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In Serbien währt die Freude am Reichtum kurz

Erstellt von Revolut, 27.11.2006, 14:46 Uhr · 11 Antworten · 972 Aufrufe

  1. #1

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    12.03.2006
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    In Serbien währt die Freude am Reichtum kurz

    Arme Reiche:
    In Serbien währt die Freude am Reichtum kurz

    Von unserem Korrespondenten HELMAR DUMBS (Die Presse) 25.11.2006

    Fußballklub-Präsident zu sein, ist in Serbien ein lebensgefährlicher Job.



    Belgrad. Zeljko Raznatovic, Kampfname "Arkan" und Goran Mijatovic "Mita" haben viel gemeinsam: Beide besaßen einen Fußballklub, hatten ein Faible für Waffen und Körbe voller Geld. Geld aus Quellen, die man dem Finanzamt nicht nennt, denn Schmuggel jeglicher Art ist auch in Serbien strafbar. Noch etwas haben sie gemeinsam: Beide wurden ermordet.


    Fußballklubpräsident in Serbien ist ein lebensgefährlicher Job. In der vergangenen Dekade starben sechs von ihnen im Kugelhagel oder durch Autobomben. Warum? Weil manche, die vor allem zur Zeit und Dank des Autokraten Slobodan Milosevic auf nicht immer saubere Weise plötzlich sehr vermögend wurden, ihr "Erspartes" in eine der effizientesten Geldwaschmaschinen investierten: einen Fußballklub. Und obwohl Serbien laut Mafia-Experte Milos Vasic ein "dankbares Biotop" für organisierte Kriminalität ist, bietet es nicht endlos Platz, weshalb es bisweilen zu einer Art "Marktbereinigung" kommt. Sprich: Mord.


    Die Freude am Reichtum währt also oft nur kurz, und vor dem gewaltsamen Tod liegt ein Leben in Angst: Ein Leibwächter musste Mijatovic immer die Autotür öffnen, es könnte ja eine Bombe hochgehen. Und es war auch eine Bombe versteckt an jenem 2. Oktober 2006. Nur war die so stark, dass mit dem Leibwächter auch der Boss umkam.

    Angst hat offenbar auch Milosevic-Sohn Marko, dem zunächst auch der Mord an "Arkan" im Jahr 2000 in die Schuhe geschoben wurde. Er setzte sich nach Moskau ab, wo er sich vermutlich heute noch aufhält. Er fürchtet wohl persönliche Rachegelüste ehemaliger Konkurrenten, denn auch ihm wurde Schmuggel vorgeworfen. Die Gerichte verfolgten das freilich nicht.

    Während Vater Milosevic mit den Kriegen in Ex-Jugoslawien beschäftigt war, herrschte der Filius über die Heimatstadt Pozarevac und wurde wegen seiner zügellosen Lebensweise zu einer der meistgehassten Figuren des Regimes. Er war der schillerndste Repräsentant einer neuen Krisengewinnler-Generation. Der Reichtum stieg ihnen bald zu Kopf, sie begannen sich zu langweilen. Also ersannen sie ein Spiel, das ihnen Nervenkitzel bereiten konnte: Serbisches Roulette. Dazu überfährt man mit bis zu 150 Sachen in den frühen Morgenstunden rote Ampeln auf Belgrads Hauptverkehrsadern, in der Version für Fortgeschrittene auf der falschen Straßenseite. Unter den Dutzenden Todesopfern waren zahlreiche Passanten. Und die Polizei? "Mein Vater kann halb Belgrad kaufen, was schert mich die Polizei", meinte einst ein Roulette-Fahrer.

  2. #2

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    Re: In Serbien währt die Freude am Reichtum kurz

    Zitat Zitat von Revolut
    Arme Reiche:
    In Serbien währt die Freude am Reichtum kurz

    Von unserem Korrespondenten HELMAR DUMBS (Die Presse) 25.11.2006

    Fußballklub-Präsident zu sein, ist in Serbien ein lebensgefährlicher Job.



    Belgrad. Zeljko Raznatovic, Kampfname "Arkan" und Goran Mijatovic "Mita" haben viel gemeinsam: Beide besaßen einen Fußballklub, hatten ein Faible für Waffen und Körbe voller Geld. Geld aus Quellen, die man dem Finanzamt nicht nennt, denn Schmuggel jeglicher Art ist auch in Serbien strafbar. Noch etwas haben sie gemeinsam: Beide wurden ermordet.


