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Serbien heuert Spitzenpolitiker an

Erstellt von BIG-Eagle, 23.08.2013, 16:48 Uhr · 92 Antworten · 4.226 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von Dissention

    Registriert seit
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    9.972
    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Bitte? Wenn Serbien diese Urteile heute umsetzen müsste, würde die Wirtschaft endgültig in sich zusammenbrechen.
    Jetzt bin ich auf Beispiele gespannt.

  2. #72
    Avatar von Harput

    Registriert seit
    31.08.2013
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    955
    Zitat Zitat von Dissention Beitrag anzeigen
    Jetzt bin ich auf Beispiele gespannt.
    Ein Beispiel? Sehr gerne: nehmen wir die kroatischen Werften. Dort verlieren nach dem Beitritt Kroatiens in die EU Tausende ihre Anstellung, weil die EU Kroatien dazu zwingt, seine Subventionen zu streichen. Gleichzeitig aber haben die Kroaten unter keinen Umständen die Chance, im Binnenmarkt der EU zu überleben, weil sie überhaupt nicht wettbewerbsfähig sind.

    Hinzu kommt, dass die Bürokratie im Arbeitsbereich und die Einhaltung von strengen Regularien und Vorschriften zwar schön sind, aber in international starken Märkten wie der deutschen, österr. oder niederländischen Wirtschaft funktionieren.

    Wenn diese Gesetze plötzlich auch in Serbien gelten sollen, dann werden sich auch viele verabschieden, denn Serbien ist jederzeit ersetzbar - vor allem auf dem Balkan.

    All das zur einen Seite, die andere Seite ist: Serbien hat nicht ansatzweise die Chance, im direkten Wettbewerb mit Staaten wie Deutschland, Dänemark, Österreich, Niederlande, Schweden usw. zu überleben.

    Jetzt schon nicht, wie soll das dann erst in der Zukunft ausschauen? Ihr seht das Ganze aus einer rosaroten Brille und denkt nur an die Millarden, die man euch überweist. Na ja, nur dann, wenn ihr auch Projekte vorlegt, was ich bezweifele.

    Der EU-Beitritt für Griechenland endete heute mit einer fast kompletten Deindustrialisierung. Dass die Investoren sich auch verabschieden können, ist kein Humbug, sondern erwiesene Realität.

    Glaubst Du, Serben könnten sich dem entziehen?

  3. #73
    Avatar von Dissention

    Registriert seit
    25.02.2010
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    9.972
    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Ein Beispiel? Sehr gerne: nehmen wir die kroatischen Werften. Dort verlieren nach dem Beitritt Kroatiens in die EU Tausende ihre Anstellung, weil die EU Kroatien dazu zwingt, seine Subventionen zu streichen. Gleichzeitig aber haben die Kroaten unter keinen Umständen die Chance, im Binnenmarkt der EU zu überleben, weil sie überhaupt nicht wettbewerbsfähig sind.

    Hinzu kommt, dass die Bürokratie im Arbeitsbereich und die Einhaltung von strengen Regularien und Vorschriften zwar schön sind, aber in international starken Märkten wie der deutschen, österr. oder niederländischen Wirtschaft funktionieren.

    Wenn diese Gesetze plötzlich auch in Serbien gelten sollen, dann werden sich auch viele verabschieden, denn Serbien ist jederzeit ersetzbar - vor allem auf dem Balkan.

    All das zur einen Seite, die andere Seite ist: Serbien hat nicht ansatzweise die Chance, im direkten Wettbewerb mit Staaten wie Deutschland, Dänemark, Österreich, Niederlande, Schweden usw. zu überleben.

    Was die Projekte angeht, muss ich dir jedoch zustimmen, da braucht es in Serbien noch einiges an Expertise und da schlagen wir wieder den Bogen zum Threadthema.

    Jetzt schon nicht, wie soll das dann erst in der Zukunft ausschauen? Ihr seht das Ganze aus einer rosaroten Brille und denkt nur an die Millarden, die man euch überweist. Na ja, nur dann, wenn ihr auch Projekte vorlegt, was ich bezweifele.

    Der EU-Beitritt für Griechenland endete heute mit einer fast kompletten Deindustrialisierung. Dass die Investoren sich auch verabschieden können, ist kein Humbug, sondern erwiesene Realität.

