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Sollte man neues Jugoslawien gründen, besser gesagt ein Balkanpakt??

Erstellt von Car-Lazar, 18.03.2009, 13:36 Uhr · 277 Antworten · 9.853 Aufrufe

  1. #151
    Avatar von Livnjak

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    Zitat Zitat von El Mero Mero Beitrag anzeigen
    die europäische union wird früher oder später an seiner schwachen balance zugrunde gehen, genauso wie das ehemalige jugoslawien. die wirtschaftsachse der europäer sind doch die deutschen und franzosen, und wenn man die bevölkerung in diesen ländern fragt, möchte keines mehr die "melk kuh" der eu sein. ich könnte mir eher vorstellen, dass die deutschen und franzosen sich mit den skandinavischen ländern in einer union vereinen und den südeuropäischen (wirtschaftlich schwachen) teil die kalte schnauze zeigen.
    Betrachte die EU nicht nur als ein seelenloses Geldkonstrukt, in welchem man für ein paar Euro mehr seine Nachbarn verrät. Wenn die Situation so wäre wie du schreibst, warum wird Rumänien oder Bulgarien aufgenommen - das sind Kandidaten die vorraussichtlich über Jahrzehnte Gelder binden werden. Man hat es trotzdem gemacht. Weil man eins kapiert hat: Je enger die Länder in Europa zusammenarbeiten und miteinander handeln, desto stabiler werden die Länder. Die EU hat auch eine nicht wegzudiskutierende Friedenskomponente in sich. Wann gab es eine Zeit (unser Balkan jetzt mal ausgeklammert) in der es solange keine Kriege gab zwischen den jetzt 27 Ländern der EU?
    Dort leben 500 Millionen Menschen und wir Balkanesen müssen schauen, dass wir es auch in diese Gemeinschaft schaffen und nicht alle 30-40 Jahre eine neues scheiß Jugoslawien aufbauen. Mir sind die mediterranen Beziehungen und kulturellen europäischen Gemeinsamkeiten ebenso wichtig, wie die slawonisch-ungarischen-slowakischen Beziehungen und die Wiederrum wie das gute Miteinander leben mit den Ländern des ehemaligen Jugoslawien; ebenso müssen aus Kroatiens Sicht wegen traditioneller Partnerschaften auch die Beziehungen zu Österreich und Deutschland intensiviert werden.
    Das sind alles viele Punkte und viele Nachbar. Kroatien und alle anderen Balkanländer sollte nicht ihr Heil nur in den alten Strukturen suchen die MEHRFACH schief gegangen sind. Öffnen wir uns der Zukunft und einer neuer Episode der Balkangeschichte, als Teil der EU.
    Mir als Kroate ist es wichtiger gute Beziehungen zu Deutschland oder Italien zu haben als zu Serbien oder Montenegro. Wie gesagt, man muss alte Sichtweisen eintreten, dass man sich einigeln muss auf dem Balkan um "fremden Mächten" widerstehen zu können. Das sind Märchen und man sollte die Perspektive neu ausrichten, einfach etwas weiter - auf die Slowakei, Tschechien, Ungarn, Polen, Frankreich und GB und nicht good old YU.
    YU ist tot!

