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Serbien klein halten

Erstellt von Rocko, 30.09.2011, 19:20 Uhr · 285 Antworten · 18.102 Aufrufe

  1. #151
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Kleiner, kannst du nicht lesen? Der Text wurde nur zusammengefasst von Andrej Holm und ich garantiere dir, dass der Text sehr gut zusammengefasst wurde. Alle wesentlichen Punkte des Originals sind enthalten und muss es ja wissen, da ich das Original von Michel Chossudovsky, eines renommierten Ökonomen, gelesen habe.
    Kleiner, ich habe nicht behauptet, dass Holm den Artikel verfasst hat, sondern mir reicht schon, dass er ihn - wie du sagst - "sehr gut zusammengefasst" hat. Das hat er schließlich nicht aus dokumentarischen Gründen getan, sondern weil er mit seinem Inhalt übereinstimmt.
    Und der Artikel transportiert letztlich nur wieder die üblichen Verschwörungstheorien von der absichtlichen "Zerstörung" Jugoslawiens durch ausländische Mächte, die auf dessen "Rekolonialisierung" aus gewesen seien (Rekolonialisierung? War es vorher etwa Kolonie gewesen?). Solche Theorien haben letzlich nur eine Funktion: Die Geschichte des Zerfalls Jugoslawiens umzuschreiben, indem die Serben von der Schuld an der Aggression gegenüber den anderen jugoslawischen Republiken und deren Mehrheitsbevölkerung entlastet werden, "weil ja schließlich allein der Westen bzw. Deutschland schuld ist"...
    Also Ruhe im Karton!

  2. #152
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Viljuška Beitrag anzeigen
    Deine Ironie ist so falsch das sie wieder richtig sein kann, Schiptaru.
    Was bitte ist "falsche Ironie"?

    Vervollständige dazu doch einfach folgenden Satz: "Falsche Ironie heißt das sie..."

  3. #153
    Avatar von Carl Marks

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    Original von Schiptar
    Völkermord? Ich weiß ja, dass die serbische Bevölkerung im 1. Weltkrieg immens hohe Verluste erleiden musste, für die man wiederum Österreich-Ungarn verantwortlich machen kann, aber "Völkermord"?
    Offiziell kamen im Ersten Weltkrieg 540.000 Serben ums Leben, davon nur 130.000 Soldaten. (wiki Erster Weltkrieg!)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg

    Etwa 400.000 Zivilisten bleiben damit übrig, insoweit kann man schon von einem teilweisen Genozid der österreichisch-ungarischen Armee gegenüber den serben sprechen. In Montenegro starb sogar fast ein Fünftel der gesamten Bevölkerung!

    Geschichte Serbiens

    Nach der wiki sind insgesamt durch den Krieg, serbischen Angaben nach, etwa 1,1 Millionen Serben ums Leben gekommen. Darunter sehr viele Zivilisten die in desaströsen Verhältnissen von Krankheiten dahingerafft wurden.

    Ob jetzt 540.000 oder 1, 1 Millionen, es ist auf jeden Fall eine Tragödie gewesen. Und die Vertreibung und der Mord durch Deutsche und Österreicher, sowie das Terrorregime in den 4 Jahren muß man wohl als Genozid ansehen!

  4. #154
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    Ob jetzt 540.000 oder 1, 1 Millionen, es ist auf jeden Fall eine Tragödie gewesen.
    100%ige Zustimmung!

    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    Und die Vertreibung und der Mord durch Deutsche und Österreicher, sowie das Terrorregime in den 4 Jahren muß man wohl als Genozid ansehen!
    Naja, Genozid ist ein sehr stark aufgeladener Begriff, bei dem es v.a. um moralische Wertung geht, weniger um die Untersuchung konkreter Details.

