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"Wie ich Srebrenica überlebte"

Erstellt von Mudi, 14.07.2011, 09:44 Uhr · 48 Antworten · 3.454 Aufrufe

  1. #1
    Mudi

    "Wie ich Srebrenica überlebte"

    "Wie ich Srebrenica überlebte"

    Im Juli 1995 brachte die bosnisch-serbische Armee 8.000 Männer und Jungen in Srebrennica um. Nezir Dzozic überlebte das Massaker, versteckt in Wäldern. Heute lebt er wieder in seinem Heimatdorf nahe Srebrenica.


    An die Tage im Juli 1995, als die Soldaten des bosnisch-serbischen Generals Ratko Mladic die Enklave Srebrenica besetzten, erinnert sich Nezir Dzozic noch sehr gut: "Es wurde geschossen, tagelang, und wir haben uns versteckt. Wir sind immer zum Bach geflüchtet, um Schutz vor den Granaten zu suchen." Sein Dorf habe er erst dann verlassen, als er sah, dass serbische Soldaten vorrückten, erzählt der Rentner heute.


    Nezir Dzozic musste alles zurücklassen, was er hatte. Er war Mechaniker in einem Sägewerk, arbeitete dort jahrelang. Mit dem Geld, das er verdiente, baute er sein Haus. Von seinem Heimatdorf ging er fort - nur mit einer kleinen Ledertasche und etwas Brot darin. Mehr Lebensmittel gab es nicht



    Eine Reise ins Ungewisse



    Nach Potocari, ein Dorf in der Nähe von Srebrenica, wollte Nezir Dzozic nicht. Da befand sich zwar das niederländische Bataillon der UN-Friedenstruppen, aber der alte Mann traute ihm nicht. "Ehrlich gesagt, hatte ich einfach Angst dorthin zu gehen." Zusammen mit vielen anderen Menschen aus der Region entschied er sich, in die andere Richtung zu gehen. "Man hat uns gesagt, wir sollen in die Berge gehen, und dann weiter bis zum ostbosnischen Berg Udrc. Ich hatte von dem Berg gehört, wusste aber gar nicht, wo er war."


    Der Weg dorthin sei lang und sehr gefährlich gewesen, erzählt Nazir Dzozic: "Wir sind durch die Wälder in einer Kolonne gegangen." Plötzlich gerieten sie in Maschinengewehrfeuer, erinnert sich der alte Mann: "Es war ein Hinterhalt. Ich habe mich hinter einem Baum versteckt, um mich herum fielen die Menschen - manche waren verwundet, andere tot."


    Bilder des Grauens

    Dann hörte das Schießen auf und eine Stimme meldete sich über einen Megafon, erinnert sich Nezir Dzozic: "Kommt raus, ergebt euch, hier ist das Internationale Rote Kreuz, ihr seid in Sicherheit." Er habe der Ansage aber kein Glauben geschenkt und sei zunächst liegen geblieben. Später habe er beschlossen, zurückzukehren.


    Was er an dem Tag sah, hat Dzozic bis heute nicht vergessen: "Das waren Bilder des Grauens. Ich erinnere mich immer noch an einem Mann, der beide Unterschenkel verloren hatte. Der Mann schrie: Brüder, lasst mich nicht zurück! Er wurde von einer Granate getroffen. Ein Auge fehlte, er war ganz blutig und beide Beine waren bis zum Knie zerfetzt. Er blutete sehr stark und kroch in Richtung eines Baches."


    Angst und Hunger

    Tagelang irrte Nezir Dzozic in den Wäldern herum. Dort traf er einen Verwandten und zwei seiner Nachbarn. Zusammen versuchten sie dann, sich bis zur nordbosnischen Stadt Tuzla durchzuschlagen. Die kleine Gruppe schaffte es, einige serbische Hinterhalte zu umgehen. Auch durch den Berg Udrc hatte sie einen Weg gefunden.