    Fußballklubpräsident in Serbien ist ein lebensgefährlicher Job. In der vergangenen Dekade starben sechs von ihnen im Kugelhagel oder durch Autobomben. Warum? Weil manche, die vor allem zur Zeit und Dank des Autokraten Slobodan Milosevic auf nicht immer saubere Weise plötzlich sehr vermögend wurden, ihr "Erspartes" in eine der effizientesten Geldwaschmaschinen investierten: einen Fußballklub. Und obwohl Serbien laut Mafia-Experte Milos Vasic ein "dankbares Biotop" für organisierte Kriminalität ist, bietet es nicht endlos Platz, weshalb es bisweilen zu einer Art "Marktbereinigung" kommt. Sprich: Mord.


    Die Freude am Reichtum währt also oft nur kurz, und vor dem gewaltsamen Tod liegt ein Leben in Angst: Ein Leibwächter musste Mijatovic immer die Autotür öffnen, es könnte ja eine Bombe hochgehen. Und es war auch eine Bombe versteckt an jenem 2. Oktober 2006. Nur war die so stark, dass mit dem Leibwächter auch der Boss umkam.

    Angst hat offenbar auch Milosevic-Sohn Marko, dem zunächst auch der Mord an "Arkan" im Jahr 2000 in die Schuhe geschoben wurde. Er setzte sich nach Moskau ab, wo er sich vermutlich heute noch aufhält. Er fürchtet wohl persönliche Rachegelüste ehemaliger Konkurrenten, denn auch ihm wurde Schmuggel vorgeworfen. Die Gerichte verfolgten das freilich nicht.

    Während Vater Milosevic mit den Kriegen in Ex-Jugoslawien beschäftigt war, herrschte der Filius über die Heimatstadt Pozarevac und wurde wegen seiner zügellosen Lebensweise zu einer der meistgehassten Figuren des Regimes. Er war der schillerndste Repräsentant einer neuen Krisengewinnler-Generation. Der Reichtum stieg ihnen bald zu Kopf, sie begannen sich zu langweilen. Also ersannen sie ein Spiel, das ihnen Nervenkitzel bereiten konnte: Serbisches Roulette. Dazu überfährt man mit bis zu 150 Sachen in den frühen Morgenstunden rote Ampeln auf Belgrads Hauptverkehrsadern, in der Version für Fortgeschrittene auf der falschen Straßenseite. Unter den Dutzenden Todesopfern waren zahlreiche Passanten. Und die Polizei? "Mein Vater kann halb Belgrad kaufen, was schert mich die Polizei", meinte einst ein Roulette-Fahrer.
    Ja und jetzt?

  3. #3

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    Fußballklubpräsident in Serbien ist ein lebensgefährlicher Job. In der vergangenen Dekade starben sechs von ihnen im Kugelhagel oder durch Autobomben.
    Und welcher Serbe hat vor kurzem behauptet, dass Autobomben auf dem Balkan nur von kosovo-albanischen Extremisten kommen können.

  4. #4

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    Re: In Serbien währt die Freude am Reichtum kurz

    Zitat Zitat von SSSSrbijo
    Zitat Zitat von Revolut
    Arme Reiche:
    In Serbien währt die Freude am Reichtum kurz

    Von unserem Korrespondenten HELMAR DUMBS (Die Presse) 25.11.2006

    Fußballklub-Präsident zu sein, ist in Serbien ein lebensgefährlicher Job.



    Belgrad. Zeljko Raznatovic, Kampfname "Arkan" und Goran Mijatovic "Mita" haben viel gemeinsam: Beide besaßen einen Fußballklub, hatten ein Faible für Waffen und Körbe voller Geld. Geld aus Quellen, die man dem Finanzamt nicht nennt, denn Schmuggel jeglicher Art ist auch in Serbien strafbar. Noch etwas haben sie gemeinsam: Beide wurden ermordet.


