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Serbien will mit Kosovo Dialog führen!

Erstellt von Helios, 10.09.2010, 16:08 Uhr · 113 Antworten · 5.011 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Helios

    Registriert seit
    30.04.2010
    Beiträge
    352

    Serbien will mit Kosovo Dialog führen!

    Mit der von der UNO-Vollversammlung in New York verabschiedeten Resolution hat Serbien nach Jahrzehnten eine spektakuläre Kehrtwende in seiner Politik gegenüber der früheren Provinz Kosovo eingeläutet. Jetzt will Belgrad mit Pristina einen gleichberechtigten Dialog beginnen.

    Keine Rede mehr vom Unrechtsstaat Kosovo, der sich vor zweieinhalb Jahren zum jüngsten europäischen Staat erklärt hatte. Auch die ursprünglich von Serbien im Resolutionsentwurf festgeschriebene Forderung, das fast nur noch von Albanern bewohnte Kosovo müsse wieder in den serbischen Staatsverband zurückkehren, wurde fallen gelassen. Die Regierung in Belgrad machte allerdings deutlich, dass sie dadurch keineswegs die Unabhängigkeit ihrer früheren Provinz anerkennt.
    Sprachlosigkeit und Schockstarre dominierten am Freitag das politische Leben in Serbien. Staatspräsident Boris Tadic hatte sich offenbar dem enormen Druck der EU gebeugt und die UNO-Resolution bis zur inhaltlichen Beliebigkeit entschärft. Und das im Alleingang, an der eigentlich zuständigen Regierung und am Parlament vorbei.

    Statt Blockade Verhandlungen
    Niemand im Land weiss so recht, was von dieser 180-Grad-Wende des Landes zu halten ist: Schweigen in den Medien, Schweigen bei fast allen Politikern. Die «heiligen Prinzipien» Serbiens in der Kosovo- Politik wurden allesamt über Bord geworfen.
    Statt einer internationalen Blockade des südlichen Nachbarn gibt es jetzt Verhandlungen. Und die werden nicht über die staatsrechtliche Zukunft Kosovos geführt, sondern über praktische Fragen: Zoll, Polizeiarbeit bei grenzüberschreitender Kriminalität, Versorgung mit Strom und Lebensmitteln, gegenseitige Anerkennung von Bildungsabschlüssen, Pässe, Autonummernschilder oder amtliche Entscheidungen von Behörden stehen auf der Tagesordnung.

    Weg nach Brüssel nicht verbauen
    Die EU hatte massiven Druck auf Serbien ausgeübt, von der drohenden Konfrontation in der UNO-Vollversammlung Abstand zu nehmen. Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle war zunächst ebenso in Belgrad abgeblitzt wie sein britischer Kollege William Hague. Doch am Ende hatte Staatschef Tadic offensichtlich doch eingesehen, dass er mit dem Festhalten an einer beinharten Kosovo-Resolution seinem Land für lange Zeit die Annäherung an Brüssel verbauen würde. Die serbische Staats- und Regierungsspitze versuchte noch halbherzig, der Bevölkerung die radikale Wende als Kontinuität zu verkaufen. Damit sei auf keinen Fall der Kosovo als Nachbarstaat anerkannt, heisst es gebetsmühlenartig.

    Scharfe Kritik aus der Bevölkerung
    Aber genau das heisst die Umsetzung der UNO-Resolution in die Praxis: Zwei selbstständige Staaten verhandeln über gute nachbarschaftliche Beziehungen. Trotzdem sprechen regierungsfreundliche Kommentatoren von einem «historischen» Durchbruch.
    Die Kritik, es handle sich um den Bankrott der serbischen Aussenpolitik, kann man noch als zu erwartenden Reflex der Opposition abtun. Doch die kritischen Kommentare der Bürger sind saftig. «Schande», «Kapitulation», «Niederlage», «Blamage», «Eigentor» und «De facto-Anerkennung Kosovos», hiess es in hunderten Kommentaren an den Belgrader TV-Sender B92. «Wir haben uns mal wieder selbst besiegt», hiess es.

