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Warum die Türkei zu Europa gehört!!

Erstellt von 50-Power, 08.04.2008, 08:16 Uhr · 125 Antworten · 5.691 Aufrufe

  1. #61
    Lopov
    Zitat Zitat von 50-Power Beitrag anzeigen
    HAHA was ist los.. keine argumente mehr um sich aus der sache rauszuschleichen... anfänger.. wiedersehen
    Meinst du mich? Wenn Ja, hast du überhaupt gelesen, was ich geschrieben hab?

    Ich sehe den Beitritt doch positiv ... :?

  2. #62
    Avatar von 50-Power

    Registriert seit
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    157
    Zitat Zitat von Romulus Beitrag anzeigen
    Meinst du mich? Wenn Ja, hast du überhaupt gelesen, was ich geschrieben hab?

    Ich sehe den Beitritt doch positiv ... :?

    Nein nicht dich sondern die BESSERWISSER "cigo und mardigras"

  3. #63
    Avatar von 50-Power

    Registriert seit
    21.11.2007
    Beiträge
    157
    Zitat Zitat von Mardigras Beitrag anzeigen

    Persönlich würd ich meinen, daß z.b. Istanbul mit hoher Wahrscheinlichkeit auch kein Ziel-1-Gebiet wäre - währenddessen der große Rest der Türkei profitieren würde - im Falle eines EU-Beitritts
    Istanbul wohl einer der reichsten städte der Türkei. Natürlich hier ist die Gewerbliche Gebühr hoch und wenige Große Produktionfirmen würden sich niederlassen. ?? Erläutere mal deine Meinung genau.

  4. #64
    Avatar von Mardigras

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    801
    Zitat Zitat von 50-Power Beitrag anzeigen
    Istanbul wohl einer der reichsten städte der Türkei. Natürlich hier ist die Gewerbliche Gebühr hoch und wenige Große Produktionfirmen würden sich niederlassen. ?? Erläutere mal deine Meinung genau.
    Ein Ziel-1-Gebiet innerhalb der EU ist eine Region, die als strukturschwach eingestuft wird. Als Bemessungsgrundlage gilt hier das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Ist das weniger als 75 % des Durchschnitts der gesamten EU beginnt der Förderungsregen... (als Beispiel wurde im Burgenland - war ein österreichisches Ziel 1 Gebiet - viele Betriebsansiedlungen mit bis zu 50 % von der EU bezahlt).

    Das kommt derzeit vor allem Portugal, Teilen Spaniens, Süditalien, Griechenland und den neuen Mitgliedsländern im Osten zu Gute. Und gerade im Osten siehst du wunderbar was ich meine - es sind alle Regionen in den neuen Mitgliedsstaaten am Kontinent Ziel 1 Gebiete mit Ausnahme von Prag, dem Großraum Bratislava und dem Großraum Budapest. Weil in diesen Regionen das durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt jetzt schon hoch genug ist (in Bratislava liegt es jetzt schon über dem EU-Durchschnitt). Und ähnliches würde bei einem EU-Beitritt der Türkei m.M. nach für Istanbul gelten. Istanbul wär kein Ziel-1-Gebiet.

    *fingerrauch*

    Mardi

  5. #65
    Avatar von brigada 172

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    1.453

    Frage

    ich wies nicht warum man die türkei in die EU haben will

  6. #66

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    20.935
    Solange die Türkei Islam und Staat nicht unter kontrolle hat wird sie es nicht in die EU schaffen. Sieht man ja jetzt besonders an diesem konservativen türkuschen Politiker (Erduan?)

  7. #67
    Avatar von Mardigras

    Registriert seit
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    Beiträge
    801
    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Solange die Türkei Islam und Staat nicht unter kontrolle hat wird sie es nicht in die EU schaffen. Sieht man ja jetzt besonders an diesem konservativen türkuschen Politiker (Erduan?)
    Dir ist aber schon bewußt, daß die Türkei wesentlich säkulärer ist als z.B. Italien oder Irland?

