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Tschetschenien im Wandel?

Erstellt von ökörtilos, 28.05.2009, 23:35 Uhr · 22 Antworten · 2.557 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Lilith

    Registriert seit
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    Beiträge
    19.299
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Naja, als ich letztens mal auf Google Maps die Fotos aus Grozny angesehen habe standen überall in den Vororten Groznys noch russische T-90 Panzer rum.
    Ich meine, ich war noch nie dort und habe es auch nicht mit eigenen Augen gesehen aber ich gehe mal davon aus, dass auch in Grozny ein Aufbau stattfindet, der aber sicher (noch) nicht so golden ist wie es oft dargestellt wird. Jedenfalls hoffe ich, dass Tschetschenen endlich ihren Frieden finden.
    Was ich nur wei0 ist, dass man gerade an den Gegenden des Stadtrandes wohl immer noch nicht überall gefahrlos hin kann. Vor allem wegen der wohl immer noch nicht beseitigten Minengefahr.

    Zitat Zitat von CAPO Beitrag anzeigen
    Genauso ist es. Ramzo ist ne russische Marionette .
    Irgendwie schon und irgendwie auch nicht. Ich halte ihn für absolut berechnend und v.a machtbesessen. Im Grunde "räumt" er "auf" mit seinen Schlägertruppen. Was definitiv im Interesse Moskaus ist. So wie ich ihn einschätze, verfolgt er aber auf jeden Fall sein eigenes Ding. Hat wohl auch den Erdölsektor dort unter die Kontrolle seines Clans gebracht.
    Und das ist das nächste Problem. Ich sehe wegen der ganzen Familien- und Clanstrukturen nicht wirklich eine politische Führung, die allseits in Tschetschenien akzeptiert würde. Der Kadyrov sen. ist ja beim Attentat gestorben, was wohl Bassajew befehligt hatte und solche Konflikte, wenn vielleicht auch nicht mit solcher dramatischen Konsequenz, sind nie auszuschließen. Und auch eine der möglichen Ursachen, warum Tschetschenien in der Zeit seiner größten Chance, nach dem Ersten Krieg, in sich selbst nicht zur Ruhe gekommen war. Leider.

  2. #22
    Avatar von Timur

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    2.294
    Kaukasus: Tyrann Kadyrow verliert die Kontrolle über sein Land - Nachrichten Politik - Ausland - WELT ONLINE
    Viel hat sich getan in den vergangenen Jahren in Tschetscheniens Hauptstadt Grosny. Noch vor nicht allzu langer Zeit eine Trümmerwüste, präsentiert sich die Stadt heute in neuem Glanz.

    Frisch gepflasterte Straßen führen an neu errichteten Wohnhäusern vorbei, Kräne ziehen neue Gebäude hoch, und im Herzen der Stadt erhebt sich die 2008 fertig gestellte Achmed-Kadyrow-Moschee, das größte muslimische Gebetshaus Europas, benannt nach dem 2004 ermordeten Vater des derzeitigen Präsidenten Ramsan Kadyrow.

    Verlässt man aber Grosny und fährt aufs Land, dann bietet sich ein anderes Bild. „Fahren Sie zu meinem Haus, das sieht immer noch so aus wie vor zehn Jahren“, sagt Rachman Duschujew. „Kadyrow lässt nur für die Reichen bauen, die normalen Menschen mussten ihre Häuser allein wiederherstellen.“

    Brutal schaltete Kadyrow seine Gegner aus

    Die Nachrichten, die Duschujew von ihnen erhält, sind wenig ermutigend. „Kadyrow schneidet den Staat auf sich zu. Es gibt kaum einen Bereich, den er nicht kontrolliert“, sagt der Ex-Diplomat. In den vergangenen Jahren schaute Moskau stillschweigend zu, wie sich Kadyrow zum Alleinherrscher aufschwang.
    Nachdem er 2007 als Präsident der Teilrepublik eingesetzt worden war, entledigte er sich seiner politischen Gegner: Die Jamadajew-Brüder, früher wichtige Militärführer und Unterstützer der Kadyrows, später Konkurrenten um die Macht, wurden 2008 und 2009 in Moskau und Dubai erschossen.
    Kadyrows ehemaliger Bodyguard Ramsan Umar Israilow, der ihn nach seiner Flucht ins Ausland heftig kritisierte, wurde 2009 in Wien ermordet. Die Auftraggeber für die Morde werden in tschetschenischen Regierungskreisen vermutet.

    Moskaus Stellvertreter

    Dem Kreml kommt die starke Position Kadyrows gelegen. Nachdem sich die Opferzahlen in der russischen Armee in den ersten Kriegsjahren häuften und die internationale Kritik an der brutalen Kriegsführung zunahm, beschloss man in Moskau, sich aus dem Konflikt zurückzuziehen und ihn zu tschetschenisieren.


    Einflussreiche Tschetschenen gewann man mit Geld und Privilegien und übertrug ihnen weitgehende Vollmachten in dem Gebiet. Sie sollten stellvertretend für Russland den Krieg führen und das Land befrieden. So wurde auch Kadyrow an die Spitze der Teilrepublik gehievt. Mit brutaler Gewalt verfolgte er tatsächliche und vermeintliche Aufständische, ließ sie foltern und ermorden und setzte sein Gewaltmonopol durch.
    Auf den ersten Blick gelang es Kadyrow mit dem harten Durchgreifen, die Lage in Tschetschenien zu beruhigen. Doch die Ruhe, die über dem früheren Epizentrum der Gewalt liegt, ist trügerisch.
    Die Zahl der Entführungen, der Morde und Anschläge ist deutlich zurückgegangen. Im April 2009 hob die russische Regierung das Kriegsrecht in der Region auf, obwohl es weiterhin zu Kämpfen mit Rebellen und Anschlägen kommt.

    Die Hälfte der Bevölkerung hat keine Arbeit

    „Man hat die einen Banditen erschossen und durch andere ersetzt“, so fasst Swetlana Alexejewna Gannuschkina von der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial die Entwicklung zusammen. Die Willkür der Sicherheitskräfte und die zahlreichen Spitzel hielten die Menschen in einer Art Schockstarre gefangen.
    „Der Großteil der Tschetschenen ist gegen Kadyrow, aber keiner traut sich, darüber zu sprechen, keiner weiß, wer für Kadyrow arbeitet“, sagt Duschujew.
    Aber der Preis für die Stabilisierung ist hoch. „Tschetschenien ist zu einem kadyrowschen Privatstaat verkommen“, sagt Uwe Halbach von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Die Wirtschaft habe sich immer noch nicht von den Kriegsschäden erholt, dazu kämen Korruption und Vetternwirtschaft.
    Die Arbeitslosigkeit liege bei mehr als 50 Prozent, der Staat sei der größte Arbeitgeber. Vor allem die Jugend habe kaum andere Möglichkeiten, als wegzuziehen oder beim Staat, insbesondere bei den Sicherheitskräften, anzuheuern.


    Russische Marionette...

  3. #23

    Registriert seit
    25.12.2011
    Beiträge
    2.615
    Was soll er denn machen bei all den terroristen? Immer wieder explodieren irgendwo bomben, zerstören Häuser, arbeitsplätze, töten Menschen, schrecken touristen ab und verschlimmern alles.


    Vor dem Krieg war es tausendmal besser!!!

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