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Türken in Griechenland (Westthrakien)

Erstellt von Chechen, 12.05.2009, 01:57 Uhr · 153 Antworten · 13.987 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Chechen

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    Türken in Griechenland (Westthrakien)

    Türken in Griechenland (Westthrakien)


    Türken in Griechenland (Westthrakien)

    Die türkische Minderheit von Griechenland, die Westthrakien-Türken (Batı Trakya Türkleri), sind die einzige Gruppe der Balkan-Türken, deren vertraglichen Minderheitenrechte mit der Türkei ausgehandelt wurden (siehe Vertrag von Lausanne). Die Westthrakien-Türken sind heute auch die einzige Gruppe der Balkan-Türken, die nicht als türkische Minderheit anerkannt ist. Zusammen mit allen anderen Bürgern Westthrakiens muslimischen Glaubens sind die Westthrakien-Türken als muslimische Minderheit anerkannt (offizielle Bezeichnung: muslimische Einwohner von Westthrakien). Die muslimische Minderheit ist die einzige von Griechenland anerkannte Minderheit des Landes.

    Der größere Anteil der Westthrakien-Türken lebt heute in der Diaspora. Die Zahlen der emigrierten Westthrakien-Türken und ihrer Nachkommen betragen nach Angaben der Föderation der Westthrakien-Türken in Europa heute wie folgend: 700.000 leben in der Türkei, 15.000 leben in Deutschland, 1.000 leben in Australien, 700 leben in den Niederlanden, 700 leben in Belgien, 400 leben in den USA und 300 leben in Großbritannien.

    Dabei sollte erwähnt werden, dass die Zahlen auch den regulären Anteil der ethnischen Pomaken und der muslimischen Roma enthalten, da diese mit überwältigender Mehrheit sich ebenfalls zur türkischen Identität bekennen und Türkisch als Muttersprache sprechen. Darüber hinaus werden damit auch die ca. 60.000 von Griechenland zwischen 1955 und 1998 Ausgebürgerten mitgezählt, die heute nicht mehr die griechische Staatsangehörigkeit besitzen und meist staatenlos sind oder andere Staatsbürgerschaften angenommen haben (siehe Artikel 19-Geschädigte).

    Die Helsinki Watch gibt an, dass seit 1920 ca. 300.000 bis 400.000 Türken ihre westthrakische Heimat verlassen haben. Die Zahlen der Föderation der Westthrakien-Türken in Europa beinhalten auch deren Nachkommen.


    Geschichte der Westthrakien-Türken

    Mit der Niederlage der Serbisch-Bosnisch-Ungarischen Armee in der Schlacht von Mariza kam Westthrakien 1363-1364 unter Osmanische Kontrolle. Der damalige Sultan des Osmanischen Reiches, Murat I., besiedelte daraufhin die neu erworbenen Gebiete mit Türken aus Anatolien. Gleichzeitig gewährte er den Christen der Region den geschützten Status der Dhimmas gemäß dem traditionellen Islamischen Recht, das zur Toleranz gegenüber Nichtmuslimen im eigenen Land (Dhimmas) und zum staatlichen Schutz dieser verpflichtet.

    Westthrakien blieb bis zum Ersten Balkankrieg 1912-1913 unter Osmanischer Herrschaft. Als Ergebnis des Ersten Balkankrieges fiel der größte Teil Westthrakiens 1913 unter bulgarische Kontrolle. Die großen Gebietsansprüche Bulgariens führten zum zweiten Balkankrieg, indem Serbien und Griechenland gemeinsam gegen Bulgarien vorgingen. Am 14. Juli 1913 wurde die westthrakische Stadt Komotini (türk. Gumuljina) von griechischen Truppen eingenommen. Am 28. Juli wurde aber im Vertrag von Bukarest die Region den Bulgaren zugesprochen, was in der hiesigen Bevölkerung auf Ablehnung stieß, von der griechischen Regierung aber akzeptiert wurde. Angesichts der bevorstehenden Rückkehr der Bulgaren, schlossen sich Christen und Muslime der Region zusammen und erklärten das Gebiet zur Republik Gumuljina mit Komotini als Hauptstadt. Als aber im Vertrag von Konstantinopel zwischen Bulgarien und dem Osmanischen Reich am 16. September 1913 das Gebiet endgältig Bulgarien zugesprochen wurde, besetzten Bulgarien die Region endgültig. Die Republik existierte nur anderhalb Monate, doch ihre Flagge wird manchmal für die türkische Minderheit in Westthrakien verwendet.

    Die Region blieb bis zum Ende des Ersten Weltkriegs unter der Herrschaft Bulgariens. 1919 musste Bulgarien die Region mit dem Vertrag von Neuilly-sur-Seine an die Entente abtreten. Eine gemischte - teilweise griechische - Administration der Entente kontrollierte in nächster Zeit das Territorium. 1920 wurde Westthrakien in dem mit Griechenland geschlossenen Vertrag von Sèvres (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Vertrag mit dem Osmanischen Reich) von der Entente an Griechenland übergeben. Das Territorium ist seitdem Teil Griechenlands.

