Beschluss hätte jugoslawischen Ex-Präsidenten vor weiterer jusristischer Verfolgung schützen sollen

Belgrad - Das serbische Parlament hat am Montag eine Resolution zum Schutze des wegen Kriegsverbrechen angeklagten ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic abgelehnt. Die Resolution, in der auch von der angeblichen Verfolgung der Milosevic-Familie die Rede war, hatten seine Sozialistische Partei und die rechts-nationalistische Radikale Partei eingebracht. Bei der Abstimmung waren 99 der 220 anwesenden Parlamentarier für die Resolution.

Milosevic muss sich vor dem UN-Tribunal in Den Haag wegen Kriegsverbrechen in Kroatien, Bosnien und dem Kosovo verantworten. Gegen seine Frau Mira Markovic ist Anklage wegen Amtsmissbrauchs in Belgrad erhoben worden. Milosevic-Sohn Marko wird von Interpol steckbrieflich wegen Nötigung und Freiheitsberaubung gesucht. Beide sind auf der Flucht. (APA/dpa)

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