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Traum vom vereinigten Land droht zu scheitern

Erstellt von Emir, 08.07.2009, 06:16 Uhr · 534 Antworten · 19.343 Aufrufe

  1. #1
    Emir

    Traum vom vereinigten Land droht zu scheitern

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    raum vom vereinigten Land droht zu scheitern

    Westfalen, 07.07.2009, Petra Kappe, 1 Kommentar
    , Trackback-URL

    Sarajevo. Die europäische Militärmission in Bosnien-Herzegowina gilt als erfüllt; das Land ist nach Einschätzung der Sicherheitskräfte „safe and secure” - sprich: in jeder Hinsicht sicher. Politisch ist es alles andere als stabil.

    Ethnisch motivierte Gewaltakte habe es seit sechs Jahren nicht gegeben, betont Mladen Ivanic, der Vorsitzende der Partei für den Demokratischen Fortschritt (PDP) in der bosnischen Serben-Republik. „Das Töten ist gestoppt, das ist doch großartig”, sagt der ehemalige Außenminister im Gespräch mit der WR.
    Er listet die Fortschritte auf, die er in der Landesverteidigung, dem gemeinsamen bosnischen Geheimdienst und der wirtschaftlichen Entwicklung ausmacht. „Es ist nicht das Paradies”, sagt er, „aber wozu brauchen wir gemeinsame Lehrpläne an den Schulen, wenn wir doch klar abgegrenzte ethnische Gebiete haben?”
    In der Tat wachsen die Feindseligkeiten zwischen Bosniaken, Kroaten und Serben, die sich 1995 im Dayton-Abkommen auf die staatliche Einheit und ein friedliches Zusammenleben verpflichtet haben. „Die Teilung wird zunehmend offensichtlich”, sagt der bosniakische Staatspräsident Haris Silajdzic. Er ist enttäuscht und verbittert, spricht von „Ghettoisierung” und warnt: „Dayton wird Schritt für Schritt abgeschafft.”
    Nationalisten geben den Ton an

    Hunderttausende Flüchtlinge kehrten nicht zurück, beklagt er und wirft den bosnischen Serben Schikanen vor. Der internationalen Gemeinschaft fehle es am politischen Willen, die Einheit Bosniens zu bewahren. „Was immer den Staat Bosnien-Herzegowina ausmacht, wird von der Republica Srpska torpediert.”
    Ein Parlamentsbeschluss der bosnischen Serben in Banja Luka steigerte in diesen Tagen die Spannungen. Ministerpräsident Milorad Dodik, ein vom aufgeschlossenen Europäer zum strammen Nationalisten gewandelter Machtmensch, ließ eine ganze Reihe von Provokationen verabschieden, die seine autonome Republik gegen den bosnischen Staat in Stellung brachte. Der Hohe Repräsentant, der im Auftrag der internationalen Gemeinschaft über die Einhaltung des Dayton-Abkommens wacht, sah sich gezwungen einzuschreiten. Valentin Inzko, zugleich Sonderbeauftragter der Europäischen Union, erklärte das Gesetz für nichtig, kaum dass es im Amtsblatt veröffentlicht war.
    Ein europäischer Schiedsrichter wacht

    Ginge es nach den Serben und auch vielen europäischen Diplomaten, müsste der Hohe Repräsentant seine Tätigkeit eher heute als morgen einstellen. Er gerate zunehmend zwischen die Fronten, diene in dem Konflikt zwischen den Volksgruppen nur noch als Sündenbock und entlasse sie letztlich aus der eigenen Verantwortung, tragfähige Kompromisse einzugehen.
    Haris Silajdzic hält dagegen: „Was der Hohe Repräsentant getan hat, ist nicht genug.” Gleiche Rechte für jeden müssten garantiert sein, individuelle Freiheit, Demokratie statt Ethnokratie. „Die Lage heute ist schlechter als 1995”, sagt er. Bosnien, das seit Jahrhunderten in kultureller Vielfalt gelebt habe, drohe unterzugehen. Sein Land sei „mehr als die mechanische Summe seiner Teile und Völker”, unterstreicht der Präsident. Es habe etwas, das für das 21. Jahrhundert, das Zeitalter der Globalisierung bewahrt werden sollte. „Offensichtlich ist das nicht der Fall.”
    Provokationen und "Nadelstiche"