  2. #2
    IbishKajtazi
    Ein vernünftiger Schritt Serbiens.

  3. #3
    Cvrcak
    Anscheinend hatte Westerwelle Erfolg.

  4. #4
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.086
    Zitat Zitat von Cvrcak Beitrag anzeigen
    Anscheinend hatte Westerwelle Erfolg.
    war ja klar....
    man scheisst auch nicht in die hand welche einem hilfe (füttert) anbietet....
    meine damit die eu-milliarden welche serbien gegeben wurden.
    und der guido hat klipp&klar gesagt europa-politik wird in europa gemacht.
    die eu-politiker haben anscheinend gelernt und lassen sich nicht mehr auf der nase herumtanzen von den politkern serbiens.

    im allgemeinen gilt zu sagen das;



    festgehalten werden mussdas die hinhalte-taktik serbiens selbst wohl am meisten geschadet hat....
    da man sich zubeginn gegen alle länder auf-lehnte ,welche kosova anerkannt haben.
    und damit wichtige wirtschaftliche beziehungen gebremst wurden.
    von den politischen folgen mal ganz zu schweigen.
    um an die grossen geld-töpfe der eu ranzukommen musste man sich letzten endes doch darauf besinnen das es für die zukunft des landes ist zu kooperieren.....


    so gesehen hätte serbien wirklich nur auf die interessen des landes und volkes geschaut wäre die annahme des athisaaris-plan am besten gewesen......

    den jetzt werden und wir dürfen nicht vergessen das in serbien immer noch über 40% der wähler eine harte nationalistische politik verfolgen sich auf tadic einschiessen.

    und dies wäre für die region und serbien selbst fatal....
    da man jetzt auf einem guten weg ist.
    fortsetzung folgt.

  5. #5
    Bendzavid
    schön.
    ich glaub aber nicht das serbien jetzt milliarden bekommen hat oder bekomt von der eu wegen diesem schritt oder ist mir etwas entgangen?

  6. #6
    Avatar von Constantinos

    Registriert seit
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    Beiträge
    394
    Höhöhö
    war ja klar dass das früher oder später geschieht.

  7. #7

    Registriert seit
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    Beiträge
    1.546
    Find ich sehr gut von Serbien! Aber eins versteh ich nicht xD wieso Autonummernschilder wollen die jetzt ein gemeinsames Autonummernschild entwickeln oder wie?

  8. #8
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
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    11.086
    Zitat Zitat von benni22 Beitrag anzeigen
    schön.
    ich glaub aber nicht das serbien jetzt milliarden bekommen hat oder bekomt von der eu wegen diesem schritt oder ist mir etwas entgangen?
    dann mach dich selbst schlau....
    serbien stand noch letztes jahr kurz vor dem bankrott wie viele länder in europa beispielsweise ungarn,rumänien und natürlich griechenland.

    die gelder warena auch im zusammenhang der assoziierungs-abkommen bezüglich dem eu-beitritt.

  9. #9
    Avatar von Dukagjin

    Registriert seit
    17.12.2008
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    1.776
    Zitat Zitat von Albanos Brutalos Beitrag anzeigen
    Find ich sehr gut von Serbien! Aber eins versteh ich nicht xD wieso Autonummernschilder wollen die jetzt ein gemeinsames Autonummernschild entwickeln oder wie?
    nein, dass die KS-Nummernschilder auch in Serbien anerkannt werden.

    hast du noch nie gesehen, dass die KS-Serben wenn sie Serbien betreten die alten jugoslawischen Nummernschilder anbringen und wenn sie wieder im Kosovo sind KS-Nummernschilder anbringen?

  10. #10
    Bendzavid
    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    dann mach dich selbst schlau....
    serbien stand noch letztes jahr kurz vor dem bankrott wie viele länder in europa beispielsweise ungarn,rumänien und natürlich griechenland.

    die gelder warena auch im zusammenhang der assoziierungs-abkommen bezüglich dem eu-beitritt.
    wieso mich schlau machen wenn wir so viele wirtschaftsexperten im bf haben.

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