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Serbien: SRS-Chef kündigt Krieg an

Erstellt von albaner, 23.03.2007, 14:08 Uhr · 247 Antworten · 9.029 Aufrufe

  1. #201

    Registriert seit
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    238
    Zitat Zitat von Schiptar
    Mann Leute, die einzigen relevanten Kategorien für Blut sind folgende vier Hauptgruppen: A, B, AB und 0.
    Dieser ganze Unfug von wegen bosnisches, serbisches, albanisches, deutsches etc. Blut existiert nur in euren Köpfen...
    Und jetzt du Muffi wo liegt das Problem?

  2. #202
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von Zurich
    Gut.... Ich verstehe jetzt was du damit sagen willst.

    Ich bring dir jetzt mal ein Beipiel und bin gespannt was du zu dem sagst...
    Du Bist Deutscher, richtig? OK....
    Ich weiss nicht jetzt wo das Herz der deutschen Geschichte liegt. Bei den Schweizern sind es die Ur-Kantone, für die Serben das Kosovo, für die Italiener Rom,....etc... Ich nehm jetzt mal Berlin:



    Stell dir vor...


    * Ein fremdes Volk siedelt sich dort an (am Anfang wenige) (Musst es jetzt nicht mit den Türken in Verbindung bringen, es kann ein X beliebiges Volk sein. Ich nenne es Volk X.)

    * Die Deutschen sind ja bekannt, dass sie eher eine geringe Geburtenrate vorweisen. Jetzt stellt dir vor das Volk X in Berlin weisst eine sehr hohe Geburtenrate auf (8-10 Kinder pro Familie).

    [b]junge du redest du bist nicht faschistisch ?
    :idea:
    kannst du eine quelle liefern wo die geburtenrate festgehalten wird mit 8-10 pro albanische familie???? :idea: :idea: :?:
    * Immer mehr Leute vom Volk X bekommen den deutschen Pass. Das heisst, sie sind mit den Deutschen dann auf gleicher Ebene. Sie drüfen wählen und politisch entscheiden.

    was ist dagegen einzuwenden wenn sich diese anpassen???
    du hast dich doch auch einbürgern lassen... :?: :idea:
    * Durch die hohe Geburtenrate des Volkes X steigt ihr Anteil über Generationen und Generationen immer mehr an.

    * Mittlerweile haben alle einen deutschen Pass zwar, fühlen sich aber nicht als Deutsche, sondern sind ihrer Ethnie treu geblieben. Obwohl damals in Deutschland Ethnien-Anschaungen und Besinnungen total verboten sind, da es die Einheit gefärden würde!!!!

    junge junge was willst du überhaupt die albaner haben weder unter serbischer herrschaft wie auch deren der osmanen ihre kultur und geschichte bewahrt und das ist für ein kleines volk sehr bemerkenswert angesichts der übermächtigen gegnern...
    * Da sie Bürger Deutschlands sind, haben sie alle Rechte wie die Deutschen. So verlangen sie eines Tages in der Region um Berlin (wo sie mittlerweile die Mehrheit bilden) eine eigene Autonomie. Eigentlich dürften sie das. Sie haben das Recht was politisch zu verändern, weil sie Bürger Deutschlands sind. Im Westen hat das Wort "Ethnie" an Bedeutung verloren, da es eh was relatives ist.

    * Zu erst wird das ihnen von der deutschen Regierung verweigert, weil es die deutsche Einheit gefährden könnte.

    * Doch das Volk X kämpft weiter um ihre Rechte, weil es eigentlich nach der deutschen Verfassung das Recht haben, politisch Sachen zu verändern, weil sie ja (auf dem Papier) und juristisch gesehen doch "Deutsche" sind und nun mal ein Recht dazu haben.

    * Nun gibt man nach, und sie bekommen eine Autonomie.

    * Doch anscheinend war das nicht genug. Wenige Jahre später wollen sie sogar eine eigene Bundesrepublik. Doch dies wird ihnen nicht gegeben. Unmut macht sich unter dem Volk X breit, da sie ja eigentlich als Papier-Deutsche das Recht dazu hätten.

