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Tausende demonstrieren gegen Karadzic-Festnahme

Erstellt von acttm, 29.07.2008, 20:36 Uhr · 99 Antworten · 3.953 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Schwarzer Georg

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    ich hoffe ganz erlich, aber selbst das ist ein phenomen bei uns, ob wohl die alle gesehen habe und wiessen alles, trotzdem wällen immer wieder den jenigen......selbst wenn die auf der fresse kriegen :eyeslam: sind die immer noch für den.....selbst wenn die in luft gehen werden wäre der ihre nation heroi....keine ahnung wieso und warum begreifen die endlich nicht und machen nicht die augen auf......wenns brenslich wird, dann sind die ersten die abhauen werden, nichts ausser große klappe

  2. #22

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    Krank diese Leute

  3. #23

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    5000 - 7000/8000 Demonstranten laut CNN

  4. #24
    Avatar von Cigo

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    serbien präsentiert sich mal wieder von seiner schokoladenseite

  5. #25
    Avatar von Rane

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    Zitat Zitat von Venom1 Beitrag anzeigen
    5000 - 7000/8000 Demonstranten laut CNN
    wieviele warens damals bei slobo?

  6. #26
    vwxyz
    Zitat Zitat von LepaSelaLepoGore Beitrag anzeigen
    wieviele warens damals bei slobo?
    Mindestens die halbe Weltbevölkerung.

    Srbija do Tokija...

  7. #27
    Avatar von Rane

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    Zitat Zitat von raza Beitrag anzeigen
    Mindestens die halbe Weltbevölkerung.

    Srbija do Tokija...
    na dann haben ja mittlerweile einige was dazu gelernt.

  8. #28
    Avatar von Rane

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    Spuk der Nationalisten

    Von Renate Flottau, Belgrad
    Sie glauben an Großserbien, ein mutmaßlicher Kriegsverbrecher ist ihr Idol: 15.000 Nationalisten sind in Belgrad aufmarschiert, um gegen die Auslieferung Karadzics zu protestieren. Es sollte eine Demonstration von Schlagkraft und Einheit sein - und wurde zum Beleg ihrer Schwäche.


    Belgrad - Ohne Einpeitscher geht es nicht. Immer wieder muss der stellvertretende Radikalenführer Tomislav Nikolic die Menge anfeuern. "Karadzic, Karadzic", schreit er von der Tribüne herab - und Tausende stimmen ein. Doch dann verstummen die Rufe wieder.

    Der Abend muss für Nikolic eine ziemliche Enttäuschung gewesen sein. Chaotisch laufen die Proteste ab, die doch die Schlagkraft der Nationalisten zeigen und ein Beweis dafür sein sollen, wie viele Anhänger der einstige bosnische Serbenführer Radovan Karadzic noch hat.
    100.000 aus ganz Serbien und der Republik Srpska in Bosnien haben die Veranstalter erwartet - es kommen 15.000. Statt einer straff durchorganisierten Protestversammlung gegen die Verhaftung Karadzics und dessen Auslieferung an das Haager Kriegstribunal, die am Mittwochmorgen vollzogen wurde (mehr...), wirkt das Ganze wie eine Mischung aus Happening und Patriotentreffen. Es ist einen Schaulaufen mit T-Shirts und Fahnen, mit Karadzics Porträt und Parolen wie "Freiheit oder Tod für Serbien".

    Einige Jugendliche halten ein Poster hoch mit Javier Solana, dem EU-Außenbeauftragten, darunter steht "Kriegsverbrecher". Auch ein Bild von Serbiens Präsident Boris Tadic wird durch die Menge getragen - mit Albanerkappe und der Aufschrift "Verräter".

    "Der neue Geheimdienstchef", sagt einer der Demonstranten, "er hat uns das eingebrockt. Er hat Karadzic verhaften lassen. Das wäre unter Kostunica, dem ehemaligen Regierungschef, nicht passiert." Der Mann trägt einen weißen Hut mit schwarzem Band - so wie sein Idol, Dr. Dragan Dabic alias Radovan Karadzic.

    Hier, zwischen Volksmuseum und Oper, hat in den neunziger Jahren die demokratische Opposition in endlosen Meetings versucht, Milosevic vom Thron zu stürzen. Jetzt will die Radikale Partei ihre Anhänger zum Sturz der neuen, prowestlich ausgerichteten Regierung mobilisieren. "Wir lassen uns nicht in die Knie zwingen", tönt es von der in blau angestrahlten Rednerbühne, die von einem blauen Zeltdach umhüllt ist: "Wir werden nicht schweigend zusehen, wenn unsere Helden an das antiserbische Tribunal verkauft werden."