    Aber mal gucken, wie das mit den gängigen internationalen Konventionen aussieht (UN-Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes, davon abgeleitet das deutsche Völkerstrafgesetzbuch):

    Die Konvention definiert Völkermord in Artikel II als „eine der folgenden Handlungen, begangen in der Absicht, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören:
    a) das Töten von Angehörigen der Gruppeb) das Zufügen von schweren körperlichen oder seelischen Schäden bei Angehörigen der Gruppec) die absichtliche Unterwerfung unter Lebensbedingungen, die auf die völlige oder teilweise physische Zerstörung der Gruppe abzielend) die Anordnung von Maßnahmen zur Geburtenverhinderunge) die gewaltsame Überführung von Kindern der Gruppe in eine andere Gruppe“
    Quelle: Völkermord
    a)-b) wird man wohl feststellen können, evtl auch c)

    Zu beachten ist, dass nur die Absicht zur Vernichtung der Gruppe erforderlich ist, nicht aber auch die vollständige Ausführung der Absicht. Es muss eine über den Tatvorsatz hinausgehende Absicht vorliegen, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören.
    Quelle: Völkermord
    Die Frage ist also, ob die Mittelmächte 1914-18 die Absicht hatten, das serbische Volk ganz oder zumindest tw. maßgeblich zu vernichten, also seinen Fortbestand zu verhindern.

    Umgekehrt gilt auch: Handlungen nach Artikel II Buchstaben a) bis e) der Konvention sind kein Völkermord, wenn ihr Ziel nicht darin besteht, eine Gruppe ganz oder teilweise zu vernichten, egal wie viele Mitglieder getötet oder sonstwie beeinträchtigt werden.
    Quelle: Völkermord
    Das nur, um zu verhindern, dass man von dem Vorkommen von Morden allein auf eine genozidale Absicht schließt. Das wäre vielleicht auch das Argument der türkischen Regierung in der Armenierfrage.

  5. #155
    Yunan
    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Klar, armes, ungerecht behandeltes Serbien... Vor allem in Russland und Griechenland hört man in den Medien nur Schlechtes über sie. Intellektuelle und Medienheinis, dogmatische Linke, Nazis und andere Verschwörungstheoretiker von Noam Chomsky über Peter Handke, Jürgen Elsässer und die "Titanic"-Redaktion bis hin zu H.C. Strache prügeln ständig auf die Serben ein und unterstellen ihnen eine aggressive, genozidale Außenpolitik, anstatt sich endlich mal genauer mit dem Organhandel im Kosovo zu befassen...
    Ich bin einer der größten Kritiker Serbiens zu den Jugoslawienkriegen, dass kannst du einige Serben hier fragen, die ich schon zur Raserei gebracht habe.
    Trotzdem bleibe ich bei objektiver Kritik und kann, im Gegensatz zu manch anderem, zwischen wahrheitsgemäßer und neutraler Kritik und bloßer Hau-Drauf-Weil-Sie-Eh-Am-Boden-Liegen-Kritik unterscheiden.

    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Kleiner, ich habe nicht behauptet, dass Holm den Artikel verfasst hat, sondern mir reicht schon, dass er ihn - wie du sagst - "sehr gut zusammengefasst" hat. Das hat er schließlich nicht aus dokumentarischen Gründen getan, sondern weil er mit seinem Inhalt übereinstimmt.
    Und der Artikel transportiert letztlich nur wieder die üblichen Verschwörungstheorien von der absichtlichen "Zerstörung" Jugoslawiens durch ausländische Mächte, die auf dessen "Rekolonialisierung" aus gewesen seien (Rekolonialisierung? War es vorher etwa Kolonie gewesen?). Solche Theorien haben letzlich nur eine Funktion: Die Geschichte des Zerfalls Jugoslawiens umzuschreiben, indem die Serben von der Schuld an der Aggression gegenüber den anderen jugoslawischen Republiken und deren Mehrheitsbevölkerung entlastet werden, "weil ja schließlich allein der Westen bzw. Deutschland schuld ist"...
    Also Ruhe im Karton!
    Denk was du willst, Professor. Du als ein Niemand stellst die Urteile von Professoren anerkannter und internationaler Universitäten in Frage. Hinzu kommt noch, dass die Kritik dieses Professors an seinem eigenen Land und dem Nachbarland Kanadas geübt wird. Wer wird es wissen? Irgendein serbischer, kroatischer, albanischer oder bosnischer Professor aus einer Balkan-Uni, die sowieso schon extrem verblendet sind?

