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Serbiens geheimer Krieg.....

Erstellt von rockafellA, 22.04.2009, 19:29 Uhr · 10 Antworten · 929 Aufrufe

  1. #1

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    Serbiens geheimer Krieg.....

    Serbiens geheimer Krieg

    Philip J. Cohen: Serbiens geheimer Krieg - Propaganda und Geschichtsmanipulation
    Titel der englischen Ausgabe: Serbia's Secret War: Propaganda and the Deceit of History (Eastern European Studies, No. 2)
    Verlag: Texas A&M University Press, College Station, Erstauflage 1996, mittlerweile in einer Neuauflage erschienen: 1997, ISBN 0890967601
    Titel der kroatischen Ausgabe: Tajni rat Srbije - Propaganda i manipuliranje poviješću
    Verlag: Ceres, Zagreb, 1997, ISBN 953-6108-36-4 Das weit verbreitete Schweigen westlicher Intellektuellen und Journalisten stellt uns tatsächlich vor eine Frage, die uns verfolgt: Wie kann ein Genozid nach dem Zweiten Weltkrieg möglich sein? Selbst hinsichtlich des Holocaustes darf nicht vergessen werden, dass das übliche Klischee "wir wussten von nichts" eher eine Ausrede als die Wahrheit darstellt. Eine nicht unbedeutende Anzahl der Deutschen und der Nicht-Deutschen hatte mehr als gute Gründe anzunehmen, dass das Schicksal der Juden, die man vor ihren Augen aus deren Wohnungen verschleppte, dem Schicksal der geistig Behinderten aus dem Jahr 1935 ähneln würde, dessen Gestank ihrer verbrannten Körper in vielen Großstädten in Deutschland bereits in den 30er Jahren zu riechen war, wie dieses Lucy Dawidowicz in ihrem Buch The War Against the Jews (Der Krieg gegen die Juden) schreibt. Wenn man die serbische Rhetorik und die serbischen Übergriffe gegen die Muslime bereits früher in diesem Jahrhundert berücksichtigt hätte, hätte jeder einen Grund, das Schicksal der bosnischen Moslems zu vermuten, deren Leichen weiterhin in Massengräbern entdeckt werden.
    Wie sich das zwanzigste Jahrhundert seinem Ende nähert, und wie sich Serbien zum fünften Mal in diesem Jahrhundert in einem Krieg befindet, widmen die Historiker ihre Aufmerksamkeit den verblüffenden Ähnlichkeiten zwischen der Rolle Serbiens in den Balkankriegen (1912-1913) und den Ereignissen der 90er Jahre zu. Strategische Hauptziele der serbischen Führung in den beiden Balkankriegen waren die territoriale Vergrößerung und die Ausrottung der "fremden Bevölkerung". Die gleiche Entschlossenheit serbischer Führung, ein ethnisch homogenes Großserbien zu schaffen, bestand auch während beider Weltkriege. Die Ähnlichkeit der serbischen Geschichte im Zweiten Weltkrieg mit heutigen Ereignissen ist verblüffend. Diese Ähnlichkeit ist zum Verständnis des heutigen serbischen Nationalismus ebenfalls wichtig. Dieses Buch untersucht die Geschichte Serbiens im Zweiten Weltkrieg � diese vernachlässigte historische Frage � und beschreibt die geschichtliche Kontinuität des Genozids und des expansionistischen Nationalismus, die in der serbischen politischen Kultur noch vor dem 20. Jahrhundert bis in die heutige Zeit vom Staat orchestriert war.
    Die Begründungen und falsche Erklärungen, die von den serbischen Kriegsverbrechern in den 90er Jahren angeboten werden, hätten bereits vor dem Erscheinen des Buchs von Cohen wissenschaftlich überprüft und entlarvt werden sollen, was jedoch offensichtlich nicht geschehen war. Die meisten Kommentatoren, die die serbischen Verbrechen der 90er Jahre verurteilt haben, hegen gewisse Sympathien für serbische Ängste vor Kroaten und Moslems, die sie zum Verbrechen verleitet hätten � als ob andere, aufgrund ihrer eigenen geschichtlichen Erfahrungen, keinen Grund für Angst vor Serben hätten. Die Gräueltaten kroatischer Ustaschas im Zweiten Weltkrieg waren grausam, doch die serbischen Tschetniks (die im Terror den Ustaschas ebenbürtig waren) kollaborierten ebenfalls mit den Nazis, unabhängig davon, dass sie diese während des Zweiten Weltkrieges gelegentlich bekämpft hatten. Serbien war nicht nur von Nazis besetzt, es hatte mit ihnen auch aktiv kollaboriert.
    Jeder Historiker oder Journalist, die etwas von sich hält, müsste eigentlich wissen, dass die Marionettenregime in Jugoslawien, jenes in Serbien eingeschlossen, während des Zweiten Weltkrieges mit den Faschisten zusammenarbeiteten. Das dürfte nicht überraschend sein, wenn man bedenkt, dass auch die amerikanischen Verbündeten, wie Frankreich und Italien, in weiterem Umfeld mit den Faschisten kollaborierten. Einer der Beiträge dieses Buches liegt darin, dass es beweist, dass die Tschetniks irrtümlich als Antifaschisten und sogar als Beschützer von Juden dargestellt wurden. Philip Cohen beschreibt ein viel komplexeres Geflecht der Umstände.
    Die Antwort auf die Frage, warum die Geschichtswissenschaftler und andere Intellektuelle es versäumt haben, die Parallelen und den Bezug zum Gesagten herzustellen, mögen die Leser selbst suchen. Das Ergebnis einer gewissenhaften und erstaunlich gut dokumentierten Arbeit von Philip Cohen muss die Erkenntnis sein, dass wir es dieses Mal nicht leugnen können, dass wir es wissen.
    Der Autor bewies eine außerordentliche Findigkeit, indem er nicht nur in zerstreuten Quellen des ehemaligen Jugoslawien Originalmaterial entdeckte, sondern auch Spuren verfolgte, die ihn zu den Schriften des britischen Parlaments aus dem neunzehnten Jahrhundert, und zu einer jüdischen Enzyklopädie führten, die vor dem Ersten Weltkrieg in Amerika veröffentlicht wurde. Die Nazis waren sehr ordentlich in der Aufbewahrung der Dokumentation; nach diesem Buch zu urteilen, waren es viele Beamte des damaligen Serbien und anderer Gebiete, die das Nachkriegsjugoslawien bildeten, ebenfalls. Der zeitgenössische Leser wird über die Entdeckung staunen, dass den Begriff "ethnische Säuberung" die serbischen Nationalisten noch vor ihren neulichen Angriffen auf Kroatien und Bosnien-Herzegowina gebraucht haben. Es gibt in der Tat nichts Neues, dafür aber viel Tragisches, in serbischen Taten, die ins vergangene Jahrhundert reichen.
    Die Gründlichkeit des Autors zeigt uns deutlich, dass er kein eifriger "Gegner der Serben" ist. Er räumt die Fälle serbischer öffentlicher oder persönlicher Anständigkeit genauso ein, wie die Beispiele vom kroatischen Antisemitismus und Verrat. Es besteht jedoch, wie es in seinem Werk verdeutlicht wird, ein bedeutender kulturologischer Unterschied zwischen Serbien und Kroatien: In Serbien konnten sogar Analphabeten zu Fürsten und sogar Monarchen aufsteigen � was in besser ausgebildeten Kreisen Kroatiens oder Sloweniens undenkbar war. Darüber hinaus war die Leitung der Serbisch-orthodoxen Kirche in vielen Fällen Anführer allserbischer Bewegungen und zudem, trotz ihrer Ausbildung, oder in manchen Fällen mit deren Hilfe, stark antisemitisch orientiert.
    Der Autor geht in die serbische Geschichte und in die Geschichte der Region mehrere Generationen zurück, um an die Wurzeln des serbischen Nationalismus, an die Perioden des Antisemitismus des vergangenen Jahrhunderts und an das Aufsteigen der Analphabeten an die Macht zu gelangen. Es erübrigt sich beinahe zu sagen, dass dieses Werk den Forschern, die sich mit der Geschichte und der zeitgenössischen Politik auf dem Balkan, insbesondere in Serbien, befassen, vom Nutzen sein wird. Das Buch wird jedoch einem viel breiterem Kreis der Leser ebenfalls nützlich sein, da es ihnen die sorgfältig gesammelten Materiale bringen lässt, die früher nicht zugänglich waren, und die eine Findigkeit, die sich mit unübertroffener Ermittlungsarbeit eines Detektivs vergleichen lässt, verlangt haben.











