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Tirana: Staatsbürgerschaft für alle ethnischen Albaner

Erstellt von Mudi, 06.12.2012, 11:40 Uhr · 109 Antworten · 6.209 Aufrufe

  1. #1
    Mudi

    Tirana: Staatsbürgerschaft für alle ethnischen Albaner

    Nach den Feiern zur 100-jährigen Unabhängigkeit will Albanien "allen Albanern, wo auch immer sie leben" die Staatsbürgerschaft verleihen.

    Tirana_Staatsbuergerschaft-fuer-alle-ethnischen-Albaner.jpg



    Der albanische Ministerpräsident Sali Berisha will "allen Albanern, wo auch immer sie leben", ohne weitere Bedingungen die Staatsbürgerschaft Albaniens verleihen. Nach den Feiern zu 100 Jahre Unabhängigkeit Albaniens in der Vorwoche, bei denen Berisha auch mit nationalistischer Rhetorik auffiel, kündigte der Premier an: "Ich darf die Albaner davon in Kenntnis setzen, dass die Regierung ein Gesetz vorbereiten wird, das die Gewährung der albanischen Staatsbürgerschaft an alle Albaner vorsieht, egal, wo sie leben."

    Berisha sprach laut Nachrichtenagentur AFP am Dienstag in der südlichen Stadt Vlora bei einer Sondersitzung seiner Regierung. Dort war am 28. November 1912 die Unabhängigkeit Albaniens vom Osmanischen Reich ausgerufen und der albanische Staat gegründet worden. "Alle Albaner, die die albanische Staatsbürgerschaft erwerben wollen, werden sie bekommen", stellte Berisha fest.

    Angst vor Wunsch nach "Großalbanien"


    Österreich-Ungarn hatte sich 1912 aus strategischem Interesse für ein größeres Albanien mit ethnischen Grenzen stark gemacht, um großslawischen und italienischen Ambitionen in Südosteuropa besser Einhalt zu gebieten. Wien konnte zwar verhindern, dass Russland via Serbien einen direkten Zugang zu Adria und Mittelmeer erhielt, allerdings blieb rund die Hälfte der mehrheitlich von Albanern bevölkerten Territorien, allen voran der Kosovo, außerhalb des albanischen Staates.

    Berisha betonte, dass sich hinter den Plänen keine Absicht verstecke, die Grenzziehung auf dem Balkan zu verändern. Die Äußerungen des Politikers könnten aber Ängste in Nachbarländern wie Griechenland oder Mazedonien über ein "Großalbanien" befeuern.

    Bedenken auch in Griechenland

    Der griechische Außenminister Dimitris Avramopoulos war den 100-Jahr-Feiern vorige Woche kurzfristig ferngeblieben, weil Berisha von einem Albanien "von Preveza bis Presevo, von Skopje bis Podgorica" gesprochen hatte. Preveza liegt in der griechischen Region Epirus, Presevo in Serbien, Skopje und Podgorica sind die Hauptstädte Mazedoniens und Montenegros. Schon damals ließ Berisha durch einen Sprecher beschwichtigen, dass er keine territorialen Forderungen an die Nachbarn stelle.

    Auch bei einer Kundgebung in Skopje, wo Albaner ein Viertel der Bevölkerung stellen und wo es 2001 zu mehrmonatigen Kämpfen zwischen albanischen bewaffneten Gruppen und den mazedonischen Sicherheitskräften kam, hatten Berisha und sein Amtskollege Hashim Thaci aus dem Kosovo, wo 90 Prozent Albaner sind, Ende November von einer Vereinigung der Albaner "in den Grenzen der EU" gesprochen. Dies rief in Athen und Skopje selbst kritische Reaktionen hervor.

    EU gegen Grenzänderungen am Balkan

    EU und USA haben klargemacht, dass sie gegen Grenzänderungen auf dem Balkan sind. Die politischen Eliten in Albanien oder dem Kosovo haben dementsprechend die EU-Integration bisher in den Mittelpunkt gestellt. Nur Ultranationalisten streben heute noch offen ein "Großalbanien" an.

