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Über die Lage in Kosova Kritik und Dokumentation

Erstellt von Feuerengel, 04.01.2006, 13:56 Uhr · 6 Antworten · 664 Aufrufe

  1. #1
    Feuerengel

    Über die Lage in Kosova Kritik und Dokumentation

    Über die Lage in Kosova
    Kritik und Dokumentation


    Seit 31.12.05 ist auf der Homepage von Tagesschau.de ein Artikel zu Kosova zu finden. Der Artikel macht die Wichtigkeit der „Kosova-Frage“ gerade auch für die deutsche Diplomatie deutlich. In dem Artikel wird eine Bewertung der politischen Konflikte in Kosova versucht. Zutreffend stellt der Kommentator die Spaltung der Parteienlandschaft in Kosova dar. Allerdings kommt der Bericht nicht zu der Schlußfolgerung, dass für die Bevölkerung die Herrschaft der UNMIK unerträglich geworden ist. Zudem ist in dem Artikel kein Wort zu finden über das ökonomische Desaster in Kosova. Die Bevölkerung wird auf Dauer die Fremdbestimmung nicht hinnehmen. Um diese Erkenntnis müssen sich staatsoffizielle bundesdeutsche Kommentatoren drücken, denn die BRD gilt als Vater des Gedankens von der „beschränkten Souveränität“. Es könnte auch peinlich sein, die hohe Arbeitslosigkeit und das Elend in Kosova anzusprechen. Bekanntlich ist der deutsche Diplomat Joachim Rücker für die Privatisierung und damit für die Ökonomie in Kosova verantwortlich. Statt dem demokratischen Recht auf nationale Selbstbestimmung zu entsprechen, wird von Seiten der Berliner Diplomatie ein EU-Protektorat Kosova favorisiert. Diese Pläne werden in Berlin und anderswo für machbar gehalten, deshalb muß die Beschreibung der Situation in Kosova für bundesdeutsche Staatsmedien verharmlosend ausfallen .Dennoch ist der Bericht der ARD interessant, weil er im Gegensatz zu anderen Medienberichten eine differenzierte Sichtweise anbietet. Völlig daneben ist hingegen die Beschreibung der Rolle der LPV. Nach dem ARD Bericht ist die „Bewegung für Selbstbestimmung“ um den international bekannten Albin Kurti „eine kleine Gruppe“. Das entspricht so nicht den Tatsachen und unterschlägt die Dynamik im politischen Prozess der Gegenwärtig in Kosova stattfindet. Hier der Artikel von Tagesschau.de:


    http://www.tagesschau.de/aktuell/mel...093846,00.html

  2. #2

    Re: Über die Lage in Kosova Kritik und Dokumentation

    Zitat Zitat von Gjergj
    Über die Lage in Kosova
    Kritik und Dokumentation


    Seit 31.12.05 ist auf der Homepage von Tagesschau.de ein Artikel zu Kosova zu finden. Der Artikel macht die Wichtigkeit der „Kosova-Frage“ gerade auch für die deutsche Diplomatie deutlich. In dem Artikel wird eine Bewertung der politischen Konflikte in Kosova versucht. Zutreffend stellt der Kommentator die Spaltung der Parteienlandschaft in Kosova dar. Allerdings kommt der Bericht nicht zu der Schlußfolgerung, dass für die Bevölkerung die Herrschaft der UNMIK unerträglich geworden ist. Zudem ist in dem Artikel kein Wort zu finden über das ökonomische Desaster in Kosova. Die Bevölkerung wird auf Dauer die Fremdbestimmung nicht hinnehmen. Um diese Erkenntnis müssen sich staatsoffizielle bundesdeutsche Kommentatoren drücken, denn die BRD gilt als Vater des Gedankens von der „beschränkten Souveränität“. Es könnte auch peinlich sein, die hohe Arbeitslosigkeit und das Elend in Kosova anzusprechen. Bekanntlich ist der deutsche Diplomat Joachim Rücker für die Privatisierung und damit für die Ökonomie in Kosova verantwortlich. Statt dem demokratischen Recht auf nationale Selbstbestimmung zu entsprechen, wird von Seiten der Berliner Diplomatie ein EU-Protektorat Kosova favorisiert. Diese Pläne werden in Berlin und anderswo für machbar gehalten, deshalb muß die Beschreibung der Situation in Kosova für bundesdeutsche Staatsmedien verharmlosend ausfallen .Dennoch ist der Bericht der ARD interessant, weil er im Gegensatz zu anderen Medienberichten eine differenzierte Sichtweise anbietet. Völlig daneben ist hingegen die Beschreibung der Rolle der LPV. Nach dem ARD Bericht ist die „Bewegung für Selbstbestimmung“ um den international bekannten Albin Kurti „eine kleine Gruppe“. Das entspricht so nicht den Tatsachen und unterschlägt die Dynamik im politischen Prozess der Gegenwärtig in Kosova stattfindet. Hier der Artikel von Tagesschau.de:


