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Serbien klein halten

Erstellt von Rocko, 30.09.2011, 19:20 Uhr · 285 Antworten · 18.075 Aufrufe

  1. #141
    Yunan
    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    yunan, yunan
    glaubst du eigentlich selbst an den mist, den du manchmal hier schreibst?
    wirtschaftlich?
    wenn du die taschen der verschieden politiker meinst, dann mag das zu einem gewissen prozentsatz stimmen.
    den grössten anteil kannst du aber auf machtgelüsste zurückführen.

    noch vor titos tod begann die maschinerie der einzelnen "staaten" auf hoch touren zu arbeiten.

    wenn man es genau betrachtet hatte jugoslawien von anfang an keine chancen. und das ganze war nur von kurzer dauer.

    war nur möglich mit angst das zusammen leben zu erzwingen.
    angefangen, daß man abertausende regime gegner gleich am anfang beseitigt hat.

    yunan, es war mein vater, der beim kroatischem frühling auf befehl unser haus verließ.
    da war aber in den 60 jahren.
    war da der IWF auch schuld?

    in den folge jahren lebten meine eltern mit ängsten, wann mein vater wieder ausrücken müsste.
    ich übrigens auch.
    und du schreibst hier so einen käs.
    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    paar jahre später hat tito die verfassung geändert.
    yunan, weisst du warum er das tat 1974?

    wegen IWF?
    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    PS:
    verfassungsänderung und thread titel passen wie faust aus auge.
    man muss nur noch die zusammenhänge wissen.
    Indianer, noch nie hat es in einem Land einen Bürgerkrieg gegeben, in dem es allen Menschen gut ging und jeder halbwegs zufrieden mit der Lage war.

    Anfang der '80ger Jahre bewegte Carter und Reagen die jugoslawische Führung zu Reformen, die Jugoslawien acht bis zehn Jahre später das genickt brachen. Sie waren gezwungen, diese Reformen, nämlich eine wirtschaftliche Öffnung des sowieso schon liberalen, aber protektionistisch verwalteten Marktes in Jugoslawien, zu erwirken. Das waren die Vorbedingungen für Kredite von den USA und vom IWF.

    Als sich gegen Ende der '80ger Jahre dann die Folgen der Reformen bemerkbar machten und wirtschaftliche Strukturen von Innen zerfrasen, mussten neue Kredite genommen werden. Und dieses mal wurden Kredite nur gewährt unter der Garantie, dass gut funktionierende Industriewerke in Jugoslawien schlagartig geschlossen wurden! Das ist die bittere Wahrheit aber diesen Zusammenhang scheinst du evtl. vernachlässigt oder nicht gekannt zu haben.

    Seit Beginn der achtziger Jahre diktieren ausländische Kredite weitreichende "Reformen", die zur Zerstörung des industriellen Sektors führten und zugleich das Sozialsystem des Landes erodieren ließ. Damit wurde nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Politik in Jugoslawien chaotisiert: denn die separatistischen Tendenzen, die sich auf ethnische und soziale Unterschiede stützten, gewannen während der Phase brutaler Verarmung unter der jugoslawischen Bevölkerung an Gewicht.
    Die Wirtschaftsreformen erreichten ihren Höhepunkt unter der US-freundlichen Regierung von Ante Markovic. Ein „Finanzhilfeprogramm" versprach im Austausch dafür drastische Wirtschaftsreformen: die Einführung einer neuen, abgewerteten Währung, ein Einfrieren der Löhne, eine drastische Kürzung der Staatsausgaben und die Abschaffung der selbstverwalteten vergesellschafteten Betriebe. Diese „Wirtschaftstherapie" trug zur Lähmung des Bundestaats bei. Vor allem die Umschuldungsverträge der staatlichen und kommerziellen Kredite, führten zu politischen Spannungen zwischen der Hauptstadt Belgrad und den Teilrepubliken. Steuergelder, die als Ausgleichszahlungen an die Teilrepubliken und die autonomen Provinzen hätten gehen sollen, dienten zur Schuldentilgung bei den Pariser und Londoner Finanzclubs. Die vom IWF induzierte Budgetkrise schuf so - in wirtschaftlicher Hinsicht - jene Tatsachen, die den Weg für die formale Abspaltung Kroatiens und Sloweniens im Juni 1991 frei machten.
    Die industrielle Strukturreform 1989 war ein weiterer Meilenstein auf dem Weg des industriellen Sektors in den Bankrott. 1990 war das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts auf -7,5 % gefallen. 1991 fiel es um weitere 15 %, die industrielle Produktivität sank um 21 %. Die Strukturreform, die von Belgrads Kreditoren diktiert worden war, hatte die Abschaffung der vergesellschafteten Betriebe zum Ziel.
    Wie Jugoslawien zerstört wurde

    Und so weiter und sofort. Ich kann noch mehr hier posten, es wäre aber wirklich zu empfehlen, das Buch zu lesen, dass hier zitiert wurde.

