Bisher regierende NDSW beharrt im Fall von Koalitionseintritt auf Premier Sakskoburggotski

Sofia - In Bulgarien treten die Sozialisten (BSP) und die Partei der türkischen Minderheit (DPS) für einen sozialistischen Ministerpräsidenten ein. Das ging am Donnerstag aus den ersten Koalitionsgesprächen der BSP, die als stärkste Kraft aus der Parlamentswahl vom vergangenen Wochenende hervorgegangen ist, mit der drittstärksten Partei, der DPS, hervor. Ein konkreter Name wurde jedoch nicht genannt.

Beide Parteivorsitzende - Sergej Stanischew (BSP) und Ahmed Dogan (DPS) - stimmten auch darin überein, dass Bulgarien angesichts seines für Anfang 2007 geplanten EU-Beitritts eine "stabile Parlamentsmehrheit und Regierung" brauche. Es dürfe wegen einer gescheiterten Regierungsbildung nicht zu Neuwahlen kommen.

Prioritäten

Stanischew schloss eine Beteiligung der bisher regierenden Nationale Bewegung (NDSW) von Ministerpräsident Simeon Sakskoburggotski an einer Koalitionsregierung nicht aus. Er erwarte aber, dass die NDSW die Prioritäten der Sozialisten anerkenne.

Die NDSW hat im Rahmen einer Regierungsbeteiligung einen sozialistischen Premier ausgeschlossen und Sakskoburggotski für das Amt favorisiert, wie der bisherige Außenminister Solomon Passi am Donnerstag bekräftigte.

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