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Slowakei - Untereinander ungarisch reden - 5000 Euro Strafe!

Erstellt von Gentos, 29.07.2009, 11:57 Uhr · 9 Antworten · 5.147 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    05.09.2004
    Beiträge
    7.890

    Slowakei - Untereinander ungarisch reden - 5000 Euro Strafe!


    Ein neues Sprachgesetz in der Slowakei stellt es den Bewohnern des Landes künftig unter Strafe, Ungarisch zu sprechen, sofern sich die Gesprächspartner in einer Gemeinde befinden, in der weniger als 20 Prozent der Bewohner Magyaren sind. Soll heißen: Ungarisch wird ab dem 1. September 2009 fast überall in der Slowakei verboten. Wer das Gesetz bricht, muss mit Strafen zwischen 100 und 5.000 Euro rechnen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
    »Ein vollkommen absurdes Gesetz«, so die empörte Reaktion des Präsidenten der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV), Hans Heinrich Hansen, gegenüber dem Nordschleswiger, der ankündigte, das Thema umgehend auf die Tagesordnung der FUEV setzen zu wollen. »Das müsste vom Europaparlament geahndet werden«, findet Hansen, »aber per sofort!«

    Wie dramatisch das neue Gesetz sich auf den Alltag der Magyaren in der Slowakei auswirken könnte, wird deutlich, wenn man an die innere Grenzreform 1995 denkt, bei der die slowakischen Kommunalgrenzen so verlegt wurden, dass die Mehrheitsgebiete der Magyaren (siehe Karte) aufgesplittet und neuen Kommunen untergeordnet wurden, in denen die Magyaren seither deutlich in der Minderheit sind. »Schon das war damals ein äußerst aggressiver Akt«, so Hansen.
    Das neue Sprachgesetz ist laut OSZE mit den internationalen Standards des Minderheitenschutzes zwar vereinbar, könne jedoch durchaus als »indirektes Instrument zur Aushöhlung der sprachlichen Rechte nationaler Minderheiten« miss­braucht werden.
    Das ungarische Parlament hat seine Regierung unterdessen einstimmig beauftragt, mit allen möglichen diplomatischen und rechtlichen Mitteln gegen den der Resolution nach »Verstoß gegen die Menschenrechte« vorzugehen. Die slowakische Politik hat der ungarischen Regierung ihrerseits mehrfach vorgeworfen, die Minderheiten in Ungarn faktisch »ausgerottet« zu haben. Der Streit um das neue slowakische Sprachengesetz ist nun die vorläufige Spitze des Eisberges, den die verwickelten ungarisch-slowakischen Beziehungen darstellen.

    Laut FAZ halte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico das neue Gesetz für einen Weg, »uns gegen den gefährlichen Irredentismus zu schützen«, der seiner Meinung nach von Ungarn aus geschürt werde. Damit wirft der von Rechtsradikalen gestützte, sozialdemokratische Regierungs­chef den Ungarn indirekt vor, Teile der Slowakei wieder in Ungarn eingliedern zu wollen.
    »Die einzige Waffe, die wir als Organisation in solchen Fällen haben, ist der Dialog. Wir können nur daran erinnern, dass er das einzige Mittel ist, Eskalationen wie in Georgien oder im Kosovo vorzubeugen. Doch Konflikte wie auf dem Balkan und die daraus folgende intensive Minderheitenpolitik scheinen bei den Politikern mittlerweile wieder in Vergessenheit geraten zu sein«, mahnte Hans Heinrich Hansen. »Wir haben diese Tendenz in den letzten Jahren auf uns zukommen sehen«, so Hansen, »und wir werden als FUEV zu dem Thema auch unseren Mund aufmachen, auch in Brüssel!«, versprach der FUEV-Chef.

