ANKARA rtr In der Türkei sind am Montag Journalisten und Mitarbeiter von Menschenrechtsgruppen angeklagt worden, weil sie für kurdische Separatisten Propaganda verbreitet haben sollen. Unter ihnen ist auch ein Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters. Sollten die Angeklagten für schuldig befunden werden, drohen ihnen bis zu drei Jahre Haft. Die erste Anhörung in dem Verfahren wurde für den 3. März festgesetzt. Der für Reuters tätige Türke Ferit Demir war vergangenen August festgenommen, aber zunächst wieder freigelassen worden. Er hatte die Übergabe eines von Anhängern der verbotenen Arbeiterpartei PKK entführten Soldaten an Vertreter einer Menschenrechtsorganisation beobachtet. Den Angeklagten wird vorgeworfen, den Fall des entführten Soldaten für das Anliegen der PKK eingesetzt zu haben.
Quelle: Taz