    Es sind die politischen Provokationen und die „Nadelstiche”, die sich die Religionen gegenseitig versetzen, die zunehmend Besorgnis wecken. In unbesiedelten Gebieten sind Minarette wie Pilze aus dem Boden geschossen. „Eins auf hundert Bäume”, sagt Brigadegeneral Robert Löwenstein, der Chef des Eufor-Stabes, im Gespräch mit der WR. Auf der anderen Seite haben die Orthodoxen eine Kirche mitten in eine muslimische Siedlung gebaut.
    Mustafa Ceric, der Großmufti von Bosnien-Herzegowina, macht für solche Entwicklungen Einflüsse von außen verantwortlich. Er plädiert für einen bosnischen Weg des Islam, der die multikulturelle Idee anerkenne. „Wir brauchen keine Hilfe von außen”, sagt er mit Blick auf Initiativen aus dem Iran und Saudi Arabien. Zugleich kritisiert er religiöse Einflüsse aus Serbien. Die traditionellen Religionen in Bosnien könnten friedlich miteinander existieren, jede äußere Einwirkung aber berge die Gefahr einer Radikalisierung.
    Serben-Republik strebt nach Unabhängigkeit

    Nicht wenigen in Bosnien scheint diese Radikalisierung willkommen zu sein. Drei Staatspräsidenten, drei Machtapparate, Parlamente, Kantone: Die Vielzahl zu vergebener Posten wirkt verlockend. Da spielen auch Politiker wie Dodik, die gerade noch als Musterschüler den Rückhalt des Westens genossen, gern die nationalistische Karte. 90 Prozent der Menschen in der Republica Srpska wünschen sich, so schätzen es die serbischen Politiker, die Unabhängigkeit von Bosnien-Herzegowina. Aber das ist, wie Dodik und Co. wenig überzeugend beteuern, „wirklich nicht unser Ziel”.

    Traum vom vereinigten Land droht zu scheitern - Westfalen - DerWesten

  2. #2
    Avatar von kiko

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    Die einzige Chance für ein gemeinsames Bosnien:

    1.Alle Muluken raus!!! Sprich: Araber, Afghanen, Perser und so weiter.

    2.Izetbegovic muss endlich auf die gleiche Stufe gestellt werden wie Karadzic und Mladic. Ist den Moslems ein Dorn im Auge, aber ey... seine Truppen haben ein Teil des bosnischen Volkes getötet!!!

    dann, erst dann hat BiH eine Chance.

  3. #3
    Emir
    Zitat Zitat von kiko Beitrag anzeigen
    Die einzige Chance für ein gemeinsames Bosnien:

    1.Alle Muluken raus!!! Sprich: Araber, Afghanen, Perser und so weiter.

    2.Izetbegovic muss endlich auf die gleiche Stufe gestellt werden wie Karadzic und Mladic. Ist den Moslems ein Dorn im Auge, aber ey... seine Truppen haben ein Teil des bosnischen Volkes getötet!!!

    dann, erst dann hat BiH eine Chance.
    1. Die du rausschmeissen konntest, die wurden raussgeschmissen, die aber mit einer Bosniakin geheiratet haben und 10 Kinder schon haben Bei den ist es ein Problem Geh mal in ein arabisches Forum und frag mal nach du kriegst Antworten wie "Wixxer, die haben soviele rausgeschmissen obwohl wir den da geholfen haben wo den niemand helfen wollte..."

    2. Izetbegovic wirst du niemals mit Karadzic vergleichen können. Überleg einmal was hättest du in seiner Situation gemacht als die Kroaten und Serben die Bosniaken angegriffen haben? Du warst in der unterzahl, keien Waffen, weniger Soldaten und dein Volk wird von tag zu Tag kleiner ....

    Hätten sich die Leute als Bosnier gesehen oder als bosnisches Volk, dann gäbe es kein krieg ....

