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Türkei wird den Völkermord an den Armeniern untersuchen

Erstellt von lupo-de-mare, 15.04.2005, 17:34 Uhr · 104 Antworten · 9.541 Aufrufe

  1. #81
    Avatar von Katana

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    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Ich habe dir Fakten aufgezählt während du hier mit unglaubwürdigen Privatseiten aus dem Internet kommst, die den Völkermord der Türken an den Armeniern leugnen.

    Natürlich scheiße ich da auf deine dummen Quellen, du Honk. Wenn du solche Punkte in einer Demokratie bringen würdest, hättest du nach zwei Stunden 20 Anzeigen wegen Volksverhetzung. Gott sei dank ist das Internet ja anonym und jeder x-beliebige Vollidiot kann seinen Senf dazugeben ohne dafür belangt zu werden.

    Kommt der hier mit FYROM.
    Hahaha, was für Quellen und Fakten? XD
    "alles Arschlöcher"
    "afrikanischer Knast"
    "Leugner"
    "Lügner"


    hahahahaha

    trink weniger Ouzo und kiff ein bisschen weniger.

  2. #82
    Yunan
    Du scheinst wohl nicht zwischen Fakten und Meinungen unterscheiden zu können, das habe ich schon öfters festgestellt.

    Mit so debilen Leuten hat eine Diskussion dann wohl auch keinen Sinn.

  3. #83

    Registriert seit
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    2.811
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Du scheinst wohl nicht zwischen Fakten und Meinungen unterscheiden zu können, das habe ich schon öfters festgestellt.

    Mit so debilen Leuten hat eine Diskussion dann wohl auch keinen Sinn.
    Ganz Geynau.

  4. #84
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von TurkishTiger Beitrag anzeigen
    Man soll nichts auf oder gegenrechnen. Um das ganze überhaupt begreifen zu können, muss man wie du schon richtig erkannt hast, das Politisieren beiseite lassen, was anscheinend von vielen unmöglich zu sein scheint.

    Ich trauere aufrichtig über jeden einzelnen Armenier der bei den Deportationen ums Leben gekommen ist, es waren größtenteils unschuldige Zivilisten, die für mindere Zwecke Instrumentalisiert worden sind. Genauso trauere ich um die durch nationalistisch-armenische Gewalt umgebrachten muslimischen zivilen Opfer, welche Zahlen in die Mio. gehen.

    Man muss das alles als ganzes betrachten und kann nicht ein Auge zuhalten und nur die Opfer der einen Seite sehen und so argumentieren, dass nur dies zählt. Türken und Armenier haben fast 1000 Jahre, friedlich zusammengelebt, bei der Seldschukischen Landnahme in Anatolien, haben Armenier erstmals (und später mit den Osmanen) mit den Seldschuken gegen das Byzanthinische Reich gekämpft.

    Die Rolle der Russen darf man auf keinen Fall leugnen oder kleinreden, weil sie durch ihre Interessen die Tragödien noch weiter angeheizt hatten und sie eine entscheidende Rolle bedingt durch ihren Expansionismus gespielt hatten.

    Die Dokumente auf die man sich lange Zeit gestützt hatte um den Völkermord als solches darzustellen und zu beweisen werden heute als manipulierte Fälschungen anerkannt (!).



    Die wichtigsten Dokumente für die "Völkermord" Befürworter wurden alle als Fälschung oder stark manipuliert dechiffriert und als solches anerkannt. Konkret:
    Das "einzige Telegramm" dass Talaat Pascha als Konstrukteur und als Befehlgeber zum Völkermord überführen sollte, veröffentlicht von dem Armenier Andorian (der weitere 40 Dokumente veröffentlichte), wurden alle als Fälschung aufgedeckt, sowie die Lepsius-Aufzeichnungen.

    Was gegen den vorsätzlichen Völkermord spricht, ist die Tatsache dass Armeniern in Izmir, Istanbul nichts angetan wurde und Armenier in Aleppo überlebt hatten. Wieso wurden diese nicht mit Waffengewalt umgebracht oder vertrieben-umgesiedelt?