    In den nach den Balkankriegen 1912/13 an Griechenland gefallenen Gebieten (Epiros und Makedonien) lebten zu diesem Zeitpunkt 700.000 bis 800.000 Türken. Noch vor dem Ersten Weltkrieg emigierte ein Teil von ihnen in das Osmanische Reich. Die griechische Regierung plante, diesen Prozess durch Druck auf die Türken zu beschleunigen. Letztlich strebte Athen die Vertreibung sämtlicher Muslime von seinem Staatsgebiet an. Dies konnte wegen der Verwicklung Griechenlands in den Ersten Weltkrieg (1915) zunächst nicht umgesetzt werden.

    Kurz nach dem Ersten Weltkrieg brach 1919 der griechisch-türkische Krieg aus. Die griechische Regierung unter Elephterios Venizelos sah die Chance gekommen, die Megali Idea (Vereinigung aller griechisch besiedelten Gebiete diesseits und jenseits der Ägäis) in die Tat umzusetzen. Das in Agonie liegende Osmanische Reich hatte eben den Vertrag von Sèvres unterzeichnet, der u.a. den Griechen eine Besatzungszone in Kleinasien (Smyrna) einräumte, ihnen aber den Besitz Konstantinopels versagte. Gegen diesen Vertrag regte sich bald bewaffneter Widerstand der national gesonnenen Türken unter Führung Kemal Atatürks. Der neuen türkischen Armee gelang es, die griechischen Truppen bis 1922 aus Kleinasien zu vertreiben.

    Infolge dessen wurde 1923 zwischen beiden Ländern der Vertrag von Lausanne geschlossen, der große Rückwirkungen auf die Situation der ethnischen Minderheiten in Griechenland und in der Türkei hatte. Westthrakien wurde endgültig Griechenland zugesprochen. Die bereits am 30. Januar 1923 zwischen Griechenland und der Türkei vereinbarte separate Konvention zum Bevölkerungsaustausch war Teil des Vertrags von Lausanne (Art. 142). Auf Grund dieser Konvention wurden die innerhalb der griechischen Grenzen von 1913 lebenden Muslime (ca. 500.000 Menschen) in die Türkei vertrieben und die in Kleinasien ansässigen Griechen und griechischssprachige Gruppen (etwa 1,5 Mio. Menschen) wurden nach Griechenland vertrieben.

    Von dem Bevölkerungsaustausch ausgenommen waren die Griechen in Istanbul, und auf den Inseln Imbros (Gökçeada) und Tenedos (Bozcaada). Im Gegenzug konnten die Türken und Pomaken im eben an Griechenland gefallenen Westthrakien (ca. 110.000 Menschen) ebenfalls in ihrer Heimat bleiben. Gemäß der Konvention von Lausanne wurden die Nichtgriechen in Westthrakien zwar als religiöse nicht aber als nationale Minderheit anerkannt. Der Haupttext des Vertrags von Lausanne verweist auf sie als muslimische Minderheiten Griechenlands. Der Vertrag regelte in Art. 37-45 den Schutz der religiösen Minderheiten in Griechenland und der Türkei. Für die Türken in Westthrakien ist er bis heute die wesentliche Rechtsgrundlage ihrer Gruppenrechte.

    Nach 1923 spiegelte sich die wechselseitige Behandlung der griechischen Minderheit in Istanbul und der türkischen Minderheit in Westthrakien stets auf die griechisch-türkischen zwischenstaatlichen Beziehungen wider und umgekehrt. Beide Minderheiten profitierten vorerst von der Annäherung beider Staaten, die durch die zwei ehemaligen Rivalen Mustafa Kemal Atatürk und Eleftherios Venizelos in die Wege geleitet wurde. Diese Phase dauerte von 1930 bis 1955.

    Angesichts der aus dem faschistischen Italien drohenden Angriffsgefahr unterzeichneten beide Staaten im September 1933 einen Freundschaftspakt. Nach dem Zweiten Weltkrieg verbündeten sich Griechenland, die Türkei und Jugoslawien angesichts der sowjetischen Ausdehnungen mittels einem Vertrag für Freundschaft und gegenseitiger Unterstützung, auf den ein Jahr später der Balkanpakt folgen sollte.

    Während eines Staatsbesuchs in Griechenland im Jahre 1954 bezeichnete der damalige türkische Präsident Celal Bayar die griechisch-türkische Freundschaft als "das beste Beispiel dafür, wie zwei Länder, die sich irrtümlicherweise jahrhundertelang gegenseitig misstraut hatten, sich nun als ein Resultat der Einsicht in die Realitäten des Lebens für vertraute und loyale Zusammenarbeit entschieden haben".