    »Wenn man wie Morten Messerschmidt in Dänemark mit dem Slogan ‘Gebt uns Dänemark zurück’ 280.000 Stimmen bekommen kann, ist das doch nach innen gerichteter Nationalismus!«, machte Hansen deutlich, dass er nicht nur in Osteuropa einen wiederaufkeimenden Nationalismus registriert.
    Auf die deutsche Minderheit in Nordschleswig sieht Hansen aber deshalb noch lange keine schweren Zeiten zukommen: »Dänemark ist eine sehr stabile Demokratie, man kann deswegen zwar niemals ausschließen, dass es plötzlich wieder rückwärts geht«, sagte er, »doch ich halte es für kaum möglich, das hier Ähnliches passiert, auch wenn es Politiker wie Mogens Camre und Messerschmidt gibt.«



    http://www.nordschleswiger.dk/SEEEMS...sp?artid=15720

  2. #2

    Registriert seit
    07.12.2007
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    13.527
    wirklich krank die sollten sich an ungarn anschließen so wie moldawien es auch machen wird das ist die beste lösung

    tzzzz so ein krankes gesetz

  3. #3
    Baader
    Boah, so eine Strafe fickt ja dein halbes Leben. Kaum jemand dort hat doch soviel Geld um die Strafe einfach so zahlen zu können. Ausserdem ist es total schwachsinnig.

  4. #4

    Registriert seit
    31.01.2009
    Beiträge
    6.317
    Zitat Zitat von Gentleman Beitrag anzeigen

    Ein neues Sprachgesetz in der Slowakei stellt es den Bewohnern des Landes künftig unter Strafe, Ungarisch zu sprechen, sofern sich die Gesprächspartner in einer Gemeinde befinden, in der weniger als 20 Prozent der Bewohner Magyaren sind. Soll heißen: Ungarisch wird ab dem 1. September 2009 fast überall in der Slowakei verboten. Wer das Gesetz bricht, muss mit Strafen zwischen 100 und 5.000 Euro rechnen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
    »Ein vollkommen absurdes Gesetz«, so die empörte Reaktion des Präsidenten der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV), Hans Heinrich Hansen, gegenüber dem Nordschleswiger, der ankündigte, das Thema umgehend auf die Tagesordnung der FUEV setzen zu wollen. »Das müsste vom Europaparlament geahndet werden«, findet Hansen, »aber per sofort!«

    Wie dramatisch das neue Gesetz sich auf den Alltag der Magyaren in der Slowakei auswirken könnte, wird deutlich, wenn man an die innere Grenzreform 1995 denkt, bei der die slowakischen Kommunalgrenzen so verlegt wurden, dass die Mehrheitsgebiete der Magyaren (siehe Karte) aufgesplittet und neuen Kommunen untergeordnet wurden, in denen die Magyaren seither deutlich in der Minderheit sind. »Schon das war damals ein äußerst aggressiver Akt«, so Hansen.
    Das neue Sprachgesetz ist laut OSZE mit den internationalen Standards des Minderheitenschutzes zwar vereinbar, könne jedoch durchaus als »indirektes Instrument zur Aushöhlung der sprachlichen Rechte nationaler Minderheiten« miss­braucht werden.
    Das ungarische Parlament hat seine Regierung unterdessen einstimmig beauftragt, mit allen möglichen diplomatischen und rechtlichen Mitteln gegen den der Resolution nach »Verstoß gegen die Menschenrechte« vorzugehen. Die slowakische Politik hat der ungarischen Regierung ihrerseits mehrfach vorgeworfen, die Minderheiten in Ungarn faktisch »ausgerottet« zu haben. Der Streit um das neue slowakische Sprachengesetz ist nun die vorläufige Spitze des Eisberges, den die verwickelten ungarisch-slowakischen Beziehungen darstellen.