  2. #152

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    Zitat Zitat von Livnjak Beitrag anzeigen
    Betrachte die EU nicht nur als ein seelenloses Geldkonstrukt, in welchem man für ein paar Euro mehr seine Nachbarn verrät. Wenn die Situation so wäre wie du schreibst, warum wird Rumänien oder Bulgarien aufgenommen - das sind Kandidaten die vorraussichtlich über Jahrzehnte Gelder binden werden. Man hat es trotzdem gemacht. Weil man eins kapiert hat: Je enger die Länder in Europa zusammenarbeiten und miteinander handeln, desto stabiler werden die Länder. Die EU hat auch eine nicht wegzudiskutierende Friedenskomponente in sich. Wann gab es eine Zeit (unser Balkan jetzt mal ausgeklammert) in der es solange keine Kriege gab zwischen den jetzt 27 Ländern der EU?
    Dort leben 500 Millionen Menschen und wir Balkanesen müssen schauen, dass wir es auch in diese Gemeinschaft schaffen und nicht alle 30-40 Jahre eine neues scheiß Jugoslawien aufbauen. Mir sind die mediterranen Beziehungen und kulturellen europäischen Gemeinsamkeiten ebenso wichtig, wie die slawonisch-ungarischen-slowakischen Beziehungen und die Wiederrum wie das gute Miteinander leben mit den Ländern des ehemaligen Jugoslawien; ebenso müssen aus Kroatiens Sicht wegen traditioneller Partnerschaften auch die Beziehungen zu Österreich und Deutschland intensiviert werden.
    Das sind alles viele Punkte und viele Nachbar. Kroatien und alle anderen Balkanländer sollte nicht ihr Heil nur in den alten Strukturen suchen die MEHRFACH schief gegangen sind. Öffnen wir uns der Zukunft und einer neuer Episode der Balkangeschichte, als Teil der EU.
    Mir als Kroate ist es wichtiger gute Beziehungen zu Deutschland oder Italien zu haben als zu Serbien oder Montenegro. Wie gesagt, man muss alte Sichtweisen eintreten, dass man sich einigeln muss auf dem Balkan um "fremden Mächten" widerstehen zu können. Das sind Märchen und man sollte die Perspektive neu ausrichten, einfach etwas weiter - auf die Slowakei, Tschechien, Ungarn, Polen, Frankreich und GB und nicht good old YU.
    YU ist tot!
    YU hätte überlebt, wenn es dem Westen nicht daran gelegen hätte das Land zu zerschlagen (Erinnere dich bitte nur mal an die sofortige Anerkennung seitens DE usw.)
    Das weist du genauso gut wie ich.
    Ante Markovics Reformplan bezüglich der Schulden wäre aufgegangen, doch alle Kredite aufeinmal abzubezahlen (was die Verleiher auf einmal alle gleichzeitig forderten, natürlich rein zufällig*hust*) wurde zuviel. Als die Sowjetunion zerfiel schlug auch gleich das letzte Stündchen YUs, das fortan aufgeteilt wurde und heute Hündchen spielen darf.

    Soviel zur Vergangenheit. Und zur Zukunft?

    Ich habe es schon mal geschrieben, eine neutrale Position zwischen mehreren Mächten ist weitaus vorteilhafter, sowohl wirtschaftlich als auch politisch, als der Mitgliedsstaatus zb. in der EU. Man kann die wirtschaftlichen Vorteile der EU auch ohne Beitritt aushandeln und trotzdem eine neutrale Position einnehmen.

  3. #153
    Avatar von Noodles

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    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    YU hätte überlebt, wenn es dem Westen nicht daran gelegen hätte das Land zu zerschlagen (Erinnere dich bitte nur mal an die sofortige Anerkennung seitens DE usw.)
    Das weist du genauso gut wie ich.
    Ante Markovics Reformplan bezüglich der Schulden wäre aufgegangen, doch alle Kredite aufeinmal abzubezahlen (was die Verleiher auf einmal alle gleichzeitig forderten, natürlich rein zufällig*hust*) wurde zuviel. Als die Sowjetunion zerfiel schlug auch gleich das letzte Stündchen YUs, das fortan aufgeteilt wurde und heute Hündchen spielen darf.

    Soviel zur Vergangenheit. Und zur Zukunft?

    Ich habe es schon mal geschrieben, eine neutrale Position zwischen mehreren Mächten ist weitaus vorteilhafter, sowohl wirtschaftlich als auch politisch, als der Mitgliedsstaatus zb. in der EU. Man kann die wirtschaftlichen Vorteile der EU auch ohne Beitritt aushandeln und trotzdem eine neutrale Position einnehmen.
    Ich les immer ganz interessiert, was du schreibst, aber du verklärst das alles doch überwiegend. Am Ende ging einfach nichts mehr, weil die Ideologie alles abgeschnürt hat. Jugoslawien war immer ein Balanceact. Und die Kraft zum Balancieren hat einfach nicht mehr gereicht.