    Fußballklubpräsident in Serbien ist ein lebensgefährlicher Job. In der vergangenen Dekade starben sechs von ihnen im Kugelhagel oder durch Autobomben. Warum? Weil manche, die vor allem zur Zeit und Dank des Autokraten Slobodan Milosevic auf nicht immer saubere Weise plötzlich sehr vermögend wurden, ihr "Erspartes" in eine der effizientesten Geldwaschmaschinen investierten: einen Fußballklub. Und obwohl Serbien laut Mafia-Experte Milos Vasic ein "dankbares Biotop" für organisierte Kriminalität ist, bietet es nicht endlos Platz, weshalb es bisweilen zu einer Art "Marktbereinigung" kommt. Sprich: Mord.


    Die Freude am Reichtum währt also oft nur kurz, und vor dem gewaltsamen Tod liegt ein Leben in Angst: Ein Leibwächter musste Mijatovic immer die Autotür öffnen, es könnte ja eine Bombe hochgehen. Und es war auch eine Bombe versteckt an jenem 2. Oktober 2006. Nur war die so stark, dass mit dem Leibwächter auch der Boss umkam.

    Angst hat offenbar auch Milosevic-Sohn Marko, dem zunächst auch der Mord an "Arkan" im Jahr 2000 in die Schuhe geschoben wurde. Er setzte sich nach Moskau ab, wo er sich vermutlich heute noch aufhält. Er fürchtet wohl persönliche Rachegelüste ehemaliger Konkurrenten, denn auch ihm wurde Schmuggel vorgeworfen. Die Gerichte verfolgten das freilich nicht.

    Während Vater Milosevic mit den Kriegen in Ex-Jugoslawien beschäftigt war, herrschte der Filius über die Heimatstadt Pozarevac und wurde wegen seiner zügellosen Lebensweise zu einer der meistgehassten Figuren des Regimes. Er war der schillerndste Repräsentant einer neuen Krisengewinnler-Generation. Der Reichtum stieg ihnen bald zu Kopf, sie begannen sich zu langweilen. Also ersannen sie ein Spiel, das ihnen Nervenkitzel bereiten konnte: Serbisches Roulette. Dazu überfährt man mit bis zu 150 Sachen in den frühen Morgenstunden rote Ampeln auf Belgrads Hauptverkehrsadern, in der Version für Fortgeschrittene auf der falschen Straßenseite. Unter den Dutzenden Todesopfern waren zahlreiche Passanten. Und die Polizei? "Mein Vater kann halb Belgrad kaufen, was schert mich die Polizei", meinte einst ein Roulette-Fahrer.
    Ja und jetzt?

    jetzt ist 14:58 Uhr

  5. #5

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    Zitat Zitat von Taulant
    Fußballklubpräsident in Serbien ist ein lebensgefährlicher Job. In der vergangenen Dekade starben sechs von ihnen im Kugelhagel oder durch Autobomben.
    Und welcher Serbe hat vor kurzem behauptet, dass Autobomben auf dem Balkan nur von kosovo-albanischen Extremisten kommen können.
    Naja wer weiß vielleicht war es ja auch ein Albaner???

  6. #6

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    Zitat Zitat von SSSSrbijo
    Zitat Zitat von Taulant
    Fußballklubpräsident in Serbien ist ein lebensgefährlicher Job. In der vergangenen Dekade starben sechs von ihnen im Kugelhagel oder durch Autobomben.
    Und welcher Serbe hat vor kurzem behauptet, dass Autobomben auf dem Balkan nur von kosovo-albanischen Extremisten kommen können.
    Naja wer weiß vielleicht war es ja auch ein Albaner???
    Serben sind Albaner, wenn auch nur zum Teil!

  7. #7

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    Re: In Serbien währt die Freude am Reichtum kurz

    Zitat Zitat von Revolut
    Zitat Zitat von SSSSrbijo
    Zitat Zitat von Revolut
    Arme Reiche:
    In Serbien währt die Freude am Reichtum kurz

    Von unserem Korrespondenten HELMAR DUMBS (Die Presse) 25.11.2006

    Fußballklub-Präsident zu sein, ist in Serbien ein lebensgefährlicher Job.



    Belgrad. Zeljko Raznatovic, Kampfname "Arkan" und Goran Mijatovic "Mita" haben viel gemeinsam: Beide besaßen einen Fußballklub, hatten ein Faible für Waffen und Körbe voller Geld. Geld aus Quellen, die man dem Finanzamt nicht nennt, denn Schmuggel jeglicher Art ist auch in Serbien strafbar. Noch etwas haben sie gemeinsam: Beide wurden ermordet.