    Glaubst Du, Serben könnten sich dem entziehen?
    Ich glaube, hier liegt unser Missverständnis. Mit arbeitrechtlichen Urteilen bezog ich mich in etwa auf Urteile zum Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung, Gleichbehandlung ...

    Was deine wirtschaftliche Einschätzung angeht, kann ich dir aber auch nicht zustimmen, wenn man sich die Entwicklung von Bulgarien und Rumänien anschaut, sollte man verstehen, welch positiven Effekt der tatsächliche Beitritt hat. Oder Polen, eins der Länder welches am geschicktesten seine Möglichkeiten genutzt hat.

    Ja natürlich nennst du mir jetzt - ungefragt -das Beispiel mit den kroatischen Werften. Du vergisst dabei zu informieren, dass diese sich so langsam erst aus dem Staatsbesitz lösen und eh umstrukturiert werden müssen, denn ganz ehrlich, kann es auf lange Sicht gut gehen, wenn man Steuermittel dazu einsetzen muss, einen Betrieb am Leben zu erhalten?

    Was die Abrufung von Geldern angeht, gebe ich dir recht, deswegen ja auch Expertise, womit wir wieder beim Thema wären

  4. #74
    Jezersko
    Zitat Zitat von liberitas Beitrag anzeigen
    Serbien kann von der EU nur profitiereen, unter der Voraussetzung, dass die Politiker nicht so sind wie die griechischen.
    All zu viele Österreicher dürfen sie sich aber nicht holen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich eine hohle Nuß einkaufen ist enorm.

  5. #75
    Yunan
    Zitat Zitat von Aviator Beitrag anzeigen
    In Serbien herrscht überhaupt nix was Pro EU ist. Die Leute beschweren sich im Moment weil die Weizenpreise komplett unten sind. Die Leute machen gerade einen Lernprozess durch wie das Ganze in Europa funktioniert. Die Bauern in ganz Serbien haben letztes Jahr viel Subventionen bekommen welche diese jetzt zurückzahlen müssen. Nachdem die Bauern aber uneinsichtig waren , wird das Ganze über die Preisregelung eingenommen und dadurch ist der Preis im Keller.
    Die Leute wollen Vucic weil er die Eier hat die ewigen Struckturen zu knacken und auch wirklich Geld nimmt um diese in die Infrastrucktur zu legen.
    Die Serben wollen Vucic nicht wegen der EU sondern wegen Vucic. Jahrelang getäuscht und belogen zu werden macht die Leute misstrauisch nur Vucic zeigt auch das er will und daher wird er angenommen.

    Deine Einleitung über die Medien ist kompletter Bullshit. Noch nie waren die Medien freier und direkter in Serbien. Hier werden Leute über die Zeitung angesprochen, Beweise gelegt da wäre unter Tadic dem EU Demokraten sofort die Zeitung geschlossen worden.

    Vucic sucht auch nicht die EU sondern will nur Bedingungen erfüllen. IM Gegenteil er sucht Russland, China und den arabischen Raum und genau da werden auch die Geschäfte gemacht

    Es gibt noch sehr viel Arbeit aber endlich bewegt sich einmal etwas. Und genau das wird Vucic hoch angerechnet.
    Ich bin kein Spezialist was die serbische Innenpolitik angeht aber mir kommt der Kurs und der Ton der serbischen Regierung schon ziemlich pro-europaeisch vor. Es wuerde mich fuer Serbien freuen wenn dem nicht so waere.

