BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Ergebnis 1 bis 4 von 4

Die „serbische Jacqueline Kennedy“

Erstellt von skenderbegi, 03.01.2007, 01:51 Uhr · 3 Antworten · 961 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.086

    Die „serbische Jacqueline Kennedy“

    Mehr als ein Maskottchen


    Seit Ende des Jahres steht sie nun allerdings doch ganz nahe an der Rampe. Sie gab dem Drängen ihrer Partei nach und ließ sich zu deren Spitzenkandidatin für die vorgezogene serbische Parlamentswahl am 21. Januar küren. Zwar ist es unwahrscheinlich, dass Frau Djindjić nach den Wahlen in die Tagespolitik einsteigen wird, doch irrt, wer in ihr nur ein Maskottchen des demokratischen Lagers in Serbien sieht. Bald nach ihrer Nominierung überraschte sie mit der Aussage, sie werde auch als Ministerpräsidentin des Landes zur Verfügung stehen, sollte ihre Partei sie nach der Wahl darum bitten. „Die kommende Wahl ist nicht nur ein Kampf zwischen Parteien, denn wir werden auch darüber entscheiden, ob Serbien dem Weg folgen wird, den mein Ehemann beschritten hat. Ohne jeden Zweifel wäre ich bereit, den Posten der Ministerpräsidentin zu akzeptieren, denn das wäre ein Beitrag dazu, die Position der Frauen in Serbien zu stärken.“


    Gedankenspiele über Frau Djindjić an der Spitze der Regierung des Balkan-Staates sind zwar derzeit nicht mehr als spekulative Beschäftigungstherapie, doch ist ihre Rolle an der Spitze der DS von großer, angesichts des zu erwartenden knappen Wahlergebnisses womöglich sogar von entscheidender Bedeutung. Für Serbiens Präsidenten Boris Tadic, der die Nachfolge von Zoran Djindjić an der Spitze der DS angetreten hat, bedeutet die Nominierung der zweitbekanntesten Witwe des Landes - nach Milosevics in Moskau lebender Witwe Mira Markovic - in jedem Falle einen Sieg über mehrere Gegner.


    Die „serbische Jacqueline Kennedy“


    Zum einen wird es selbst die populärste politische Kraft des Landes, die oppositionelle, extrem nationalistische Serbische Radikale Partei des in Den Haag inhaftierten mutmaßlichen Kriegsverbrechers Vojislav Seselj, schwerlich wagen, die moralische Autorität der von manchen Belgrader Medien zur „serbischen Jacqueline Kennedy“ gekürten Frau zu bezweifeln. Außerdem ist sie das beste Argument gegen alle, die der Partei vorwerfen, sie habe den von Djindjić unter schwierigen Umständen vorgezeichneten Reformkurs verlassen. Am lautesten behauptet das ein Politiker, der bei den Trauerfeierlichkeiten für Djindjić ebenfalls in der ersten Reihe stand: Cedomir Jovanovic, ehemals Studentenführer, später stellvertretender Ministerpräsident und zum letzten Geleit einer der Sargträger von Djindjić. Jovanovic gab sich nach dem Tode Djindjićs als ein Erzwestler, der die DS auf einen kompromisslosen Kurs der Annäherung an die EU einschwören wollte.


    Im Machtkampf gegen Tadic war er jedoch chancenlos und wurde später aus der Partei ausgeschlossen. Er gründete dann eine eigene Partei, die sich als liberaldemokratisch etikettierende LDP. Die neue Partei pocht darauf, das wahre Erbe Djindjićs fortzuführen. „Für uns ist es nicht genug, eine Straße nach Djindjić zu benennen. Wir wollen, dass das ganze Serbien ein Serbien im Sinne Zoran Djindjićs wird“, sagte er in Anspielung auf die DS, die sich laut Jovanovic im Kampf um die Macht auf zu viele Kompromisse eingelassen hat. Darin freilich folgt die DS durchaus dem politischen Stil Djindjićs, der nach dem Sturz Milosevics im Oktober 2000 einige fragwürdige Bündnisse einging und auch einen pragmatischen Kontakt zu Teilen der Belgrader Unterwelt - bei dem ihm Jovanovic als Mittelsmann diente - nicht vermeiden konnte oder wollte.