    Sie aßen die ganze Zeit nur das, was sie unterwegs fanden: einige Beeren, manchmal wilde Früchte. Dann trafen sie aber auf die Minenfelder in der Nähe des Dorfes Snagovo, diese zu überqueren, trauten sich Nezir Dzozic und die anderen nicht: "Hungrig und völlig erschöpft haben wir uns entschieden, zurückzukehren", sagt Dzozic. Also gingen sie zurück ins Dorf, aus dem sie geflüchtet waren. Dort kannten sie sich aus. Sie hofften, in den verlassenen Häusern vielleicht noch Nahrung zu finden.


    Nach über einem Monat erreichten sie ihr Dorf. In einem nah gelegenen Waldstück bauten sie eine Unterkunft aus Ästen, in der sie sich versteckten. Manchmal gingen sie zum Waldrand. Auf den Feldern sahen sie dann ihre früheren Nachbarn - die Serben. "Bei einigen wollte ich mich melden, aber ich habe mich nicht getraut. Mit denen waren auch unbekannte Menschen, es gab schon viele serbische Flüchtlinge, die Srebrenica besetzt hatten", erzählt Dzozic. Schließlich wollte er nicht verraten werden.

    Die Rückkehr


    Im Wald hatten sich Nezir Dzozic und seine Freunde bis zum 18. Oktober 1995 versteckt: "Irgendwie haben uns die Polizisten und die Soldaten entdeckt und umzingelt. Wir hatten keine Waffen und haben uns sofort ergeben. Den Kommandanten und einige Polizisten kannte ich. Sie haben uns nicht misshandelt, sondern nur verhaftet und dann ins Gefängnis nach Foca gebracht."


    Drei Monate später wurden die vier Männer gegen andere Gefangene ausgetauscht. So kam Nezir Dzozic am 3. Februar 1996 frei. Kurze Zeit später traf er einige Verwandte, die das Massaker in Srebrenica auch überlebt hatten. Zunächst blieb er in Srebrenik bei Tuzla. Dann wollte er aber doch in sein Heimatdorf zurück - und war einer der ersten Rückkehrer. Jedes Jahr am 11. Juli geht Nezir Dzozic nach Potocari – zur Gedenkstätte der Opfer von Srebrenica. Dort wohnt er Jahr für Jahr der Beisetzung der jüngst identifizierten Opfer bei. Und betet für sie.



    "Wie ich Srebrenica überlebte" | Fokus Südosteuropa | Deutsche Welle | 14.07.2011

  2. #2

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    Beiträge
    2.418
    besteht srebrenica aus 8.001 bewohner und nazir war der 8.001?

  3. #3
    Dadi
    Oh mann, das fickt einen richtig durch.
    (Unangemessene Wortwahl vllt, das soll das Thema aber nicht beschmutzen.)

  4. #4
    Baader
    Zitat Zitat von ZakZak Beitrag anzeigen
    besteht srebrenica aus 8.001 bewohner und nazir war der 8.001?
    Halt die Fresse...

  5. #5

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  6. #6

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    2.418
    Zitat Zitat von Baader Beitrag anzeigen
    Halt die Fresse...


