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Standpunkt

Erstellt von Feuerengel, 14.10.2005, 18:08 Uhr · 3 Antworten · 297 Aufrufe

  1. #1
    Feuerengel

    Standpunkt

    Standpunkt
    Wie imperiale Gebilde die Wünsche des Volkes in Kosova mißachten
    Kommentar von Dr. Agim Popa



    Kürzlich übergab der norwegische Diplomat Kai Eide seinen Bericht über Kosova, an UN-Generalsekretär Kofi Annan. Die UN hat jetzt grünes Licht für „Statusverhandlungen“ über Kosova gegeben. In Wien soll noch in diesem Jahr das „Verhandlungsprogramm“ beginnen. Gegenwärtig hat Kosova wieder den Weg zurück in die weltweiten Gazetten gefunden. Der sogenannte Verhandlungsprozess wird breit kommentiert. Den allerwenigsten Kommentatoren gelingt es allerdings den Prozess als antidemokratische Farce zu entlarven. Das beginnt schon mit der Frage woher eine einzelne Person wie Kai Eide, sich die Frechheit nimmt, autonom zu beurteilen wie die Lage in Kosova ist. Die Empfehlungen Eides schließen ein Referendum der Bevölkerung Kosovas über ihr nationales und staatliches Dasein ausdrücklich aus. Damit ignoriert die internationale Staatengemeinschaft ihre auf dem Papier stehenden demokratischen Prinzipien.

    Das Selbstbestimmungsrecht der Völker sollte nach dem Völkerrecht, nach dem Mehrheitsprinzip umgesetzt werden. Viele Resolutionen der UN gehen von diesen Prinzipien aus. Selbstverständlich müssen wenn das nationale Selbstbestimmungsrecht wahrgenommen wird, die nationalen Minderheiten in dem neu konstituiertem Gebiet über alle demokratischen Rechte verfügen. Die Statusverhandlungen über Kosova sehen aber kein Selbstbestimmungsrecht und kein Referendum vor. Es soll über einen neuen Status gesprochen werden, der unter dem Begriff „Eingeschränkte Souveränität“ aus Kosova ein EU-Protektorat machen will. Locken soll die Bevölkerung in Kosova das Versprechen,“bald die EU Mitgliedschaft“ zu erhalten. Aus UNMIKISTAN soll EUMIKISTAN werden.

    In Zukunft würde ein hoher Kommissar wie in Bosnien alle Fragen letztendlich entscheiden. Kosova erhielte nach dem Willen der imperialen Staaten bis mindestens 2014 einen ähnlichen Status wie Bosnien. Was dieser Status Bosnien gebracht hat, ist hinlänglich bekannt. Alle imperialen Großmächte vertreten ihre Interessen, Kosova darf nicht souverän werden, denn dies hätte nach Meinung der imperialen Mächte „unabsehbare Konsequenzen“ für Bosnien, Kurdistan, Tschetschenien usw. Ergo imperiale Metropolen wollen den kleinen Völkern vorschreiben wie sie mit ihrem Recht auf nationale Selbstbestimmung umzugehen haben. Für sich selbst reklamierte die imperiale Macht Deutschland 1990 das Recht auf nationale Vereinigung. Dieses Recht wird Kosova in jeder Beziehung vorenthalten. Kosova will man die Souveränität verweigern und ein Zusammenschluß mit Albanien ist prinzipiell ausgeschlossen. Dafür wird in der internationalen Debatte das Gespenst „Großalbanien“ bemüht. Von einem neuen „Großdeutschland“ mit imperialen Bestrebungen warnte 1990 nur die damalige britische Premierministerin. Die sogenannten Verhandlungen in Wien haben nur den Zweck, Kosova einen veränderten Status zu gewähren, das Selbstbestimmungsrecht wird elementar ignoriert.


    Das Geschwätz vom „multiethnischem Kosova“ zeigt sein wahres Gesicht.