    Allerdings sollte sich die Situation nach 1955 im Zuge des Zypernkonflikts ändern - der Zypernkonflikt sollte sich negativ auf das Schicksal der türkischen Minderheit in Griechenland und das der griechischen Minderheit in Istanbul auswirken. Die Bestrebungen der Zypern-Griechen sich von der britischen Kolonialherrschaft loszureißen und Zypern an Griechenland anzuschließen, dem Enosis, endeten oftmals in blutigen Übergriffen auf die Zypern-Türken, die damals 20% der Gesamtbevölkerung der Insel ausmachten und sich einer Vereinigung der Insel mit Griechenland widersetzten. Die Attacken der griechischen Zyprer auf die türkischen Zyprer lösten wie du mir, so ich dir-Gegenmaßnahmen gegen die griechische Minderheit Istanbuls aus. Vermutlich durch die damalige Regierung des Ministerpräsidenten Adnan Menderes angeordnete groß angelegte Gewalt in der Nacht vom 6. auf den 7. September 1955 gegen die griechische Minderheit Istanbuls zerstörte geschätzte 3.000 bis 4.000 Geschäftsläden und hatte zur Folge, dass Tausende ethnischer Griechen aus Angst vor weiteren Gewaltausschreitungen aus Istanbul flüchteten. Auf auch nach der Unabhängigkeit im Jahre 1960 weitergehende Gewaltausschreitungen auf der Insel (auch nicht zu vergessen sind hierbei die Übergriffe der türkischen Zyprer im Dezember 1963) antwortete die türkische Regierung damit, dass sie die Aufenthaltserlaubnis von 12.000 Griechen Istanbuls für ungültig erklärte und die Eigentümer dieser Menschen beschlagnahmte. Im Juli 1974 drang die Türkei als Garantiemacht gemäß dem Londoner Garantievertrag auf Zypern ein, nachdem der Putsch des fanatischen Türkenhassers Nikos Sampson die gewählte Makarios-Regierung abgesetzt hatte, um die Vereinigungsbemühungen mit Griechenland voranzutreiben. Letzten Endes belagerte die Türkei ca. 40% der Insel.

    In der Nachfolgeperiode nach 1955 verstärkte auch Griechenland als nächstes Element der Reaktionenkette den Druck auf die türkische Minderheit in Westthrakien auf eine nicht weniger schädliche Weise. Den ethnischen Türken gehörende ländliche Eigentümer wurden auf illegale Weise durch den Staat geraubt, Berufslizenzen wurden verweigert, Zwangsemigrationen wurden durch den einseitigen Entzug der Staatsbürgerschaft hergeleitet (zwischen 1955 und 1998 waren davon ca. 60.000 Minderheitenangehörige betroffen), religiöse Freiheiten wurden eingeschränkt – kurz gesagt, eine generelle Politik der Diskriminierung wurde in Gang gesetzt und in den Folgejahren kontinuierlich fortgeführt und etabliert. Mitte der 80er Jahre hatten die Diskriminierungspraktiken bis hin zu Veränderungen der zivilen Rechte der türkischen Minderheit geführt, die zum damaligen Zeitpunkt von Dr. Sadık Ahmet, bis zu dessen mysteriösem Tod, geführt wurde.

    In der Nachfolgezeit kam es bei so gut wie jedem politischen Konflikt mit der Türkei oder bei Konflikten mit Politikern der türkischen Minderheit zu Gewaltausschreitungen griechischer Extremisten gegen die türkische Minderheit.

    Die ab 1955 initiierte und nach und nach etablierte Diskriminierungspolitik Griechenlands sollte sich erst Anfang der 90er Jahre zu bessern anfangen.

  2. #2
    Avatar von Chechen

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    fortsetzung:

    Die Ära des Dr. Sadık Ahmet und ihre Auswirkungen auf die türkische Minderheit
    Die Ära unter der Führung Dr. Sadık Ahmets hat eine immense Bedeutung in der Geschichte der türkischen Minderheit. Sie bedeutet für sie nach jahrzehntelanger institutionalisierter und etablierter Einschüchterungs- und Diskriminierungsmethodiken den schwierigen Ausweg aus der absoluten Isolation und die schwierige Anfangsphase der Emanzipation, ohne dafür Griechenland verlassen zu müssen. Sie läutete ab Mitte der 80er Jahre den Anfang der Kehrtwende des Schicksals der türkischen Minderheit ein. Das politische Leben Sadık Ahmets spiegelt den Kern der Probleme der nichtgriechischen Minderheiten Griechenlands wider.

    Sadık Ahmet ist es zu verdanken, dass die damalige Helsinki Watch, die heutige Human Rights Watch, aufmerksam auf die abscheuliche Minderheitenpolitik des EU-Mitglieds Griechenland wurde und ihren ersten Bericht überhaupt über die Menschenrechtsverletzungen Griechenlands am 1. August 1990 in dem Dokument Destroying Ethnic Identity – The Turks of Greece veröffentlichte. Auf weitere Menschenrechtsverletzungsberichte über Griechenland bezüglich der türkischen Minderheit sollten auch Berichte über die ähnliche Problematik der slawisch-mazedonischen Minderheit in der griechischen Provinz Makedonien folgen. (Erstmals am 1. April 1994 in dem Dokument Denying Ethnic Identity – The Macedonians of Greece).