    Dass in Serbien etwas geschehen musste im Bezug auf alte Politikstrukturen, ist keine Frage und alleine ein Blick in das Land auf der Durchreise hat gereicht um das zu bestaetigen. Wenn ein politisches System verkrustet ist, dann muss man schon mal mit der Brechstange ran um die gefestigten Strukturen zu lockern. Insofern waere es ja wuenschenswert wenn Vucic dass auf die Reihe kriegt und dabei seine Unabhaengigkeit wahren zu koennen. Eine Sache kann ich dir aber garantieren: Wenn Reformen durchgesetzt werden mit dem Verweis auf EU-rechtliche Standards, welche umgesetzt werden muessen um Beitrittsverhandlungen Serbiens voranzutreiben, dann moegen gesetzliche Neuerungen auf den ersten Blick und im Einzelnen reformatorisch anmuten. Die Wahrheit ist, dass das Gesamtpaket das absolute Gegenteil von Reform ist sondern im Gegenteil nur die Bevorteilung verschiedener Interessensgruppen verlagert. Natuerlich ist es moeglich zu sagen, dass die Aufloesung quasi-mafioeser (unterweltlerischer) Strukturen grundsaetzlich wuenschenswert ist. Nur wenn diese amateurhaften Strukturen, von denen jeder Serbe wusste dass sie mafioes sind, legalisierten Betruegerstrukturen weichen, die im demokratischen Gewand daherkommen aber in ihrem Kern nicht nur keinerlei Verbindung mit Serbien (und dem Balkan) aufweisen aber noch dazu ein kriminelles und zutiefst undemokratisches Wesen haben, dann halte ich das ganze eher fuer einen Rueckschritt. Wie schon gesagt, wussten im "alten System" zumindest die Serben, dass es faul war. Das zukuenftige System, sollte denn fuer Serbien alles so kommen wie fuer Griechenland oder in naher Zukunft auch Kroatien, wird sich einzudecken und einzuigeln wissen in viele Facetten, aber trotzdem betruegerisch und undemokratisch bleiben.

    An diesem Punkt moechte ich auch darauf hinweisen, dass Quantitaet in der Berichterstattung nicht gleich Qualitaet ist. Es ist ein und die selbe Sache, geknebelte und zensierte Medien zu haben als Medien in der Hand weniger und mit einer Unmenge an trivialer Berichterstattung, die totaler Desinformation gleichkommt. Der einzige Unterschied besteht darin dass die letztgenannten Medien sich frei nennen. Kurz: Frei ist nicht gleich frei. In Griechenland sind auch alle Medien "frei" und trotzdem stehen sie alle im Dienst der Herrschenden. Sie gehoeren ihnen ja auch und das hat sich in Serbien auch nicht geaendert.

    Es kann moeglich sein, dass jemand wie Vucic schlau ist und den EU-Betritt als Argument benutzt um Serbien zu reformieren, ohne einen tatsaechlichen Beitritt anzustreben. Ich wage diese Absicht aber eher zu bezweifeln einfach aus Erfahrungen aus dem griechischen System heraus. Seit 30 Jahren werden uns solche Sachen wie du sie erzaehlst um die Ohren geknallt und es ist alles Schwachsinn und Luege.

  6. #76
    Jezersko
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Ich bin kein Spezialist was die serbische Innenpolitik angeht aber mir kommt der Kurs und der Ton der serbischen Regierung schon ziemlich pro-europaeisch vor. Es wuerde mich fuer Serbien freuen wenn dem nicht so waere.

    Dass in Serbien etwas geschehen musste im Bezug auf alte Politikstrukturen, ist keine Frage und alleine ein Blick in das Land auf der Durchreise hat gereicht um das zu bestaetigen. Wenn ein politisches System verkrustet ist, dann muss man schon mal mit der Brechstange ran um die gefestigten Strukturen zu lockern. Insofern waere es ja wuenschenswert wenn Vucic dass auf die Reihe kriegt und dabei seine Unabhaengigkeit wahren zu koennen. Eine Sache kann ich dir aber garantieren: Wenn Reformen durchgesetzt werden mit dem Verweis auf EU-rechtliche Standards, welche umgesetzt werden muessen um Beitrittsverhandlungen Serbiens voranzutreiben, dann moegen gesetzliche Neuerungen auf den ersten Blick und im Einzelnen reformatorisch anmuten. Die Wahrheit ist, dass das Gesamtpaket das absolute Gegenteil von Reform ist sondern im Gegenteil nur die Bevorteilung verschiedener Interessensgruppen verlagert. Natuerlich ist es moeglich zu sagen, dass die Aufloesung quasi-mafioeser (unterweltlerischer) Strukturen grundsaetzlich wuenschenswert ist. Nur wenn diese amateurhaften Strukturen, von denen jeder Serbe wusste dass sie mafioes sind, legalisierten Betruegerstrukturen weichen, die im demokratischen Gewand daherkommen aber in ihrem Kern nicht nur keinerlei Verbindung mit Serbien (und dem Balkan) aufweisen aber noch dazu ein kriminelles und zutiefst undemokratisches Wesen haben, dann halte ich das ganze eher fuer einen Rueckschritt. Wie schon gesagt, wussten im "alten System" zumindest die Serben, dass es faul war. Das zukuenftige System, sollte denn fuer Serbien alles so kommen wie fuer Griechenland oder in naher Zukunft auch Kroatien, wird sich einzudecken und einzuigeln wissen in viele Facetten, aber trotzdem betruegerisch und undemokratisch bleiben.