    "Verstreut in verschiedenen Staaten, sehen sich die Albaner als Brüder durch gemeinsame Gene, Kultur und Identität, vereint durch ihren Traum von Europa", sagte Berisha in Vlora. Die Albaner kämpften gegen "eine Albanophobie", die nur durch einen albanischen "Einigungsprozess" zum Verschwinden gebracht werden könne. Das Motto laute aber: "Alle vereint im Schoße Europas."

    Tirana: Staatsbürgerschaft für alle ethnischen Albaner « DiePresse.com


  2. #2
    Avatar von Dissention

    Registriert seit
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    9.970
    Wenn her Berisha wirklich alle Albaner in der EU vereinigen möchte, sollte er sich um eine stetigere, schnellere und effizientere Annäherung bemühen, statt opportunistische Reden zu schwingen, was sich für mich so anhört, also ob er ein Rechtsdruck-Problem in seinem Land hat und eher auf Stimmfang geht.
    Das Angebot jedem Albaner die albanische Staatsbürgerschaft geben zu wollen finde ich auch in Ordnung, auch wenn er dies vermutlich nicht tut, weil er die Albaner so liebt, sondern um weitere Stimmen zu sichern.

    Gibt es denn bessere Optionen in Albanien statt ihn? Er fängt an mich an Berlusconi zu erinnern.

  3. #3

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    3.132
    Zum Begriff "Grossalbanien". Da muss klar gestellt werden, dass der Begriff "Gross" auf die "Eroberung" oder "Unterwerfung" anderer Völker verstanden wird.
    Grossbritannien ist so ein Fall. Aber bei der albanischen Frage sollte nicht dieser Begriff verwendet werden, denn Albanien würde ja in so einem Fall nicht sein eigenes Volk in Kosovo unterwerfen!

    Der Begriff "Grossalbanien" ist klar auf Abschreckung fokussiert. Doch wenn wir die Geschichte anschauen, so sehen wir, dass 1912 die Grenzen falsch gesetzt wurden, und die Albaner damals ein Albanien mit Kosovo und andere Teile in FYROM und Montenegro unabhängig ausriefen, und die Londoner Konferenz (wegen Hegemonie Mächte Russlands) nur die heutigen Grenzen Albaniens anerkannte (Also ein "Kleinalbanien"). Daher muss man sich heute nicht fragen, dass die Albaner auch heute noch diesen Wunsch haben, und dieser Wunsch wird auch immer da sein, weil das ein natürlicher Wunsch ist, und diesen Wunsch niemand aufhalten kann.

    - - - Aktualisiert - - -

    Mit "Albanophobie" hat Berisha vollkommen recht. Die "Albanophobie" hat es aber immer schon gegeben. "Albanophobie" war 1912 der Grund, wieso Albanien diese Grenzen erhalten hat.
    Es gibt viele Beispiele auf dem Balkan, die Politische Prozesse bei verschiedenen Völkern unterschiedlich behandelt werden.

    Ich sehe es nicht wie der Vorgänger Dissention, ich sehe es so, dass Albanien nun in der Lage ist, seine politischen Wünsche auszusprechen. Berisha hätte diesen Plan ja auch vor 10 Jahren machen können, doch die politische Elite (Opposition, Experten usw) sehen die Lage in Albanien so, dass sich Albanien langsam leisten kann, seine Wünsche auszudrücken, weil es nicht mehr stark um die Existenz und die Sicherung der Grundbedürfnisse sorgen muss.
    Es hat wie eine neue Etappe begonnen, in der die PS nun öfters nach FYROM reist, sich Parteien austauschen, und dies sieht Berisha und dem muss er entgegenwirken.

  4. #4
    Avatar von FloKrass

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    9.970
    Vorgestern wurden 300 Anträge auf albanische Staatsbürgeschaft bei der albanischen Botschaft in Prishtina eingereicht. Die Botschaft ließ daraufhin verlauten, dass sie die Anträge den zuständigen Behörden so schnell wie möglich weiter reichen wird, um diese zu bearbeiten.

  5. #5
    Kejo
    Das wird die EU sehr stören.