    Eine der massivsten Kriegslügen bestand aus der Behauptung, in Bosnien seien während des Krieges zwischen 250'000 und 350'000 moslemische Bosnier umgekommen. Zahlen, die bis vor kurzem regelmässig als Tatsache präsentiert wurden. Mittlerweile mussten selbst moslemische Institutionen zugeben, dass es sich dabei um eine masslose Übertreibung gehandelt hat. So berichtete das bosnisch-moslemische "Informations- und Dokumentationszentrum" im Oktober 2009, man habe jetzt neue Zahlen. Unter allen ethnischen Gruppierungen Bosniens - also Moslems, Serben und Kroaten - habe es während des Krieges insgesamt 98'000 Tote und Vermisste gegeben, davon 65,88% Moslems, 25,62% Serben und 8,1% Kroaten. Damit wird nachträglich bestätigt, dass moslemische Institutionen jahrelang ca. 200'000 und mehr Tote erfunden haben. Eine Lüge, die von den führenden westlichen Massenmedien lange Zeit für die moslemische Bü ̧rgerkriegspartei in die Welt getragen wurde. Es ist jedoch nicht sicher ob diese "neue" Zahl der Wahrheit entspricht, da keine internationale und unabhängige Organisation diesen Ermittlungen beiwohnte. Der US-Amerikaner George Kenney, der früher beim US-State Departement tätig war und 1992 aus Protest gegen die US-Balkanpolitik von seinem Posten zurücktrat, gelangte bereits 1995 nach eigenen Recherchen zu ganz anderen Zahlen. So veröffentlichte die New York Times am 23. April 1995 die Ergebnisse von Kenneys Recherchen in Form des Berichtes "The Bosnia calculation: how many have died?" Darin schätzt Kenney die Gesamttodeszahl unter allen Volksgruppen während des Bosnienkrieges auf 35'000. Im schlimmsten Fall, unter Berücksichtigung aller Umstände, könnte die Zahl, so Kenney, bei max. 60'000 liegen. Obwohl auch diese Zahl schlimm genug wäre, so kann damit die Gräuelpropaganda moslemischer Institutionen und deren Unterstützung durch die westlichen Massenmedien keinesfalls entschuldigt und gerechtfertigt werden. Es bleibt zu vermuten, dass die moslemische Bürgerkriegspartei prozentual tatsächlich die höchste Opferzahl aller drei Volksgruppen vorzuweisen hat. Dies ist jedoch auf die Tatsache zurückzuführen, dass sie während des Krieges gegen drei Gegner kämpfte. So bekämpften sich in Bosnien nicht nur Serben und Moslems, sondern auch Moslems und Kroaten und Moslems und Moslems (Die Anhänger des moslemischen Industriellen Fikret Abdić aus der Region Bihać bekämpften die Regierungstruppen von Alija Izetbegović). In diesem Zusammenhang kann von einem serbischen "Aggressionskrieg" und "Völkermord" keine Rede sein, denn in Bosnien tobte ein klassischer Bürgerkrieg."

  7. #7
    Avatar von Climber

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    6.229
    Zitat Zitat von ZakZak Beitrag anzeigen
    Eine der massivsten Kriegslügen bestand aus der Behauptung, in Bosnien seien während des Krieges zwischen 250'000 und 350'000 moslemische Bosnier umgekommen. Zahlen, die bis vor kurzem regelmässig als Tatsache präsentiert wurden. Mittlerweile mussten selbst moslemische Institutionen zugeben, dass es sich dabei um eine masslose Übertreibung gehandelt ....."
    Quelle immer angeben, so können wir sehen von wem dieser Müll ist


    Der Text ist von einem Aleksander Dorin. War hier angemeldet.

    Aleksander Dorin und seine Cetnikpropaganda

  8. #8
    Avatar von Cobra

    Registriert seit
    08.06.2009
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    64.193
    Zitat Zitat von Climber Beitrag anzeigen
    Quelle immer angeben, so können wir sehen von wem dieser Müll ist


    Der Text ist von einem Aleksander Dorin. War hier angemeldet.

    Aleksander Dorin und seine Cetnikpropaganda
    Bekannt als einer der größten Hetzer und Märchenerzähler überhaupt. Allerdings ist an den falschen Zahlen was dran...

  9. #9

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    Beiträge
    437
    naja wenn die sich noch weiter radikalisieren, wird sich das wahrscheinlich nochmal wiederholen.

  10. #10
    Avatar von Cobra

    Registriert seit
    08.06.2009
    Beiträge
    64.193
    Zitat Zitat von Soltan Beitrag anzeigen
    naja wenn die sich noch weiter radikalisieren, wird sich das wahrscheinlich nochmal wiederholen.
    Erzähl hier nicht so einen Dreck!

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