    Jovanovic kann nicht mehr glaubhaft auftrumpfen


    Im Gegensatz zu dem lange übervorsichtigen Tadic machte Jovanovic auch früh und öffentlich klar, dass Serbien seine nach Unabhängigkeit strebende Unruheprovinz Kosovo nicht wird halten können. Das brachte ihm zwar bei der Mehrheit der Serben den Ruf ein, Handlanger Washingtons zu sein, dürfte ihm jedoch in Kreisen jener Wähler, die eine möglichst schnelle West-Integration des Landes befürworten, neue Anhänger verschafft haben. Seit jedoch feststeht, dass Ružica Djindjić die Kandidatenliste der DS anführt, kann Jovanovic nicht mehr glaubhaft auftrumpfen mit der Behauptung, die Partei habe den Kurs Djindjićs verlassen.

    www.faz.de
    http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A...~Scontent.html

  2. #2
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.086
    wie könnte es sein auch hier oder besser gesagt bei diesem thema hat natürlich kein serbischer mitbüger was zu sagen.

    aber verstehe schon ihr seid ja doch alle radikale wähler oder?

  3. #3

    Registriert seit
    16.12.2006
    Beiträge
    1.896

    Kopf des Tages: Djindjic die zweite aka Ruzica

    Ruzica will Zorans Ideen verfolgen

    Die Witwe des Reformpremiers, Ruzica Djindjic, führt Liste der Demokraten an - Ein Kopf des Tages


    KOPF DES TAGES


    Sie symbolisierten das neue, moderne Serbien: Der energische Reformer Zoran Djindjic und die schöne, elegante Frau an seiner Seite, Ruzica. Durch die jugendliche Ausstrahlung gewann das Ehepaar Djindjic nach der Wende im Oktober 2000 die Sympathien der europäischen politischen Elite, und verwandelte über Nacht das Image Serbiens vom Sinnbild des Bösen in eines vom erwünschten Partner der EU. Djindjic öffnete für Serbien die Türen in Brüssel und Washington, lieferte Slobodan Miloasvic dem UN-Tribunal für Kriegsverbrechen aus, wollte mit der nationalistischen Vergangenheit abrechnen - und bezahlte das mit dem eigenen Leben.

    So kannte man die Familie Djindjic während der Massenproteste gegen das Regime Milosevic: Zoran, mit seinem kleinen Sohn auf den Schultern, Ruzica, die Tochter an der Hand haltend, führen lächelnd tausende Demonstranten auf den Straßen Belgrads an. Ruzica war stets anwesend, mischte sich jedoch nicht in die Politik ein. Fast vier Jahre nach der Ermordung ihres Mannes änderte sie nun ihre Meinung. Auf Druck von Serbiens Präsident Boris Tadic führt sie die Wahlliste der "Demokratischen Partei" (DS) für die Parlamentswahlen am 21. Jänner an. "Ich will helfen, dass Zorans Ideen verwirklicht werden", erklärte Ruzica, die allerdings keine Führungsansprüche in der DS stellt.

    Für die einen war das ein geschickter taktischer Zug der DS, weil sich die 47-jährige Witwe des Premiers als eine Integrationsfigur im verzankten "demokratischen Lager" behaupten kann. Für Kritiker war es jedoch eine "widerliche" Pietätlosigkeit gegenüber Zoran Djindjic, weil Ruzicas Kandidatur enttäuschte DS-Wähler anziehen soll, die Tadic die Koalition mit dem national-konservativen DSS-Chef und Premier, Vojislav Kostunica, nicht verziehen haben, Zoran Djindjic aber immer jegliche Kompromisse mit der DSS abgelehnt hatte.

    Nach dem Attentat auf ihren Mann gewann die "serbische Jacqueline Kennedy" durch ihre tapfere Haltung Respekt. "Ich trauere und weine nur hinter meinen eigenen vier Wänden", schrieb sie in ihrer Kolumne in einem Magazin. Es habe nicht gereicht, dass sie ihren Mann umgebracht hätten, sie massakrierten ihn auch nach seinem Tod, beklagte sie sich über jene Medien und Politiker, die behaupteten, Djindjic sei nicht Opfer eines politischen Komplotts, sondern einer Abrechnung der Unterwelt mit ihrem "Komplizen" gewesen.

    Die in Valjevo geborene Juristin setzte sich stets für Kinder- und Frauenrechte ein. Nach dem Tod ihres Mannes verwaltete sie eine Stiftung, die seinen Namen trägt und wurde in den Ausschuss der DS gewählt. Nun will sie helfen, Serbien die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu geben, "die nur vorläufig mit Zoran getötet worden ist".

    http://derstandard.at/?url=/?id=2716381




    Go DS! Ich würde sie gleich zur Premierministerin vorschlagen da Tadic ja schon Präsident ist.Würd gut klingen,Premier Djindjic und Präsident Tadic.

    Mal gucken wie weit sie noch einsteigen wird in Zukunft,die Liste der DS führt sie schon an bei den Wahlen.