  6. #6
    Avatar von VoxPopuli

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    2.610
    Maqedonasit tė shqetėsuar “shtetėsinė pėr ēdo shqiptarė”

    Ekspertėt dhe diplomatėt maqedonas kanė shprehur doza tė shqetėsimit lidhur me paralajmėrimin e kryeministrit shqiptar Sali Berisha pėr dhėnien e shtetėsive pėr ēdo shqiptarė, kudo qė ėshtė. Shqetėsime dhe reagimet janė shprehur sidomos pėr valėn e mundshme tė shqiptarėve nga Maqedonia pėr tu pajisur me pasaportėn shqiptare.

    Ish-ambasadori i Maqedonisė nė Tiranė, Risto Nikovski deklaroi se paralajėrimi i Berishės pėr shtetėsi shqiptare pėr ēdo shqiptarė, sidomos pėr ata nė Maqedoni ėshtė njė provokim i ri.

    “Kjo pėrputhet me retorikėn e tij tė deritanishme pėr Shqipėrinė e Madhe, gjegjėsisht bashkimin e tė gjithė shqiptarėve nė njė shtet. Ky ėshtė njė provokim i ri, ndaj tė cilit me seriozitet duhet tė reagojmė. Nuk duhet tė ketė dyshime se Tirana edhe deri tani ka bėrė tė njejtėn gjė, por fuqizimi me ligj i kėsaj praktike i jep dimension tė ri tėrė procesit”, deklaroi pėr gazetėn “Dnevnik” diplomati Nikovski, duke shtuar se kėto qėllime nuk janė tė mira.

    Trajan Bendevski, eksperti pėr tė drejtėn ndėrkombėtare vlerėson se nuk duhet tė jetė shqetėsuese ky vendim i Tiranės zyrtare, por sipas tij motivet janė tė paparashikueshme. “Dhėnia e shtetėsive edhe pėr shqiptarėt nė Maqedoni nuk do tė ndryshojė gjendjen nė vend. Ata njerėz qė do tė kenė shtetėsi tė dyfishtė nuk do tė kenė tė drejta mė tė mėdha. Ato tė drejta ata mund ti kenė vetėm nė shtetin tjetėr qė i ka dhėnė pasaportėn. Tek ne do tė vlejnė detyrimet siē i ka ēdo shtetas. Nuk ka mundėsi qė tė parandaloni njė shtet tjetėr ti jap pasaporta shtetasit tonė. Problemet nė Maqedoni nė planin ndėretnik me shqiptarėt janė tė natyrave dhe origjinave tjera, dhe jo pėr shkak tė shtetėsive”, ka deklaruar eksperti Bendevski.

    Ai ka shtuar se duhet tė bėhet djallim midis motiveve pėr maqedonasit qė marin shtetėsi bullgare dhe pėr shqiptarėt qė do tė marrin shtetėsi shqiptare.

    “Motivet pėr shtetėsinė bullgare janė ekonomike, ndėrsa pėr shtetėsinė shqiptare mund tė jenė edhe dėshirat pėr bashkimin e tė gjithė shqiptarėve. Por, unė mendoj se ata vėshtirė do tė arrijnė kėtė qėllim. Ne si vend duhet tė bėjmė ēmos pėr tė siguruar sovranitetin tonė”, ka deklaruar eksperti i sė drejtės ndėrkombėtare nė Maqedoni. (INA)

    ----

    Ist doch einfach lächerlich! Jedes Balkanland gibt Pässe aus, selbst Menschen aus FYROM holen sich bulgarische Pässe...aber bei Albanern ist man sofort beunruhigt, wenn Pässe auch ausserhalb der Staatsgrenzen vergeben werden. Idioten!

  7. #7
    Shan De Lin
    beantrage ich gleich, rein theoretisch hätte ich dann 4 staatsbürgerschafen

  8. #8
    Avatar von Charlie

    Registriert seit
    09.10.2009
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    2.522
    Zitat Zitat von AlphaOmega Beitrag anzeigen
    Maqedonasit tė shqetėsuar “shtetėsinė pėr ēdo shqiptarė”

    Ekspertėt dhe diplomatėt maqedonas kanė shprehur doza tė shqetėsimit lidhur me paralajmėrimin e kryeministrit shqiptar Sali Berisha pėr dhėnien e shtetėsive pėr ēdo shqiptarė, kudo qė ėshtė. Shqetėsime dhe reagimet janė shprehur sidomos pėr valėn e mundshme tė shqiptarėve nga Maqedonia pėr tu pajisur me pasaportėn shqiptare.