    Ich bitte dich.

  6. #156
    Avatar von Lorne Malvo

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    Serbien klein halten impliziert ja, dass es eigentlich viel größer seien müsste, aus welchen Gründen auch immer, womit wir ideologisch wieder bei der Wurzel Großserbiens angelangt sind.

  7. #157
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Trotzdem bleibe ich bei objektiver Kritik und kann, im Gegensatz zu manch anderem, zwischen wahrheitsgemäßer und neutraler Kritik und bloßer Hau-Drauf-Weil-Sie-Eh-Am-Boden-Liegen-Kritik unterscheiden.
    Mir persönlich wär's egal, ob Serbien "am Boden liegt", also meinetwegen politisch geschwächt ist, oder ob sie sich wie 1990 in einer starken Position sehen: Ich würde den Umgang der Mehrheit der Serben mit ihrer jüngsten Geschichte (die Schuldabwehr, das Selbstmitleid, das Beharren auf der Schuld der anderen, die Fortdauer der Dominanz ultranationalistischer Ideologie im politischen Diskurs...) so oder so kritisieren.
    Natürlich muss man die Balance halten zwischen objektiver Kritik und irgendwelche verallgemeinernden Dämonisierungen, die letztendlich eh zu nichts zu führen, außer dass man irgendwelche Ressentiments loswerden konnte...
    Aber ich reagiere halt eher allergisch auf die Schuldabwehrreflexe der Serben und ihrer vermeintlichen Freunde aus dem panslawistischen, panorthodoxen oder pseudolinken Lager als auf irgendwelche vereinfachten Schuldzuweisungen.

  8. #158
    Avatar von Hercegovac

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    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Kleiner, ich habe nicht behauptet, dass Holm den Artikel verfasst hat, sondern mir reicht schon, dass er ihn - wie du sagst - "sehr gut zusammengefasst" hat. Das hat er schließlich nicht aus dokumentarischen Gründen getan, sondern weil er mit seinem Inhalt übereinstimmt.
    Und der Artikel transportiert letztlich nur wieder die üblichen Verschwörungstheorien von der absichtlichen "Zerstörung" Jugoslawiens durch ausländische Mächte, die auf dessen "Rekolonialisierung" aus gewesen seien (Rekolonialisierung? War es vorher etwa Kolonie gewesen?). Solche Theorien haben letzlich nur eine Funktion: Die Geschichte des Zerfalls Jugoslawiens umzuschreiben, indem die Serben von der Schuld an der Aggression gegenüber den anderen jugoslawischen Republiken und deren Mehrheitsbevölkerung entlastet werden, "weil ja schließlich allein der Westen bzw. Deutschland schuld ist"...
    Also Ruhe im Karton!
    Ich beobachte dich jetzt seitdem du hier wieder schreibst und das einzige, was du vermittelst ist deine aufgespielte Intelligenz bzw. dieses "Besserwisserische" und deine starke Anthipatie gegenüber den Serben und Serbien. Nun stellt sich mir die Frage, wie kommt so eine Intelligenzbestie, wie du den Krieg in YU 91' so leicht erklären zu wolllen, zumahl du z.B solche Aussagen vorfindest...was sagst du denn hierzu ?

