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Serbien heuert Spitzenpolitiker an

Erstellt von BIG-Eagle, 23.08.2013, 16:48 Uhr · 92 Antworten · 4.221 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von Dissention

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    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    Alfred Gusenbauer war einer der meist unterschätztesten Politiker in Österreich. Man kann Serbien nur gratulieren. Es ist nur die Frage, ob Serbien bzw. die maßgeblichen Personen in der Serbischen Politik reif für seine Ideen, Visionen und Vorschläge sind. Österreich war es in der Zeit seiner Kanzlerschaft 2007/08 nicht.
    Die aktuelle Regierung wurde komplett umgebaut, es wurden sechs Minister bestimmt, die keine Parteiangehörigkeit haben (uA der Finanz und der Wirtschaftminister), weitere Experten angagiert etc. ... ich denke sie haben begriffen, um was es geht, deswegen diese radikalen Umgestaltungen einer Regierung, die eh schon beliebt war.

  2. #62
    Jezersko
    Zitat Zitat von Dissention Beitrag anzeigen
    Die aktuelle Regierung wurde komplett umgebaut, es wurden sechs Minister bestimmt, die keine Parteiangehörigkeit haben (uA der Finanz und der Wirtschaftminister), weitere Experten angagiert etc. ... ich denke sie haben begriffen, um was es geht, deswegen diese radikalen Umgestaltungen einer Regierung, die eh schon beliebt war.
    Ja, das habe ich mitverfolgt. Ich wünsche Vucic möglichst viel Ausdauer und letztendlich viel Erfolg.

    Vucic + Gusenbauer =

    Die selben Lippen haben sie ja schon einmal...
    Anhang 46841 Anhang 46842

  3. #63
    Avatar von FloKrass

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    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Hör' nicht auf Toruko, er labert Blödsinn.

    Nur, ich wäre als Serbe niemals pro-europäisch. Wobei der Ausdruck 'pro-europäisch' mich absolut stört. Europa ist nicht gleich EU. Auch wenn ich für ein unabhängiges Kosova eintrete, diese Staaten haben nun einmal Serbien zerbombt. Und ein EU-Beitrittsantrag ist doch am Ende das, was sie wollten. Deshalb fragte ich.
    Das ist auch blöd ausgedrückt von dir. Schließlich haben die Alliierten Deutschland auch zerbombt, muss Deutschland sich deswegen von diesen Staaten ausgrenzen?! Im Gegenteil. Die Annäherung Serbiens an die EU und NATO - also an jene die sie zerbombt haben - ist in einer Weise ein Schuldeingeständis für das was sie im Kosovo getan haben, obwohl Serbien das noch nicht öffentlich zugeben mag. Aber auch dieser Schritt muss iwann getan werden, möchte Serbien doch als vollwertiges Mitglied in der EU und überhaupt in Europa anerkannt werden.

  4. #64

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    Zitat Zitat von FloKrass Beitrag anzeigen
    Das ist auch blöd ausgedrückt von dir. Schließlich haben die Alliierten Deutschland auch zerbombt, muss Deutschland sich deswegen von diesen Staaten ausgrenzen?! Im Gegenteil. Die Annäherung Serbiens an die EU und NATO - also an jene die sie zerbombt haben - ist in einer Weise ein Schuldeingeständis für das was sie im Kosovo getan haben, obwohl Serbien das noch nicht öffentlich zugeben mag. Aber auch dieser Schritt muss iwann getan werden, möchte Serbien doch als vollwertiges Mitglied in der EU und überhaupt in Europa anerkannt werden.
    Deutschland hatte hier den Vorteil der Besatzung und Entnazifizierung. Lief zwar auch nicht zu 100%, aber zumindest so das in weiten Teilen der Bevölkerung die Verbrechen klar und deutlich ins Bewusstsein gebrannt wurden. Kein namhafter Deutscher Politiker wagte es auch nur ansatzweise, die Verbrechen zu rechtfertigen, zu relativieren, geschweige denn zu glorifizieren.