    * Als Gegeneffekt bilden sich auf der deutschen Seite immer mehr und mehr Rechtsradikale. Da immer wieder von Vorfällen gegen die Deutsche Miderheit in dieser Autonomie berichet wird, bekommen die Rechtsradikalen Deutschen immer mehr unterstützung.

    * Gewisse Deutsche machen sich schon jetzt aus der Autonomie vom Acker (aus Angst), was das ethnische Verhältnis noch weiter umstellt.

    * Schliesslich schafft es ein Rechtradikaler bis zum Kanzleramt. Denn grosse Unterstützung durch raffinierte Propaganda hatte er bereits bekommen.

    * Ohne gross zu überlegen und voller Wut, und Nationalwahn entnimmt er als Trotz-Reaktion die Autonomie, die sie einst erhielten.

    * Jetzt eskaliert die Lage erst richtig.

    * Immer mehr und mehr Deutsche werden in der ehem. Autonomie von Banden und Krimminellen verfolgt und ermodet (Vermutlich eine Wut-Reaktion)

    * Als Gegenration nimmt ihnen der nationalistische Kanzler als eine Art Vergeltung noch mehr Rechte weg.

    * Und als erneuter Gegeneffekt, steigt die Wut des Volkes X noch mehr und noch mehr Deutsche kommen in der ehem. Autonomie zu schaden.

    * Irgendwann kommen die Meldungen von toten Deutschen im deutschen Fernsehen im 12-Stunden-Takt, dass der Kanzler entscheidet, seine Armee ins Kriesengebiet zu schicken.

    * Ohne gross zu überlegen, was es für Folgen haben könnte, befehlt er eine Ethnische Säuberung mit dem Ziel, das Volk X (die er ja trotz Pass, als Ausländer anschaut) in ihn "Heimantland" (Ursprungsstaat) zu vertreiben.

    * Dieses erneute falsche Handeln wird ihm und seinem ganzen Volk zum Verhängnis. Denn längst fliegen Bomben der Nato über Deutschland.

    * Nach über 3 Monatigen Bombardierung gibt er auf und lässt die Natio-Soldaten rein. Zugleich wandern alle vertriebenen Leute des Volkes X wieder ein.

    * Aus Angst vor Rache fliehen auch die letzen Deutschen aus dem Gebiet.

    * Hier wir den deutschen klar, dass das Land, auch wenn es die Wiege ihrer Nation ist, verloren ist.




    ... Ich selber bin schon der Meinung, dass die Albaner, da sie ja mit einem Jugoslawischen Pass (und so keine Ausländer waren, sondern Bürger Jugoslawiens), das Recht hätten selber zu verwalten und selber zu entscheiden.
    Denn ob sie sich durch die hohe Geburtenrate vermehrten oder nicht, ob das fair ist oder nicht, interessiert das Gesezt einen Scheiiss.

    ...DOCH... Es ist anderseits für die Serben aus ethnischer und moralischer Sicht brutal, das das ganze ausgerechnet auf ihrem heiligsten Land passiert.


    Ergo:
    * Aus juritsischer Sicht gehört das Kosovo der kosovarischen Bevölkerung, also den Albanern.
    * Aus historischer Sicht aber den Serben.

    Doch selbst nach Internationalem Recht gehört das Kosovo dem serbischen Volk. Doch weil anscheinend der Frieden wichtiger ist und priorität hat, als irgendwelche UN-Gesetze, will man jetzt ausnhamnsweise über das hinaussehen. - Darum sind die Serben jetzt empört, weil man ausgerechnet bei ihnen eine Ausnahme machen will. Also will man dieses Internationale Recht brechen, weil man der Meinung ist, dass einzig dieses Ausnahmevorgehen den Frieden bringen wird.
    und dich soll man für deine kacke nicht beschimpfen du bist doch ein konservativer dummes arschloch . :?: :idea:

    und du bist süss masche aber ihr seit nicht unschuldig ist mehr als lächerlich ,weil dadurch die taten und verbrechen nicht an kraft und schrecklichkeit verlieren .....

    du bist ein super beispiel bei mittelerm intelekt der aber von einem nationalem-konsorvatismus befallen ist , dass du noch gefährlicher ist als jeder dumme der das offen sagt da man gewarnt ist doch bei solchen wie dir bleibts stehts im verborgenen und was das für folgen haben kann haben die balkankriege gezeigt.