    Der Erhalt der Aufmerksamkeit der Human Rights Watch ist auch insofern bedeutend, da schon deren erster Bericht über die türkische Minderheit im Jahre 1990 Effekte zeigte und erstmals seit 1955 leichte Verbesserungen der Situation der türkischen Minderheit zu spüren wurden. Den Türken war es nun erlaubt, offiziell Häuser oder Land zu kaufen und zu verkaufen, Häuser und Moscheen zu reparieren, Führerscheine zu machen oder Beamte zu werden, wie in dem Bericht Greece: Improvements for Turkish Minority – Problems remain vom 20. April 1992 berichtet wird.

    Nachdem Sadık Ahmet im Januar 1990 für die Bezeichnung der türkischen Minderheit als "türkische Minderheit" während seiner Wahlkampagne eine Haftstrafe auferlegt bekommen hatte, deren verabscheuungswürdiger Prozessverlauf von internationalen Beobachtern beobachtet und vom niederländischen Fernsehen gefilmt wurde, hagelte es internationale Proteste auf Griechenland.

    Zwei Tage nach dem Prozess und im Mai des selben Jahres kam es zu Gewaltausschreitungen von bis zu 1000 griechischen Extremisten in Komotini, während der Hunderte von türkischen Geschäftsläden zerstört und alte Frauen niedergeschlagen wurden.

    Der CDU-Politiker und spätere Europaabgeordnete Werner Langen setzte sich im Zuge der internationalen Proteste ebenfalls für die Westthrakien-Türken ein. Im Nachrichtenmagazin Focus erschien in der Ausgabe vom 29. April 1995 mit der Überschrift Ärger mit Griechenland – Politischer Sprengstoff: Die türkische Minderheit in Westthrakien erkor Deutschland zur Protestplattform unter Befragung Langens erstmals ein Bericht über die Westthrakien-Türken. Die Stellungnahme zu den internationalen Protesten kam ca. einen Monat später vom Griechischen Generalkonsulat München. Nach Ansicht von Dr. Nikolaos Sotiriou gebe es keine Menschenrechtsverletzungen in Griechenland und diese gelte "ebenfalls für die griechischen Muslime im Nordosten des Landes." Wie in der Focus-Ausgabe vom 22. Mai 1995 darüber hinaus berichtet wurde, wäre es nach Ansicht von Dr. Sotiriou nicht korrekt von "Türken" zu sprechen, da der Vertrag von Lausanne von "Muslimen" spreche.

    Im Zuge dieser mit rasanter Geschwindigkeit geschehenden Ereignisse hatten die Westthrakien-Türken Deutschland als Protestplattform ausgewählt.

    Am 24. Juli 1995, exakt am 72. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags von Lausanne, starb Sadık Ahmet bei einem Autounfall.

    Die durch Sadık Ahmet initiierten Verbesserungen der Lage der Minderheit sollten soweit gehen, dass im Jahre 1998 der seit 1955 geltende Artikel 19 des Griechischen Staatsangehörigkeitsgesetzes, auf dessen Grundlage über die letzten Jahrzehnte nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker insgesamt 60.000 Westthrakien-Türken ausgebürgert worden waren, abgeschafft werden sollte.

    Sadık Ahmet gilt unter der türkischen Bevölkerung Westthrakiens als ihr großer Held. Sein tragischer Tod beim Zusammenprall mit einem bei Nacht unbelichtet fahrenden Traktor gilt für die türkische Minderheit als Attentat zur Beseitigung ihres für Griechenland unbequemen Politikers.


    Auswirkungen der Minderheitenpolitik Griechenlands auf die türkische Minderheit [Bearbeiten]
    Während die griechische Regierung die Existenz anderer nationaler Minderheiten (Albaner und Mazedonier) mehr oder weniger zu leugnen versucht bzw. diese ignoriert und ihnen Gruppenrechte weitgehend vorenthält, ist dies in Bezug auf die Muslime Westthrakiens wegen des Vertrags von Lausanne nicht möglich. Gleichwohl müssen die Türken in Griechenland vielerlei Zurücksetzungen erdulden und sie führen seit Jahrzehnten einen politischen Kampf um die Umsetzung ihrer Gruppenrechte. In den letzten beiden Jahrzehnten versuchen sie dabei vermehrt die Unterstützung europäischer Institutionen zu gewinnen, denn das EU-Mitglied Griechenland ist auch aufgrund verschiedener europäischer Konventionen und Verträge zum Minderheitenschutz verpflichtet.