  4. #4
    Avatar von kiko

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    Zitat Zitat von Emir88 Beitrag anzeigen
    1. Die du rausschmeissen konntest, die wurden raussgeschmissen, die aber mit einer Bosniakin geheiratet haben und 10 Kinder schon haben Bei den ist es ein Problem Geh mal in ein arabisches Forum und frag mal nach du kriegst Antworten wie "Wixxer, die haben soviele rausgeschmissen obwohl wir den da geholfen haben wo den niemand helfen wollte..."

    2. Izetbegovic wirst du niemals mit Karadzic vergleichen können. Überleg einmal was hättest du in seiner Situation gemacht als die Kroaten und Serben die Bosniaken angegriffen haben? Du warst in der unterzahl, keien Waffen, weniger Soldaten und dein Volk wird von tag zu Tag kleiner ....

    Hätten sich die Leute als Bosnier gesehen oder als bosnisches Volk, dann gäbe es kein krieg ....
    zu 1. Seine bosnische Frau und seine 10 Kinder darf der Penner mitnehmen.

    zu 2. Und ob man Alija mit denen vergleichen kann! Na klar ist für euch Moslems er ein Held. Aber für den Rest der Bosnier eben nicht. Wollt ihr nun ein vereinigtes BiH oder nicht.
    Und das Märchen von: Wir waren ja soooo in der Unterzahl und wir mussten uns mit Steinen und Stöckern gegen die Serben und Kroaten wehren, ist ja ein alter Hut, der richtig nervt. Also, verbrennt die alte Flagge und Izetbegovicbilder, dann tragen wir das Land BiH in unserem Herzen.

  5. #5
    Avatar von kiko

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    Zitat Zitat von Emir88 Beitrag anzeigen

    Hätten sich die Leute als Bosnier gesehen oder als bosnisches Volk, dann gäbe es kein krieg ....
    Hätten sich die Moslem als Jugoslawen gesehen.....

  6. #6
    Emir
    Zitat Zitat von kiko Beitrag anzeigen
    zu 1. Seine bosnische Frau und seine 10 Kinder darf der Penner mitnehmen.

    zu 2. Und ob man Alija mit denen vergleichen kann! Na klar ist für euch Moslems er ein Held. Aber für den Rest der Bosnier eben nicht. Wollt ihr nun ein vereinigtes BiH oder nicht.
    Und das Märchen von: Wir waren ja soooo in der Unterzahl und wir mussten uns mit Steinen und Stöckern gegen die Serben und Kroaten wehren, ist ja ein alter Hut, der richtig nervt. Also, verbrennt die alte Flagge und Izetbegovicbilder, dann tragen wir das Land BiH in unserem Herzen.
    Noch ganz klar im Kopf? Willst du ehrlich sagen, das wir nicht SOOOOO in unterzahl waren?

    Die alte Flagge werde ich nur tragen und ich kann dir auch den Grund nennen, da du den nicht kennst!



    1. Lilien = Bosnien
    2. Es ist kein islamisches oder bosniakisches Symbol

    Was will ich mit der blau/gelben Flagge?

    Diese Flagge wurde erschaffen, damit sich alle drei Volksgruppen nicht unfair behandelt fühlen. Keine Lilien, keine CCCC oder Schachbrett .... Ist ja auch in ordnung aber was bringt es? bosnische Kroaten haben die kroatische Flagge und die bosnischen Serben haben die serbische Flagge .... Von daher hat diese Flagge keinen Sinn ...

    Guck dich doch mal im Forum um....


    Obwohl die Bosniaken selbst nach dem genocid die Mehrheit bilden haben Sie nicht mehr Recht als ein bosnischer Kroate oder bosnischer Serbe... Jetzt wollen die noch Bosnien aufteilen aber das kannst du knicken!



    Zitat Zitat von kiko Beitrag anzeigen
    Hätten sich die Moslem als Jugoslawen gesehen.....
    Ich bin Jugoslawe, das sind wir alle! Ich habe auch ein Bild von Tito zuhause. Als was soll ich mich den sehen? Türke?

    Wieso haben sich die Kroaten von "Jugoslawien" abgetrennt? Wieso haben die sich den nicht als Jugoslawen gesehen?

