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Türkische Minderheit fordert von Griechenland Eigentum zurück

Erstellt von TuAF, 02.09.2011, 10:19 Uhr · 5 Antworten · 1.132 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von TuAF

    Registriert seit
    10.02.2009
    Beiträge
    9.234

    Türkische Minderheit fordert von Griechenland Eigentum zurück

    Wenn Griechenland eine Demokratie und Rechtstaat wie die Türkei sein will,muss sie das Eigentum der Türken in Griechenland zürück geben.

    Die Westthrakien-Türken fordern nach der Ankündigung der Türkei die Rückübereignung von Liegenschaften christlicher Stiftungen einzuleiten, von der griechischen Regierung das gleiche politische Signal
    Mehr als 150.000 Westthrakien-Türken haben in einer Presseerklärung die griechische Regierung aufgefordert, das seit Anfang der 50´Jahre beschlagnahmte Eigentum freizugeben. In der Erklärung forderte der Sprecher der Vereinigung der Westthrakien-Türken und Abgeordneter der PASOK-Partei, Ahmet Hacıosman, ausserdem das seit 2008 in Kraft getretene Gesetz zur Verwaltung von Stiftungsvermögen endlich auch in die Praxis umzusetzen. Bis heute sei es weiterhin nicht möglich, Stiftungsvermögen selbst zu verwalten und der Stiftung gehörende Immobilien frei zu nutzen. Gleichzeitig kritisierte Hacıosman das keinerlei Entschädigungen für die in der Zwischenzeit von den Behörden veräusserte oder verstaatlichte, zu einem anderen Zweck umfunktionierte Immobilien und Grundstücke geleistet wurden.
    Nach dem die türkische Regierung mit einer in Kraft gesetzten Verordnung, christlichen Stiftungen in der Eigentumsfrage entgegekommt und mehr als 150 Liegenschaften rückübereignet, hoffen nun mehr als 150.000 Westthrakien-Türken in Griechenland auf das gleiche politische Signal aus Athen. Der Sprecher der Westthrakien-Türken, Ahmet Hacıosman, der in der Partei "Panellinio Sosialistiko Kinima" von Ministerpräsident Giorgos Andrea Papandreou als Abgeordneter die Minderheitenfrage der westthrakischen Türken immer wieder in die Parlamentsdebatte einbringt, fordert nun von der griechischen Regierung die selbe entschiedenere Durchsetzung der bestehenden Gesetze und weitreichende Lösungen in den Eigentumsfragen, die bisher ungelöst seien. Man habe die Ankündigung von Ministerpräsidenten Erdogan, die Eigentumsfragen zu lösen, mit Freude vernommen. Die selbe Problematik bestehe aber in Griechenland, so Hacıosman.
    Den Angaben von Ahmet Hacıosman zufolge, sei eine seit 2008 in Kraft getretene Verordnung nicht umgesetzt worden. Den Stiftungen sei es weiterhin nicht möglich, das Vermögen sowie Immobilien selbst zu verwalten. Unter den betroffenen Immobilien und Grundstücken seien u.a. in Komotini ca. 400 ha Land, das 1978 als Gewerbegebiet ausgezeichnet und dann bebaut worden wäre. 1980 soll in Komotini ca. 320 ha verstaatlich worden sein, um die Demokrit-Universität Thrakien einzurichten. Zeitgleich sollen weitere 430 ha Land für eine militärische Anlage verstaatlicht worden sein. In Xanthi habe die Regierung an die 320 ha Land von annähernd 100 Familien beschlagnahmt. 1984 soll Griechenland ausserdem 700 ha Land verstaatlicht haben, um auf dem Grundstück eine Haftanstalt zu errichten. Noch im Mai 2000 habe die Regierung einigen der in Komotini ansässigen türkischstämmigen Stiftungen mehr als 7 ha enteignet, so der griechische Abgeordnete Ahmet Hacıosman.

    Türkische Minderheit fordert von Griechenland Eigentum zurück | TURKISHPRESS | Deutsch türkische Nachrichten | Das Medienportal für Deutsche und Türken

  2. #2
    Avatar von Lilith

    Registriert seit
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    19.299
    Die Türkei ist bestimmt nicht das Musterbeispiel für Rechtstaat und Demokratie. Echte Gewaltenteilung, v.a. Unabhängigkeit der Justiz ist nach wie vor ein Problem. Journalisten demonstrieren gerade dieses Jahr wegen zunehmender Gefährdung der Pressefreiheit, inhaftierten und zwar nicht wenigen Kollegen, Seiten wie youtube in der Türkei regelmäßig blockiert usw.