    In Serbien hat es diese Entwicklung nicht gegeben. Weite Teile der dortigen Bevölkerung und der kleineren bosnischen Entität sind davon überzeugt alles richtig gemacht zu haben, Verbrechen werden in Frage gestellt oder relativiert ("Haben die selbst provoziert", "Die haben sich selbst beschossen", "Clinton hat mit Izetbegovic da was vereinbart"). Die Massengräber- und Morde in Ostbosnien werden inzwischen eben so vergessen wie Kühllaster voll mit Toten (Donau).

    So lange man in Serbien also die Klappe hält und Wahlen ggf. nur deshalb verliert weil man diese Fakten oben offen ausspricht, so lange wird ein Eintritt in die NATO & EU nicht als Schuldeingeständnis in der Masse gewertet werden....

  5. #65
    Avatar von Harput

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    Zitat Zitat von FloKrass Beitrag anzeigen
    Das ist auch blöd ausgedrückt von dir. Schließlich haben die Alliierten Deutschland auch zerbombt, muss Deutschland sich deswegen von diesen Staaten ausgrenzen?! Im Gegenteil.
    Die Euro ist ein Mittel zur Durchsetzung der deutschen Hegemonie. "Europa spricht jetzt deutsch", sagte mal ein Politiker.

    Die Annäherung Serbiens an die EU und NATO - also an jene die sie zerbombt haben - ist in einer Weise ein Schuldeingeständis für das was sie im Kosovo getan haben, obwohl Serbien das noch nicht öffentlich zugeben mag. Aber auch dieser Schritt muss iwann getan werden, möchte Serbien doch als vollwertiges Mitglied in der EU und überhaupt in Europa anerkannt werden.
    Mit anständigen Politikern braucht Serbien keine EU und keine NATO, um sich zu entwickeln. Das ist ja das Problem. Viele Serben glauben, dass die EU ihre Politiker besser überwachen wird. Geht es den Serben wirklich nur im Kohle? Oder darum, dass ihr Land durch externe Überwachung stabiler und demokratischer wird? Und braucht es dafür eigentlich eine äußere Diktatmacht?

  6. #66
    Avatar von liberitas

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    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Die Euro ist ein Mittel zur Durchsetzung der deutschen Hegemonie. "Europa spricht jetzt deutsch", sagte mal ein Politiker.



    Mit anständigen Politikern braucht Serbien keine EU und keine NATO, um sich zu entwickeln. Das ist ja das Problem. Viele Serben glauben, dass die EU ihre Politiker besser überwachen wird. Geht es den Serben wirklich nur im Kohle? Oder darum, dass ihr Land durch externe Überwachung stabiler und demokratischer wird? Und braucht es dafür eigentlich eine äußere Diktatmacht?
    Serbien kann von der EU nur profitiereen, unter der Voraussetzung, dass die Politiker nicht so sind wie die griechischen.

  7. #67
    Avatar von Dissention

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    Zitat Zitat von Machiavelli Beitrag anzeigen
    Deutschland hatte hier den Vorteil der Besatzung und Entnazifizierung. Lief zwar auch nicht zu 100%, aber zumindest so das in weiten Teilen der Bevölkerung die Verbrechen klar und deutlich ins Bewusstsein gebrannt wurden. Kein namhafter Deutscher Politiker wagte es auch nur ansatzweise, die Verbrechen zu rechtfertigen, zu relativieren, geschweige denn zu glorifizieren.

    In Serbien hat es diese Entwicklung nicht gegeben. Weite Teile der dortigen Bevölkerung und der kleineren bosnischen Entität sind davon überzeugt alles richtig gemacht zu haben, Verbrechen werden in Frage gestellt oder relativiert ("Haben die selbst provoziert", "Die haben sich selbst beschossen", "Clinton hat mit Izetbegovic da was vereinbart"). Die Massengräber- und Morde in Ostbosnien werden inzwischen eben so vergessen wie Kühllaster voll mit Toten (Donau).