    Und bei konservativen Politiker fallen mir in den EU-Staaten wesentlich ärgere Gsichter ein..... Berlusconi (erwissenermassen kriminell und korrupt), Kaczinsky-Brüder (die beiden polnischen Kartoffeln... unglaubliche Aussagen), von den rechten bis rechtsextremen Populisten ohne Macht gar nicht zu reden (Haider, Le Pen, Blocher, Allesandra Mussolini usw.)

  8. #68
    Crane
    Ich sehe ein viel größeres Problem in der Macht des Militärs in der Türkei. Dieses ist wohl hauptverantwortlich für praktisch alle anderen üblen Sachen.
    Das Militär betreibt massive nationalistische Propaganda und ist massgeblich an Entscheidungen und Einstellungen in der Außenpolitik beteiligt. Gerade die Außenpolitik der Türkei lässt sich nicht mit der der EU vereinbaren. Und weil die Nationalisten daran nichts ändern wollen, wollen sie auch nicht in die EU.
    Die Außenpolitische Probleme der Türkei betreffen praktisch jedes Nachbarland, insb. Griechenland, Zypern, Irak, Iran und Armenien.
    Innenpolitisch existiert das Kurdenproblem, welches ebenfalls stark durch das Militär verursacht wird. Nicht zuletzt gehört dazu die mangelnde Meinungsfreiheit und Menschenrechte. Ohne das Militär hätte die türkische Regierung schon vor Jahren all diese Probleme behoben oder zumindest ernstahft angepackt.

    Nun kann die EU der Türkei nicht vorschreiben, wie das Land regiert werden soll und welchen Einfluss das Militär haben darf. Aber tatsächlich hat die Türkei quasi 2 Regierungen, die im Moment auch beide große Teile der Bevölkerung hinter sich haben. So könnte man die Türkei als halbe westlich eingestellte Demokratie und halbe Militärdiktatur bezeichnen. Die EU schließt ihre Tore für die Türkei trotz ihrer letzten Verfehlungen nicht, weil einfach die Hoffnung die besteht, dass das Militör doch noch entmachtet wird. Zudem hat das Militär alle abweisenden Maßnahmen und Äußerungen der EU dazu genutzt Stimmung gegen die EU zu machen. Würde man nun von EU Seite aus aggressiver handeln könnte man die Türkei direkt in die Arme des nationalistischen Militärs treiben und damit wäre keinem geholfen und am wenigsten den Türken.

  9. #69
    Avatar von Furyc

    Registriert seit
    12.03.2008
    Beiträge
    18.580
    Zitat Zitat von Troy Beitrag anzeigen
    Ich sehe ein viel größeres Problem in der Macht des Militärs in der Türkei. Dieses ist wohl hauptverantwortlich für praktisch alle anderen üblen Sachen.
    Das Militär betreibt massive nationalistische Propaganda und ist massgeblich an Entscheidungen und Einstellungen in der Außenpolitik beteiligt. Gerade die Außenpolitik der Türkei lässt sich nicht mit der der EU vereinbaren. Und weil die Nationalisten daran nichts ändern wollen, wollen sie auch nicht in die EU.
    Die Außenpolitische Probleme der Türkei betreffen praktisch jedes Nachbarland, insb. Griechenland, Zypern, Irak, Iran und Armenien.
    Innenpolitisch existiert das Kurdenproblem, welches ebenfalls stark durch das Militär verursacht wird. Nicht zuletzt gehört dazu die mangelnde Meinungsfreiheit und Menschenrechte. Ohne das Militär hätte die türkische Regierung schon vor Jahren all diese Probleme behoben oder zumindest ernstahft angepackt.

    Nun kann die EU der Türkei nicht vorschreiben, wie das Land regiert werden soll und welchen Einfluss das Militär haben darf. Aber tatsächlich hat die Türkei quasi 2 Regierungen, die im Moment auch beide große Teile der Bevölkerung hinter sich haben. So könnte man die Türkei als halbe westlich eingestellte Demokratie und halbe Militärdiktatur bezeichnen. Die EU schließt ihre Tore für die Türkei trotz ihrer letzten Verfehlungen nicht, weil einfach die Hoffnung die besteht, dass das Militör doch noch entmachtet wird. Zudem hat das Militär alle abweisenden Maßnahmen und Äußerungen der EU dazu genutzt Stimmung gegen die EU zu machen. Würde man nun von EU Seite aus aggressiver handeln könnte man die Türkei direkt in die Arme des nationalistischen Militärs treiben und damit wäre keinem geholfen und am wenigsten den Türken.