    An diesem Punkt moechte ich auch darauf hinweisen, dass Quantitaet in der Berichterstattung nicht gleich Qualitaet ist. Es ist ein und die selbe Sache, geknebelte und zensierte Medien zu haben als Medien in der Hand weniger und mit einer Unmenge an trivialer Berichterstattung, die totaler Desinformation gleichkommt. Der einzige Unterschied besteht darin dass die letztgenannten Medien sich frei nennen. Kurz: Frei ist nicht gleich frei. In Griechenland sind auch alle Medien "frei" und trotzdem stehen sie alle im Dienst der Herrschenden. Sie gehoeren ihnen ja auch und das hat sich in Serbien auch nicht geaendert.

    Es kann moeglich sein, dass jemand wie Vucic schlau ist und den EU-Betritt als Argument benutzt um Serbien zu reformieren, ohne einen tatsaechlichen Beitritt anzustreben. Ich wage diese Absicht aber eher zu bezweifeln einfach aus Erfahrungen aus dem griechischen System heraus. Seit 30 Jahren werden uns solche Sachen wie du sie erzaehlst um die Ohren geknallt und es ist alles Schwachsinn und Luege.
    Oft herrscht die Meinung vor: "Es muss alles besser werden, aber es darf sich nicht ändern." Insgeheim weiss natürlich jeder, dass das nicht geht. Wenn man jahrzehntelang schlechte Erfahrungen mit einem politischen System gemacht hat, dann fällt es verständlicherweise schwer an Reformen zu glauben. Zu oft wurde es schon versprochen...

    Und dennoch gibt es zu Reformen keine Alternative! Jede Veränderung birg auch ein Risiko in sich. Aber ohne Risiko bleibt nur Erstarrung und Stillstand. Stillstand ist Rückschritt. Gerade in den Balkanländern sollte man das wissen. Für eine von der Bevölkerung mitgetragenen Veränderung, muss aber die Gesellschaft selbst auch aktiv werden und gewisse Dinge (notfalls lautstark auf der Straße) einfordern. Die Politiker müssen in schwierigen Zeiten von der Bevolkerung permanent vor sich her getrieben werden. Es darf keine Verschnaufpause geben. ...Bequemer ist es natürlich, sich abends vor die Glotze zu setzen und auf "die Politiker (=Verbrecher)" zu schimpfen.

  7. #77
    Avatar von Dissention

    Registriert seit
    25.02.2010
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    9.972
    Yunans Beitrag liest sich wieder wie eine Ansammlung von Psychosen, Fakten oder Inhalte wird man auch in diesem Textmonster nicht finden ...

    Zum Threadthema:

    NoviMagazin.rs - Stros-Kan spustio cenu, pregovori u zavr?noj fazi

    Anscheinend ist Strauss-Kahn noch nicht 100% fest, man scheint aber positiv zu sein, sich einigen zu können. Wenn er als Berater anfängt, wird seine Aufgabe sein, wird seine Beratung um den Haushalt, die Schulden und das Wirtschaftswachstum gehen.

    Gusenbauer wird vor allem den EU-Beitritt begleiten.

    Als weitere ausländische Experten, die möglich sind, wird Mario Monti genannt (Ökonomie) und Peter Mandelson (ehemaliger Berater der Regierung Blair).

    Ich persönlich würde mich über Monti freuen, er hat in Italien das erreicht, woran Griechenland, Spanien und Portugal gescheitert sind.

  8. #78
    Yunan
    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    Oft herrscht die Meinung vor: "Es muss alles besser werden, aber es darf sich nicht ändern." Insgeheim weiss natürlich jeder, dass das nicht geht. Wenn man jahrzehntelang schlechte Erfahrungen mit einem politischen System gemacht hat, dann fällt es verständlicherweise schwer an Reformen zu glauben. Zu oft wurde es schon versprochen...