    Unzureichend ist der muttersprachliche Unterricht für die Minderheit. Gemäß eines griechisch-türkischen Abkommens von 1955 durften jeweils 35 Lehrer an den Mittelschulen des anderen Landes unterrichten. Diese Zahl wurde 1988 von der griechischen Regierung mit Verweis auf das Gegenseitigkeitsprinzip auf 16 reduziert, da die griechische Minderheit in Istanbul durch Auswanderung immer kleiner geworden war und kaum mehr Lehrer benötigte. Nur 1000 Schulkinder, die pro Jahr die Grundschule abschließen, werden per Losverfahren in eine der beiden Mittelschulen für die Minderheit vermittelt. Unabhängig von der Gesamtzahl der Grundschulabgänger können von jeder Grundschule nur 40 Kinder eine dieser Schulen besuchen. Die übrigen 900 Schulkinder (2001) müssen auf eine einsprachige griechische Mittelschule gehen oder eine Schule in der Türkei besuchen.

    Die türkische Minderheit darf nach griechischem Recht keine nationalen Vereine bilden, die das Wort türkisch im Namen haben. Gegen diese Bestimmung ist (2006) eine Klage am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anhängig. Die für Ehesachen zuständigen Muftis sind seit 1990 vom griechischen Staat ernannte Beamte; die muslimische Minderheit fordert jedoch die freie Wahl dieser Geistlichen, wie sie die Gemeinden vorher jahrzehntelang ausgeübt hatten. Die Benachteiligung der Muslime bei der Erteilung von Bau- oder Gewerbegenehmigungen wurden im vergangenen Jahrzehnt abgebaut. Bei der Bewerbung um Stellen im Dienst der Gemeinden in der Minderheitenregion werden die Türken jedoch weiterhin diskriminiert.

    Eine Änderung des Wahlgesetzes von 1992 brachte die Türken um die Möglichkeit, bei den Wahlen einen unabhängigen Kandidaten durchzubringen, weil die 3-Prozent-Hürde seitdem auch für Einzelkandidaten gilt. Derzeit ist ein Muslim als Abgeordneter der Nea Demokratia im griechischen Parlament vertreten. Die PASOK hat im Mai 2006 eine türkische Kandidatin für das Amt der Präfektin in der Region Rhodopi aufgestellt. Dies brachte den sozialisten die Missbilligung konservativer Kreise und der orthodoxen Kirche ein. Die Mehrheit der Griechen empfindet die Kandidatur einer Türkin laut Umfragen aber als normal und nicht verwerflich.


    Die Artikel 19-GeschädigtenAuf der Grundlage des 1955 eingeführten Artikel 19 des Griechischen Staatsbürgerschaftsgesetzes wurden bis 1998 ca. 60.000 Türken ausgebürgert. Der Artikel erlaubte es, "Personen, die nichtgriechischer ethnischer Abstammung waren und die das Land ohne der Absicht auf Rückkehr verlassen hatten", auszubürgern. Das Ziel dieser Maßnahme (sowie bei allen anderen Diskriminierungsmaßnahmen) war, die demographische Balance Westthrakiens zu Gunsten der ethnischen Griechen zu verschieben.

    Nach Angaben der Human Rights Watch und der Gesellschaft für bedrohte Völker wurde durch dieses Gesetz die Ausbürgerung zu einem einfachen Verwaltungsakt ohne Verhör der Ausgebürgerten. Die meisten der Ausgebürgerten erfuhren erst bei ihrem Einreisevorhaben an der griechischen Grenze, dass sie nicht nach Griechenland einreisen dürften, da sie ausgebürgert worden waren.

    Am 11. Juni 1998 wurde der Artikel 19 abgeschafft. Allerdings gilt seine Abschaffung nicht rückwirkend. Diesbezüglich laufen mehrere Lösungsansätze, damit die Ausgebürgerten ihre Bürgerrechte zurückerhalten. Nach Angaben der Human Rights Watch verstieß das Gesetz gegen mehrere Abkommen, die Griechenland unterzeichnet hatte, und nicht zuletzt verstieß es auch gegen das Griechische Grundgesetz selbst, da es u.a. mit der Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz (isonomia) nicht vereinbar war. Der griechische Standpunkt sagt dagegen, dass die isonomia für alle Bürger strikt eingehalten würde (siehe Weblinks).

    Der Originaltext des Griechischen Staatsbürgerschaftsgesetzes, Nr. 3370, Kapitel B, Sektion VI, Artikel 19 (gültig von 1955 bis 1998):

    Eine Person von nichtgriechischer ethnischer Abstammung, die Griechenland ohne Absicht auf Rückkehr verlässt, kann deklariert werden als Verlierender der griechischen Staatsbürgerschaft. Dieses kann auch angewendet werden auf Personen mit nichtgriechischer ethnischer Abstammung, die im Ausland geboren sind und dort ihren Wohnsitz haben. Ihre im Ausland lebenden minderjährigen Kinder können als Verlierende der griechischen Staatsbürgerschaft deklariert werden, wenn beide Elternteile oder das lebende Elternteil das Selbe verloren haben. Der Innenminister entscheidet in diesen Fällen mit der mitwirkenden Meinung des Nationalrats.