  3. #203
    Avatar von cizero

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    ja ja wie immer das gleiche duell Serben gegen den rest der Welt

  4. #204
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Ksenija
    Zitat Zitat von Schiptar
    Mann Leute, die einzigen relevanten Kategorien für Blut sind folgende vier Hauptgruppen: A, B, AB und 0.
    Dieser ganze Unfug von wegen bosnisches, serbisches, albanisches, deutsches etc. Blut existiert nur in euren Köpfen...
    Und jetzt du Muffi wo liegt das Problem?
    Weiß nicht. Vielleicht bei dir, Muffi.

  5. #205
    Avatar von Zurich

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    @ skenderbegi

    Was hab ich denn bitteschön falsch gesagt? Ich wollte nun mal einen Vergleich wagen.

    Anyway... Mit was genau bist du denn nicht mit mir einverstanden, bzw. anderer Meinung? Was konkret?

    * Dass die Albaner ins Kosovo eingewandert sind. Denn in dem über 600 Jahre langem bestehen von Alt-Serbien, wohnten auf dem Kosovo (meines Wissens nach) keine Albaner. Habs zumindest niergendwo gelesen noch mal was davon gehört.

    * Dass die Albaner im Gegensatz zu den Serben eine deutlich höhere Geburtenrate aufweisen konnten und deshalb ihr prozentueller Anteil ständig stieg (Es gibt sogar Statistiken, welche die Verändertung deutlich zeigten).
    - Falls du der Meinung bist, dass mit den hohen Geburtenraten stimme nicht, dann erklär mir auch wieso die grosse Mehrheit der Kosovo-Albaner minderjährig ist? (- Was die meisten Ländern der Welt mit Hohen Geburtenraten ebenfalls aufweisen)

    .... Das sind jetzt nur 2 Punkte (Du kannst dazu gerne Stellung nehmen)!!!. Wenn du der Meinung bist, dass das nicht stimmt und absoluter Quatsch ist was ich da schreibe, dann bring bitte ein paar Argumente (schreib aber bitte keine Romane).

  6. #206
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Zurich
    * Dass die Albaner ins Kosovo eingewandert sind. Denn in dem über 600 Jahre langem bestehen von Alt-Serbien, wohnten auf dem Kosovo (meines Wissens nach) keine Albaner. Habs zumindest niergendwo gelesen noch mal was davon gehört.
    Hier kannste mal einen recht vernünftigen Beitrag in 'nem Studienhandbuch von ca. 2000 dazu nachlesen:
    http://www.balkanforum.at/modules.ph...&p=51856#51856

  7. #207
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von Schiptar
    Zitat Zitat von Zurich
    * Dass die Albaner ins Kosovo eingewandert sind. Denn in dem über 600 Jahre langem bestehen von Alt-Serbien, wohnten auf dem Kosovo (meines Wissens nach) keine Albaner. Habs zumindest niergendwo gelesen noch mal was davon gehört.
    Hier kannste mal einen recht vernünftigen Beitrag in 'nem Studienhandbuch von ca. 2000 dazu nachlesen:
    http://www.balkanforum.at/modules.ph...pic&p=51856#51
    856
    ja was soll man dazu sagen.....

    zürich tut mir leid für dich aber du musst zugeben in betrachtung der mythen bei der bildung eines staates vieles doch auf aufpuschen und das beispiel der schweiz und tell ist ein weiteres argument dafür nur so wegen der 3 ur-kantone bei der geschichte der schweiz....aber anderes thema...denn in bezug der schweiz und deren bildung spielten in erster linie vorallem die wirtschaftlichen interessen einen wichtigen faktor... :idea:

    dich muss man bemitleiden ,weil du eigentlich in einer christlichen partei aktiv bist wo du doch als einer besten beispiele voran gehen solltest und das für die einhaltung der menschlichen grundrechte und ein humanes denken und handeln vorlebt & fördert .

    zu deiner vorstellung ;
    Paar Infos zu mir:
    23 Jahre alt
    Männlich
    Student (Industrial Design)
    Wohne in der Stadt Zürich
    Geboren bin ich in Banja Luka, hab auch dort in der Stadt mein Haus und viele Verwandten
    Meine Vorfahren kommen aus Niksic (Montenegro). Ich und meine Cousins sind die erste Generation die in Banja Luka geboren wurden. Darum... ist es schwierig, zu beantworten was ich bin: Monenegriner, Serbe, Bosnier, Jugoslawe oder doch Schweizer? Nun ja.. Fragen über Fragen.
    Bezeichne mich aber sehr oft als einfach nur "Serbe", obwohl ich ein Nostalgiker bzw. Jugoslawien-Liebhaber bin.