    Zum Autor:

    Michel Evgenij Chossudovsky (* 1943) ist ein kanadischer Professor der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Ottawa. Internationale Bekanntheit erlangte er durch seine globalisierungskritischen Publikationen, die in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt worden sind.
    Und nein, er ist kein Russland-Liebhaber, seine Eltern mussten vor den Sowjets fliehen weil sie Juden waren.

  2. #142
    Yunan
    Und Indianer, ich will damit kein erfahrenes Leid in Frage stellen, dazu habe ich gar kein Recht. Mir geht es nur darum, darauf aufmerksam zu machen, dass nicht immer alles so einfach ist wie viele es im Bezug auf Jugoslawien denken und dass nicht immer die die Schuldigen sind, die auf den ersten Blick vielleicht so aussehen. Zumindest nicht die einzig Schuldigen.

  3. #143
    Avatar von Schiptar

    Registriert seit
    30.04.2005
    Beiträge
    14.116
    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    Ich dachte du wärst ein Kosi Naja wegen des Namens und so...
    Na, na... Nicht doch!

    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    Ganz unrecht hast du nicht!

    Russland hat die panslawistischen Bewegungen unterstützt. Diese Bewegungen sahen die Loslösung aus Österreich-Ungarn vor und der Zusammenschluß der verschiedenen kleinen slawischen Völker zu großen Nationalstaaten. Aus solchen panslawistischen Bewegung ist ja schließlich auch die Tschechoslowakei und Jugoslawien hervorgegenagen.
    ...und das alles unter der Vorherrschaft von Mütterchen Russland, natürlich.

    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    Für Österreich-Ungarn ging es um die Wurst, also um die Existenz, deswegen auch der Völkermord an den Serben, um praktisch so ein Störelement auszuschalten.
    Völkermord? Ich weiß ja, dass die serbische Bevölkerung im 1. Weltkrieg immens hohe Verluste erleiden musste, für die man wiederum Österreich-Ungarn verantwortlich machen kann, aber "Völkermord"?

    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    Russland hatte zu der Zeit aber auch viele interne Probleme, so war das Land zwischen Mittelalter und der Moderne gespalten, also jetzt wirklich, die Gegensätze damals waren sehr stark, nämlich wirtschaftliche und soziale Gegensätze.
    Klar, der Klassiker: Über einen Krieg mit einem äußeren Feind von inneren Konflikten ablenken und Geschlossenheit im Inneren schaffen, die ansonsten unmöglich wäre. (Warum glaubst du wohl, dass der serbischen Bevölkerung seit den 1980er Jahren alle Jahre wieder ständig ein neuer äußerer oder innerer Feind präsentiert wird?)

  4. #144
    Yunan
    Zitat Zitat von Zar Beitrag anzeigen
    Weißt du, wie viel 8 millionen soldaten sind? China hat heute 2 millionen, USA 1,5 mil.
    Und Jugoslawien soll 8 Millionen gehabt haben?
    Mit Reservisten bzw. 8 Mio. potentielle Soldaten. China hätte vermutlich 200 oder 300 Mio. potentielle Soldaten.

  5. #145
    Avatar von Schiptar

    Registriert seit
    30.04.2005
    Beiträge
    14.116
    Der Artikel lutscht. Schade, dass Andrej Holm sich dafür hergegebenn hat. Der sollte mal lieber bei seiner Stadtsoziologie bleiben und zu jugoslawischer Zeitgeschichte seine Klappe halten.
    Dass diese Leute sich aber auch nie vorstellen können, dass in Südosteuropa auch etwas ohne ausländische Manipulationen passieren kann...