    Du bist verflucht "klug"

  7. #7
    Avatar von Cobra

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    Zitat Zitat von Emir88 Beitrag anzeigen
    Noch ganz klar im Kopf? Willst du ehrlich sagen, das wir nicht SOOOOO in unterzahl waren?

    Die alte Flagge werde ich nur tragen und ich kann dir auch den Grund nennen, da du den nicht kennst!



    1. Lilien = Bosnien
    2. Es ist kein islamisches oder bosniakisches Symbol

    Was will ich mit der blau/gelben Flagge?

    Diese Flagge wurde erschaffen, damit sich alle drei Volksgruppen nicht unfair behandelt fühlen. Keine Lilien, keine CCCC oder Schachbrett .... Ist ja auch in ordnung aber was bringt es? bosnische Kroaten haben die kroatische Flagge und die bosnischen Serben haben die serbische Flagge .... Von daher hat diese Flagge keinen Sinn ...

    Guck dich doch mal im Forum um....


    Obwohl die Bosniaken selbst nach dem genocid die Mehrheit bilden haben Sie nicht mehr Recht als ein bosnischer Kroate oder bosnischer Serbe... Jetzt wollen die noch Bosnien aufteilen aber das kannst du knicken!





    Ich bin Jugoslawe, das sind wir alle! Ich habe auch ein Bild von Tito zuhause. Als was soll ich mich den sehen? Türke?

    Wieso haben sich die Kroaten von "Jugoslawien" abgetrennt? Wieso haben die sich den nicht als Jugoslawen gesehen?

    Du bist verflucht "klug"
    Schmeiss mal dein Tito Bild langsam weg und sieh dich nicht als etwas was du nie warst!



    Kroatien wurde nach dem Kriegsende entsprechend den Beschlüssen der zweiten AVNOJ-Konferenz zu einer von sechs Teilrepubliken der neu gegründeten „Föderativen Volksrepublik Jugoslawien“ (Federativna Narodna Republika Jugoslavija), die ab 1963 „Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien“ (Socijalistička Federativna Republika Jugoslavija) hieß. Ebenso wie in den anderen Teilrepubliken und „autonomen Provinzen“ wurde in Kroatien der Sozialismus eingeführt. Politische Gegner und besonders ehemalige Anhänger der Ustascha wurden in den ersten Jahren verfolgt, woraufhin viele aus dem Land flohen und ihre Tätigkeit in der Diaspora fortsetzten. Privateigentum der Oberschicht wurde konfisziert, Unternehmen, Gebäude und Ländereien enteignet und verstaatlicht.

    Die einst große Jugoslawiendeutsche|deutsche Minderheit im Osten des Landes, in Slawonien, der Gespanschaft Osijek-Baranja|Baranja und Syrmien, wurde unter dem Vorwurf der kollektiven Kollaboration mit den faschistischen Besatzern fast vollständig enteignet und vertrieben. In ihren Häusern wurden vorwiegend Serben angesiedelt. Ebenso wurde die Mehrzahl der Italiener in Istrien und in Küstenstädten wie Rijeka, Zadar und Split Vertreibung#Andere Vertreibungen zwischen 1944 und 1948|vertrieben. Im Gegensatz zu den Deutschen wurden die im Lande verbliebenen Italiener jedoch als nationale Minderheit anerkannt und erhielten Minderheitenrechte, die im Rahmen der Verträge zwischen Jugoslawien und Italien zur Regelung der Triest-Frage auch international garantiert wurden.

    Nach dem Bruch zwischen Tito und[Josef Stalin|Stalin 1948 und besonders nach den Reformn der 1960er Jahre nahm die Entwicklung der politischen Praxis in Jugoslawien ihren eigenen Lauf. Besonders hervorzuheben sind eine zunehmende Öffnung zum Westen hin, die Duldung privater Familienbetriebe und landwirtschaftlicher Güter bis zu einer maximalen Größe von 20 Hektar und die relative Nichteinmischung des Staates in private Angelegenheiten. Öffentlich auftretende politische Gegner mussten aber weiterhin mit Repressionen rechnen.

