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Transnistrien: "Moldau wird früher oder später Teil Rumäniens"

Erstellt von Tarmi Rićmi, 11.06.2011, 23:04 Uhr · 28 Antworten · 3.214 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Tarmi Rićmi

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    Transnistrien: "Moldau wird früher oder später Teil Rumäniens"

    Der Konflikt zwischen Regierung und Opposition in der Republik Moldau liefert auch neuen Zündstoff für die Transnistrien-Frage.


    Über die Unruhen nach den Parlamentswahlen in Chisinau erfuhren die Menschen in der selbsternannten Republik Transnistrien vor allem aus dem russischen Fernsehen, denn der moldauische Rundfunk sendet in der Region längst nicht mehr. Auch werden in Transnistrien keine moldauischen Zeitungen verbreitet.

    Die Machthaber in Tiraspol sehen für die Region im Bestand der Republik Moldau keine Zukunft für sich. Nach Ansicht des transnistrischen Außenministers Sergej Jastrebtschak wird die Republik Moldau früher oder später ihre Staatlichkeit verlieren und Teil Rumäniens werden, aber ohne die Region Transnistrien. So heißt es beispielsweise in einer Agenturmeldung der transnistrischen Nachrichtenagentur Olvia-Press: "Transnistrien kann keinen gemeinsamen Staat mit einem Land bilden, das ein solches Potential an innerer Instabilität hat". Zum Hintergrund: Die abtrünnige Region Transnistrien strebt seit mehr als 17 Jahren nach einer Loslösung von der Republik Moldau.


    Chisinau hält an Verhandlungen fest

    Die Regierung der Republik Moldau ist anderer Meinung. Das Ministerium für Reintegration nannte Versuche "haltlos und kontraproduktiv", die Lösung des Transnistriens-Problems an "vorläufige Forderungen und Bedingungen" zu knüpfen. Man könne eine Lösung des Konflikts nicht mit den Ereignissen nach den Wahlen in der Republik Moldau verbinden. Ion Stavile, Vize-Reintegrations-Minister in Chisinau, teilte mit, es werde ein Treffen unter Beteiligung Russlands, der Ukraine, der OSZE sowie der EU und den USA vorbereitet, um den Verhandlungsprozess wieder in Gang zu bringen. Trotz der aktuellen Ereignisse in der Republik Moldau sehe die Staatsführung "reale Chancen für Fortschritte" bei der Regelung des Transnistrien-Konflikts.


    Kiew warnt vor "Balkanisierung"

    Unterdessen rüsten sich die Behörden der ukrainischen Städte nahe der moldauischen Grenze für einen möglichen Flüchtlingsstrom aus Transnistrien. Dort leben nämlich ethnische Ukrainer, die oftmals auch Verwandte in der Ukraine haben. Der ehemalige Vize-Außenminister der Ukraine, Oleksandr Tschalyj, war einst Botschafter seines Landes in Rumänien. Er ist der Ansicht, Kiew sollte Gespräche initiieren und zwar mit Beteiligung der Republik Moldau, Rumäniens, Russlands, der OSZE und EU.

    Die Unruhen in der Republik Moldau führt Tschalyj zum Teil auf den EU-Beitritt Rumäniens zurück. Der Unterschied im Lebensstandard habe sich seitdem zwischen Rumänien und der Republik Moldau deutlich vergrößert. Die moldauischen Jugendlichen seien auf die Straßen gegangen, weil sie ein besseres Leben wollten, meint der ehemalige ukrainische Minister.

    Die Demonstrationen auf den Straßen Chisinaus unter rumänischen Flaggen und die Aufrufe zur Vereinigung mit Rumänien hält der ukrainische Diplomat für äußerst gefährlich. Viele Politiker in der Ukraine nehmen ein Szenario durchaus ernst, wonach sich die Republik Moldau Rumänien anschließt, so auch Tschalyj. Allerdings würde das russischsprachige Transnistrien dies nicht mitmachen. Für die Ukraine hieße das, man bekäme quasi vor der eigenen Haustür "einen gefährlichen Präzedenzfall, eine geopolitische Mine". Deswegen warnt Tschalyj vor einer "Balkanisierung" der Region. Von Transnistrien bis Kiew seien es nur 300 Kilometer.