    Zu meiner Politischen Einstelung:
    Ich bin politisch eigentlich recht in der Mitte gestellt. Mag weder rechts noch links. Am allerwenigsten Nationalismus oder Kommunismus (respektiere aber auch viele andere Meinungen). Bin hier in Zürich selber Mitglied einer mitteleren Partei: CVP Stadt Zürich (oder einfach nur CVP).


    doch du lässt dich von der geschichte leiten die durch serbische nationalisten verfasst wurde die widerum einfuss auf die akademie der wissenschaften hatte wo diese 1984 ausgearbeitet wurde

    diese führt und führte dazu das die albaner als ständige gefahrenherd und nicht gesellschaftlich integrierbar zu diffarmieren bassierend nach serbischer vorstellung selbstverständlich.... :idea:


    wie würdest du das nennen wenn du eine bevölkerungsethnie aufgrund dessen das diese eine höhere geburtenrate aufweist und dadurch in einem gebiet leben wo man bedenke mit fadenscheinigen argumenten ihre grundrechte nicht voll ausüben zu lassen :?: :idea:

    und das lustige ist wie cosic ich weis aber ihn muss man einfach zitieren sagte wenn es um dinge geht zu verharmlosen oder ganz gut sind wir serben im verdrehen der dinge mit viel phantasie lügen ....
    was passiert nun du fällst voll darauf ein beziehend auf cosics zitat wie sich einige verhalten......

    so kommt mir dein stil vor der anhand von einer geschichte erzählt wird die du wohl deinen über 70 jährigen CVP bedutungslosen partei-kollegen den kosova konflikt erklären aber mit geschichtlich und historisch oder gar wissenschaftlichen neutralen QUELLEN hat das wenig zutun bezw. gemeinsam.


    hier noch zur geschichte serbiens ... :wink:

    Historische Grundzüge

    Das in der Antike vom illyrischen Stamm der Dardanen besiedelte Gebiet des späteren Kosovo wurde im Gefolge der slawischen Landnahme vermutlich weitgehend slawisiert. Das mittelalterliche Serbien mit seinem Kernland im benachbarten Raszien dehnte sich erst seit 1184/85 in den Kosovo aus, den es um 1216 erstmals zur Gänze beherrschte. Im Zuge der weiteren serbischen Expansion wurde der Kosovo in geographischer und durch die bedeutenden Bergwerke auch in wirtschaftlicher Hinsicht zu einer Zentrallandschaft des *Nemanjidenreiches. In politischer Hinsicht war dies nur bedingt der Fall: Prizren und Prishtina als zeitweise Residenzen rangieren an Bedeutung deutlich hinter solchen außerhalb des Kosovo. Bei Kirchen- und Klostergründungen wiederum war der Kosovo nur für wenige serbische Könige ein Hauptgebiet. Zu einem Zentrum im Institutionengefüge des Reiches machte ihn aber Ende des 13. Jhs. die Verlagerung des Sitzes des Erzbischofs der *autokephalen serbischen *orthodoxen Kirche (ab 1346: des *Patriarchen) in die Gegend von Peć. Die Schlacht auf dem Amselfeld zwischen vornehmlich serbischen und bosnischen Truppen auf der einen und osmanisch geführten auf der anderen Seite am 28. Juni 1389 endete entgegen der häufigen Vorstellung von einer katastophalen serbischen Niederlage militärisch mit einem Patt und beendete die Existenz serbischer Herrschaften im Kosovo nicht auf einen Schlag. Doch wurde das Gebiet ab etwa 1396 schrittweise und 1455 vollständig osmanisch (^Osmanisches Reich).
    Die Geschichtsbilder der beiden involvierten Nationalhistoriographien divergieren extrem. "Historische Rechte" auf den Kosovo macht die serbische Seite wegen der Stellung des Gebiets im mittelalterlichen Serbien und mit bevölkerungsgeschichtlicher Argumentation geltend. Auf letztere stützt sich auch die albanische Seite. Bevölkerungs- und Demographiegeschichte ist so das zentrale Forschungsthema und zugleich Schauplatz politisierter historiographischer Konfrontation. Für das Mittelalter ergibt der Vergleich der Argumente das Bild einer deutlichen serbischen Mehrheit, der eine spürbare albanische Minderzahl von Hirten und Bauern entgegenstand. Im Westen des Gebiets ist für Gjakova 1485 eine albanisch-serbische Mischbevölkerung belegt, für 1582 eine albanische Mehrheit. Für die erste Hälfte des 17. Jhs. zeigen die sporadischen Angaben zur ethnischen Zusammensetzung der Städte insgesamt eine große albanische, vorwiegend muslimische Mehrheit, teils über die Grenzen des heutigen Kosovo hinaus (so 1623/24 für das benachbarte Skopje, Makedonien). Für das stärker christlich geprägte flache Land sind die Quellen zur Volkszugehörigkeit ganz unvollständig, doch war hier v.a. im Osten der serbische Bevölkerungsanteil wohl deutlich höher. Eine „protonationale" Konfrontationslinie zwischen den Bevölkerungsgruppen bestand offenbar nicht: Orthodoxe Serben, katholische und in hohem Maß auch muslimische Albaner schlössen sich 1689/90 während des "Großen Türkenkrieges" dem habsburgischen Lager an (Habsburgerreich). Nach dessen Niederlage konnte von der von osmanischen Repressionen bedrohten Bevölkerung nur diejenige des nordöstlichen Kosovo fliehen. Der „Große Exodus" (velika seoba) der Serben auf habsburgisches Gebiet in Ungarn, dessen Umfang zahlenmäßig überschätzt wird und von Mythenbildung umgeben ist, betraf denn auch weniger den Kosovo als vielmehr Zentralserbien. Für Serben wie Albaner waren in der Folge Ein- und Auswanderungen sowie starke Binnenmigration charakteristisch, eine Reduzierung auf albanische Ein- und serbische Auswanderung ist nicht haltbar.
    Die nächsten Jahrzehnte führten zu einer neuen Islamisierungswelle, die von den Osmanen v.a. gegenüber den als politisch unzuverlässig erachteten Katholiken gezielt betrieben wurde. 1737 schlössen sich Teile der christlichen Bevölkerung den diesmal bis Prishtina vorstoßenden habsburgischen Truppen an. Das nach diesen Ereignissen griechisch-*phanariotisch dominierte und finanziell ruinierte Patriarchat von Peć (das nach längerer Funktionslosigkeit 1557 wiedererrichtet worden war) wurde 1766 aufgelöst. In einer Wechselwirkung von eigenmächtigen osmanischen örtlichen Würdenträgern und Revolten der muslimischen Bevölkerung gegen stärkere wirtschaftliche und politische Einwirkung des osmanischen Staates erodierte dessen Machtausübung im Kosovo seit der ersten Hälfte des 19. Jhs. Mit der 1878 in Prizren gegründeten Albanischen Liga wurde das Gebiet zu einem Zentrum der albanischen Nationalbewegung. Zur nun spürbaren Verschlechterung der interethnischen Beziehungen trugen die Ansprüche Serbiens und Montenegros auf osmanisches Gebiet ebenso bei wie die systematische Vertreibung der albanischen Bevölkerung aus den 1878 von Serbien erworbenen Gebieten und die nachfol-gende Präsenz dieser Flüchtlingsgruppe im Kosovo. Erst um diese Zeit wurde die ethnische Zugehörigkeit zu einem Politikum, woraus erheblicher Druck auf die serbische Minderheit erwuchs.