    Standpunkt der Human Rights Watch [Bearbeiten]
    Die Human Rights Watch fordert in ihrem dritten Bericht über die Menschenrechtslage der türkischen Minderheit Greece – The Turks of Western Thrace vom 1. Januar 1999 Griechenland u.a. dazu auf, die Leugnung bezüglich ethnischer Identität zu beenden und die türkische Minderheit als ebensolche anzuerkennen. Auch wenn es innerhalb der Minderheit ethnische Differenzen gibt (schätzungsweise sind 65-75% ethnische Türken, 15-25% ethnische Pomaken und 5-10% ethnische Roma) identifiziert sich die Minderheit nach Angaben der Human Rights Watch mit überwältigender Mehrheit als Türkisch und sollte deshalb als solche anerkannt werden.


    Föderation der Westthrakien-Türken in Europa [Bearbeiten]
    Im Jahre 1988 wurde die Föderation der Westthrakien-Türken in Europa als gemeinnütziger Dachverband aller in der Vergangenheit gegründeten europaweiten Vereine der Westthrakien-Türken gegründet. Während die einzelnen Ortsvereine Familientreffpunkte für die türkische Minderheit Griechenlands sind, ist die Föderation der ausschließlich politische Arm aller Vereine mit dem Ziel sich in Europa und weltweit mehr Gehör zu verschaffen. Die Föderation nimmt regelmäßig an OSZE-Konferenzen teil.


    Kultur der Westthrakien-Türken [Bearbeiten]
    Seit einigen Jahren wird im griechischen Fernsehen wöchentlich die sehr beliebte Fernsehserie Μη μου λες αντίο (deutsch: Sag mir nicht Lebwohl) ausgestrahlt. Die Serie erzählt die problematische Liebesgeschichte zwischen einer Griechin und einem Westthrakien-Türken. Die Griechin kommt zum Studieren nach Komotini und lernt an der Universität den türkischstämmigen Murat kennen - beide verlieben sich ineinander.

    Die Serie ist deshalb so bedeutungsvoll, da sie zum ersten Mal das Thema der Minderheit von Westthrakien griechenlandweit familientauglicher macht bzw. in von Thrakien entfernteren Provinzen überhaupt bekannt macht.

    In der Serie werden Murat und alle restlichen türkischen Charaktere natürlich schlicht als Moslems und nicht als Türken bezeichnet - nicht zuletzt auch aus dem Grund, weil Letzteres gesetzlich noch strafbar wäre. Aber die Serie ist zumindest ein erster Versuch, die türkische Minderheit von Westthrakien und ihre kulturellen Besonderheiten als integraler Bestandteil von Griechenlands Bevölkerung in ganz Griechenland bekannter zu machen.

    -------------------------------------------------------

    hier ist die offizielle seite der westthrakien-türken ----> https://www.abttf.org/

  3. #3

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    freiheit für westthrakien

  4. #4
    Magic
    Freiheit für Kurdistan und die Kurdischen Freiheits-Falken

  5. #5
    Avatar von Chechen

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    Zitat Zitat von rockafellA Beitrag anzeigen
    freiheit für westthrakien
    mir geht es vielmehr um die minderheitenrechte dieser türkischstämmigen in griechenland, diese wurden langezeit mit den füssen getreten.

    ich habe sogar vor geraumer zeit mal einen bericht über albanischstämmige einwanderer angesehen. die kinder haben dort orthodoxen religionsunterricht bekommen, obwohl sie muslime sind. wie gesagt, unvoreingenommen, hätte ich jetzt gesagt "diese eingewanderten albaner haben kein nationalgefühl, sie werfen ihre kultur und religion einfach hin, um als griechen in der gesellschaft zu gelten". so etwas würde ich als selbstleugnung der identität empfinden, sowas ist für mich charakterlich schwach, aber nach dem ich einige berichte gelesen hatte, welcher druck auf diese menschen dort ausgeübt wurde, konnte ich das schon verstehen.

    es ist schon krank, welche anti-albanische /anti-türkische stimmung in weiten teilen griechenlands noch geduldet wird.

  6. #6
    Avatar von Chechen

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    An den Rand gedrängt

    Sarah Reinke aus pogrom - bedrohte völker Heft


    "Mit dem Fahrrad kommt der Muezzin zur Moschee in Komotini, steigt auf den Balkon des Minaretts und singt in alle Himmelsrichtungen den Gebetsruf", so ein Reisender aus der griechischen Region Westthrakien, wo die türkische Minderheit lebt. Konkrete Angaben zur Zahl der muslimischen Minderheiten in Westthrakien finden sich in der Studie der Athener Akademie von 1995. Demnach sind es 105.000 Moslems mit griechischer Staatsbürgerschaft, darunter 48 Prozent Minderheitstürken. Etwa die Hälfte der Einwohner Komotinis – türkisch Gümülcine - sind Türken. Sie gehören auch heute noch zur ärmsten und am stärksten benachteiligten Schicht in dieser ärmsten Region Griechenlands.