    Durch die weitgehende Öffnung des Landes zum Westen hin konnte sich der Tourismus an der Adriaküste entfalten. Bis zum Zusammenbruch Jugoslawiens war der Tourismus eine der wichtigsten Devisenquellen. Eine andere wichtige Geldquelle waren Sendungen von Gastarbeitern (kroat. ''gastarbajteri''). Im den Großräumen Zagreb, Rijeka und Osijek konnte sich auch die Industrie entfalten, während Dalmatien, die Lika und die kroatischen Inseln in dieser Hinsicht unterentwickelt blieben.

    Kroatien war vor allem wegen des Tourismus und der vergleichsweise hohen Produktivität seiner Wirtschaft eine der wohlhabendsten Republiken Jugoslawiens, obwohl die Lika und das dalmatinische Hinterland stark unterentwickelt und von einer massiven Landflucht gezeichnet waren. Die Tatsache, dass Kroatien einen großen Teil seiner Deviseneinnahmen an die Zentralregierung abführen musste und folglich notwendige Investitionen in Kroatien ausblieben, führte zu Unmut.

    Ende der 1960er Jahre begann der sogenannte Kroatischer Frühling|Kroatische Frühling (''maspokret''), eine Reformbewegung, die von Intellektuellen gegründet und getragen wurde und bald darauf auch die Zagreber Parteispitze erfasste. Die Vertreter des Kroatischen Frühlings forderten eine Reihe von ökonomischen, demokratischen und nationalen Maßnahmen wie die stärkere Autonomie der Republiken, die Reduzierung von Zahlungen an die Zentralregierung und ärmere Republiken und den Bau von Autobahnen Zagreb-Split und Zagreb-Rijeka.

    Am Beginn des Kroatischen Frühlings stand unter anderem der Sprachenstreit um die Stellung der Kroatische Sprache|kroatischen Sprache in Jugoslawien. Offiziell war diese als „westliche Variante“ der Serbokroatische Sprache|serbokroatischen Sprache mit der „östlichen Variante“, dem Serbische Sprache|Serbischen, gleichgestellt, de facto überwog jedoch vor allem im staatlichen Sprachgebrauch und in der Öffentlichkeit die serbische Variante, während die Verwendung spezifisch kroatischer Formen als „nationalistische Abweichung“ angesehen wurde. Als Reaktion darauf unterzeichneten zahlreiche kroatische Intellektuelle, darunter Wissenschaftler und Schriftsteller wie [[Miroslav Krleža]], am 17. März 1967 eine „Deklaration über die Bezeichnung und Stellung der kroatischen Literatursprache“, in der sie die offizielle Anerkennung der Eigenständigkeit der kroatischen Sprache forderten.

    Begünstigt durch die Liberalisierung der politischen Öffentlichkeit in Jugoslawien nach dem Sturz des Innenministers Aleksandar Ranković wurden erstmals seit der Machtübernahme der Kommunisten auch andere Themen wirtschaftlicher und politischer Art zunehmend kritisch öffentlich diskutiert. Die Führung des Bundes der Kommunisten Kroatiens unter Savka Dabčević-Kučar]unterstützte die Liberalisierung und machte sich Teile der öffentlich erhobenen Forderungen zu Eigen. Zwar wurde die Führungsrolle der Kommunistischen Partei nicht in Frage gestellt, doch lösten sich gesellschaftliche Organisationen wie der traditionelle Kulturverband „Matica Hrvatska“ und der von Dražen Budiša geleitete Studentenverband der Universität Zagreb vom Einfluss der Partei und begannen selbständig aufzutreten. Der Unmut in Kroatien entlud sich schließlich in Demonstrationen.

    Die Parteiführung auf Bundesebene stand der Entwicklung in Kroatien zunächst abwartend gegenüber, zumal die Person Titos in der kroatischen Öffentlichkeit nicht direkt kritisiert wurde, vielmehr wurde um Titos Unterstützung geworben. Von den Kreisen der [[Jugoslawische Volksarmee|jugoslawischen Armee]] und des [[Uprava državne bezbednosti|jugoslawischen Geheimdienstes]] wurde jedoch zunehmend ein Eingreifen gegen die angeblich die Einheit Jugoslawiens bedrohende Entwicklung in Kroatien gefordert. Schließlich zwang Tito am 29. November 1971 die gesamte Führung des Bundes der Kommunisten Kroatiens zum Rücktritt. Sie wurde durch eine neue linientreue Parteiführung ersetzt, die der politischen Liberalisierung sofort ein Ende setzte. Bis Mitte 1972 wurden in diesem Zusammenhang 550 Personen festgenommen und insgesamt 2000 Menschen verurteilt.