    Laut FAZ halte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico das neue Gesetz für einen Weg, »uns gegen den gefährlichen Irredentismus zu schützen«, der seiner Meinung nach von Ungarn aus geschürt werde. Damit wirft der von Rechtsradikalen gestützte, sozialdemokratische Regierungs­chef den Ungarn indirekt vor, Teile der Slowakei wieder in Ungarn eingliedern zu wollen.
    »Die einzige Waffe, die wir als Organisation in solchen Fällen haben, ist der Dialog. Wir können nur daran erinnern, dass er das einzige Mittel ist, Eskalationen wie in Georgien oder im Kosovo vorzubeugen. Doch Konflikte wie auf dem Balkan und die daraus folgende intensive Minderheitenpolitik scheinen bei den Politikern mittlerweile wieder in Vergessenheit geraten zu sein«, mahnte Hans Heinrich Hansen. »Wir haben diese Tendenz in den letzten Jahren auf uns zukommen sehen«, so Hansen, »und wir werden als FUEV zu dem Thema auch unseren Mund aufmachen, auch in Brüssel!«, versprach der FUEV-Chef.

    »Wenn man wie Morten Messerschmidt in Dänemark mit dem Slogan ‘Gebt uns Dänemark zurück’ 280.000 Stimmen bekommen kann, ist das doch nach innen gerichteter Nationalismus!«, machte Hansen deutlich, dass er nicht nur in Osteuropa einen wiederaufkeimenden Nationalismus registriert.
    Auf die deutsche Minderheit in Nordschleswig sieht Hansen aber deshalb noch lange keine schweren Zeiten zukommen: »Dänemark ist eine sehr stabile Demokratie, man kann deswegen zwar niemals ausschließen, dass es plötzlich wieder rückwärts geht«, sagte er, »doch ich halte es für kaum möglich, das hier Ähnliches passiert, auch wenn es Politiker wie Mogens Camre und Messerschmidt gibt.«



    http://www.nordschleswiger.dk/SEEEMS...sp?artid=15720
    Die totale Überwachung hat bereits angefangen,
    und sie geht weiter.

  5. #5
    Avatar von Duušer

    Registriert seit
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    4.820
    Die EU sollte die Slowakei meiner Meinung nach rausschmeissen! Das ist Unterdrückung und Rassismus pur in meinen Augen seitens der slowakischen Politiker! Die EU sollte der Slowakei fürs erste en Denkzettel verpassen!

  6. #6

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    17.122
    Zitat Zitat von Illyrian-Boy Beitrag anzeigen
    wirklich krank die sollten sich an ungarn anschließen so wie moldawien es auch machen wird das ist die beste lösung

    tzzzz so ein krankes gesetz
    Moldawien würde zu Rumänien gehen, nicht Ungarn. OMG!

    Wie auch immer, wirklich am Arsch, naja, EU halt.
    Einfach nur am Arsch.

  7. #7

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    16.600
    kranke typen gibts. können diese Polizisten nichts anders tun? so leben in Multi-Kulti EU. Schwachsinn, dieser Staat soll EU-Sanktionen bekommen. Österreich hat es hinter sich und das wegen einer Person. und das ist eindeutig Nationalistisch und disskriminierend

  8. #8
    Avatar von Krešimir

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    Zitat Zitat von Gentleman Beitrag anzeigen

    Ein neues Sprachgesetz in der Slowakei stellt es den Bewohnern des Landes künftig unter Strafe, Ungarisch zu sprechen, sofern sich die Gesprächspartner in einer Gemeinde befinden, in der weniger als 20 Prozent der Bewohner Magyaren sind. Soll heißen: Ungarisch wird ab dem 1. September 2009 fast überall in der Slowakei verboten. Wer das Gesetz bricht, muss mit Strafen zwischen 100 und 5.000 Euro rechnen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
    »Ein vollkommen absurdes Gesetz«, so die empörte Reaktion des Präsidenten der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV), Hans Heinrich Hansen, gegenüber dem Nordschleswiger, der ankündigte, das Thema umgehend auf die Tagesordnung der FUEV setzen zu wollen. »Das müsste vom Europaparlament geahndet werden«, findet Hansen, »aber per sofort!«