    sehr interessant.

  2. #2
    Avatar von Ataman

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    1.796
    Bist du paranoid oder hast du sonst nichts zu tun?

  3. #3

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    Zitat Zitat von Smirnoff Beitrag anzeigen
    Bist du paranoid oder hast du sonst nichts zu tun?


    hab sonst nichts zu tun.


    und du warum hast du nichts zum thema zu sagen??

  4. #4

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    Die Threads über Serbien nehmen langsam aber sicher die Überhand.

  5. #5

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    Cetniks waren doch keine Kollaboratos....oder?

  6. #6

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    Zitat Zitat von Ceki Beitrag anzeigen
    Die Threads über Serbien nehmen langsam aber sicher die Überhand.
    der Frischling der seit 2 Tagen da ist und zieht Bilanz schon?

  7. #7

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    Zitat Zitat von Ceki Beitrag anzeigen
    Die Threads über Serbien nehmen langsam aber sicher die Überhand.


    ja serbien hat auch viel gesprächsstoff zu bieten.

  8. #8

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    Zitat Zitat von ooops Beitrag anzeigen
    der Frischling der seit 2 Tagen da ist und zieht Bilanz schon?
    Es fällt schon auf, wenn man auf "Neue Beiträge" klickt. Und zwar Serbien hier, Serbien da.

    Zitat Zitat von rockafellA Beitrag anzeigen
    ja serbien hat auch viel gesprächsstoff zu bieten.
    Sieht so aus, was ja an sich nichts negatives ist. Je mehr Gesprächsstoff, desto besser für das Forum.

  9. #9

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    Zitat Zitat von Ceki Beitrag anzeigen
    Es fällt schon auf, wenn man auf "Neue Beiträge" klickt. Und zwar Serbien hier, Serbien da.


    Sieht so aus, was ja an sich nichts negatives ist. Je mehr Gesprächsstoff, desto besser für das Forum.


    also warum regst du dich dann auf.??

  10. #10

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    Zitat Zitat von rockafellA Beitrag anzeigen
    also warum regst du dich dann auf.??
    Warum sollte ich das?

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