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Der Türkenkampf Skanderbegs

Erstellt von Albanesi, 12.10.2004, 21:03 Uhr · 16 Antworten · 860 Aufrufe

  1. #1

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    Der Türkenkampf Skanderbegs

    SKANDERBEG, eigentl. Georg Kastriota, albanischer Fürst und Anführer im Kampf gegen die Türken, geboren 1405, gestorben 17.1. 1468 in Lezha. - S. war der Sohn des Johannes (Gjon) Kastriota, der sich in Zentralalbanien ein größeres Herrschaftsgebiet erworben hatte. 1415 und wieder 1423 wurde der junge Georg als Geisel an den Hof des Sultans nach Adrianopel geschickt, wo er als Angehöriger des Pagenkorps zum Islam übertrat und den türkischen Namen Iskender erhielt (daher sein Beiname Skanderbeg). 1438 wurde er von Murad II. als Beg und Wali von Misia, Skuria und Jonima (Hauptstadt Kruja) ins heimatliche Albanien gesandt. Schon damals nahm er mit Venedig, Dubrovnik und Ungarn Beziehungen auf. 1440 versetzte ihn Murad II. nach Dibra. Erst nach dem Sieg der Ungarn über die Türken im November 1443 verließ S. das Heer des Sultans, bemächtigte sich am 27.11. der Festung Kruja und fiel am folgenden Tag offen vom Sultan ab. Um die anderen albanischen Aristokraten auf seine Seite zu ziehen, heiratete er Andronika (Donika), die Tochter des Georg (Gjerg) Arianitis und veranlaßte die Heirat seiner Schwester Mamica mit Karl Musachi Thopia. Im März 1444 vereinigte S. die albanischen Stammesfürsten in Lezha (Alessio) zu einem antiosmanischen Bündnis und wurde dort zum Oberbefehlshaber des gemeinsamen Heeres gewählt. Im Juni 1444 vernichtete das albanische Heer unter seiner Führung erstmals bei Torviol ein osmanischen Heer. 1447 kam es um den Besitz von Danja (Dagno) zum Krieg mit Venedig, dessen Söldnerheer S. im Juli 1448 bei Drin schlagen konnte, dem er aber im Oktober 1448 angesichts verstärkter osmanischer Bedrohung Danja überlassen mußte. Am 14. August 1448 schlug S. ein türkisches Heer bei Oranik (nördlich von Dibra). Im Mai 1450 zog Murad II. persönlich mit einem großen Heer nach Albanien, scheiterte aber dort an dem uneinnehmbaren Kruja und an Skanderbegs Guerilla-Kriegsführung, die die Versorgung des osmanischen Heeres massiv beeinträchtigte und das osmanische Heer schließlich Ende Oktober zum Abzug zwang. Am 26.3. 1451 schloß S. einen Bündnisvertrag mit Alfons V. von Neapel in Gaeta und wurde dessen Vasall. 1453 reiste S. nach dem Fall Konstantinopels (29.5.) persönlich nach Neapel und erbat vom König Hilfstruppen und Artillerie. Zwar scheiterte S. 1455 vor Berat, doch am 7.9. 1457 brachte er den Türken bei Albulen in der Nähe von Kruja eine vernichtende Niederlage bei. 1460 und 1463 schloß er mit Mehmed II. Waffenstillstände, so daß er 1461 Ferdinand von Neapel in Süditalien gegen den rebellierenden Fürsten von Tarent, Giovanni Antonio Orsini, mit ca. 2500 Mann zu Hilfe kommen konnte. S., der im Vertrauen auf einen geplanten Kreuzzug den Waffenstillstand mit Mehmed II. auf Veranlassung des Papstes gekündigt hatte, stand nach dem Tode Pius' II. (15.8. 1464) den osmanischen Einfällen wieder allein gegenüber. 1465 und 1466 schlug er die Angriffe Balaban Paschas und Mehmeds II. zurück. Zwar konnte Mehmed II. Kruja nicht bezwingen, doch gründete er als türkischen Stützpunkt Elbasan in Mittelalbanien. Im Dezember 1466 besuchte S. Papst Paul II. in Rom und im Januar 1467 König Ferdinand in Neapel und bat weitgehend vergeblich um Militärhilfe. Im April 1467 befreite S. das von den Türken belagerte Kruja und schlug das Heer Balaban-Pascha's, so daß Mehmed II. im Juli 1467 persönlich einen Feldzug gegen Albanien unternahm. Nach siegreichem Kampf bei Buzurschek belagerte Mehmed II. wiederum Kruja, brach die Belagerung aber nach drei Wochen erfolglos ab. Nach dem Tode S.'s emigrierten seine Witwe Donika und sein vierzehnjähriger Sohn Johannes zunächst nach Neapel, während Lek Dukagjin die Führung der Albaner übernahm. Am 16. Juni 1478 mußte Kruja vor Mehmed II. kapitulieren. 1479 fielen auch Shkodra, Lezha, Drischt, Himara und Sopot in türkische Hand. Vergeblich versuchte S.'s Sohn Johannes noch einmal 1481/1482 den Widerstand gegen die osmanische Herrschaft zu erneuern.