  2. #2
    Avatar von Ilan

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    Wenn das Volk dafür ist, würde ich einer Vereinigung auch zustimmen.

  3. #3
    Avatar von Tarmi Rićmi

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    Zitat Zitat von El Patrón Beitrag anzeigen
    Wenn das Volk dafür ist, würde ich einer Vereinigung auch zustimmen.
    du füllst mein herz mit stolz ^^

  4. #4

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    Meinetwegen

  5. #5

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    Ich sage nur, dass das blaue bald rot wird


  6. #6
    Avatar von Tarmi Rićmi

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    scheiss auf transvestitien!!!!

  7. #7
    Avatar von Tarmi Rićmi

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    Zitat Zitat von Turk11 Beitrag anzeigen
    Ich sage nur, dass das blaue bald rot wird

    8-)

  8. #8
    Avatar von Kodeks

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    Wieso waren die getrennt? Die 2 Staaten.

  9. #9
    Avatar von Tarmi Rićmi

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    Zitat Zitat von Kodeks Beitrag anzeigen
    Wieso waren die getrennt? Die 2 Staaten.
    Das zu Rumänien gehörige Gebiet Bessarabiens und die nördliche Bukowina wurde im Juni 1940 mit deutscher Zustimmung als Konsequenz des geheimen Zusatzprotokolls des Hitler-Stalin Paktes von sowjetischen Truppen besetzt und von der Sowjetunion annektiert. Am 2. August 1940 wurde die Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik (MSSR) mit Chișinău (russisch Kischinjow) als Hauptstadt errichtet, indem man Bessarabien mit dem westlichen Teil der Moldauischen ASSR vereinigte. Die deutsche Bevölkerung in Bessarabien, deren Vorfahren Zar Alexander I. 1813 als Kolonisten ins Land gerufen hatte, verließ anschließend nahezu komplett die Region. Am 22. Juni 1941 griffen deutsche und rumänische Truppen im Rahmen des Unternehmen Barbarossa auch die Moldauische SSR an. Rumänien konnte dadurch im Sommer 1941 Bessarabien und die nördliche Bukowina zurückgewinnen. Das Land zwischen den Flüssen Dnjestr und Südlicher Bug, nördlich von Bar in der Ukraine, verwaltete Rumänien dann unter dem Namen Transnistria. Nach dem Zweiten Weltkrieg fielen mit dem Friedensvertrag von 1947 Bessarabien, das Herza-Gebiet und die nördliche Bukowina an die Sowjetunion, und die früheren sowjetischen Verwaltungseinheiten und russischen Ortsnamen wurden erneut eingeführt.
    Seit 1989 gab es Konflikte zwischen der Zentralregierung in Chișinău und den überwiegend von ethnischen Minderheiten bewohnten Gebieten Transnistrien und Gagausien, nachdem 1989 die moldauische Sprache zur einzigen Staatssprache der MSSR erklärt wurde. Moldawien wurde 1991 eine unabhängige Republik und Rumänisch zur Amtssprache erklärt (1994 umbenannt in Moldauisch). Seit der Unabhängigkeit Moldawiens 1991 wurden immer wieder Verhandlungen in Richtung einer Wiedervereinigung mit Rumänien initiiert. Im Jahre 1992 eskalierte der Transnistrien-Konflikt zu einem Krieg, der erst nach dem Einmarsch russischer Truppen beendet wurde. 1994 beruhigte sich die Situation, als die moldauische Zentralregierung den zwei abtrünnigen Gebieten einen Autonomiestatus innerhalb Moldawiens vorschlug. Gagausien akzeptierte den Vorschlag, Transnistrien hingegen nicht. Letzteres bildet seitdem einen international nicht anerkannten Staat, der die moldauischen Gebiete östlich des Dnestr umfasst und in dem russische Armeeeinheiten stationiert sind.
    Seit 1997 ist Moldawien Mitglied der GUAM-Allianz. 2009 trat das Land der Östlichen Partnerschaft bei.

  10. #10
    Avatar von Tarmi Rićmi

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