    Große Tragödien und keine Seite vermag es die Politik beiseite zulassen und über ALLE Opfer aufrichtig zu trauern.
    Hallo!
    Ich gehe in vielem mit. Dazu möchte ich aber doch etwas schreiben. Schon seit dem Vertrag von San Stefano nach dem Russisch-Türkischen Krieg dürfte Russland als Schutzmacht der Armenier gelten. Und sicher, nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges sind sie vormarschiert. Und womöglich wäre es ohne diese auch nicht zum Aufstand von Van 1915 gekommen. (Was wohl die endgültige Entscheidung zum Deportationsbefehl brachte.) Oder sie unterstützt. Es kann auch nicht abgestritten werden, dass es Desertationen zur Russsichen Armee gab und auch Unterstützung armenisch-nationalistischer Bewegungen russischerseits. Allerdings ist selbst in beider Hinsicht die Anzahl bzw. Ausmaß nicht wirklich geklärt. Selbst unter türkischen Historikern scheinen Zahlen zu schwanken.

    Der Krieg hat sowieso vieles verändert. Ein wenig zur russischen Verteidigung möchte ich jedoch anmerken, dass es zwei Mal, ich glaube 1894 nach Sassun und 1913 durch Mandelstam Reformvorachläge für die anatolisch-armenischen Provinzen gab. Sie sahen, kurz gesagt, wohl mehr politische, verwaltungstechnische, polizeiliche Beteiligung, auch Selbstverwaltung der Armenier vor. Auch ging es bei beiden Reformvorschlägen um eine größere Kontrolle, gar Entmachtung der kurdischen Hamidiye-Regimenter. Als das hatte seine Ursachen und Gründe. Vielleicht hätten die Osmanen etwas mehr den extremen armenischen Bestrebungen Einhalt gebieten können, wären sie etwas darauf eingegangen, was nicht der Fall war. Das sollte man alles ebenso betrachten.

    Im Endeffekt hat sich die Türkei durchgesetzt. Allerdings mit einer Lösung, die am Ende Millionen von Menschen ihre Heimat kostete und wenigstens Hunderttausende ihr Leben. Ob diese rigide Handhabe notwendig war für territorialen Erhalt usw. werden wir alle nur spekulieren können. Tote, Vertriebene zu rechtfertigen, fällt mir schwer, zugegeben. Das gilt allerdings eigentlich für jeden Konflikt, Krieg, egal wer die Parteien sind.

    Schönen Abend.

  5. #85

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    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Deine Quelle ist nicht besser als wenn du den Kopp-Verlag bringen würdest. Sagt mal, nehmt ihr eigentlich jeden Mist in euer Wissen auf, der euch in den Kram passt ohne zu prüfen, was da wirklich dran ist? Das würde die verblendete Sichtweise nämlich auch erklären.

    Massaker der Armenier an den Türken nachdem ihr Volk fast vernichtet wurde - wie lächerlich. Die Türkei hat schon gut dafür gesorgt, dass nicht einmal genug Männer lebten, um solche Massaker überhaupt zu begehen.

    Hast jemals versucht mal über diese sache einen vernünftigen objektiven Buch oder Bücher darüber zu lesen ? Durch die vertreibung der Türkisch/ Kurdischen Bevölkerung der Südostanatolien wurden zwischen 1915-1922 über 530.000 Menschen umgekommen.Allein nach Iran, Syrien, Irak, Russland sind ca 800.000 Armenier umgesiedelt.Das sind Fakten.Die mit Armenischen Behauptungen sind jetzt vorbei.Es haben niemals 2 Millionen Armenier in Anatolien gelebt.Das waren knappe eine Millonen.Falls es nach Armenier & Griechen handeln würde, haben die Türken auch die Eskimos und Aborigines getöt.Die armen Griechen und Armenier waren harmlos, und haben sich nur Chinaböller B beim silvester geknallt, das war die einzigste "Böller version" von denen !!

  6. #86
    Avatar von AlbaJews

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    7.744
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Du scheinst wohl nicht zwischen Fakten und Meinungen unterscheiden zu können, das habe ich schon öfters festgestellt.