  2. #2

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    25 Jahre Kampf , muss wohl ein grausamer Krieg gewesen sein und damals galt die osmanische Heer als die modernste und stärkste.

    Schon viele europäischen Dichter , Künstler , Komunisten ehrten ihn mit ihren Dichtungen , Oper und Malerei.

    Und die Päpste gaben ihn damals ihn den Namen Athleti Christi als derjenigen der Europa vor die Osmanen wie ein Fels in der Brandung standhielt.

    Doch für uns albaner bleibt er unvergessen.

  3. #3
    Avatar von lupo-de-mare

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    Super Edi avatar!

  4. #4

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    DANKE DANKE!

  5. #5

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    Skanderbeg gehört zu denn glücklichsten und unbesiegbarsten Feldhernn in der Geschichte.

  6. #6

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    es bleibt immer noch die frage ofen,
    was hat uns der kampf gegen die osmanen gebracht?

    1)- der Vatikan und der rest der christlichen welt hat das alb. reich damals nicht unterstützt, sondern mit den osmanen zusammen gearbeitet,
    sie venedigs-besatzng von lezhe, usw...
    sehe die serbisch-osmanische zusammenarbeit gegen leke dukagjini in kosova, alles kristliche verräter!
    politisch gesehen hätte man es so wie die serben machen müssen,
    die osmanen als supermacht akzeptieren, und eine autonomie wie die der serben, griechen und bulgaren erhalten, dann hätten wir das problem mit der zerstückelung des alb. reiches heute nicht mehr.

  7. #7
    Avatar von DonMonte

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    Skanderbeg

    Er selber - Sohn eines albanischen Fürsten und Faustpfand der osmanischen Besatzer (bekannt für ihre gezielte und erfolgreiche Knabenlese im Okkupationsgebiet) - genoß am Hofe des Sultans islamische und militärische Erziehung. Ihm,dem Entführten und Musterschüler, brachte diese Ausbildung den Titel eines "Bey" (=Fürst), eines "Iskender Bey" sogar (=Fürst Alexander) ein, Romeinen Verbündeten, dem osmanischen Reich einen gefährlichen Gegner und den Skipetaren/Albanerneinen Nationalhelden.
    1443 war's, da er sich zur Fahnenflucht entschloß, zum Christentum rekonvertierte und - von der Republik Venedig und dem Papst unterstützt - Albaniens Unabhängigkeit erklärte.

    http://www.afghanistan-seiten.de/albanien/albtext1.htm

  8. #8

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    Zitat Zitat von drenicaku
    es bleibt immer noch die frage ofen,
    was hat uns der kampf gegen die osmanen gebracht?

    1)- der Vatikan und der rest der christlichen welt hat das alb. reich damals nicht unterstützt, sondern mit den osmanen zusammen gearbeitet,
    sie venedigs-besatzng von lezhe, usw...
    sehe die serbisch-osmanische zusammenarbeit gegen leke dukagjini in kosova, alles kristliche verräter!
    politisch gesehen hätte man es so wie die serben machen müssen,
    die osmanen als supermacht akzeptieren, und eine autonomie wie die der serben, griechen und bulgaren erhalten, dann hätten wir das problem mit der zerstückelung des alb. reiches heute nicht mehr.
    Tja da sehen wir mal , wessen Volk welchem mehr zu verdanken hat auf dem Balkan.

    Aber trotzdem bezeichnet man uns gerade als "Arschlecker der Osmanen"...