    Ist das wirklich so? Das wusste ich gar nicht, ich dachte der nationalistische Grundgedankge wird durch Erduan verbreitet innerhalb der Türkei. Dass das Militär da mitmischt war mir nicht bewusst.

  10. #70
    Crane
    Zitat Zitat von NaleP Beitrag anzeigen
    Ist das wirklich so? Das wusste ich gar nicht, ich dachte der nationalistische Grundgedankge wird durch Erduan verbreitet innerhalb der Türkei. Dass das Militär da mitmischt war mir nicht bewusst.
    Er heißt Erdogan. Er gehört der konservativen islamischen Partei an. In der Türkei sind die islamischen Parteien ehr links also wie hier die SPD. Der Vergleich hinkt an einigen Stellen natürlich. Erdogan ist demokratisch, aber auch bekennender Moslem. Das Militär ist natürlich weit rechts und nationalistisch. Es gibt auch rechte Parteien, wie z. B. die Grauen Wölfe oder die Kemalisten. Diese könnte man eher mit der NPD vergleichen.
    In der Türkei sind Religion und Staat stark getrennt. Dies wurde in den 20ern Jahren von Kemal Atatürk, dem Staatsgründer der Türkei ganz bewusst so eingerichtet. Er war der erste, der die Türkei an den Westen annähern wollte, weil er die Türkei für rückständig hielt. Der Hauptgrund für die türkische Rückständigkeit war in seinen Augen der Islam. Deshalb wurden alle religiösen Ämter abgeschafft und eben der Staat und die Religion streng getrennt.

    Genau dieser Streit hält heute noch an. Das Militär und die rechten Parteien klammern sich heute immer noch fest an Kemal Atatürk, weil er die Türkei praktisch gerettet. Doch hat sich die Situation zu damals geändert. Atatürks Maßnahmen galten praktisch nur dem Erhalt der Türkei und sollten ihrer Weiterentwicklung dienen. Damals drohte die Türkei zu zerfallen, war sehr instabil und schwach und rückständig. Das Militär trichtert dem Volk ein, dass es heute genauso ist oder man sofort in diesen Zustand zurückfallen würde, wenn man sich nicht mehr strikt an die Anweisungen Atatürks hält. Deshalb stehen die islamischen Parteien um Erdogan und die Nationalisten im Konflikt.

    Erdogans Problem ist nun folgendes. Er versucht öfter auf die EU zuzugehen und einige alte Gesetze aus Atatürks Zeiten zu ändern. Z. B. das Kopftuchverbot. Sobald er jedoch sowas macht fangen die Nationalisten an Panik zu schüren, dass die Türkei ein islamistischer Staat werden soll.
    Als die EU drohte die Verhandlungen mit der Türkei in einigen Kapiteln abzubrechen wegen der Zypernfrage machte Erdogan sogar etwas sehr mutiges. Er machte der EU das Angebot Häfen und Flughäfen für Zypern zu öffnen und das Land so indirekt anzuerkennen. Damit wollte er in letzter Minute den drohenden Abrruch der Verhandlungen abwenden. Das Militär nutzte dieses Angebot Erdogans zu behaupten, dass er vor der EU sein Gesicht verloren habe und ie Türkei so nur ein Vasall Europas wird. Erdogan dagegen hofft die Türkei tatsächlich in die EU bringen zu können und so viele Teile der Bevölkerung auf seine Site zu bringen und das Militär nachhaltig schwächen zu können.

    Wie gesagt, dieser Machtkampf hält in der Türkei weiterhin an. Deshalb äußert sich Erdogan im Ausland manchmal auch sehr radikal. Das Militärversucht jede gemäßigte Äußerung und jedes Zugeständnis Erdogans als Schwäche zu deuten und zu verkaufen. Deshalb versucht Erdogan immer besonders stark zu wirken und betont sehr oft die angebliche Macht und Größe der Türkei.

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