    So lange man in Serbien also die Klappe hält und Wahlen ggf. nur deshalb verliert weil man diese Fakten oben offen ausspricht, so lange wird ein Eintritt in die NATO & EU nicht als Schuldeingeständnis in der Masse gewertet werden....
    Man muß schon ziemlich Geisteskrank sein NAZI-Deutschland mit dem Milosevic-Serbien zu vergleichen.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Die Euro ist ein Mittel zur Durchsetzung der deutschen Hegemonie. "Europa spricht jetzt deutsch", sagte mal ein Politiker.



    Mit anständigen Politikern braucht Serbien keine EU und keine NATO, um sich zu entwickeln. Das ist ja das Problem. Viele Serben glauben, dass die EU ihre Politiker besser überwachen wird. Geht es den Serben wirklich nur im Kohle? Oder darum, dass ihr Land durch externe Überwachung stabiler und demokratischer wird? Und braucht es dafür eigentlich eine äußere Diktatmacht?
    Die NATO will auch kein Politiker in Serbien haben, da solltest du Flokass und Co. ignorieren, wenn sie belangloses zeug schwafeln.

    Die EU ist nicht böse, so wie du es darstellst, deswegen ist ein Beitritt auch nichts schlechtes; wenn man einem Club beitreten möchte Handelt man halt die Bedingungen aus, so läuft das im Leben, die EU hat viele für Serbien nützliche Bedingungen, die auch ohne einen EU-Beitritt sinnig sind.

  8. #68
    Avatar von Harput

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    Zitat Zitat von Dissention Beitrag anzeigen
    ... die EU hat viele für Serbien nützliche Bedingungen, die auch ohne einen EU-Beitritt sinnig sind.
    ,

    Das ist doch unsinnig. Warum sollte Serbien - das serbische Volk - Souveränität und Selbstbestimmungsrechte an irgendwelche Institutionen in Brüssel abgeben, wenn man, wie Du sagtest, die gleiche Entwicklung auch ohne die EU schaffen könnte?

  9. #69
    Avatar von Dissention

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    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    ,

    Das ist doch unsinnig. Warum sollte Serbien - das serbische Volk - Souveränität und Selbstbestimmungsrechte an irgendwelche Institutionen in Brüssel abgeben, wenn man, wie Du sagtest, die gleiche Entwicklung auch ohne die EU schaffen könnte?
    Sie wählen das EU-Parlament genau so mit, also würden sie in der Entscheidungsfindung auch mit-partizipieren. Die Vorgaben der EU sind zu einem riesigen Anteil sinnig. Natürlich kann man sich Einzelpunkte rauspicken, die einem nicht passen (muß die Form von Gurken wirklich geregelt sein? etc.), aber mal im Ernst, diese Nachteile sind nicht von Bedeutung - allein ALLE Urteile des EUGH zum Thema Arbeitsrecht machen Sinn, wenn Serbien durch seine Mitgliedschaft diese Urteile umsetzen muß, hat es schon gewonnen.

  10. #70
    Avatar von Harput

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    Zitat Zitat von Dissention Beitrag anzeigen
    Sie wählen das EU-Parlament genau so mit, also würden sie in der Entscheidungsfindung auch mit-partizipieren. Die Vorgaben der EU sind zu einem riesigen Anteil sinnig. Natürlich kann man sich Einzelpunkte rauspicken, die einem nicht passen (muß die Form von Gurken wirklich geregelt sein? etc.), aber mal im Ernst, diese Nachteile sind nicht von Bedeutung - allein ALLE Urteile des EUGH zum Thema Arbeitsrecht machen Sinn, wenn Serbien durch seine Mitgliedschaft diese Urteile umsetzen muß, hat es schon gewonnen.
    Bitte? Wenn Serbien diese Urteile heute umsetzen müsste, würde die Wirtschaft endgültig in sich zusammenbrechen.

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