    Fußballklubpräsident in Serbien ist ein lebensgefährlicher Job. In der vergangenen Dekade starben sechs von ihnen im Kugelhagel oder durch Autobomben. Warum? Weil manche, die vor allem zur Zeit und Dank des Autokraten Slobodan Milosevic auf nicht immer saubere Weise plötzlich sehr vermögend wurden, ihr "Erspartes" in eine der effizientesten Geldwaschmaschinen investierten: einen Fußballklub. Und obwohl Serbien laut Mafia-Experte Milos Vasic ein "dankbares Biotop" für organisierte Kriminalität ist, bietet es nicht endlos Platz, weshalb es bisweilen zu einer Art "Marktbereinigung" kommt. Sprich: Mord.


    Die Freude am Reichtum währt also oft nur kurz, und vor dem gewaltsamen Tod liegt ein Leben in Angst: Ein Leibwächter musste Mijatovic immer die Autotür öffnen, es könnte ja eine Bombe hochgehen. Und es war auch eine Bombe versteckt an jenem 2. Oktober 2006. Nur war die so stark, dass mit dem Leibwächter auch der Boss umkam.

    Angst hat offenbar auch Milosevic-Sohn Marko, dem zunächst auch der Mord an "Arkan" im Jahr 2000 in die Schuhe geschoben wurde. Er setzte sich nach Moskau ab, wo er sich vermutlich heute noch aufhält. Er fürchtet wohl persönliche Rachegelüste ehemaliger Konkurrenten, denn auch ihm wurde Schmuggel vorgeworfen. Die Gerichte verfolgten das freilich nicht.

    Während Vater Milosevic mit den Kriegen in Ex-Jugoslawien beschäftigt war, herrschte der Filius über die Heimatstadt Pozarevac und wurde wegen seiner zügellosen Lebensweise zu einer der meistgehassten Figuren des Regimes. Er war der schillerndste Repräsentant einer neuen Krisengewinnler-Generation. Der Reichtum stieg ihnen bald zu Kopf, sie begannen sich zu langweilen. Also ersannen sie ein Spiel, das ihnen Nervenkitzel bereiten konnte: Serbisches Roulette. Dazu überfährt man mit bis zu 150 Sachen in den frühen Morgenstunden rote Ampeln auf Belgrads Hauptverkehrsadern, in der Version für Fortgeschrittene auf der falschen Straßenseite. Unter den Dutzenden Todesopfern waren zahlreiche Passanten. Und die Polizei? "Mein Vater kann halb Belgrad kaufen, was schert mich die Polizei", meinte einst ein Roulette-Fahrer.
    Ja und jetzt?

    jetzt ist 14:58 Uhr
    Eben!

  8. #8

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    Re: In Serbien währt die Freude am Reichtum kurz

    Zitat Zitat von SSSSrbijo
    Zitat Zitat von Revolut
    Zitat Zitat von SSSSrbijo
    Zitat Zitat von Revolut
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    In Serbien währt die Freude am Reichtum kurz

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    Fußballklub-Präsident zu sein, ist in Serbien ein lebensgefährlicher Job.



    Belgrad. Zeljko Raznatovic, Kampfname "Arkan" und Goran Mijatovic "Mita" haben viel gemeinsam: Beide besaßen einen Fußballklub, hatten ein Faible für Waffen und Körbe voller Geld. Geld aus Quellen, die man dem Finanzamt nicht nennt, denn Schmuggel jeglicher Art ist auch in Serbien strafbar. Noch etwas haben sie gemeinsam: Beide wurden ermordet.


    Fußballklubpräsident in Serbien ist ein lebensgefährlicher Job. In der vergangenen Dekade starben sechs von ihnen im Kugelhagel oder durch Autobomben. Warum? Weil manche, die vor allem zur Zeit und Dank des Autokraten Slobodan Milosevic auf nicht immer saubere Weise plötzlich sehr vermögend wurden, ihr "Erspartes" in eine der effizientesten Geldwaschmaschinen investierten: einen Fußballklub. Und obwohl Serbien laut Mafia-Experte Milos Vasic ein "dankbares Biotop" für organisierte Kriminalität ist, bietet es nicht endlos Platz, weshalb es bisweilen zu einer Art "Marktbereinigung" kommt. Sprich: Mord.


