Erstmals seit vielen Jahren hat die Führung Serbiens die Spitzenpolitiker der abtrünnigen Albaner-Provinz Kosovo zu Verhandlungen eingeladen. Der serbische Ministerpräsident Vojislav Kostunica will in die Hauptstadt Pristina reisen.
Kostunica wolle am 24. Mai Kosovo-Regierungschef Bajram Kosumi treffen, liess er mitteilen. Kosumi habe sich im Prinzip zu einem Treffen bereit erklärt, jedoch noch keine offizielle Einladung erhalten, berichtete die Regierung Kosovos.

Schon zuvor hatten serbische Medien berichtet, der serbische Republikspräsident Boris Tadic und Kosovo-Präsident Ibrahim Rugova wollten sich am 7. Juni erstmals in Genf treffen. In den letzten Jahren hatten Serben und Albaner alle politische Spitzentreffen verweigert.

Das fast nur noch von Albanern bewohnte Kosovo wird seit 1999 von den Vereinten Nationen verwaltet, nachdem NATO-Bomben die gewaltsam Vertreibung von Albanern durch serbisches Militär und Paramilitär gestoppt hatten. Die Albaner wollen selbstständig werden, Belgrad möchte die Souveränität über die Unruheregion zurückbekommen.

http://www.espace.ch/artikel_90890.html