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Die Türkei in der EU?

Erstellt von Memedo, 02.07.2005, 12:01 Uhr · 38 Antworten · 2.401 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    06.09.2004
    Beiträge
    578

    Die Türkei in der EU?

    Die Türkei in der EU

    Die Beziehung zwischen der Türkei und der EU ist, bedingt durch viele Gründe, von
    besonderer Art.

    Von allen Kandidatenlنndern strebt die Türkei schon am lنngsten nach einer EU-
    Mitgliedschaft. Falls die Türkei 2015 Mitglied der EU werden sollte, würde sie mit 82,1
    Millionen Einwohnern nur wenig kleiner als Deutschland mit 82,4 Mio. sein. Beide
    zusammen würden knapp mehr als 14 % der gesamten, auf 28 Staaten angewachsenen
    EU ausmachen. Bis 2025 wنre die Türkei das bevِlkerungsstنrkste Mitgliedsland und
    würde 15,5% der EU-Bevِlkerung stellen. Es wنre auch das einzige Mitgliedsland, das
    fast ausschlieكlich von Muslimen bevِlkert ist. Wie Zypern, liegt es nahezu gنnzlich
    auf dem asiatischen Kontinent. Aufgrund des Umfangs der innertürkischen Probleme,
    ist das Land mit sehr viel schwerwiegenderen Vorbehalten hinsichtlich eines
    Anschlusses konfrontiert als die anderen Kandidatenstaaten. Der Antrag auf
    Mitgliedschaft der Türkei trifft auf stنrkste Opposition in der Europنischen Union.

    Im Dezember 1999 wurde die Türkei offiziell als EU Kandidat registriert und im
    Dezember 2002 verkündete der Europنische Rat, dass falls die Türkei die politischen
    Kriterien bis Ende 2004 erfüllen sollte, Verhandlungen ohne Aufschub aufgenommen
    würden. Seit 1999 und besonders nach der Wahl der neuen Regierung 2002 sind
    schnelle und teils radikale politische Reformen in der Türkei unternommen worden,
    politische Reformen fِrdern die Demokratisierung. Beachtliche Schritte wurden auch
    im Bereich der Menschenrechte unternommen, einschlieكlich der Minderheitsrechte und
    im Gebiet der Zivilkontrolle des Militنrs. Das EU-Ziel bildete eine wichtige Grundlage
    zur Untermauerung der Reformen und fِrderte die Zusammenarbeit an einer
    Reformierung der bislang uneinigen Gruppierungen.

    Gleichzeitig sind die Reformen noch unvollstنndig und es gibt im Besonderen Probleme
    bei der Durchführung der Reformen in vielen Bereichen, insbesondere bei den
    Menschenrechten. Die Reform des Rechtssystems ist weiterhin unzureichend. Die
    Europنische Kommission hat ihre Erwartungen deutlich gemacht, welche weitere
    Fortschritte in einer Reihe von Schlüsselbereichen vorsehen, bevor im Herbst der
    entscheidende Bericht über den bisherigen Fortschritt und eine Empfehlung hinsichtlich
    der Aufnahme von Verhandlungen, entworfen werden.

    Beeinflussung der Wirtschaft

    Die Türkei ist ein groكes Land, wenn man die Bevِlkerung betrachtet, aber ein kleines
    Land im wirtschaftlichen Sinne. Heute erwirtschaftet die Türkei nur 1,9% des EU-
    Bruttoinlandsprodukts. Ausgehend von einer jنhrlichen Wachstumsrate von 5% der
    Wirtschaft würde sich der Wert bis zum Jahr 2015 auf 2,9% erhِhen. Die Wirtschaft der
    Türkei ist geprنgt durch groكe regionale Ungleichheiten. Die groكwirtschaftliche
    Situation stabilisiert sich nach der Krise von 2001 wieder – es wird erwartet dass die
    Aufnahme von Verhandlungen die Nachhaltigkeit dieser Erholung stark positiv
    beeinflussen würde. Aber zahlreiche weitere Reformen sind von Nِten. Arbeitsmarkt
    und Bildungsreformen sind entscheidend, um das wirtschaftliche Potenzial der Türkei
    zu nutzen. Sowohl die Jugendarbeitslosigkeit, als auch die geringe Beschنftigungszahl
    der Frauen (25,5%) müssen angegangen werden.