    Mit so debilen Leuten hat eine Diskussion dann wohl auch keinen Sinn.
    Hat Griechenland eigentlich die Ethnische Säuberung an Chamen schon zugegeben?

  7. #87

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    1.780
    Zitat Zitat von Axha Paqarriz Beitrag anzeigen
    Hat Griechenland eigentlich die Ethnische Säuberung an Chamen schon zugegeben?
    Vergiss es die Griechen würden doch sowas nieeeeeee tun.

    @Yunan:

    Es sind sehr viele Türken und Kurden durch die Hände der Armenischen Terroristen umgekommen. Allein 500.000 Türken sind durch Armenische Terroristen, Freischäler und Banditen ermordet. Im gegensatz zu den Armeniern mucken wir uns nicht uns Internationalen Foren.

    Die Armenier fingen an und wir Türken wehrten uns nur. Dabei kann es zu Massakern gekommen sein was ich auch nicht leugne...So ist der Krieg nunmal. Aber hauptsache den Türken eine Lüge vorwerfen

  8. #88
    Avatar von Agnostiker

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    Armenischer Genozid

    Schwarze Löcher der Türkei

    In der Türkei werden Intellektuelle inhaftiert, die sich öffentlich mit dem Völkermord an den Armeniern befassen. Derweil heben Wissenschaftler kaum erforschte Kapitel des Genozids.
    Von Regina Mönch
    06.11.2011 Artikel Bilder Lesermeinungen (19)
    © REUTERS Verschwiegene Schicksale, die langsam an die Oberfläche dringen: armenische Deportierte nach dem Genozid


    Sie hätten sich treffen können in Deutschland, der türkische Verleger Ragip Zarakolu und sein Ministerpräsident Recep Erdogan. Beide waren eingeladen, wenn auch zu absolut unterschiedlichen Veranstaltungen. Doch der hochangesehene Intellektuelle aus Istanbul, dessen Bücher Erdogans Zensurbehörde immer mal wieder verbieten lässt, erreichte sein Flugzeug nicht. Er wurde verhaftet. Zarakolu sollte in Berlin und am Potsdamer Lepsiushaus Vorträge halten über die türkische Zivilgesellschaft und ihre Haltung zum Völkermord an den osmanischen Armeniern 1915. Anders als früher werden Aktivisten wie Zarakolu nicht mehr wegen Beleidigung des Türkentums verfolgt, sondern nach den diffusen Bestimmungen der Anti-Terror-Gesetze. Die Polizei beschlagnahmte in seiner Wohnung Bücher und Manuskripte zum Armeniermord und zur Christenverfolgung im Osmanischen Reich. In einem Brief an die Potsdamer Konferenz erklärt Zarakolu, seine Verhaftung sei Teil einer Einschüchterungskampagne gegen Intellektuelle und Demokraten in der Türkei.
    Mit dem Verleger wurden achtundvierzig kritische Intellektuelle verhaftet, darunter auch die Verfassungsrechtlerin Büsra Ersanli (Marmara-Universität) und zuvor sein Sohn Deniz, Geschäftsführer des Belge Verlages. Seine Festnahme, schreibt Zarakolu, sei Teil der türkischen Verleugnungspolitik, die als „Maßnahme gegen die Bedrohung der eigenen Sicherheit betrachtet“ werde. Er habe in Potsdam über eine „Industrie der Völkermordverleugnung“ berichten wollen und pseudowissenschaftliche Studien, von der Regierung und ihrem „Koordinationsrat gegen die haltlosen Genozidanschuldigungen“ in Auftrag gegeben. Ob ein anderer Wissenschaftler seine Teilnahme an der Konferenz kurzfristig absagte, weil die Einschüchterung wirkt, bleibt Spekulation. Gewiss ist nur: Wer sich diesem Thema in der Türkei stellt, riskiert immer noch viel.
    Risse im Beton des Vergessens