  4. #4
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.086

    Re: Kopf des Tages: Djindjic die zweite aka Ruzica

    Zitat Zitat von mi_srbi
    Ruzica will Zorans Ideen verfolgen

    Die Witwe des Reformpremiers, Ruzica Djindjic, führt Liste der Demokraten an - Ein Kopf des Tages


    KOPF DES TAGES


    Sie symbolisierten das neue, moderne Serbien: Der energische Reformer Zoran Djindjic und die schöne, elegante Frau an seiner Seite, Ruzica. Durch die jugendliche Ausstrahlung gewann das Ehepaar Djindjic nach der Wende im Oktober 2000 die Sympathien der europäischen politischen Elite, und verwandelte über Nacht das Image Serbiens vom Sinnbild des Bösen in eines vom erwünschten Partner der EU. Djindjic öffnete für Serbien die Türen in Brüssel und Washington, lieferte Slobodan Miloasvic dem UN-Tribunal für Kriegsverbrechen aus, wollte mit der nationalistischen Vergangenheit abrechnen - und bezahlte das mit dem eigenen Leben.

    So kannte man die Familie Djindjic während der Massenproteste gegen das Regime Milosevic: Zoran, mit seinem kleinen Sohn auf den Schultern, Ruzica, die Tochter an der Hand haltend, führen lächelnd tausende Demonstranten auf den Straßen Belgrads an. Ruzica war stets anwesend, mischte sich jedoch nicht in die Politik ein. Fast vier Jahre nach der Ermordung ihres Mannes änderte sie nun ihre Meinung. Auf Druck von Serbiens Präsident Boris Tadic führt sie die Wahlliste der "Demokratischen Partei" (DS) für die Parlamentswahlen am 21. Jänner an. "Ich will helfen, dass Zorans Ideen verwirklicht werden", erklärte Ruzica, die allerdings keine Führungsansprüche in der DS stellt.

    Für die einen war das ein geschickter taktischer Zug der DS, weil sich die 47-jährige Witwe des Premiers als eine Integrationsfigur im verzankten "demokratischen Lager" behaupten kann. Für Kritiker war es jedoch eine "widerliche" Pietätlosigkeit gegenüber Zoran Djindjic, weil Ruzicas Kandidatur enttäuschte DS-Wähler anziehen soll, die Tadic die Koalition mit dem national-konservativen DSS-Chef und Premier, Vojislav Kostunica, nicht verziehen haben, Zoran Djindjic aber immer jegliche Kompromisse mit der DSS abgelehnt hatte.

    Nach dem Attentat auf ihren Mann gewann die "serbische Jacqueline Kennedy" durch ihre tapfere Haltung Respekt. "Ich trauere und weine nur hinter meinen eigenen vier Wänden", schrieb sie in ihrer Kolumne in einem Magazin. Es habe nicht gereicht, dass sie ihren Mann umgebracht hätten, sie massakrierten ihn auch nach seinem Tod, beklagte sie sich über jene Medien und Politiker, die behaupteten, Djindjic sei nicht Opfer eines politischen Komplotts, sondern einer Abrechnung der Unterwelt mit ihrem "Komplizen" gewesen.

    Die in Valjevo geborene Juristin setzte sich stets für Kinder- und Frauenrechte ein. Nach dem Tod ihres Mannes verwaltete sie eine Stiftung, die seinen Namen trägt und wurde in den Ausschuss der DS gewählt. Nun will sie helfen, Serbien die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu geben, "die nur vorläufig mit Zoran getötet worden ist".

    http://derstandard.at/?url=/?id=2716381




    Go DS! Ich würde sie gleich zur Premierministerin vorschlagen da Tadic ja schon Präsident ist.Würd gut klingen,Premier Djindjic und Präsident Tadic.

    Mal gucken wie weit sie noch einsteigen wird in Zukunft,die Liste der DS führt sie schon an bei den Wahlen.

    gibts schon guckst du hier schlafmütze......

    http://www.balkanforum.at/modules.ph...wtopic&t=15171

Ähnliche Themen

  1. Elvis Presley,John F. Kennedy & Abraham Lincoln.......
    Von Sultan Mehmet im Forum Rakija
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 23.01.2012, 21:39
  2. Wer hat Kennedy ermordet?
    Von IZMIR ÜBÜL im Forum Geschichte und Kultur
    Antworten: 67
    Letzter Beitrag: 18.11.2010, 15:28
  3. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 06.12.2009, 21:30
  4. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 23.09.2009, 13:00
  5. Die letzten Sekunden von John F. Kennedy
    Von im Forum Aussenpolitik
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 02.04.2007, 10:55