    Seit 1990 behauptete die internationale Staatengemeinschaft in Gestalt der UNMIK, dass es darum ginge, in Kosova eine „multiethnische Gesellschaft“ aufzubauen. Kritiker verwiesen darauf, dass diese Zielvorgabe ein nationalistisches imperiales Projekt sei. Auf der Agenda stand nicht Kosova die Freiheit zu geben, sein Schicksal selbst zu bestimmen, sondern über das Geschwafel von „Multiethnizität“, die Unabhängigkeit Kosovas zu verhindern. Jetzt entlarvt sich das UNMIK Projekt entgültig, als ein Projekt der ethnischen Teilung und der nationalen Absonderung der Völker in Kosova. Herr Eide hat in seinem Bericht vorgeschlagen, in Kosova ethnisch reine serbische Gebiete mit Polizei, Justiz und Bildungshoheit zu schaffen. Die „völkisch“ von Albanern gesäuberten serbischen Gemeinden, sollen nach Kai Eide „horizontale Verbindungen untereinander eingehen dürfen“ sowie „Sonderbeziehungen“ zum serbischen Staat unterhalten können.

    Objektiv wird damit Kosova ethnisch geteilt und somit jeglicher politischer und ökonomischer Perspektive beraubt. Dagegen gilt es die Massen in Kosova für das Recht auf Unabhängigkeit und Zukunft zu mobilisieren. Diese Zukunft gehört auch allen nationalen Minderheiten, in einem souveränen Kosova müssen sie sämtliche demokratischen Rechte haben. Nebenbei bemerkt ist es für die Serben, Roma und die anderen Minderheiten wesentlich sinnvoller und zukunftsträchtiger in einem geeinten Gebiet auf der Basis der Gleichheit mit ökonomischer Perspektive zu leben. Für serbische Menschen bietet das Leben in Enklaven als politische Agentur des serbischen Staates, mit Unterstützung der neu lackierten Kolonialmacht kein lohnendes Ziel. Das kommende EU-Protektorat in Kosova (mit einigen neuen Floskeln) ist um keinen Deut besser als bisherige UNMIK Gebilde. Auch ein „Bevollmächtigter der EU“ wird die Bevölkerung kolonial herum dirigieren, selbst wenn seine Herrschaft eine etwas andere Rhetorik hat, es wird weiter so sein, dass die Einwohner Kosovas als unmündige Kinder gelten, denen es pseudo-demokratischen Mores zu lehren gilt.

  2. #2
    Avatar von lupo-de-mare

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    11.988

    Re: Standpunkt

    Zitat Zitat von Gjergj

    Das Selbstbestimmungsrecht der Völker sollte nach dem Völkerrecht, t.
    Gangster sind nun mal kein Volk und es kommt genauso, wie @lupo 2003 vorhergesagt hat im PF!

    Und wer zahlt schafft an und wer zu blöde ist, sich selbst zu verwalten hat jede Chance verspielt, auch nur mitzureden.

    Einmal mit Idioten und Kriminellen wie Hashim Thaci zu reden, war genug für die Welt. Niemand braucht diesen Abschaum von Balkan-Taliban.

    Lord Roberston 2003: Wir werden den Kosovo nicht dem Organisierten Verbrechen übergeben.

    Comprende! Es ist schon witzig, wenn man vom Völkerrecht redet und zugleich Mord Progrome inzeniert! Von Menschenrechten reden und dann UCK Bordelle für Sex Sklaven aufbauen und extrem den Menschen- und Drogen Handel dirigieren.

    Die UCK Banditen sind nun mal mehr wie peinlich und die Kosovo Bevölkerung muss sich erst einmal von diesem Gesindel inklusive Rugova befreien.

    siehe auch


    http://balkanforum.at/modules.php?na...ghlight=#73648

  3. #3

    Registriert seit
    18.07.2004
    Beiträge
    9.182
    LoL

    Wen interessiert es was das "Volk" will. Nur weil ihr mehr Kinder zeugt als wir heisst das nicht das euch automatisch ein Landstrich gehört. Benehmt euch wie Zivilisierte Leute, lernt serbsich und dann seid ihr doch auch das Staatsvolk. Ihr müsst ebend einfach nur serbsich Können und euch benehmen. ^^

  4. #4
    Avatar von Sousuke-Sagara

    Registriert seit
    30.08.2005
    Beiträge
    7.770
    Lieber eine US Herrschaft im Kosovo als eine albanische.

    Falls Kosovo unabhängig werden sollte fällt es auf das Niveau von Mali, Benin oder andere afrikanische Krisenstaaten zurück...wenn nicht sogar noch weiter.

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