    Seit 1999 wandelt sich die Politik ihnen gegenüber. Hintergrund ist die Unterstützung des in der Türkei inhaftierten PKK Führers, Abdullah Öcalan: Nach dessen Festnahme in Kenia trat nämlich zutage, dass Griechenland ihm die Einreise erlaubt und ihn in seiner kenianischen Botschaft untergebracht hatte. Der Skandal weitete sich zu einer Regierungskrise aus, in deren Folge der griechische Außenminister Pangalos zurücktreten musste. Sein Nachfolger Papandreou leitete eine moderatere Politik gegenüber der Türkei und der türkischen Minderheit in Griechenland ein. Der Alltag der Türken in Westthrakien bleibt jedoch von schwerer Benachteiligung geprägt.

    Nach offizieller griechischer Lesart gibt es keine "türkische" Minderheit sondern nur eine "muslimische". Es war daher eine kleine Sensation, als Außenminister Papandreou in diesem Zusammenhang nicht von "griechischen Muslimen" sondern von der "türkischen Minderheit" sprach. Auch die im griechischen Gesetz festgeschriebenen Benachteiligungen sind fast alle nach und nach beseitigt worden. Die Ungleichbehandlung ist jedoch bereits so stark institutionalisiert, dass sich die Reformen im Alltagsleben der Türken kaum niederschlagen.

    Seit spätestens dem 14. Jahrhundert siedeln ethnische Türken in Thrakien. Unter dem Lausanner Vertrag von 1923 wurden der Minderheit weitgehende Rechte eingeräumt. Auf dem Rücken der türkischen Minderheit wurde jedoch - insbesondere seit 1963 - der politische Konflikt zwischen der Türkei und Griechenland ausgetragen. Dies und die kontinuierliche Benachteiligung der Türken im griechischen Alltag hat zur relativen Unterentwicklung dieser Minderheit geführt. Die wenigen Schulen, an denen in Türkisch unterrichtet wird, sind überfüllt. Jahrelang wurden Türken, die in der Türkei ein Studium abgeschlossen haben, nicht in den Schuldienst eingestellt. Die Qualität des Unterrichts ist daher unbefriedigend, so die Betroffenen. Die Schulbücher sind vollkommen veraltet. Angehörige der türkischen Minderheit beklagen zudem, dass sie verstärkt von der Polizei kontrolliert würden, dass ihre Meinungsfreiheit eingeschränkt würde.

    Ein großer Fortschritt in der griechischen Behandlung der Türken war die Abschaffung des Artikel 19 des griechischen Zivilgesetzbuchs am 11. Juni 1998. Auf seiner Grundlage war 60.000 Bürgern Griechenlands zwischen 1955 und 1998 die Staatsbürgerschaft entzogen worden. Die meisten von ihnen waren türkischstämmige Griechen. So wurde versucht, die demographische Balance in Thrakien zu Gunsten der ethnischen Griechen zu verschieben. Allerdings erhielten die Ausgebürgerten keineswegs ihre Bürgerrechte zurück. Denn, so die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch in ihrem Menschenrechtsreport "The Turks of Western Thrace" (1999), die Abschaffung des Artikel 19 ist nicht rückwirkend gültig. Wer einmal ausgebürgert ist, hat also keinen Anspruch auf Wiedereinbürgerung. Nach Schätzungen von Human Rights Watch gibt es demzufolge noch etwa 1.000 bis 4.000 Staatenlose in Griechenland. Die große Mehrheit der auf Grundlage von Artikel 19 Ausgebürgerten wanderten überdies aus und hat inzwischen die Staatsbürgerschaft anderer Staaten angenommen. Staatenlose werden in sozialen Belangen stark benachteiligt. So profitieren sie nicht vom staatlichen Gesundheitssystem und können nur unter Auflagen die staatlichen Schulen besuchen.

    Auch die im Lausanner Vertrag garantierte religiöse Autonomie wird systematisch eingeschränkt. So werden z. B. Muftis in Verletzung des Lausanner Vertrages vom Staat eingesetzt, die von der Gemeinde gewählten Würdenträger hingegen schikaniert. Der 1990 von seiner Gemeinde gewählte Mufti von Xanthi wurde seit 1993 in bislang mehr als 80 Verfahren zu einer Gesamtstrafe von 139 Monaten verurteilt. Prozesse, die von Vertretern der türkischen Minderheit gegen die Einsetzung von Muftis durch den Staat angestrengt werden, werden immer wieder verzögert.