    Ob richtig oder falsch ABER: Die Teile Jugoslawiens wollten sich aufteilen lassen. Und den Gefallen... hat man ihnen rasend schnell getan.

  4. #154

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    Zitat Zitat von Noodles Beitrag anzeigen
    Ich les immer ganz interessiert, was du schreibst, aber du verklärst das alles doch überwiegend. Am Ende ging einfach nichts mehr, weil die Ideologie alles abgeschnürt hat. Jugoslawien war immer ein Balanceact. Und die Kraft zum Balancieren hat einfach nicht mehr gereicht.

    Ob richtig oder falsch ABER: Die Teile Jugoslawiens wollten sich aufteilen lassen. Und den Gefallen... hat man ihnen rasend schnell getan.
    Die Teile Jugoslawiens? Kommt drauf an was du unter Teile verstehst.
    Ansich wäre nichts passiert, wenn Kucan, Tudjman, Izetbegovic und Milosevic
    nicht die Chance gesehen hätten jeweils zum Präsidenten auszusteigen. Das Volk wusste erst nicht was es tun sollte und hielt erstmal still, wie auch, auf der einen Seite YU auf der anderen einzelner Staat. Keiner wusste wie es ausgehen würde, also wartete man ab bis etwas passierte und dann hatte Kucan bereits seine Seperatistien in die Öffentlichkeit gerufen.

  5. #155
    Esseker
    Ein neues Jugoslawien würde ich mir noch irgedwie vorstellen können:
    ohne Makedonien, Kosovo (keine wichtige Wirtschaft) und Slowenien (wer braucht die?)... ein ganzes Balkanland wwäre zu viel... die konflikte gibt es immer noch

    Serben - Kroaten
    Bosnjaken - Kroaten
    Serben - Albaner
    Bosnjaken - Serben
    Makedonier - Griechen
    .. usw.

  6. #156
    Avatar von Livnjak

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    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    YU hätte überlebt, wenn es dem Westen nicht daran gelegen hätte das Land zu zerschlagen (Erinnere dich bitte nur mal an die sofortige Anerkennung seitens DE usw.)
    Das weist du genauso gut wie ich.
    Ante Markovics Reformplan bezüglich der Schulden wäre aufgegangen, doch alle Kredite aufeinmal abzubezahlen (was die Verleiher auf einmal alle gleichzeitig forderten, natürlich rein zufällig*hust*) wurde zuviel. Als die Sowjetunion zerfiel schlug auch gleich das letzte Stündchen YUs, das fortan aufgeteilt wurde und heute Hündchen spielen darf.

    Soviel zur Vergangenheit. Und zur Zukunft?

    Ich habe es schon mal geschrieben, eine neutrale Position zwischen mehreren Mächten ist weitaus vorteilhafter, sowohl wirtschaftlich als auch politisch, als der Mitgliedsstaatus zb. in der EU. Man kann die wirtschaftlichen Vorteile der EU auch ohne Beitritt aushandeln und trotzdem eine neutrale Position einnehmen.
    Du solltest doch bei der Erwähnung der deutschen Anerkennung Kroatiens und Sloweniens bedenken, dass man nicht einfach ein Land anerkennen kann, dass Jugoslawien spitze und super toll findet, sondern ein Volk dass die Schnauze voll davon hat. Ich spreche jetzt für die Kroaten (zumindest die, die ich kenne aber ich bin überzeugt, dass das auf einen Großteil der Kroaten zutrifft); die hatten von Jugoslawien die Schnauze voll - sie wollten nicht mehr!!! Das war nicht Deutschland, dass die Kroaten angestachelt hätte um SFRJ zu spalten sondern wir wollten unseren eigenen Staat, souverän und frei. Ich kennen KEINEN Kroaten der diese Meinung nicht teilt. Sehs doch bitte ein: Die Menschen der ausgetrettenen Ländern wollte YU nicht mehr, nicht die großen Mächte. Die haben dazu beigetragen indem sie unser Gesuch unterstützt haben und nicht andersherum. Am Anfang stand der Wille der Kroaten unabhängig zu sein.