    Wie dramatisch das neue Gesetz sich auf den Alltag der Magyaren in der Slowakei auswirken könnte, wird deutlich, wenn man an die innere Grenzreform 1995 denkt, bei der die slowakischen Kommunalgrenzen so verlegt wurden, dass die Mehrheitsgebiete der Magyaren (siehe Karte) aufgesplittet und neuen Kommunen untergeordnet wurden, in denen die Magyaren seither deutlich in der Minderheit sind. »Schon das war damals ein äußerst aggressiver Akt«, so Hansen.
    Das neue Sprachgesetz ist laut OSZE mit den internationalen Standards des Minderheitenschutzes zwar vereinbar, könne jedoch durchaus als »indirektes Instrument zur Aushöhlung der sprachlichen Rechte nationaler Minderheiten« miss­braucht werden.
    Das ungarische Parlament hat seine Regierung unterdessen einstimmig beauftragt, mit allen möglichen diplomatischen und rechtlichen Mitteln gegen den der Resolution nach »Verstoß gegen die Menschenrechte« vorzugehen. Die slowakische Politik hat der ungarischen Regierung ihrerseits mehrfach vorgeworfen, die Minderheiten in Ungarn faktisch »ausgerottet« zu haben. Der Streit um das neue slowakische Sprachengesetz ist nun die vorläufige Spitze des Eisberges, den die verwickelten ungarisch-slowakischen Beziehungen darstellen.

    Laut FAZ halte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico das neue Gesetz für einen Weg, »uns gegen den gefährlichen Irredentismus zu schützen«, der seiner Meinung nach von Ungarn aus geschürt werde. Damit wirft der von Rechtsradikalen gestützte, sozialdemokratische Regierungs­chef den Ungarn indirekt vor, Teile der Slowakei wieder in Ungarn eingliedern zu wollen.
    »Die einzige Waffe, die wir als Organisation in solchen Fällen haben, ist der Dialog. Wir können nur daran erinnern, dass er das einzige Mittel ist, Eskalationen wie in Georgien oder im Kosovo vorzubeugen. Doch Konflikte wie auf dem Balkan und die daraus folgende intensive Minderheitenpolitik scheinen bei den Politikern mittlerweile wieder in Vergessenheit geraten zu sein«, mahnte Hans Heinrich Hansen. »Wir haben diese Tendenz in den letzten Jahren auf uns zukommen sehen«, so Hansen, »und wir werden als FUEV zu dem Thema auch unseren Mund aufmachen, auch in Brüssel!«, versprach der FUEV-Chef.

    »Wenn man wie Morten Messerschmidt in Dänemark mit dem Slogan ‘Gebt uns Dänemark zurück’ 280.000 Stimmen bekommen kann, ist das doch nach innen gerichteter Nationalismus!«, machte Hansen deutlich, dass er nicht nur in Osteuropa einen wiederaufkeimenden Nationalismus registriert.
    Auf die deutsche Minderheit in Nordschleswig sieht Hansen aber deshalb noch lange keine schweren Zeiten zukommen: »Dänemark ist eine sehr stabile Demokratie, man kann deswegen zwar niemals ausschließen, dass es plötzlich wieder rückwärts geht«, sagte er, »doch ich halte es für kaum möglich, das hier Ähnliches passiert, auch wenn es Politiker wie Mogens Camre und Messerschmidt gibt.«



    http://www.nordschleswiger.dk/SEEEMS...sp?artid=15720
    Die EU hat auch sehr viele Absurde Gesetze aber dagegen scheint niemand etwas zu tun.

  9. #9
    Avatar von Ilan

    Registriert seit
    25.06.2009
    Beiträge
    10.225
    Irgendwie scheinen mir die Staaten aus dem ehemaligen Ostblock immer etwas suspekt.

  10. #10
    Lopov
    Das hat nichts mit der EU zu tun. Seid froh, dass es die EU gibt. Nur sie kann etwas dagegen tun.

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