    "Wir sind Zombies"

    Doch Kampfstimmung will nicht recht aufkommen. "Wir sind Zombies", sagt ein älterer, weißhaariger Mann und zuckt die Schultern, "die dort oben machen mit uns doch, was sie wollen." Gleich neben ihm steht eine Gruppe älterer Damen, die versucht, die aus dem Lautsprecher tönenden Lieder über den Kosovo als Wiege des Serbentums mitzusingen. Zwischendurch animiert der "Marsch über die Drina" die Menge zu einer Art serbischem Kolo-Tanz.

    Die Reden wollen kein Ende nehmen. Und die Botschaft scheint nicht anzukommen. Das Publikum reagiert nur noch auf Stichworte wie "Tadic" (Rufe: "Ustascha"), "Tribunal" (Buhrufe) oder serbische Helden, worauf die Menge "Karadzic, Karadzic" skandiert. Schon um 20 Uhr ziehen erste Schaulustige gelangweilt ab, wenig später wickeln immer mehr Menschen ihre Fahnen ein und machen sich auf nach Hause. Die Müllcontainer sind voller leerer Bierflaschen. Die "Karadzic"-Rufe der verbliebenen, letzten Heldenverehrer am Platz der Republik werden lauter, grölender, frustrierter.
    Gegen 22 Uhr kippt die Stimmung endgültig. Die Polizei, die mit einem Großaufgebot - ausgerüstet mit Schilden, Helmen und Körperpanzerung - aufmarschiert ist, gibt die ersten Warnschüsse ab. Minuten später versinkt der Platz der Republik im Chaos.

    Fahnenstangen werden zu Schlagstöcken, Müllcontainer kippen auf die Straßen, Pflastersteine fliegen auf die Polizisten. Tomislav Nikolic und der Generalsekretär der Partei, Aleksander Vucic, versuchen vergeblich, die Randalierer zu beruhigen. Tränengas hüllt den Platz und die angrenzende Makedonska-Straße in dichten Nebel.

    Scherben, Steine, Müll

    Der Spuk dauert eine knappe halbe Stunde. Dann hat die Polizei die Lage unter Kontrolle. Zurück bleiben Glasscherben, Steine und Müll.

    Rund 50 Verletzte, darunter 25 Polizisten, werden von Sanitätsfahrzeugen in die Unfallkliniken gebracht. Der Schuldige ist schnell gefunden, jedenfalls für Tomislav Nikolic: Der sozialistische Innenminister habe Provokateure eingeschleust, daher sei die Situation eskaliert. Der Minister habe die Unruhen provoziert, um sich selbst als fähigen Politiker darzustellen.

    Und in der Tat, das Polizeiaufgebot ist politisches Statement. Die neue serbische Regierung will nicht noch einmal eine internationale Blamage riskieren: Nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo Mitte März hatte Ex-Premier Kostunica dem Mob das Feld überlassen. Mehrere diplomatische Vertretungen gingen in Flammen auf.

    Solche Bilder soll es aus Belgrad nicht geben. Vor der britischen und kroatischen Botschaft stehen jeweils 100 Polizisten. Es wirkt beinahe, als habe sich die Einsatzleitung vor der amerikanischen Botschaft gar auf den Angriff einer Armee vorbereitet. Mehrere hundert Spezialpolizisten schirmen den Haupteingang an der Knez-Milosa-Straße ab, die Seitenstraße wird mit gepanzerten Fahrzeugen versperrt, und an der Rückseite der Botschaft stehen drei Autobusse, voll mit schussbereiten Einsatzkräften.

    Doch es bleibt schließlich weitgehend ruhig an diesem Abend. Um 3.45 Uhr brechen drei abgedunkelte Wagen vom Gefängnis im Stadtzentrum Belgrads in Richtung Flughafen auf. In einem davon sitzt Radovan Karadzic. Auf dem Rollfeld wartet das Flugzeug nach Den Haag.

    "Karadzic, Karadzic" ruft niemand.

  9. #29

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    1.024
    Zitat Zitat von USER01 Beitrag anzeigen
    Die Demonstranten halten Karadzic für keinen Kriegsverbrecher.
    Deswegen kannst du nicht sagen das Kriegsverbrecher unterstützt werden.
    Gib doch zu, ihr seid alle Radovans, ihr seid Gesetzlos, ihr gehört alle in Den Hag!

  10. #30

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    81
    Die Nationalisten und Radikalen nippeln langsam in Serbien ab, so wie ich das seh. Ich bin weitaus mehr Gewalt und besser organisierte Demos gewohnt. Mich freuts.....endlich gehts in Serbien vorran!

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