    Und was die Entschädigungen betrifft. Für die Familien war und ist das tragisch. Und bleibt das schmerzliche Gefühl von Ungerechtigkeit, die nicht gut gemacht wird. Irgendwann sollte aber trotzdem mal Schluss sein. Nicht wenige Griechen und Armenier etwa könnten genauso völlig berechtigte Forderungen an die Türkei stellen...

  3. #3

    Registriert seit
    25.12.2009
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    2.429
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Die Türkei ist bestimmt nicht das Musterbeispiel für Rechtstaat und Demokratie. Echte Gewaltenteilung, v.a. Unabhängigkeit der Justiz ist nach wie vor ein Problem. Journalisten demonstrieren gerade dieses Jahr wegen zunehmender Gefährdung der Pressefreiheit, inhaftierten und zwar nicht wenigen Kollegen, Seiten wie youtube in der Türkei regelmäßig blockiert usw.

    Und was die Entschädigungen betrifft. Für die Familien war und ist das tragisch. Und bleibt das schmerzliche Gefühl von Ungerechtigkeit, die nicht gut gemacht wird. Irgendwann sollte aber trotzdem mal Schluss sein. Nicht wenige Griechen und Armenier etwa könnten genauso völlig berechtigte Forderungen an die Türkei stellen...

    :

  4. #4
    Avatar von Lilith

    Registriert seit
    15.04.2010
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    19.299
    Zitat Zitat von Alp Arslan Beitrag anzeigen
    :
    Ich liebe solche nichtssagenden Antworten. Erzähl, worüber du lachst und dann haben wir eine Diskussionsbasis.

    Wenn Erdogan beschließt, den Stiftungen ihr Eigentum zurück zu geben und sie zu entschädigen, schön und gut. Und klar, wenn die Türkei lange wegen der Situation ihrer religiösen Minderheiten gerügt wird, muss man auch in die "eigenen" Länder gucken. Wünschenswert ist es, dass auch in Griechenland die Eigentumsfragen geklärt und auch dort benachteiligte Stiftungen dieses wieder zurück bekommen. Weil so auch Ausübung der Religionen behindert wird usw. Aber woher sollen gerade jetzt Entschädigungen in Griechenland gezahlt werden? (Warum kam Erdogan nicht schon vor zehn Jahren auf diese Idee?) Und wie weit soll das gehen gegenseitig?

  5. #5
    Dadi
    Ima da nam vrate sto je nase...

  6. #6

    Registriert seit
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    2.429
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Ich liebe solche nichtssagenden Antworten. Erzähl, worüber du lachst und dann haben wir eine Diskussionsbasis.

    Wenn Erdogan beschließt, den Stiftungen ihr Eigentum zurück zu geben und sie zu entschädigen, schön und gut. Und klar, wenn die Türkei lange wegen der Situation ihrer religiösen Minderheiten gerügt wird, muss man auch in die "eigenen" Länder gucken. Wünschenswert ist es, dass auch in Griechenland die Eigentumsfragen geklärt und auch dort benachteiligte Stiftungen dieses wieder zurück bekommen. Weil so auch Ausübung der Religionen behindert wird usw. Aber woher sollen gerade jetzt Entschädigungen in Griechenland gezahlt werden? (Warum kam Erdogan nicht schon vor zehn Jahren auf diese Idee?) Und wie weit soll das gehen gegenseitig?
    Du bist zu Klug und Ich habe Angst vor Frauen .


    Jetzt mal Ernst :

    TuaF will doch nur ein bisschen hetzen ist doch klar mit Demokratie usw.... Aber die Türkei entwickelt sich von Jahr zu Jahr immer mehr. Außerdem bin ich,dafür das Seiten mit pornografischem Inhalt gesperrt werden oder auch Youtube. Die vollständige Youtube-Sperre war einwenig übertrieben,wurde aber schon aufgehoben.

    So sollten die Türken in Griechenland, genau wie die Armenier und Griechen ihren Eigentum zurück erlangen. Damit die Lage zwischen den Staaten sich auch entschärft....

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