    Da kamen mal die Serben unsere immer ewigen Erzfeinde und Konkurenz und sagten plötzlich , kommt lasst uns ein Bündnis schliessen gegen die Osmanen und lasst uns das im Kosovotal diese Schlacht ausführen und heute pallabern sie heute , es sei ihre Schlacht gewesen da es sie meinen gerade in ihren Land die Schlacht ausgeführt wurde und die anderen stempeln sie als Verräter ab , gerade die Albaner , da sie denn Islam angenommen hatten , Geschichtsfälschung pur......................

    Da war ein Gjerg Kastrioti alias Scanderbeg der nicht wie die Serben sofort eine Schlacht verloren hatte sondern denn Osmanen eine Niederlage nach der andere einbrachte und es waren die Albaner selbst...aber hatten noch denn christlichen Glauben , erst im 17 und 18 Jahrhundert gelang es den Türken die Albanischen Gebiete zu dem Moslem Glauben um zu konvertieren.

    Siehst du auf dem Rücken der Albaner konnten die Serben ihren
    Glauben halten.

    Und der Dank , und da hast du völlig recht , ist ihre feigen und hinterhältigen Abmachungen mit den Osmanen , wie z.B albanisch bevölkertes Land an Serbien einfach hergegeben haben.....die Osmanen wußten das sie eines Tages aus Europa vertieben werden .

  9. #9
    Avatar von DonMonte

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    178
    Da war ein Gjerg Kastrioti alias Scanderbeg der nicht wie die Serben sofort eine Schlacht verloren hatte sondern denn Osmanen eine Niederlage nach der andere einbrachte und es waren die Albaner selbst...
    Schau Dir mal die Situation im osamanischen Reich an - die war alles andere als rosig. Scanderbeg wusste schon warum jetzt der Kampf gegen die Osmanen... Er Führte Schlachten gegen ein Kind....

    Der Knabe ist frühreif und hoch intelligent. Aber das Geschenk, das ihm sein Vater zu Füßen legt, scheint denn doch ein paar Nummern oder Quadratkilometer zu groß. Als Sultan Murad II. 1444 beschließt, zugunsten seines zwölfjährigen Sohnes Mehmet II. abzudanken, ist das Reich der Osmanen eine europäische Großmacht, ein Flächenstaat, der im Nordwesten über den halben Balkan und im Nordosten bis auf die Krim reicht. Er umfasst das westliche Thrakien, weite Teile Kleinasiens und hat mit Adrianopel (dem heutigen Edirne) auch eine europäische Hauptstadt. Mitten darin, wie eine Insel: Byzanz, Ost-Rom beziehungsweise das, was von Byzanz, von Ost-Rom geblieben ist – das heilige Konstantinopel.

    Der junge Sultan muss den Umgang mit der Macht noch lernen. Er widerspricht seinen Beratern, zeigt sich eigensinnig und hochmütig, bringt den Hof und das Heer gegen sich auf. Sein erstes Ziel: Er will die Stadt am Goldenen Horn seinem Reich endlich einverleiben, doch die Wesire weisen dem Bengel seine Grenzen. Schließlich greift der Vater ein, kehrt aus dem Vorruhestand zurück und schickt den Sohn in fürsorgliche Verbannung. Die Wogen glätten sich. Als Murad 1451 an Herzversagen stirbt, hinterlässt er ein geordnetes Staatswesen.

    Mehmet ist nun 19 Jahre alt. Er spricht fließend Griechisch, Arabisch, Lateinisch, Persisch und Hebräisch, ist mit Naturwissenschaften und Philosophie, islamischer und griechischer Literatur vertraut. Zeitzeugen beschreiben ihn als kühl und zurückhaltend; nur wenn er getrunken habe, verliere er die Kontrolle. Als er die Witwe seines Vaters empfängt, eilen seine Diener in den Harem, um ihren kleinen Sohn zu ertränken. Niemand soll ihm je seine Macht streitig machen.

    http://zeus.zeit.de/text/2003/23/A-T_9frken

  10. #10
    Avatar von Macedonian

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    Zitat Zitat von Albanesi2
    Skanderbeg gehört zu denn glücklichsten und unbesiegbarsten Feldhernn in der Geschichte.
    Boah, ich stimmt dir mal zu, Skandal, ne

    Der grosse Skanderbeg ist auch ein Held Europas. Ein Verteidiger des Suedostens des blauen Kontinents. Moege er in Frieden ruhen.

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