    Bei der geringen Grِكe, wird der Anschluss der Türkei nur minimale Auswirkungen auf
    die Wirtschaft der EU haben. Es kِnnte eine geringe, aber positive, Auswirkung auf das
    Bruttoinlandsprodukt der EU von 0,1 bis 0,3% haben, ein Einfluss der sich verstنrken
    wird, wenn es eine Emigration von der Türkei zu den jetzigen Mitgliedsstaaten gibt. Die
    EU kِnnte besonders von der anderen demographischen Struktur der Türkei profitieren,
    die durch eine viel jüngere und vor allem wachsende Bevِlkerung geprنgt ist. Wenn die
    Wanderungsstrِme aus der Türkei نhnlich denen der neuen EU Staaten ausfielen,
    kِnnten Einwanderungszahlen von 225.000 pro Jahr erwartet werden, mit einem
    Langzeitergebnis von 2,9 Millionen Immigranten. Diese würden zu einer Zeit
    eintreffen, in der die EU die negativen Auswirkungen der sinkenden und alternden
    Bevِlkerung zu spüren beginnt.

    Die direkte Auكenhandelsinvestition ist auكergewِhnlich niedrig in der Türkei. Die
    Aussicht auf EU-Mitgliedschaft, zusammen mit einer vergrِكerten politischen und
    ِkonomischen Stabilitنt auf Makroniveau, und groك angelegten Reform zur Beseitigung
    von Hindernissen auf mikroِkonomischem Niveau – einschlieكlich das Anpacken der
    Korruption und der Probleme der richterlichen Gewalt – kِnnten auf eine direkte
    Auكenhandelsinvestition von 2 - 4 Milliarden Euro pro Jahr hinauslaufen.

    Als ein groكes, armes Land wird die Türkei berechtigt sein groكe Finanztransfers der
    EU in Anspruch zu nehmen – obwohl diese sowohl von politischen Reformen im
    regionalen, als auch Reformen im landwirtschaftlichen Bereich abhنngig sein werden.
    Die allgemeine Landwirtschaftspolitik der EU und die Landwirtschaftspolitik der
    Türkei sind weiterhin reformbedürftig. Die Finanzhilfen der EU betrügen
    wahrscheinlich ca. 45 Milliarden Euro in den ersten drei Jahren, mit ungefنhr 15
    Milliarden Euro pro Jahr, wنhrend der Beitrag der Türkei bei 30-35 Milliarden Euro
    Netto liegen kِnnte. Pro Kopf umgerechnet, entspricht dies nahezu den Betrنgen der
    letzten Erweiterung.

    Besonders die intensiveren Handelsbeziehungen würden die Wirtschaft der EU und der
    Türkei beeinflussen. Wenn die Türkei zugelassen wird, wird der Handel aus drei
    Gründen ansteigen: erstens werden administrative Erschwernisse des Handels wegfallen
    oder zumindest auf ein Level reduziert werden, welches vergleichbar mit dem zwischen
    heutigen EU-Staaten ist. Dabei wird es Einsparungen beim ـberqueren des Zolls an der
    Grenze: weniger Verspنtungen, Formalitنten etc., geben. Zweitens würde die
    Aufnahme in den Binnenmarkt eine Reduzierung der technischen Erschwernisse des
    Handels bedeuten. Der Binnenmarkt reduziert diese durch die gegenseitige
    Anerkennung von technischen Bestimmungen, durch minimale Erfordernisse und eine
    Harmonisierung der Regeln und Bestimmungen. Obwohl die Zollvereinigung dort
    schon Fortschritte gebracht hatten, sind weitere durchaus mِglich. Schlieكlich würden
    Risiken und Unsicherheiten durch den Anschluss der Türkei gemildert werden.
    Besonders politische Risiken und Risiken im Zusammenhang mit einer
    makrowirtschaftlichen Instabilitنt kِnnten vermindert werden. Aufgrund von
    Schنtzungen der bisherigen Handelsbarrieren, kann man davon ausgehen, dass der
    Handel zwischen der Türkei und der EU um ein Drittel zunehmen wird. Besonders der
    Handel mit Textilien und Agrarprodukten, aber auch Dienstleistungen würde ansteigen.
    Insgesamt wird sich das Gesamtwohl in Zentral- und Osteuropa verbessern.

  2. #2
    jugo-jebe-dugo
    Wozu soll die Türkei in die EU rein wenn sie zu Asien gehören :?:

  3. #3

    Registriert seit
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    578
    Das ist eine gute Frage aber wir sind zwei geteilt einmal Europa und asien die Türkei ist hingezogen zu Europa.

