Außenminister Spindelegger absolviert am Freitag einen "Ermutigungsbesuch" in Bosnien-Herzegowina





Außenminister Spindelegger absolviert am Freitag einen "Ermutigungsbesuch" in Bosnien-Herzegowina. Neben einem Treffen mit Außenminister Sven Alkalaj und den drei Vertretern des nach ethnischem Proporz besetzten Staatspräsidiums wird Spindelegger in Sarajevo auch mit dem neuen internationalen Bosnien-Beauftragten Valentin Inzko zusammentreffen.
Das seit Kriegsende 1995 aus zwei Entitäten (Bosniakisch-Kroatische Föderation und Republika Srpska) bestehende Land ist zuletzt bei seinem EU-Annäherungsprozess ein wenig in Verzug geraten. Daher diene die Reise auch dazu, die Verantwortlichen in Bosnien-Herzegowina zu "ermutigen, den Reformkurs entschlossen fortzusetzen" und die Unterstützung durch Österreich deutlich zu signalisieren, hieß es im Vorfeld aus dem Außenministerium.
Wien sei an einer "Stabilitätszone" am Balkan interessiert und bevorzuge, dass es in Zukunft in dieser Region keine "weißen Flecken" mehr geben solle. Zudem ist Österreich erster Auslandsinvestor in Bosnien-Herzegowina. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise wolle man daher zeigen, dass dies auch weiter so bleiben soll. An sich hatten die bosnischen Behörden angekündigt, noch 2009 einen EU-Beitrittsantrag stellen zu wollen, doch gibt es zahlreiche Probleme beim Beschluss von dafür notwendigen Reformen.
Spindelegger auf "Ermutigungsbesuch" in Bosnien > Kleine Zeitung