    Und dennoch gibt es zu Reformen keine Alternative! Jede Veränderung birg auch ein Risiko in sich. Aber ohne Risiko bleibt nur Erstarrung und Stillstand. Stillstand ist Rückschritt. Gerade in den Balkanländern sollte man das wissen. Für eine von der Bevölkerung mitgetragenen Veränderung, muss aber die Gesellschaft selbst auch aktiv werden und gewisse Dinge (notfalls lautstark auf der Straße) einfordern. Die Politiker müssen in schwierigen Zeiten von der Bevolkerung permanent vor sich her getrieben werden. Es darf keine Verschnaufpause geben. ...Bequemer ist es natürlich, sich abends vor die Glotze zu setzen und auf "die Politiker (=Verbrecher)" zu schimpfen.
    Mir ging es nicht darum, gegen Reform zu sprechen sondern gegen die Intention hinter einer Reform. Wenn die Intention dahinter nicht stimmt, ist die Reform als solche hinfaellig. Es hat keinen Sinn und nichts von Demokratie, dem Volk ein paar Haeppchen zuzuschieben und als Reformen zu verkaufen und die entscheidenen Fragen zu uebergehen. Was hilft es beispielsweise, mafioese Strukturen aufzubrechen um elitaere Strukturen zu etablieren?

    Die Serben werden besser beurteilen koennen, ob sie in diesen Worten etwas wiedererkennen oder ob ihnen das zu weit an den Haaren herbeigezogen scheint. Es sollte nur klar sein, dass die Wirkungen der heutigen Politik erst in einem oder mehr Jahrzehnten sichtbar werden. Dass die Politik vor den Leuten hergetrieben muss, zumindest solange das parlamentarische System vorherrscht, stimme ich voll zu. Es muss eben nur getan werden und waehrenddessen moeglichst losgeloest von buergerlichen Interessen. Das ist leider in den seltensten Faellen erfuellt.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Dissention Beitrag anzeigen
    Yunans Beitrag liest sich wieder wie eine Ansammlung von Psychosen, Fakten oder Inhalte wird man auch in diesem Textmonster nicht finden ...

    Zum Threadthema:

    NoviMagazin.rs - Stros-Kan spustio cenu, pregovori u zavr?noj fazi

    Anscheinend ist Strauss-Kahn noch nicht 100% fest, man scheint aber positiv zu sein, sich einigen zu können. Wenn er als Berater anfängt, wird seine Aufgabe sein, wird seine Beratung um den Haushalt, die Schulden und das Wirtschaftswachstum gehen.

    Gusenbauer wird vor allem den EU-Beitritt begleiten.

    Als weitere ausländische Experten, die möglich sind, wird Mario Monti genannt (Ökonomie) und Peter Mandelson (ehemaliger Berater der Regierung Blair).

    Ich persönlich würde mich über Monti freuen, er hat in Italien das erreicht, woran Griechenland, Spanien und Portugal gescheitert sind.
    Du scheinst ja die Weisheit mit Loeffeln gefressen zu haben so grossmaeulig wie du dich hier gibst. Von irgendwelchen Goldman Sachs-Experten kannst du uns ruhig verschonen, wir kennen diese Experten und die Kreise denen sie angehoeren. Dich scheinen die Titel vor den Namen eines Mannes mehr zu beeindrucken als die Qualitaet seiner Taten. Das ist bedauernswert und voellig ungeeignet um Politik auf ihre Ausrichtung hin zu ueberpruefen.

  9. #79
    Avatar von Dissention

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    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen

    Du scheinst ja die Weisheit mit Loeffeln gefressen zu haben so grossmaeulig wie du dich hier gibst. Von irgendwelchen Goldman Sachs-Experten kannst du uns ruhig verschonen, wir kennen diese Experten und die Kreise denen sie angehoeren. Dich scheinen die Titel vor den Namen eines Mannes mehr zu beeindrucken als die Qualitaet seiner Taten. Das ist bedauernswert und voellig ungeeignet um Politik auf ihre Ausrichtung hin zu ueberpruefen.
    Im Gegensatz zu dir benenne ich Fakten und vermeide es Behauptungen aufzustellen, ohne eine Quelle zu liefern. Es tut mir leid, deine Texte sind eigentlich recht gut geschrieben, aber leider belegst du NICHTS mit substantiellen Inhalten (dies bezieht sich auch auf deinen Goldmann-Sachs Einwurf). In meiner Bewertung der neuen Minister beziehe ich mich auf gegebene Informationen und ja, die Ausbildung und der Lebenslauf sind dabei für mich sehr entscheidend und ja, ich will keine altbackenen Politiker an der Spitze Serbiens, die haben uns nämlich dahin gebracht, wo wir jetzt sind - bei 24% Arbeitslosigkeit, einem BIP auf dem Stand von 70% von dem von 1989 ...

  10. #80
    Yunan
    Zitat Zitat von Dissention Beitrag anzeigen
    Im Gegensatz zu dir benenne ich Fakten und vermeide es Behauptungen aufzustellen, ohne eine Quelle zu liefern. Es tut mir leid, deine Texte sind eigentlich recht gut geschrieben, aber leider belegst du NICHTS mit substantiellen Inhalten (dies bezieht sich auch auf deinen Goldmann-Sachs Einwurf). In meiner Bewertung der neuen Minister beziehe ich mich auf gegebene Informationen und ja, die Ausbildung und der Lebenslauf sind dabei für mich sehr entscheidend und ja, ich will keine altbackenen Politiker an der Spitze Serbiens, die haben uns nämlich dahin gebracht, wo wir jetzt sind - bei 24% Arbeitslosigkeit, einem BIP auf dem Stand von 70% von dem von 1989 ...
    Was du tust ist die Wiedergabe von irgendwelchen Schlagzeilen und nicht von Fakten. Wenn du beispielsweise irgendwelche Zitate oder symbolische Taten Montis auffuehrst und dabei nicht ansatzweise kontextualisierst ob dass was in Italien geschehen ist wirklich besser ist oder nicht, sowohl kurz- wie auch langfristig, dann hat das was du in die Worte Montis reininterpretierst ueberhaupt keinen Aussagewert. Ich kenne mich mit Italiens Politik so wenig aus wie mit der serbischen und ich erhebe auch nicht den Anspruch darauf, aber fuer mich gehoert zu einer kritischen Sicht auf die Dinge schon mehr dazu als die offiziellen Linien irgendwelcher Technokraten wiederzukauen.

    Was du mit altgebackenen Politikern ansprichst, ist wohl richtig. Aber es ist auch vollkommen normal, dass mit der Zeit unbeschriebene Blaetter auf der Buehne entscheiden und dass die automatisch einen reinen Lebenslauf mitbringen ist klar. Das hat aber ueberhaupt nichts zu bedeuten, auch scheinbar unbeschriebene Blaetter koennen zweifelhafte Absichten verfolgen, zumal in die Balkanpolitik ohnehin nur Leute Einzug herhalten die ueber ein Minimum an Kontakten verfuegen und hinter denen dann eben ganz andere Interessen stehen. Eine unabhaengige, reformatorische Poltik ist in Serbien meiner Meinung nach genauso unmoeglich wie sie es seit 60 Jahren in Griechenland ist und das wird sich auf absehbare Zeit auch nicht aendern wenn nicht etwas radikales geschieht.

    Unsere Politik hat auf dem Papier das Einkommen der Leute auf dem Papier seit 1981 verfuenffacht, effektiv hat sich nichts getan bis auf die totale Deregulierung der Banken und somit des Kreditwesens. Der gesamte Reichtum Griechenlands der einem beim durchqueren des Landes entgegenschwappt ist zurueckzufuehren auf willkuerliche Kreditaufnahme durch weite Teile der Bevoelkerung und das wird die einzige Neuerung sein die auf Serbien zukommen wird. Ganz genauso wie bei uns wird in Serbien mit einer Aufnahme in die EU der letzte Hinterwaeldler einen Kredit aufnehmen koennen oder sich irgendeine Art von Subvention unter den Nagel reissen und einen Reichtum praesentieren, der so ueberhaupt nicht existent ist. Das ist bittere Realitaet in meinem Land und ich sage lediglich, dass mehr kritisches Denken angebracht ist wenn jemand kommt der als Reformer praesentiert wird.

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