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In Serbien ist immer noch keine Regierung in Sicht

Erstellt von acttm, 04.06.2008, 18:27 Uhr · 3 Antworten · 545 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    14.03.2008
    Beiträge
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    In Serbien ist immer noch keine Regierung in Sicht

    In Serbien ist immer noch keine Regierung in Sicht

    Wirtschaftsexperten schlagen Alarm: Ein bedeutender Teil der geplanten ausländischen Investitionen werde wegen der schwierigen Regierungsfindung ausbleiben.

    Belgrad. Knapp einen Monat nach der Parlamentswahl ist in Serbien immer noch keine Regierung in Sicht. Die das Zünglein an der Waage spielenden Sozialisten (SPS) bestätigten am Dienstagabend lediglich, dass sie ihre Koalitionsgepräche mit der nationalistischen Serbischen Radikalen Partei (SRS) und der Demokratischen Partei Serbiens (DSS) fortsetzen werden. SPS-Chef Ivica Dacic äußerte sich aber nicht zu den Einigungsaussichten.
    Wirtschaftsexperten schlagen unterdessen Alarm. Schon jetzt sei klar, dass ein bedeutender Teil der für heuer geplanten ausländischen Investitionen ausbleiben werde, sagte Stojan Stamenkovic vom Belgrader Wirtschaftsinstitut diese Woche. Auch die Inflation dürfte weit über den geplanten acht Prozent liegen und mindestens 12,5 Prozent erreichen.


    Innerhalb von 90 Tagen
    Die Sozialisten werden auch vom pro-westlichen Lager weiter umworben. Der Vorsitzende der bei der Wahl am 11. Mai siegreichen Demokratischen Partei (DS), Staatspräsident Boris Tadic, will am Freitag mit SPS-Chef Dacic zusammentreffen, berichtete die Tageszeitung "Blic". Offiziell sollen Koalitionsgespräche nach der konstituierenden Parlamentssitzung bekanntgegeben werden. Diese dürfte nächste Woche stattfinden. Laut der serbischen Verfassung muss innerhalb von 90 Tagen nach einer Wahl eine Regierung gebildet werden, sonst kommt es zu Neuwahlen.
    Laut DSS-Sprecher Andreja Mladenovic verhandeln die Sozialisten mit den beiden nationalistischen Parteien bereits über Personalfragen in dem neuen Kabinett unter Premier Vojislav Kostunica (DSS). Allerdings haben sich die beiden Juniorpartner der SPS bisher noch nicht zu einer solchen Koalition geäußert. Der Chef der Partei "Einheitliches Serbien", Dragan "Palma" Markovic, kündigte für Donnerstag eine entsprechende Entscheidung an. Seine Partei beharrt auf der Ratifizierung des Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens (SAA) mit der Europäischen Union, welches sowohl die SRS als auch die DSS annullieren wollten.
    Das Abkommen war kurz vor der Wahl von Vertretern der serbischen Regierung und der EU unterzeichnet worden. Die DSS und die SRS sehen darin eine implizite Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo durch Serbien, da die Loslösung der früheren serbischen Provinz von Belgrad von 20 der 27 EU-Staaten anerkannt wurde.
    Finanzminister Mirko Cvetkovic warnte indes vor großen Budgetproblemen, sollte es innerhalb der nächsten drei Monate keine größere Privatisierung von Staatseigentum geben. Cvetkovic erwähnte in diesem Zusammenhang sowohl den im Jänner vereinbarten Verkauf des Erdölkonzerns NIS an die russische Gazprom zum Preis von 400 Mio. Euro, als auch den erhofften Verkauf des Kupferproduzenten RTB. Laut dem Minister ist man nach den zwei gescheiterten Ausschreibungen nun dabei, eine neue Strategie für die RTB-Privatisierung auszuarbeiten. Laut früheren Ankündigungen will man einen strategischen Partner für den Kupferproduzenten finden.


    Kovats möglicherweise wieder im Rennen
    Bedeckt hielt sich Cvetkovic zu Gerüchten, dass die A-Tec des österreichischen Industriellen Mirko Kovats nach ihrem gescheiterten ersten Anlauf nun wieder im Rennen ist. Kovats soll am Freitag nach Bor kommen, wo die neue Akquisition seiner Tochterfirma in Subotica, ATB Sever, die "Fabrika opreme i delova" (FOD) mit 600 Beschäftigten feierlich eröffnet wird. Sie wurde zum Preis von 2,4 Millionen Euro im April erworben. Die Firma, die früher zu RTB Bor gehörte, wird künftig unter dem Namen "ATB FOB" tätig sein.

  2. #2
    Avatar von Urban Legend

    Registriert seit
    30.04.2008
    Beiträge
    1.612
    Hahahaha Ich wette mit jedem das die Russich-Serbische freundschaft vorbei ist sobald sich die Russen alle serbischen Firmen unter den Nagel gerissen haben.

    Und der serbische Stolz wird auch verhindern,dass die Serben sich der eu annähren.
    EU=Repubik kosovo....

  3. #3

    Registriert seit
    18.03.2008
    Beiträge
    20.935
    Wie soll sich auch eine demokratische Regierung, die offen zur EU ist, bildem nachdem das mit dem Kosovo passiert ist.
    Das dann die Radikalen gewinnen würden war ja mehr als vorhersehbar.

  4. #4

    Registriert seit
    28.05.2008
    Beiträge
    105
    Alles beim Alten in Serbien.
    Im Kreis laufen ist auch eine Möglichkeit, ein Land zu führen :birdman.

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