  7. #157
    Avatar von Noodles

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    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Keiner wusste wie es ausgehen würde, also wartete man ab bis etwas passierte und dann hatte Kucan bereits seine Seperatistien in die Öffentlichkeit gerufen.
    Ja, aber vorher hat Slowenien wirklich viel versucht, und wurde geradezu verscheucht aus allen Gremien. Die Slowenen hatten das Gefühl, nicht mehr gewollt zu sein, und das hat man auch billigend in Kauf genommen. "Sollen sie doch gehen", hat man gehöhnt. (Da gibt es Sitzungsprotokolle.) Das lag an der Verkrustung der Partei. Da war nichts mehr zu reformieren. Das haben sie selbst versaut. Und erst dann... kamen die Geier (...) angeflogen.

  8. #158
    Car-Lazar
    Zitat Zitat von Kristalli_i_Rahovecit Beitrag anzeigen
    Ich bin für einen Balkanpakt, wo Serbien nicht eintreten kann.
    Dieser Balkanpakt sollte alle Staaten umfassen die mit Serben in jüngster Zeit Krieg mt Serbien hatten.Dazu sollten Slovenien,Kroatien,Bosnien und Kosovo gehören.
    Ziel diese Paktes sollte es sein den Einfluss der Serben einzudämmen und Serbien dazu bewegen seine eVerbrechen an die Völker des Balkans aufzuklären und Schadensersatz an KS,BH,KR,SL zu zahlen.
    ur gemeinsam sind wir gegen unseren grösten Feind stark.

    Geh rede da keine scheisse aus, du würdest nur mit diesem Pakct nur einen Krieg gegen Serbien anzetteln wollen,statt den ursprünglichen zweck zu erfüllen.

  9. #159

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    Zitat Zitat von Livnjak Beitrag anzeigen
    Du solltest doch bei der Erwähnung der deutschen Anerkennung Kroatiens und Sloweniens bedenken, dass man nicht einfach ein Land anerkennen kann, dass Jugoslawien spitze und super toll findet, sondern ein Volk dass die Schnauze voll davon hat. Ich spreche jetzt für die Kroaten (zumindest die, die ich kenne aber ich bin überzeugt, dass das auf einen Großteil der Kroaten zutrifft); die hatten von Jugoslawien die Schnauze voll - sie wollten nicht mehr!!! Das war nicht Deutschland, dass die Kroaten angestachelt hätte um SFRJ zu spalten sondern wir wollten unseren eigenen Staat, souverän und frei. Ich kennen KEINEN Kroaten der diese Meinung nicht teilt. Sehs doch bitte ein: Die Menschen der ausgetrettenen Ländern wollte YU nicht mehr, nicht die großen Mächte. Die haben dazu beigetragen indem sie unser Gesuch unterstützt haben und nicht andersherum. Am Anfang stand der Wille der Kroaten unabhängig zu sein.
    Und warum wollten sie raus? Weil man ihnen erzählt hat, dass Belgrad eine Verschwörung plant, die Welt erobern will und das ihre Kultur unterdrückt wird (was völliger Schwachsinn war/ist). Darum laufen heute auch Leute wie Metlo rum und erzählen diese Märchen.

    Die Kroaten hatten nach dem slowenischen Protest die Wahl zu bleiben oder zu gehen. Tudjman sah das als seine Chance und ergriff sie.

  10. #160

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    Zitat Zitat von Noodles Beitrag anzeigen
    Ja, aber vorher hat Slowenien wirklich viel versucht, und wurde geradezu verscheucht aus allen Gremien. Die Slowenen hatten das Gefühl, nicht mehr gewollt zu sein, und das hat man auch billigend in Kauf genommen. "Sollen sie doch gehen", hat man gehöhnt. (Da gibt es Sitzungsprotokolle.) Das lag an der Verkrustung der Partei. Da war nichts mehr zu reformieren. Das haben sie selbst versaut. Und erst dann... kamen die Geier (...) angeflogen.
    Das stimmt, die Slowenen (zumindest die Vertreter, das Volk war da noch unbeteiligt) hatten genug vom Kongress, als ihre Forderungen einfach ignoriert wurden

    http://hr.wikipedia.org/wiki/14._izvanredni_kongres_SKJ

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