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Serbischer Geschichtsrevisionismus und politische Praxis

Erstellt von Albanesi, 20.07.2005, 17:56 Uhr · 4 Antworten · 480 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
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    Serbischer Geschichtsrevisionismus und politische Praxis

    http://www.trend.infopartisan.net/trd0504/t170504.html

    Serbischer Geschichtsrevisionismus und politische Praxis

    Nach dem Tod Titos im Jahr 1980 erhob der serbische Chauvinismus und Geschichtsrevisionismus offen sein Haupt. Die Basis dafür war das wirtschaftliche Desaster indem sich Jugoslawien befand. In den achtziger Jahren hatten die jugoslawische Staatsverschuldung gegenüber internationalen Gläubigerbanken, die Marke von 20 Milliarden Dollar erreicht. In Jugoslawien folgte eine Geldentwertung der nächsten, der Reallohn der Arbeiter sank beträchtlich und die Arbeitslosigkeit stieg massiv an. Im Jahr 1988 war Jugoslawien das streikfreudigste Land in Europa, rund 1000 multinationale Streiks gegen „die Bonzen“ wurden gezählt. Die herrschende Bürokratie zerlegte sich, um ihre Privilegien zu bewahren, in ihre nationalen Bestandteile. Besonders die serbische Bürokratie griff auf das Programm der Tschetniks zurück. Der rote Bonapartist Tito, wurde als „Serbenfeind“ bezeichnet und die Geschichte völkisch uminterpretiert. Besonders Kosova hatte es den serbischen Nationalisten angetan. Milosevic sagte am 28. Juni 1989 aus Anlaß des sechshundertsten Jahrestages der Schlacht am Amselfeld vor einer Million Serben, die nach Kosova gekarrt wurden: „Zum ersten mal nach sechshundert Jahren sind die Serben in Kosovo wieder frei“. Damit erklärte Milosevic, unter Tito waren die Serben nicht frei, ja nicht einmal in der Zeit des großserbisch dominierten ersten Jugoslawiens. Selbstverständlich mußte, um die Serben in Kosova „frei“ zu machen, die Autonomie Kosovas gewaltsam aufgehoben und die Geschichte entsorgt werden. Entgegen aller Fakten wurden die Serben zum „Heldenvolk“ und alle anderen zu weniger wertvollen Nationen. Diese Geschichtsinterpretation wurde von einigen deutschen „Linken“ und Rechten vollständig übernommen. Deshalb hier nochmals einige Fakten zum antifaschistischen Widerstand in Jugoslawien.

    Multinationaler Widerstand

    Der Widerstand gegen die faschistische Besatzung Jugoslawiens war multinational. Darin lag die Stärke der Partisanenarmee Titos. Nach Statistiken des Generalstabes der Partisanenarmee, gab es auf dem Höhepunkt des Krieges Ende 1943 in Kroatien 122.000 aktive Partisanen, in Bosnien waren es 108.000, in Serbien 22.000. Natürlich waren viele Partisanen in Kroatien und Bosnien ethnische Serben. Viele waren auch Muslime, die von allen verfolgt wurden. Nur die Partisanen versprachen eine bosnische Republik, innerhalb der von ihnen befürworteten jugoslawischen Föderation. Der muslimische Klerus verurteilte auch die Verfolgung von Juden und Serben. Die bosnischen Muslime erlitten die größten Verluste pro Kopf von allen Nationalitäten in Jugoslawien. In Kosova fand vom 31. Dezember 1943 bis 1.Januar 1944 die Konferenz von Bujan statt. Die Konferenz erklärte: „Wenn das Volk in Kosova am antifaschistischen Widerstand teilnimmt, wird es das Recht erhalten, sich nach dem Sieg mit seiner Mutter Albanien zu vereinigen“. Unterschrieben wurde das Dokument u.a. von Miladin Popovic und dem Albaner Fadil Hoxha. Im Frühjahr 1945 kämpften 50.000 albanische Partisanen aus Kosova gegen den Hitlerfaschismus. Das Versprechen gegenüber den Albanern, hielt das titoistische Jugoslawien nicht. Dennoch war Tito druckempfindlich und Kosova erhielt 1974 einen autonomen politischen Status. Grundsätzlich war die jugoslawische Föderation ein großer Fortschritt für alle nichtserbischen Nationalitäten gegenüber dem alten Jugoslawien.

    Querfront unter Milosevic

    1989 schaffte Milosevic die verfassungsmäßige Autonomie des Kosova einseitig und wiedergesetzlich ab, damit wurde der Prozeß eingeleitet, der zum Ende Jugoslawiens führte. Milosevic gab sich als Sozialist aus, stand aber vollständig auf dem Boden der klassischen Tschetnik Ideologie. Seine Bündnispolitik mit erklärten Rassisten, wie Vojeslav Seselj ( Serbische Radikale Partei) und mit Vuk Draskovic (Serbische Erneuerungsbewegung, die sich auf die Kirche, die Monarchie und die Tradition beruft) war kein Zufall. Wenn der Nationalismus zur dominanten Ideologie wird, bietet es sich unter Umständen an, den einen als Sozialisten, Monarchisten, „Jugoslawische Linke“ ( Partei der Milosevic Gattin und Partei der reichen Leute) oder als Rassisten und Faschisten im gemeinsamen Boot agieren zu lassen. Zur Einheit der Völker in Jugoslawien, trug der serbische Nationalismus keinesfalls bei. Im Gegenteil andere Nationalismen wurden befördert und internationale Einflußnahme ermöglicht. Selbstverständlich war das Ganze mit einem Blutbad verbunden.

  2. #2

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    Darf ich raten...Max Brym....???

    BBBBBBBBWWWWWWAAAAAHAHAHAHAHAHAAAAA.....

  3. #3

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    5.698
    1989 schaffte Milosevic die verfassungsmäßige Autonomie des Kosova einseitig und wiedergesetzlich ab, damit wurde der Prozeß eingeleitet, der zum Ende Jugoslawiens führte.

    Wahr doch auch so geschehen .....

  4. #4
    Avatar von Secondos

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    3.405
    Zitat Zitat von Albanesi
    1989 schaffte Milosevic die verfassungsmäßige Autonomie des Kosova einseitig und wiedergesetzlich ab, damit wurde der Prozeß eingeleitet, der zum Ende Jugoslawiens führte.

    Wahr doch auch so geschehen .....

    oder war das die folge des aggressiven albanischen verhaltensmusters???
    zu diesem zeitpunkt wahren sich doch schon alle am bewaffnen. :wink:

  5. #5

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    9.182
    Muhahahahah was für ein bescheuerter Text.
    Die Geschichts verdrehung begann doch inn Kroatien wo auf einmal alle PAVELIC geschriehen haben........ajajajajajaja!

    Und 1989 war eine Reaktion auf eure bewaffnung in den 80ern!

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