    Die Forderung nach einer größeren wirtschaftlichen Selbständigkeit der Teilrepubliken Jugoslawiens wurde durch die neue Verfassung von 1974 teilweise erfüllt, eine politische Liberalisierung hingegen bis in die zweite Hälfte der 1980er Jahre nicht zugelassen.
    In der tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise, in der sich Jugoslawien in den späten 1980er Jahren befand, wuchs ein immer stärkerer Gegensatz zwischen zentralistischen und großserbischen Tendenzen einerseits und dem wiedererwachenden kroatischen [[Nationalbewusstsein]] andererseits. Mit dem Tod Titos 1980 war zudem ein wichtiger Stabilisierungsfaktor weggefallen.

    Mit dem Ende der sozialistischen Ära in Europa forderten [[Slowenien]] und Kroatien verstärkt den Umbau Jugoslawiens zu einer [[Konföderation]] und die Umorientierung zur [[Parlamentarische Demokratie|parlamentarischen Demokratie]] und [[Marktwirtschaft]]. [[Slobodan Milošević]] setzte sich für einen zentralisierten jugoslawischen Gesamtstaat unter kommunistischer Herrschaft ein und agitierte gegen [[Albaner]], Kroaten und Slowenen, um ihre Unabhängigkeitsbestrebungen zu verhindern.

  8. #8
    Avatar von kiko

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    Zitat Zitat von Emir88 Beitrag anzeigen
    Noch ganz klar im Kopf? Willst du ehrlich sagen, das wir nicht SOOOOO in unterzahl waren?

    Die alte Flagge werde ich nur tragen und ich kann dir auch den Grund nennen, da du den nicht kennst!



    1. Lilien = Bosnien
    2. Es ist kein islamisches oder bosniakisches Symbol

    Was will ich mit der blau/gelben Flagge?

    Diese Flagge wurde erschaffen, damit sich alle drei Volksgruppen nicht unfair behandelt fühlen. Keine Lilien, keine CCCC oder Schachbrett .... Ist ja auch in ordnung aber was bringt es? bosnische Kroaten haben die kroatische Flagge und die bosnischen Serben haben die serbische Flagge .... Von daher hat diese Flagge keinen Sinn ...

    Guck dich doch mal im Forum um....


    Obwohl die Bosniaken selbst nach dem genocid die Mehrheit bilden haben Sie nicht mehr Recht als ein bosnischer Kroate oder bosnischer Serbe... Jetzt wollen die noch Bosnien aufteilen aber das kannst du knicken!





    Ich bin Jugoslawe, das sind wir alle! Ich habe auch ein Bild von Tito zuhause. Als was soll ich mich den sehen? Türke?

    Wieso haben sich die Kroaten von "Jugoslawien" abgetrennt? Wieso haben die sich den nicht als Jugoslawen gesehen?

    Du bist verflucht "klug"
    Komm schon, ich muss dir jetzt nicht Bilder mit Izetbegovic und Taliban posten. Hatten wir doch schon 1000 mal. Wir alle hier kennen die Bilder.
    Oder die Islamkämpfer mit Lilienfahnen. Also wie gesagt, Izetbegovic ist Dreck, genau so wie Kara. Hätte Alija die möglichkeit, hätte er 1Mio Serben getötet.
    Und noch was. Solange in Bosnischen Schulen türkisch gesprochen wird und ein Bild von Atatürk an der Wand hängt, solange werden Serben und Kroaten niemals für ein BiH sein!

  9. #9
    Emir
    Zitat Zitat von TruthHURTS Beitrag anzeigen
    Schmeiss mal dein Tito Bild langsam weg und sieh dich nicht als etwas was du nie warst!