    Die Freude am Reichtum währt also oft nur kurz, und vor dem gewaltsamen Tod liegt ein Leben in Angst: Ein Leibwächter musste Mijatovic immer die Autotür öffnen, es könnte ja eine Bombe hochgehen. Und es war auch eine Bombe versteckt an jenem 2. Oktober 2006. Nur war die so stark, dass mit dem Leibwächter auch der Boss umkam.

    Angst hat offenbar auch Milosevic-Sohn Marko, dem zunächst auch der Mord an "Arkan" im Jahr 2000 in die Schuhe geschoben wurde. Er setzte sich nach Moskau ab, wo er sich vermutlich heute noch aufhält. Er fürchtet wohl persönliche Rachegelüste ehemaliger Konkurrenten, denn auch ihm wurde Schmuggel vorgeworfen. Die Gerichte verfolgten das freilich nicht.

    Während Vater Milosevic mit den Kriegen in Ex-Jugoslawien beschäftigt war, herrschte der Filius über die Heimatstadt Pozarevac und wurde wegen seiner zügellosen Lebensweise zu einer der meistgehassten Figuren des Regimes. Er war der schillerndste Repräsentant einer neuen Krisengewinnler-Generation. Der Reichtum stieg ihnen bald zu Kopf, sie begannen sich zu langweilen. Also ersannen sie ein Spiel, das ihnen Nervenkitzel bereiten konnte: Serbisches Roulette. Dazu überfährt man mit bis zu 150 Sachen in den frühen Morgenstunden rote Ampeln auf Belgrads Hauptverkehrsadern, in der Version für Fortgeschrittene auf der falschen Straßenseite. Unter den Dutzenden Todesopfern waren zahlreiche Passanten. Und die Polizei? "Mein Vater kann halb Belgrad kaufen, was schert mich die Polizei", meinte einst ein Roulette-Fahrer.
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  9. #9

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    Re: In Serbien währt die Freude am Reichtum kurz

    Zitat Zitat von Revolut
    Zitat Zitat von SSSSrbijo
    Zitat Zitat von Revolut
    Zitat Zitat von SSSSrbijo
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    Fußballklub-Präsident zu sein, ist in Serbien ein lebensgefährlicher Job.



    Belgrad. Zeljko Raznatovic, Kampfname "Arkan" und Goran Mijatovic "Mita" haben viel gemeinsam: Beide besaßen einen Fußballklub, hatten ein Faible für Waffen und Körbe voller Geld. Geld aus Quellen, die man dem Finanzamt nicht nennt, denn Schmuggel jeglicher Art ist auch in Serbien strafbar. Noch etwas haben sie gemeinsam: Beide wurden ermordet.


    Fußballklubpräsident in Serbien ist ein lebensgefährlicher Job. In der vergangenen Dekade starben sechs von ihnen im Kugelhagel oder durch Autobomben. Warum? Weil manche, die vor allem zur Zeit und Dank des Autokraten Slobodan Milosevic auf nicht immer saubere Weise plötzlich sehr vermögend wurden, ihr "Erspartes" in eine der effizientesten Geldwaschmaschinen investierten: einen Fußballklub. Und obwohl Serbien laut Mafia-Experte Milos Vasic ein "dankbares Biotop" für organisierte Kriminalität ist, bietet es nicht endlos Platz, weshalb es bisweilen zu einer Art "Marktbereinigung" kommt. Sprich: Mord.


    Die Freude am Reichtum währt also oft nur kurz, und vor dem gewaltsamen Tod liegt ein Leben in Angst: Ein Leibwächter musste Mijatovic immer die Autotür öffnen, es könnte ja eine Bombe hochgehen. Und es war auch eine Bombe versteckt an jenem 2. Oktober 2006. Nur war die so stark, dass mit dem Leibwächter auch der Boss umkam.

    Angst hat offenbar auch Milosevic-Sohn Marko, dem zunächst auch der Mord an "Arkan" im Jahr 2000 in die Schuhe geschoben wurde. Er setzte sich nach Moskau ab, wo er sich vermutlich heute noch aufhält. Er fürchtet wohl persönliche Rachegelüste ehemaliger Konkurrenten, denn auch ihm wurde Schmuggel vorgeworfen. Die Gerichte verfolgten das freilich nicht.