    Für Zarakolu sprang kurzfristig die Berliner Osmanistin Elke Hartmann ein, die verschiedene Phasen der Verleugnung referierte, von der Zeit unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg bis heute. Immer wieder sei jedoch das verordnete Schweigen durchbrochen worden, etwa nach Erscheinen von Franz Werfels „Musa Dagh“ oder 1965, als überall auf der Welt Armenier auf die Straße gingen. Doch kamen die Proteste auch immer wieder zum Stillstand. Als vor einigen Jahren jedoch Fethiye Cetins Roman „Meine Großmutter“ erschien, begann das betonierte Vergessen empfindliche Risse zu bekommen. Tote, die man zu tief begräbt, sagt ein Sprichwort, kommen als Gespenster wieder. Die Türkin Cetin hatte entdeckt, dass ihre Großmutter Armenierin war. Ihr Buch wurde ein Bestseller; die Politik reagierte mit Propagandakampagnen und Geschichtsmythen. Doch die Wahrheit, so Hartmann, entfalte eigene Kräfte. Plötzlich tauchten überall in der Türkei diese „armenischen Großmütter“ auf und bevölkerten die schwarzen Löcher der Erinnerung.
    Die Historikerin Ayse Gül Altinay (Sabanci-Universität Istanbul) forscht seit Jahren zu den überlebenden Frauen des Völkermords von 1915. Deren Enkel brechen wie Cetin das Schweigen und holen diese vergessene Gruppe ans Licht: Viele Frauen und Kinder wurden nach dem Morden und den Deportationen vergewaltigt, als Lust- oder Zweitfrauen in muslimische Familien oder Waisenhäuser gesteckt und dort zu wahren Türken umerzogen. Die erzwungene „Assimilation“ ging einher mit Zwangsislamisierung, Zwangsverheiratung - Auslöschung durch Konversion nennt Altinay diese Tragödie. Ein noch kaum erforschtes Kapitel des Völkermordes und des türkischen Nationalismus, das aber ahnen lässt, warum, bewusst oder unterbewusst, „Assimilation“ für türkische Politiker und deutschtürkische Großfunktionäre ein Kampfbegriff ist.
    Pflicht der Vergangenheitsbewältigung

    Die Soziologin Necla Kelek appellierte in Potsdam an die deutschen Türken, sich hier, ungefährdet und sicher, der Erinnerung an den grausamen Massenmord zu stellen. Wer seine Vergangenheit verliere, sagte sie, György Konrád zitierend, verliere sich selbst. Der deutsche Umgang mit der eigenen Vergangenheit sei ein Vorbild dafür. Auch Kelek konnte von einer Großmutter berichten, die zwar keine Armenierin, aber Augenzeugin der entsetzlichen Gewalt war. Augenzeugen, von denen es viele gebe, die auch zu berichten wüssten, wie sie einst unverhofft und sehr rasch zu Wohlstand gekommen waren: Sie durften den Besitz der ermordeten oder vertriebenen Armenier übernehmen.
    Rober Koptas, der junge Chefredakteur der armenisch-türkischen Zeitschrift „Agos“, erinnerte an Hrant Dink, den Gründer seiner Zeitung. Viele hätten begonnen nachzudenken und die eigene Herkunft etwas genauer zu erforschen, seit Hrant Dink ermordet worden sei, weil er an 1915 erinnern wollte. Die Türkei, sagte Koptas, brauche jetzt einen Willy Brandt, um mit sich endlich ins Reine zu kommen.
    Quelle: F.A.Z.

  9. #89
    Emirkan
    Erdogan hat damals schon mit klaren Worten gesagt, was die absolute Mehrheit der Türken über diese Bühnendichtung denkt.


  10. #90

    Registriert seit
    24.01.2011
    Beiträge
    126
    Der Unterschied zwischen uns Türken und denen, die uns einen Genozid umhängen wollen, liegt darin, dass es nicht einen einzigen Türken gibt, der bestreitet, dass Armenier gestorben sind und der Tatsache, dass es nicht einen einzigen Genozidlügner gibt, der auf einen einzigen toten Türken eingeht. Sie wagen es nicht einmal es abzustreiten. Genauso, wie uns Nationalismus ständig vorgeworfen wird, aber keiner auf armenischen Nationalismus eingeht. Die Hindschaks und Daschnaks hat es demnach wohl nie gegeben und die 530000 bis 570000 ermordeten muslimischen Türken auch nicht. Ist das etwa ein echtes Tabuthema ?

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