Landesweite Streiks im öffentlichen Dienst wie im privaten Sektor haben am Mittwoch Griechenland lahm gelegt. Im Inlandsluftverkehr ging so gut wie gar nichts mehr, fast drei Viertel aller Flüge wurden gestrichen. Auch Ministerien, Schulen und Universitäten blieben geschlossen. Die Post, die Elektrizitäts- und die staatliche Telefongesellschaft sowie die öffentlichen Verkehrsmittel werden ebenfalls bestreikt. Der Protest bei diesen Unternehmen wird auch am Donnerstag fortgesetzt, berichtete das Fernsehen.

Sicherung der Arbeitsplätze

Mit den Arbeitsniederlegungen wird gegen die Einkommenspolitik der konservativen Regierung unter Ministerpräsident Kostas Karamanlis protestiert. Zudem wird gegen Reformen auf dem Arbeitsmarkt, für die
Sicherung von Arbeitsplätzen und gegen die schwindende Kaufkraft gestreikt.

Kundgebungen

In allen größeren Städten des Landes sind Kundgebungen geplant. Zu der Aktion hatten die beiden größten Gewerkschaftsverbände - die GSEE im privaten Sektor und die ADEDY im öffentlichen Dienst - unter dem Motto "Es reicht!" aufgerufen. Es sind die größten Proteste dieser Art seit dem Wahlsieg der Konservativen in Griechenland im März 2004.

http://www.kurier.at/ausland/1212970.php


In Griechenland ist in den letzten Monaten immer mehr Aktion angesagt.