    War für diese Minderheit der Erwerb des Kosovo durch Serbien und im Nordwesten durch Montenegro im Ersten *Balkankrieg 1912 eine Befreiung, so war es für die albanische Mehrheit eine mit brutaler Militärgewalt erzwungene Unterwerfung. Ähnliches galt nach dem Ersten Weltkrieg für den faktischen Wiedererwerb (Jugoslawien), dem sich von Ende 1918 bis 1927 der gewaltsame Widerstand der in Banden organisierten Kaçak-Bewegung entgegenstellte. Der schwankende Rückhalt derselben durch den jungen benachbarten albanischen Staat verweist auf eine Kontinuität: Angesichts des regionalen Kräfteverhältnisses hat der Kosovo in Albanien im 20. Jh. kaum einmal politische Priorität erlangt. Auch die soziokulturelle und sozioökonomische Differenzierung zwischen Albanern beiderseits der Grenze durch die unterschiedliche Staatlichkeit hat bis heute stark zugenommen.
    Durch von Belgrad erwünschte Auswanderung von Albanern in die Türkei und nach Albanien sowie staatliche Kolonisationsmaßnahmen wurde der "serbische" Bevölkerungsanteil im Kosovo von einem Viertel 1921 auf etwa ein Drittel gegen Ende der Zwischenkriegszeit erhöht. Gleichzeitig genossen die Albaner keinerlei Minderheitenrechte. Das vorübergehende Ende der jugoslawischen Herrschaft 1941 wurde daher von der albanischen Bevölkerung begrüßt; gut zwei Drittel des Gebiets fielen an Albanien, der Rest wurde deutsch bzw. bulgarisch besetzt.
    Die Rückgliederung erfolgte 1944/45 wieder unter massiver militärischer Gewaltanwendung. Als Bestandteil Serbiens erhielt der Kosovo als "Autonomes Gebiet Kosovo-Metohija" im September 1945 einen Sonderstatus. Während einer bis 1966 dauernden Periode der Behandlung als unzuverlässiges Bevölkerungselement und mit massenhaften polizeistaatlichen Drangsalierungen sollten möglichst viele Albaner zur Auswanderung bewegt werden. Zu einer wirklichen Autonomie kam es erst 1968; 1969 wurde die zweisprachige Universität Prishtina gegründet. Aus ihren Reihen rekrutierte sich in der Folge die bis heute dominierende laizistische und überwiegend strikt national ausgerichtete politische Führungsschicht der Kosovo-Albaner. In der Verfassung von 1974 erhielt der Kosovo de facto, aber nicht de jure den Status einer jugoslawischen Teilrepublik. Wirtschaftlich wuchs indessen die Kluft zwischen dem an Bevölkerung stark zunehmenden Kosovo und dem jugoslawischen Durchschnitt trotz Regionalförderung immer mehr.
    Blutig niedergeschlagene Unruhen von 1981 erwuchsen aus der Forderung albanischer Demonstranten nach einer offiziellen eigenen Teilrepublik. In den 70er Jahren hatte eine serbische Abwanderung nach Binnenserbien eingesetzt, vornehmlich aus ökonomischen Gründen und wegen des Verlusts der früher privilegierten Stellung im staatlichen Bereich. Sie wurde ab etwa 1984 zum Gegenstand einer öffentlichen Kampagne in Serbien, deren Ausnutzung Slobodan Milošević 1987 wesentlich zur Macht in der Teilrepublik verhalf. 1988/90 wurde die Autonomie des Kosovo unter Androhung und Einsatz serbischer Staatsgewalt erst eingeschränkt, dann suspendiert. Die im Juli bzw. September 1990 von der albanischen Mehrheit im Provinzparlament deklarierte eigene jugoslawische Republik und die im September 1991 im Gefolge einer Volksabstimmung ausgerufene volle Unabhängigkeit der "Republik Kosovo" blieben ohne jede internationale Anerkennung. Die Fiktion erreichter Eigenstaatlichkeit wurde von der durch die "Demokratische Liga" LDK unter Ibrahim Rugova geführten Kosovo-albanischen politischen Szene mit friedlichem Widerstand gegen serbische und jugoslawische Staatspräsenz und mit Aufbau einiger paralleler staatsähnlicher Strukturen untermauert. Die angestrebte Internationalisierung der Konfliktlösung wurde nicht erreicht. Nach Jahren massiver Diskriminierung und zahlreichen Menschen- und Bürgerrechtsverletzungen durch Serbien verlor die unbewaffnete Strategie ab etwa 1995 sukzessive an Rückhalt unter der albanischen Bevölkerung. Der Übergang zu einer Strategie der Gewalt durch die "Befreiungsarmee des Kosovo" UÇK ab 1996 rief ab Februar 1998 massive serbische und jugoslawische Kriegsführung v.a. gegen die ländliche Zivilbevölkerung hervor. Parallel zum Scheitern internationaler Verhandlungen hatten massive Vertreibungen der Kosovo-Albaner schon begonnen, als im März 1999 ein kriegerisches Eingreifen der NATO einsetzte.