  6. #146
    Yunan
    Zitat Zitat von Spliff Beitrag anzeigen
    Polen? Wasch laberscht du?? Hascht gelernt junge??
    Der erste Weltkrieg wurde durch das attentat von serbischen Nationalisten in Sarajevo ausgellöst, darauf hin hat ÖU Serbien den Krieg erklärt (Serbien muss sterbien) und durch Machtbündnisse haben sie die anderen Staaten auch daran beteiligt.
    Gut, aber das Attentat hätte in jedem anderen Land auch geschehen können. Ich versuche immer, alles so neutral wie möglich zu betrachten aber manchmal sind die Leute ggü. Serbien doch etwas unfair, besonders oft, weil sich schon so viele auf Serbien eingeschossen haben.

    Wasch labersch dooooo? Wenn ich net wüsste, dass des ein Parkautomat isch, würd ich dagegen laufen!

  7. #147
    Avatar von Yu-Rebell

    Registriert seit
    28.07.2011
    Beiträge
    3.269
    Zitat Zitat von Cobra Beitrag anzeigen
    Da hat jemand keine Ahnung....

    SFRJ hatte c. 600.000 aktive Soldaten
    Habe auf Indianers Beitrag bezogen meinen geschrieben. Indianer sprach von seinem Vater der als RESERVIST ab un zu weg musste. Stempel nicht immer so schnell die User als Idioten ab. Lese den Beitrag erst richtig und dann kannst du deine Meinung dazu sagen, oder auch nicht.

    PS. Du provozierst sehr gerne, aber wenn jemand genauso provokativ zurückschießt drohst du gleich den jenigen aus dem Thread zu bannen.
    Wie gestern mich. Cobra, was ist denn los mit dir? Kannst du es etwa nicht ertragen, dass es noch genügend Menschen aus ex - YU gibt, die nicht so wie du auf Hass den ehemaligen Landsleuten gegenüber, stehen?

  8. #148
    Yunan
    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Der Artikel lutscht. Schade, dass Andrej Holm sich dafür hergegebenn hat. Der sollte mal lieber bei seiner Stadtsoziologie bleiben und zu jugoslawischer Zeitgeschichte seine Klappe halten.
    Dass diese Leute sich aber auch nie vorstellen können, dass in Südosteuropa auch etwas ohne ausländische Manipulationen passieren kann...
    Kleiner, kannst du nicht lesen? Der Text wurde nur zusammengefasst von Andrej Holm und ich garantiere dir, dass der Text sehr gut zusammengefasst wurde. Alle wesentlichen Punkte des Originals sind enthalten und muss es ja wissen, da ich das Original von Michel Chossudovsky, eines renommierten Ökonomen, gelesen habe.

    Also Ruhe im Karton!

  9. #149
    Avatar von Schiptar

    Registriert seit
    30.04.2005
    Beiträge
    14.116
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Ich versuche immer, alles so neutral wie möglich zu betrachten aber manchmal sind die Leute ggü. Serbien doch etwas unfair, besonders oft, weil sich schon so viele auf Serbien eingeschossen haben.
    Klar, armes, ungerecht behandeltes Serbien... Vor allem in Russland und Griechenland hört man in den Medien nur Schlechtes über sie. Intellektuelle und Medienheinis, dogmatische Linke, Nazis und andere Verschwörungstheoretiker von Noam Chomsky über Peter Handke, Jürgen Elsässer und die "Titanic"-Redaktion bis hin zu H.C. Strache prügeln ständig auf die Serben ein und unterstellen ihnen eine aggressive, genozidale Außenpolitik, anstatt sich endlich mal genauer mit dem Organhandel im Kosovo zu befassen...

  10. #150
    Avatar von Viljuška

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    14.04.2010
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    5.284
    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Klar, armes, ungerecht behandeltes Serbien... Vor allem in Russland und Griechenland hört man in den Medien nur Schlechtes über sie. Intellektuelle und Medienheinis, dogmatische Linke, Nazis und andere Verschwörungstheoretiker von Noam Chomsky über Peter Handke, Jürgen Elsässer und die "Titanic"-Redaktion bis hin zu H.C. Strache prügeln ständig auf die Serben ein und unterstellen ihnen eine aggressive, genozidale Außenpolitik, anstatt sich endlich mal genauer mit dem Organhandel im Kosovo zu befassen...
    Deine Ironie ist so falsch das sie wieder richtig sein kann, Schiptaru.

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