    Während Vater Milosevic mit den Kriegen in Ex-Jugoslawien beschäftigt war, herrschte der Filius über die Heimatstadt Pozarevac und wurde wegen seiner zügellosen Lebensweise zu einer der meistgehassten Figuren des Regimes. Er war der schillerndste Repräsentant einer neuen Krisengewinnler-Generation. Der Reichtum stieg ihnen bald zu Kopf, sie begannen sich zu langweilen. Also ersannen sie ein Spiel, das ihnen Nervenkitzel bereiten konnte: Serbisches Roulette. Dazu überfährt man mit bis zu 150 Sachen in den frühen Morgenstunden rote Ampeln auf Belgrads Hauptverkehrsadern, in der Version für Fortgeschrittene auf der falschen Straßenseite. Unter den Dutzenden Todesopfern waren zahlreiche Passanten. Und die Polizei? "Mein Vater kann halb Belgrad kaufen, was schert mich die Polizei", meinte einst ein Roulette-Fahrer.
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    ja und jetzt?
    hast Du verstanden, dass Dein Thread genauso nichts sagend war :wink:

  10. #10

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    Re: In Serbien währt die Freude am Reichtum kurz

    Zitat Zitat von SSSSrbijo
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    Belgrad. Zeljko Raznatovic, Kampfname "Arkan" und Goran Mijatovic "Mita" haben viel gemeinsam: Beide besaßen einen Fußballklub, hatten ein Faible für Waffen und Körbe voller Geld. Geld aus Quellen, die man dem Finanzamt nicht nennt, denn Schmuggel jeglicher Art ist auch in Serbien strafbar. Noch etwas haben sie gemeinsam: Beide wurden ermordet.


    Fußballklubpräsident in Serbien ist ein lebensgefährlicher Job. In der vergangenen Dekade starben sechs von ihnen im Kugelhagel oder durch Autobomben. Warum? Weil manche, die vor allem zur Zeit und Dank des Autokraten Slobodan Milosevic auf nicht immer saubere Weise plötzlich sehr vermögend wurden, ihr "Erspartes" in eine der effizientesten Geldwaschmaschinen investierten: einen Fußballklub. Und obwohl Serbien laut Mafia-Experte Milos Vasic ein "dankbares Biotop" für organisierte Kriminalität ist, bietet es nicht endlos Platz, weshalb es bisweilen zu einer Art "Marktbereinigung" kommt. Sprich: Mord.


    Die Freude am Reichtum währt also oft nur kurz, und vor dem gewaltsamen Tod liegt ein Leben in Angst: Ein Leibwächter musste Mijatovic immer die Autotür öffnen, es könnte ja eine Bombe hochgehen. Und es war auch eine Bombe versteckt an jenem 2. Oktober 2006. Nur war die so stark, dass mit dem Leibwächter auch der Boss umkam.

    Angst hat offenbar auch Milosevic-Sohn Marko, dem zunächst auch der Mord an "Arkan" im Jahr 2000 in die Schuhe geschoben wurde. Er setzte sich nach Moskau ab, wo er sich vermutlich heute noch aufhält. Er fürchtet wohl persönliche Rachegelüste ehemaliger Konkurrenten, denn auch ihm wurde Schmuggel vorgeworfen. Die Gerichte verfolgten das freilich nicht.

    Während Vater Milosevic mit den Kriegen in Ex-Jugoslawien beschäftigt war, herrschte der Filius über die Heimatstadt Pozarevac und wurde wegen seiner zügellosen Lebensweise zu einer der meistgehassten Figuren des Regimes. Er war der schillerndste Repräsentant einer neuen Krisengewinnler-Generation. Der Reichtum stieg ihnen bald zu Kopf, sie begannen sich zu langweilen. Also ersannen sie ein Spiel, das ihnen Nervenkitzel bereiten konnte: Serbisches Roulette. Dazu überfährt man mit bis zu 150 Sachen in den frühen Morgenstunden rote Ampeln auf Belgrads Hauptverkehrsadern, in der Version für Fortgeschrittene auf der falschen Straßenseite. Unter den Dutzenden Todesopfern waren zahlreiche Passanten. Und die Polizei? "Mein Vater kann halb Belgrad kaufen, was schert mich die Polizei", meinte einst ein Roulette-Fahrer.
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