    Ish-ambasadori i Maqedonisė nė Tiranė, Risto Nikovski deklaroi se paralajėrimi i Berishės pėr shtetėsi shqiptare pėr ēdo shqiptarė, sidomos pėr ata nė Maqedoni ėshtė njė provokim i ri.

    “Kjo pėrputhet me retorikėn e tij tė deritanishme pėr Shqipėrinė e Madhe, gjegjėsisht bashkimin e tė gjithė shqiptarėve nė njė shtet. Ky ėshtė njė provokim i ri, ndaj tė cilit me seriozitet duhet tė reagojmė. Nuk duhet tė ketė dyshime se Tirana edhe deri tani ka bėrė tė njejtėn gjė, por fuqizimi me ligj i kėsaj praktike i jep dimension tė ri tėrė procesit”, deklaroi pėr gazetėn “Dnevnik” diplomati Nikovski, duke shtuar se kėto qėllime nuk janė tė mira.

    Trajan Bendevski, eksperti pėr tė drejtėn ndėrkombėtare vlerėson se nuk duhet tė jetė shqetėsuese ky vendim i Tiranės zyrtare, por sipas tij motivet janė tė paparashikueshme. “Dhėnia e shtetėsive edhe pėr shqiptarėt nė Maqedoni nuk do tė ndryshojė gjendjen nė vend. Ata njerėz qė do tė kenė shtetėsi tė dyfishtė nuk do tė kenė tė drejta mė tė mėdha. Ato tė drejta ata mund ti kenė vetėm nė shtetin tjetėr qė i ka dhėnė pasaportėn. Tek ne do tė vlejnė detyrimet siē i ka ēdo shtetas. Nuk ka mundėsi qė tė parandaloni njė shtet tjetėr ti jap pasaporta shtetasit tonė. Problemet nė Maqedoni nė planin ndėretnik me shqiptarėt janė tė natyrave dhe origjinave tjera, dhe jo pėr shkak tė shtetėsive”, ka deklaruar eksperti Bendevski.

    Ai ka shtuar se duhet tė bėhet djallim midis motiveve pėr maqedonasit qė marin shtetėsi bullgare dhe pėr shqiptarėt qė do tė marrin shtetėsi shqiptare.

    “Motivet pėr shtetėsinė bullgare janė ekonomike, ndėrsa pėr shtetėsinė shqiptare mund tė jenė edhe dėshirat pėr bashkimin e tė gjithė shqiptarėve. Por, unė mendoj se ata vėshtirė do tė arrijnė kėtė qėllim. Ne si vend duhet tė bėjmė ēmos pėr tė siguruar sovranitetin tonė”, ka deklaruar eksperti i sė drejtės ndėrkombėtare nė Maqedoni. (INA)

    ----

    Ist doch einfach lächerlich! Jedes Balkanland gibt Pässe aus, selbst Menschen aus FYROM holen sich bulgarische Pässe...aber bei Albanern ist man sofort beunruhigt, wenn Pässe auch ausserhalb der Staatsgrenzen vergeben werden. Idioten!
    Die können dann mal meine Eier lutschen. Das was uns als Unrecht getan wurde, wird sich bald rächen, Karma meine Damen und Herren!

  9. #9

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    3.132
    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Das wird die EU sehr stören.
    Es würde mich nicht wundern wenn die EU Albanien sehr schnell Annäherungs-Gelüste anbieten würde, um diese Idee mit den Pässen zu verschieben.

    Interessant: Ungarn hat in den letzten 2 Jahren 280'000 Pässe an Ungaren im Ausland vergeben, was Serbien (Vojvodina) sehr beunruhigt.

    Serbien ist hier "Grossserbien".

  10. #10
    Avatar von Duušer

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    4.820
    Dann will ich den Pass auch. Hab auch üllülische Gene.

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