    Kroatien wurde nach dem Kriegsende entsprechend den Beschlüssen der zweiten AVNOJ-Konferenz zu einer von sechs Teilrepubliken der neu gegründeten „Föderativen Volksrepublik Jugoslawien“ (Federativna Narodna Republika Jugoslavija), die ab 1963 „Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien“ (Socijalistička Federativna Republika Jugoslavija) hieß. Ebenso wie in den anderen Teilrepubliken und „autonomen Provinzen“ wurde in Kroatien der Sozialismus eingeführt. Politische Gegner und besonders ehemalige Anhänger der Ustascha wurden in den ersten Jahren verfolgt, woraufhin viele aus dem Land flohen und ihre Tätigkeit in der Diaspora fortsetzten. Privateigentum der Oberschicht wurde konfisziert, Unternehmen, Gebäude und Ländereien enteignet und verstaatlicht.

    Die einst große Jugoslawiendeutsche|deutsche Minderheit im Osten des Landes, in Slawonien, der Gespanschaft Osijek-Baranja|Baranja und Syrmien, wurde unter dem Vorwurf der kollektiven Kollaboration mit den faschistischen Besatzern fast vollständig enteignet und vertrieben. In ihren Häusern wurden vorwiegend Serben angesiedelt. Ebenso wurde die Mehrzahl der Italiener in Istrien und in Küstenstädten wie Rijeka, Zadar und Split Vertreibung#Andere Vertreibungen zwischen 1944 und 1948|vertrieben. Im Gegensatz zu den Deutschen wurden die im Lande verbliebenen Italiener jedoch als nationale Minderheit anerkannt und erhielten Minderheitenrechte, die im Rahmen der Verträge zwischen Jugoslawien und Italien zur Regelung der Triest-Frage auch international garantiert wurden.

    Nach dem Bruch zwischen Tito und[Josef Stalin|Stalin 1948 und besonders nach den Reformn der 1960er Jahre nahm die Entwicklung der politischen Praxis in Jugoslawien ihren eigenen Lauf. Besonders hervorzuheben sind eine zunehmende Öffnung zum Westen hin, die Duldung privater Familienbetriebe und landwirtschaftlicher Güter bis zu einer maximalen Größe von 20 Hektar und die relative Nichteinmischung des Staates in private Angelegenheiten. Öffentlich auftretende politische Gegner mussten aber weiterhin mit Repressionen rechnen.

    Durch die weitgehende Öffnung des Landes zum Westen hin konnte sich der Tourismus an der Adriaküste entfalten. Bis zum Zusammenbruch Jugoslawiens war der Tourismus eine der wichtigsten Devisenquellen. Eine andere wichtige Geldquelle waren Sendungen von Gastarbeitern (kroat. ''gastarbajteri''). Im den Großräumen Zagreb, Rijeka und Osijek konnte sich auch die Industrie entfalten, während Dalmatien, die Lika und die kroatischen Inseln in dieser Hinsicht unterentwickelt blieben.

    Kroatien war vor allem wegen des Tourismus und der vergleichsweise hohen Produktivität seiner Wirtschaft eine der wohlhabendsten Republiken Jugoslawiens, obwohl die Lika und das dalmatinische Hinterland stark unterentwickelt und von einer massiven Landflucht gezeichnet waren. Die Tatsache, dass Kroatien einen großen Teil seiner Deviseneinnahmen an die Zentralregierung abführen musste und folglich notwendige Investitionen in Kroatien ausblieben, führte zu Unmut.

    Ende der 1960er Jahre begann der sogenannte Kroatischer Frühling|Kroatische Frühling (''maspokret''), eine Reformbewegung, die von Intellektuellen gegründet und getragen wurde und bald darauf auch die Zagreber Parteispitze erfasste. Die Vertreter des Kroatischen Frühlings forderten eine Reihe von ökonomischen, demokratischen und nationalen Maßnahmen wie die stärkere Autonomie der Republiken, die Reduzierung von Zahlungen an die Zentralregierung und ärmere Republiken und den Bau von Autobahnen Zagreb-Split und Zagreb-Rijeka.