  4. #4
    Avatar von lupo-de-mare

    Registriert seit
    14.07.2004
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    11.988
    Zitat Zitat von Memedo
    Das ist eine gute Frage aber wir sind zwei geteilt einmal Europa und asien die Türkei ist hingezogen zu Europa.
    Die Türken gehören, ohne Zweifel nach Europa. Mit Sicherheit eher als die Polen,wo nur eine korrupte Kaste herrscht.

    Auf absolut allen Punkten der Wirtschaft, der Demokratie, des Wohlstandes der Bevölkerung hat die Türkei, etliche EU Länder überholt. Die Türkei hat vor allem auch eine hochgebildete Mittelschicht, moderne Industrie, vorbildlichen Tourismus vor allem auch auf dem GEbiete der Sicherheit und des ÖKO Tourismus, korrekte Behandlung von Ausländern usw..

  5. #5
    jugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von Memedo
    Das ist eine gute Frage aber wir sind zwei geteilt einmal Europa und asien die Türkei ist hingezogen zu Europa.
    Du weisst selber das du jetzt geschießen hast Kollego. 95% der Türkei gehören zu Asien und gerde mal 5%,also ein winziges Stückchen der Türkei das geografisch noch Balkan ist gehört nur zu Europa.
    Für die 5% ist es nicht der Rede wert ein Land das 95% zu Asien gehört in die EU aufzunehmen.

    Oben links das kleine Stück bis west Istanbul,das ist ja fast nichts.



    Deswegen brauchen wir kein Land in der EU wenn es nicht zu Europa gehört.Dann können wir gleich Marroko auch in die EU hollen.

  6. #6

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    578
    Ach Kollege das weiss ich auch nur ein stückchen gehört der Europa aber die Türkei fühlt sich zu Europa hingezogen ist aber so.

  7. #7
    Avatar von Schiptar

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    14.116
    Aber es wird immer noch systematisch gefoltert, die Benennung des Völkermords an den Armeniern beim Namen zur Anklage gebracht, usw. Ein paar Ereignisse aus der letzten Zeit wie z.B. diese Prügelattacke auf die friedliche Frauendemo und das aggressive Auftretens Erdogans gegenüber Europa lassen mich erst recht daran zweifeln, ob das Sinn hätte...
    Wenn es nur um den europäischen Teil inkl. Istanbul und vielleicht noch Kleinasien ginge... okay. Aber Anatolien und Kurdistan? Rückständig wie Sau... Das ist Orient und nie und nimmer Europa. Sogar Sibirien hätte da mehr mit Europa gemeinsam...

  8. #8
    jugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von Memedo
    Ach Kollege das weiss ich auch nur ein stückchen gehört der Europa aber die Türkei fühlt sich zu Europa hingezogen ist aber so.
    Wegen was fühlt ihr euch den hingezogen,wegem dem Geld wa :?:
    Ob hingezogen oder nicht,ihr seit kein Europa.Ich würde auch nur den europäischen Teil der Türkei den Eintritt in die EU erlauben samt Istanbul,doch das würde der rest der Türkei ablehnen. Besonders mit dem süd-osten der Türkei würde ein weiteres Kriesengebit nach Europa kommen das wir ganz und gar nicht brauchen.Die ganzen Kurden und PKK Terroristen würden nach Deutschland einreisen und Europa müsste zahlen.Wir brauchen kein Europa das am Irak endet.

    Sorry nichts gegen Türken.Der europäische Teil samt Istanbul ja,der rest nein!

  9. #9

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    578
    Das ist deine meinung aber niemand wird auf dich hören oder sonst jemanden die EU entscheidet das EU ist nicht nur für Christen gedacht bisschen so nachdenken.

  10. #10
    jugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von Memedo
    Das ist deine meinung aber niemand wird auf dich hören oder sonst jemanden die EU entscheidet das EU ist nicht nur für Christen gedacht bisschen so nachdenken.
    Habe ich ein Wort von Moslems oder Christen erwähnt :?:
    Die EU ist nicht für Christen aber die EU ist für Europäa gedacht und ihr seit definitiv KEINE Europäa. Ich hoffe das das europäische Volk in einem referendum entscheiden darf ob ihr in die EU kommt und wenn das pasiert dann kannst du sicher seind as die totale Mehrheit dagegen sein wird und meine Meinung vertritt.

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