    Quellen: Human Rights Watch: The Turks in Western Thrace, Januar 1999, Hugh Poulton: "The Balkans, Minorities and Governments in Conflict, 1993, Tagesanzeiger, 8.10.1998 "Außenseiter der griechischen Gesellschaft, Sevasti Trubeta: Die Konstitution von Minderheiten und die Ethnisierung sozialer und politischer Konflikte. Eine Untersuchung am Beispiel der im griechischen Thrakien ansässigen Moslemischen Minderheit, Prof. Dr. Faruk Sen, Zentrum für Türkeistudien, Essen: "Kurzbericht über die Lage der türkischen Minderheit in Griechenland, 1.12.2000

  7. #7
    Avatar von Sinopeus

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    Sarah Reinke sagt selbst, dass von den Muslimen in Thrakien nur 48% Türken sind. Der Rest sind Pomaken und muslimische Roma. Wieso also sollte man die alle Türken nennen?
    Ich weiß, es wird jetzt Widerspruch hageln, aber die Westthrakientürken haben ihrem Moscheen und ihre Schulen wo ihre Kinder mit türkischen Schulbüchern aus der Türkei ausgebildet werden. Einige von denen kommen in die griechische Armee und können nicht mal griechisch. Wem das nicht reicht, den weise ich darauf hin, dass die griechische Minderheit in der Türkei (und zwar die in Istanbul), die auf Grund des gleichen Vertrags (Vertrag von Lausanne) in der Türkei bleiben durfte wie die Westthrakientürken in Griechenland, so gut wie ausgelöscht wurde. Minderheitenrechte haben die nicht im geringsten und "Griechen" werden die offiziell auch nicht genannt. Ich finde es schon erstaunlich, wer hier alles auf Minderheitenrechte pocht, ohne rot zu werden.

    Pogrom von Istanbul ? Wikipedia

    Von jenen, die aufgrund der Religion im Jahre 1934 türkische Namen annehmen mussten, möchte ich hier ganz schweigen.

    Den Türken in Thrakien wünsche ich alles Gute. Den Pomaken und Roma natürlich auch. Insgesamt also: den Muslimen in GR.

  8. #8
    Avatar von De_La_GreCo

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    Zitat Zitat von Sinopeus Beitrag anzeigen
    Sarah Reinke sagt selbst, dass von den Muslimen in Thrakien nur 48% Türken sind. Der Rest sind Pomaken und muslimische Roma. Wieso also sollte man die alle Türken nennen?
    Ich weiß, es wird jetzt Widerspruch hageln, aber die Westthrakientürken haben ihrem Moscheen und ihre Schulen wo ihre Kinder mit türkischen Schulbüchern aus der Türkei ausgebildet werden. Einige von denen kommen in die griechische Armee und können nicht mal griechisch. Wem das nicht reicht, den weise ich darauf hin, dass die griechische Minderheit in der Türkei (und zwar die in Istanbul), die auf Grund des gleichen Vertrags (Vertrag von Lausanne) in der Türkei bleiben durfte wie die Westthrakientürken in Griechenland, so gut wie ausgelöscht wurde. Minderheitenrechte haben die nicht im geringsten und "Griechen" werden die offiziell auch nicht genannt. Ich finde es schon erstaunlich, wer hier alles auf Minderheitenrechte pocht, ohne rot zu werden.

    Pogrom von Istanbul ? Wikipedia

    Von jenen, die aufgrund der Religion im Jahre 1934 türkische Namen annehmen mussten, möchte ich hier ganz schweigen.

    Den Türken in Thrakien wünsche ich alles Gute. Den Pomaken und Roma natürlich auch. Insgesamt also: den Muslimen in GR.
    ich würde dir hundert danke gerne dafür geben

    ich komme zufällig zum teil aus thrakien xanthi

    und haben dort auch paar türken in der umgebung sogar ganze dörfer.....deren dörfer haben sogar türkische namen

    das die griechen dagegen kleinasien verlassen musste ist auch fakt sei es durch den lausanner vertrag oder durch das progrom.......in griechenland thrakien leben über 300.000 türken und wir griechen dagegen wurden ganz aus kleinasien vertrieben

    meine uroma und uropa mütterlicher seite kamen aus aivali und nähe konstantinopel opas family mütterlicher dagegen schwarzes meer da nähe pontos aber nicht direkt am pontos

  9. #9

    Registriert seit
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    Wenn die Türkei 1923 gegründet wurde und diese Menschen dort schon länger dort gewohnt haben, wieso sind das dann Türken?

    Warum muss man die muslimische Minderheit in Griechenland Türken nennen?

  10. #10
    Avatar von De_La_GreCo

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    Zitat Zitat von Brüny Beitrag anzeigen
    ich bin auch zur hälfte aus xanthi
    als mein mann das erste mal mit mir in gr war , war er erstaunt, weil er da mehr kopftücher rumrennen gesehen hat, als in deutschland
    aber hey sie werden ja unterdrückt ::
    adee ree apo pio xorio ise?????ego apo to erasmio ama so leei kati

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