    Am Beginn des Kroatischen Frühlings stand unter anderem der Sprachenstreit um die Stellung der Kroatische Sprache|kroatischen Sprache in Jugoslawien. Offiziell war diese als „westliche Variante“ der Serbokroatische Sprache|serbokroatischen Sprache mit der „östlichen Variante“, dem Serbische Sprache|Serbischen, gleichgestellt, de facto überwog jedoch vor allem im staatlichen Sprachgebrauch und in der Öffentlichkeit die serbische Variante, während die Verwendung spezifisch kroatischer Formen als „nationalistische Abweichung“ angesehen wurde. Als Reaktion darauf unterzeichneten zahlreiche kroatische Intellektuelle, darunter Wissenschaftler und Schriftsteller wie [[Miroslav Krleža]], am 17. März 1967 eine „Deklaration über die Bezeichnung und Stellung der kroatischen Literatursprache“, in der sie die offizielle Anerkennung der Eigenständigkeit der kroatischen Sprache forderten.

    Begünstigt durch die Liberalisierung der politischen Öffentlichkeit in Jugoslawien nach dem Sturz des Innenministers Aleksandar Ranković wurden erstmals seit der Machtübernahme der Kommunisten auch andere Themen wirtschaftlicher und politischer Art zunehmend kritisch öffentlich diskutiert. Die Führung des Bundes der Kommunisten Kroatiens unter Savka Dabčević-Kučar]unterstützte die Liberalisierung und machte sich Teile der öffentlich erhobenen Forderungen zu Eigen. Zwar wurde die Führungsrolle der Kommunistischen Partei nicht in Frage gestellt, doch lösten sich gesellschaftliche Organisationen wie der traditionelle Kulturverband „Matica Hrvatska“ und der von Dražen Budiša geleitete Studentenverband der Universität Zagreb vom Einfluss der Partei und begannen selbständig aufzutreten. Der Unmut in Kroatien entlud sich schließlich in Demonstrationen.

    Die Parteiführung auf Bundesebene stand der Entwicklung in Kroatien zunächst abwartend gegenüber, zumal die Person Titos in der kroatischen Öffentlichkeit nicht direkt kritisiert wurde, vielmehr wurde um Titos Unterstützung geworben. Von den Kreisen der [[Jugoslawische Volksarmee|jugoslawischen Armee]] und des [[Uprava državne bezbednosti|jugoslawischen Geheimdienstes]] wurde jedoch zunehmend ein Eingreifen gegen die angeblich die Einheit Jugoslawiens bedrohende Entwicklung in Kroatien gefordert. Schließlich zwang Tito am 29. November 1971 die gesamte Führung des Bundes der Kommunisten Kroatiens zum Rücktritt. Sie wurde durch eine neue linientreue Parteiführung ersetzt, die der politischen Liberalisierung sofort ein Ende setzte. Bis Mitte 1972 wurden in diesem Zusammenhang 550 Personen festgenommen und insgesamt 2000 Menschen verurteilt.

    Die Forderung nach einer größeren wirtschaftlichen Selbständigkeit der Teilrepubliken Jugoslawiens wurde durch die neue Verfassung von 1974 teilweise erfüllt, eine politische Liberalisierung hingegen bis in die zweite Hälfte der 1980er Jahre nicht zugelassen.
    In der tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise, in der sich Jugoslawien in den späten 1980er Jahren befand, wuchs ein immer stärkerer Gegensatz zwischen zentralistischen und großserbischen Tendenzen einerseits und dem wiedererwachenden kroatischen [[Nationalbewusstsein]] andererseits. Mit dem Tod Titos 1980 war zudem ein wichtiger Stabilisierungsfaktor weggefallen.

    Mit dem Ende der sozialistischen Ära in Europa forderten [[Slowenien]] und Kroatien verstärkt den Umbau Jugoslawiens zu einer [[Konföderation]] und die Umorientierung zur [[Parlamentarische Demokratie|parlamentarischen Demokratie]] und [[Marktwirtschaft]]. [[Slobodan Milošević]] setzte sich für einen zentralisierten jugoslawischen Gesamtstaat unter kommunistischer Herrschaft ein und agitierte gegen [[Albaner]], Kroaten und Slowenen, um ihre Unabhängigkeitsbestrebungen zu verhindern.

    Nikad!

  10. #10

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