    http://www.tagesschau.de/aktuell/mel...093846,00.html
    Wochenendkrieger" und "virtuelle Armeen"
    Einigkeit im Kosovo nur auf den ersten Blick

    Die Verteilungskämpfe für die Zeit nach der Unabhängigkeit haben längst begonnen: Unterschiedliche Gruppen auf der albanischen Seite bekämpfen sich seit Jahren. Die Forderung nach Unabhängigkeit erheben so gut wie alle Albaner, die im Kosovo leben, doch mit dem Beginn der Statusverhandlungen drohen jetzt alte Konflikte aufzubrechen und neue hinzu zu kommen. Kleinere Gruppen setzen auf offene Gewalt, andere auf friedliche Proteste, um die Unabhängigkeit so schnell wie möglich durchzusetzen. Die großen Parteien haben sich zwar damit abgefunden, dass sich ihre wichtigste Forderung nicht sofort durchsetzen lässt, doch sie stehen unter erheblichem Druck.

    Von Gerwald Herter, ARD-Studio-Südosteuropa

    Der lang gehegte "historische Traum" von der Unabhängigkeit des Kosovo eint fast alle Albaner, umstritten ist aber, welcher Weg am schnellsten dorthin führt.

    Graffiti an einer Bushaltestelle in Gracanica (Foto: picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Protest: Ein Graffiti an einer Bushaltestelle in Gracanica soll aufzeigen, dass der Kosovo noch zu Serbien gehört.]
    Zumindest aus Sicht der UPK, der "Armee für die Unabhängigkeit des Kosovo", sind Verhandlungen mit Belgrad oder der Internationalen Gemeinschaft überflüssig. Mitte Oktober hatten ihre "Befreiungskräfte" damit gedroht, Pristina, die größte Stadt des Kosovo, anzugreifen. Ein gewisser "General Ozoni" soll Oberkommandierender sein. Die bis vor kurzem noch völlig unbekannten Truppe sagte voraus, dass die Angehörigen der UN-Verwaltung bald "schändlich die Flucht ergreifen" - durch einen Korridor unter dem Druck der Angriffe, so das Szenario eines Bekennerschreibens.
    "Dort draußen gibt es verrückte Leute"

    Großansicht des Bildes Grafik: Sören Jessen-Petersen ]
    Wer auch immer dahinter steckt: An Phantasie scheint es den UPK-Leuten nicht zu mangeln, eher schon an Soldaten. Nach eigenen Angaben sollen nicht mehr als 387 Mann zu dieser so genannten "Armee" gehören. Nicht besonders viele also. Zur multinationalen KFOR-Truppe zählen etwa 17.000 Soldaten. Viele Kosovaren lächeln deshalb müde, wenn es um die UPK geht. Niemand scheint sie wirklich Ernst zu nehmen. Der Chef der Internationalen Verwaltung UNMIK, Sören Jessen-Petersen, kann sich das allerdings nicht leisten: "Wir wissen, dass es dort draußen verrückte Leute gibt."

    Diese so genannten "Verrückten" treten vor allem im Westen des Kosovo in Erscheinung. Uniformierte haben dort in den letzten Wochen Fahrzeuge angehalten. Die Kämpfer sind maskiert und tragen Waffen, treten jedoch nicht in größeren Gruppen auf und niemals tagsüber. Die UNMIK-Verwaltung hat ihren Mitarbeitern geraten, die betroffenen Gebiete zumindest bei Dunkelheit zu meiden. Jessen-Petersen rechnet nämlich mit weiteren Provokationen: "Es gibt Verrückte, die glauben, dass sich die Statusverhandlungen durch Gewalt beschleunigen lassen. Das Gegenteil wäre jedoch der Fall."
    Albanische Politiker warnen vor Spannungen

    Das wissen auch die albanischen Politiker: Premierminister Bajram Kosumi sagt, dass es sich um kleinere Gruppen und einzelne Hitzköpfe handele. "Ich spreche von Gruppen und Individuen", so Kosumi, andererseits warnt er jedoch vor Fehlern, die radikalen Kräften Auftrieb geben: "Je weiter sich die Statusverhandlungen hinauszögern, desto heftiger werden sie sich zu Wort melden!"