    [U]

    Konrad Clewing, in: Studienhandbuch Östliches Europa, 224-227.

    http://www.balkanforum.at/modules.ph...&p=51856#51856

  8. #208
    cro_Kralj_Zvonimir
    Nichts weiter als kommuniste Propaganda und damit meine ich hier den ganzen Thread!!!

  9. #209
    Avatar von Ivo2

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    Völker höret die Signale

  10. #210
    Avatar von Zurich

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    @ skenderbegi

    Woher sollst du wissen, dass die Geschichte der Serben falsch ist??? Alles falsch geschrieben oder erfunden??? Und dass das Kosovo erst anscheinend im 13. Jahrundert bzw. "kurz" vor der Schlacht ums Amselfeld serbisch wurde, kann ich keinfach nicht akeptieren, weil ich es nun mal anders gelernt habe.

    Und ausserdem steht dort, dass Serben und Bosnier (also 2 anscheinend völlig unterschiedliche Völker) Seite an Seite gegen die Osmanen gekämpft haben, was für mich absoluter Quatsch ist. Serbien war damals in mehere Fürstentümer unterteilt. Bosna, Zeta, Raska,...etc.... wie auch immer. Daher kam auch der Spruch: "Nur die Einheit rettet den Serben" (Das berühmte 4S). Dieses "Motto" sollte eigentlich die Serben vereinigen.


    Weiter....
    Diese serbische Geschichte wurde nicht von irgendwelchen hirnverbrannten Tschetniks Anfangs letzen Jahrunderts geschrieben, sondern sie basieren auf jahrhunderalten serbischen Bücher, die aber auch mit Geschichten von anderen benachbarten Balkanvölker (zbsp: Mit der griechischen Geschichte) übereinstimmen.


    Weiter....
    Ich bezeichne die Albaner nicht als Gefahrherd (wie du es schreibst). Ich habe lediglich gesagt, dass die Albaner nach dem Fall des Kosovos Anfangs 15. Jahrunderts sich langsam ansiedelten. Was für mich nun mal eine Tatsache ist. Ob das gut ist oder nicht, fair oder nicht, gerechtfertigt oder nicht... Dazu hab ich mich nicht geäussert. - Ist eh ne relative Sache, die man aus verschiedensten Blickwinkeln ansehen kann.

    Weiter....
    Und dass der albanische Anteil in den letzen 200 Jahren sehr stark angestiegen ist, ist ebenfalls unumstritten. Ich sage jetzt nicht, dass das frech ist oder nicht, oder was weiss ich was. Ich habe es so gelernt (zum Teil aus deutschsprachigen Büchern!!!), dass es so ist.
    Selbst in meinem alten Geo-Atlas aus der Sekundar-Schul-Zeit gab es eine Karte Europas, welche die Bevölkerungs-Expansion in verschiedenen Regionen Europas zeigte. Und das Gebiet um Kosovo war da sehr stark dunkel-rot angemalt, was auf einen sehr starken Bevölkerungszuwachs bedeutete. Rest-Serbien war da gelb angemalt, welches (so weit ich mir errinere) ca. 2 Kinder pro Familie bedeutete. Deutschland eher grünlich, weil da anscheinend die Deutschen weniger als 2 Kinder pro Familie produzierten.

    Wenn ich eine solch ähnliche Karte irgendwo im Internet finde, werde ich sie sicherlich hier reinposten.

    - Auch hier: Ich sage nicht ob das richtig oder falsch ist. Ich sage blos, dass der heutige hohe albanische Anteil im Kosovo grösstenteils auf das basiert!

    Ich habe hier mal geschrieben, dass das Kosovo juristisch eigentlich der Kosovarischen Bevölkerung gehört.
    Aber HISTORISCH gesehen (also zwischen Serben/Albener) eher den Serben gehört!!! Das ist nun mal meine Überzeugung. Und ich habe es auch begründet, wieso ich das denke.

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