    "Prvi su napadnuti Srbi. Napadnuta je Jugoslavija, a ne Hrvatska!. Šušak, Glavaš i Vice Vukojević napali su Borovo Selo kako bi isprovocirali rat", tvrdi Boljkovac
    U ekskluzivnom intervjuu za dnevni list "Vesti", koji je namijenjen srpskoj dijaspori u Njemačkoj, Josip Boljkovac, prvi ministar policije u Tuđmanovoj vladi rekao je kako je Hrvatska 1991. planski napala Srbe u Hrvatskoj i namjerno izazvala rat. Boljkovac tvrdi i da su se Tuđman i Milošević tijekom cijelog rata dogovarali i donosili odluke zajedno.
    "Tuđman je Miloševiću prepustio Bosansku Posavinu, a Milošević njemu pomogao da se riješi Srba u Krajini. Imam materijalne dokaze da je bivši general JNA i kasnije general hrvatske vojske Milivoj Petković organizirao povlačenje Hrvata iz Bosanske Posavine", tvrdi Boljkovac.
    Dalje optužuje Tuđmana da je njegov cilj bio rat po svaku cijenu. "Prema njegovoj ideji, Srbi su trebali nestati iz Hrvatske, a ubojstvo Kira naređeno je od samog vrha države", govori Boljkovac.
    Solche Aussagen sind doch ein Schlag ins Gesicht für deine These...sofern du der serbokroatischen Sprache nicht mächtig bist, kann ich es dir übersetzen, da ich meine du wärst Mazedonier.

  9. #159
    Avatar von Hercegovac

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    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Mir persönlich wär's egal, ob Serbien "am Boden liegt", also meinetwegen politisch geschwächt ist, oder ob sie sich wie 1990 in einer starken Position sehen: Ich würde den Umgang der Mehrheit der Serben mit ihrer jüngsten Geschichte (die Schuldabwehr, das Selbstmitleid, das Beharren auf der Schuld der anderen, die Fortdauer der Dominanz ultranationalistischer Ideologie im politischen Diskurs...) so oder so kritisieren.
    Natürlich muss man die Balance halten zwischen objektiver Kritik und irgendwelche verallgemeinernden Dämonisierungen, die letztendlich eh zu nichts zu führen, außer dass man irgendwelche Ressentiments loswerden konnte...
    Aber ich reagiere halt eher allergisch auf die Schuldabwehrreflexe der Serben und ihrer vermeintlichen Freunde aus dem panslawistischen, panorthodoxen oder pseudolinken Lager als auf irgendwelche vereinfachten Schuldzuweisungen.
    Falsch, denn man weiß, wir Serben haben leider viel Mist gebaut, allen voran Milosevic und seine Amigos aber es ist ebenfalls deletantisch auszusagen, Serbien sei allein schuld am Krieg, wo du z.b so Aussagen, wie über mir die gepostete, findest. Da waren viel mehr Akteure am Werk, um es derart eskalieren zu lassen. Das sollte dir bewusst sein.

  10. #160

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    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Mir persönlich wär's egal, ob Serbien "am Boden liegt", also meinetwegen politisch geschwächt ist, oder ob sie sich wie 1990 in einer starken Position sehen: Ich würde den Umgang der Mehrheit der Serben mit ihrer jüngsten Geschichte (die Schuldabwehr, das Selbstmitleid, das Beharren auf der Schuld der anderen, die Fortdauer der Dominanz ultranationalistischer Ideologie im politischen Diskurs...) so oder so kritisieren.
    Natürlich muss man die Balance halten zwischen objektiver Kritik und irgendwelche verallgemeinernden Dämonisierungen, die letztendlich eh zu nichts zu führen, außer dass man irgendwelche Ressentiments loswerden konnte...
    Aber ich reagiere halt eher allergisch auf die Schuldabwehrreflexe der Serben und ihrer vermeintlichen Freunde aus dem panslawistischen, panorthodoxen oder pseudolinken Lager als auf irgendwelche vereinfachten Schuldzuweisungen.
    Wir waren aber nicht schuld.

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