatien und Bosnien, über alle unsere Fehler der Vergangenheit. Wir müssen darüber sprechen, und diese Botschaft mit den übrigen Gesellschaften Europas teilen.

    Die Franzosen haben ihre Küche, die Deutschen ihre Autos, aber was ist unsere Spezialität? Massengräber, Völkermord? Am besten sind wir im Töten, kein Zweifel. Andrerseits gibt es in Serbien so viele Menschen mit einer Leidenschaft für Veränderungen. Mit ihnen werden wir die Mission des 5. Oktober (Tag des Sturzes von Milosevic; Anm.) vollenden.
    http://www.diepresse.com/Artikel.asp...rt=a&id=612105

    -------------------------------------------------------------------------

    gibt es auch andere serben, die anerkennen, dass serbien nur schlechtes über kosova brachte?

    mit so einem politiker an der macht, wäre eine versöhnung der beiden länder in zukunft viel einfacher.

    so einem sollte mann die Zunge rausschneiden :!:

  7. #7

    Registriert seit
    14.07.2004
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    9.454

    Re: Serbien hat Kosovo das ganze 20. Jahrhundert verloren

    Zitat Zitat von Srb-ija

    so einem sollte mann die Zunge rausschneiden :!:
    wieder typisches Beispiel eines serbischen Nationalisten...

    sagt schon alles aus...

    Jovanovic: Ich kann den Albanern nicht verübeln, dass sie Serbien den Rücken kehren. Auch 90 Prozent unserer Jugend will sich einen anderen Platz zum Leben suchen.

  8. #8

    Registriert seit
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    1.896
    Zitat Zitat von drenicaku
    keine einzige anwort irgend eines serbischen user´s zu cedo´s einstellung, der führer der partei djindjic´s ist...

    gibt es auch andere serben, die der gleichen meinung sind?

    meint ihr, dass es eine schwäche ist, die wahrheit auszusprechen?

    ich meine, dass solche politiker das beste für jeden serben in kosova wollen,
    für ein frieden der beiden völker sind.

    und kein eiziger serbe von euch, ist der gleichen meinung....

    komisch....
    drenicacu

    1.Djindjic hat 2003 klar gesagt das Kosovo nicht abzugeben ist

    2.Ihr Albaner aus dem Kosovo seit doch als Bürger Serbiens Wahlberechtigt am Sonntag,ihr könnt ja alle Ceda wählen gehen,2 Mil Albaner Stimmen ist schon ein haufen.

  9. #9
    Avatar von AGRON

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    komisch das so wenige serben auf den artikel reagieren ja die warheit tut weh 8)

  10. #10

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    Zitat Zitat von AGRON
    komisch das so wenige serben auf den artikel reagieren ja die warheit tut weh 8)
    darf ich korriegieren: es heisst Wahrheit

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