    Bajram Kosumi (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Premierminister Bajram Kosumi]
    Das gilt auch für Gruppen, die friedlich gegen die Verhandlungen zwischen Pristina und Belgrad protestieren. Der ehemalige Studentenführer Albin Kurti ruft immer wieder zu Demonstrationen auf. "Keine Verhandlungen" ist die Parole, die inzwischen auf vielen Gebäuden in allen größeren Städten des Kosovo zu sehen ist. Kurti soll in der ganzen Provinz etwa 300 Anhänger haben, diese Zahl nennen ausländische Sicherheitsexperten.
    Mehrheit ist für Verhandlungen

    Die überwältigende Mehrheit der Kosovo-Albaner setzt hingegen auf Gespräche und Verhandlungen. Premier Kosumi sagt, für illegale Kräfte sei kein Platz. Aus seiner Sicht sind solche Gruppen ohnehin nicht mächtig genug, um das Kosovo zu destabilisieren. Selbst der Serbe Oliver Ivanovic gibt Kosumi da Recht. Im Zusammenhang mit der UPK spricht er von einer "virtuellen Truppe", die eigentlich gar nicht existiert. "Andererseits", so Ivanovic, "gibt es aber schon Leute, die Uniformen tragen und Waffen in die Hand nehmen."

    Der Kosovo-Serbe kritisiert die UN-Verwaltung, weil ihre Polizisten angeblich nicht entschlossen genug gegen solche "Wochenendkrieger" vorgehen. Allerdings gibt es Bewaffnete und Gewalttäter auch auf der anderen, der serbischen Seite: Ivanovic hat das selbst zu spüren bekommen. Im vergangenen Jahr flog sein Auto in die Luft - im serbischen Teil von Mitrovica. Albaner können diesen Sprengsatz kaum gezündet haben: "Das war eine Warnung, so etwas wird sich nicht wiederholen", ist sich Ivanovic sicher.

    Auf der Seite der Kosovo-Serben gehört Ivanovic zu den moderaten Politikern. So hatte er sich dafür ausgesprochen, dass sich auch die serbische Minderheit an den Wahlen im Kosovo beteiligt. Vielen Serben hat das nicht gepasst.

    Extremisten auf beiden Seiten sehen sich nun im Aufwind, weil die Verhandlungen über den Status des Kosovo begonnen haben. Das Ergebnis wird weder Serben, noch Albaner völlig zufrieden stellen und das dürfte für Unmut sorgen.

  3. #3

    Registriert seit
    01.01.2006
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    2.357

    Re: Über die Lage in Kosova Kritik und Dokumentation

    Zitat Zitat von Shvaler
    Zitat Zitat von Gjergj
    Über die Lage in Kosova
    Kritik und Dokumentation


    Seit 31.12.05 ist auf der Homepage von Tagesschau.de ein Artikel zu Kosova zu finden. Der Artikel macht die Wichtigkeit der „Kosova-Frage“ gerade auch für die deutsche Diplomatie deutlich. In dem Artikel wird eine Bewertung der politischen Konflikte in Kosova versucht. Zutreffend stellt der Kommentator die Spaltung der Parteienlandschaft in Kosova dar. Allerdings kommt der Bericht nicht zu der Schlußfolgerung, dass für die Bevölkerung die Herrschaft der UNMIK unerträglich geworden ist. Zudem ist in dem Artikel kein Wort zu finden über das ökonomische Desaster in Kosova. Die Bevölkerung wird auf Dauer die Fremdbestimmung nicht hinnehmen. Um diese Erkenntnis müssen sich staatsoffizielle bundesdeutsche Kommentatoren drücken, denn die BRD gilt als Vater des Gedankens von der „beschränkten Souveränität“. Es könnte auch peinlich sein, die hohe Arbeitslosigkeit und das Elend in Kosova anzusprechen. Bekanntlich ist der deutsche Diplomat Joachim Rücker für die Privatisierung und damit für die Ökonomie in Kosova verantwortlich. Statt dem demokratischen Recht auf nationale Selbstbestimmung zu entsprechen, wird von Seiten der Berliner Diplomatie ein EU-Protektorat Kosova favorisiert. Diese Pläne werden in Berlin und anderswo für machbar gehalten, deshalb muß die Beschreibung der Situation in Kosova für bundesdeutsche Staatsmedien verharmlosend ausfallen .Dennoch ist der Bericht der ARD interessant, weil er im Gegensatz zu anderen Medienberichten eine differenzierte Sichtweise anbietet. Völlig daneben ist hingegen die Beschreibung der Rolle der LPV. Nach dem ARD Bericht ist die „Bewegung für Selbstbestimmung“ um den international bekannten Albin Kurti „eine kleine Gruppe“. Das entspricht so nicht den Tatsachen und unterschlägt die Dynamik im politischen Prozess der Gegenwärtig in Kosova stattfindet. Hier der Artikel von Tagesschau.de:


    http://www.tagesschau.de/aktuell/mel...093846,00.html
    Wochenendkrieger" und "virtuelle Armeen"
    Einigkeit im Kosovo nur auf den ersten Blick

    Die Verteilungskämpfe für die Zeit nach der Unabhängigkeit haben längst begonnen: Unterschiedliche Gruppen auf der albanischen Seite bekämpfen sich seit Jahren. Die Forderung nach Unabhängigkeit erheben so gut wie alle Albaner, die im Kosovo leben, doch mit dem Beginn der Statusverhandlungen drohen jetzt alte Konflikte aufzubrechen und neue hinzu zu kommen. Kleinere Gruppen setzen auf offene Gewalt, andere auf friedliche Proteste, um die Unabhängigkeit so schnell wie möglich durchzusetzen. Die großen Parteien haben sich zwar damit abgefunden, dass sich ihre wichtigste Forderung nicht sofort durchsetzen lässt, doch sie stehen unter erheblichem Druck.

    Von Gerwald Herter, ARD-Studio-Südosteuropa

    Der lang gehegte "historische Traum" von der Unabhängigkeit des Kosovo eint fast alle Albaner, umstritten ist aber, welcher Weg am schnellsten dorthin führt.

    Graffiti an einer Bushaltestelle in Gracanica (Foto: picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Protest: Ein Graffiti an einer Bushaltestelle in Gracanica soll aufzeigen, dass der Kosovo noch zu Serbien gehört.]
    Zumindest aus Sicht der UPK, der "Armee für die Unabhängigkeit des Kosovo", sind Verhandlungen mit Belgrad oder der Internationalen Gemeinschaft überflüssig. Mitte Oktober hatten ihre "Befreiungskräfte" damit gedroht, Pristina, die größte Stadt des Kosovo, anzugreifen. Ein gewisser "General Ozoni" soll Oberkommandierender sein. Die bis vor kurzem noch völlig unbekannten Truppe sagte voraus, dass die Angehörigen der UN-Verwaltung bald "schändlich die Flucht ergreifen" - durch einen Korridor unter dem Druck der Angriffe, so das Szenario eines Bekennerschreibens.
    "Dort draußen gibt es verrückte Leute"

    Großansicht des Bildes Grafik: Sören Jessen-Petersen ]
    Wer auch immer dahinter steckt: An Phantasie scheint es den UPK-Leuten nicht zu mangeln, eher schon an Soldaten. Nach eigenen Angaben sollen nicht mehr als 387 Mann zu dieser so genannten "Armee" gehören. Nicht besonders viele also. Zur multinationalen KFOR-Truppe zählen etwa 17.000 Soldaten. Viele Kosovaren lächeln deshalb müde, wenn es um die UPK geht. Niemand scheint sie wirklich Ernst zu nehmen. Der Chef der Internationalen Verwaltung UNMIK, Sören Jessen-Petersen, kann sich das allerdings nicht leisten: "Wir wissen, dass es dort draußen verrückte Leute gibt."

    Diese so genannten "Verrückten" treten vor allem im Westen des Kosovo in Erscheinung. Uniformierte haben dort in den letzten Wochen Fahrzeuge angehalten. Die Kämpfer sind maskiert und tragen Waffen, treten jedoch nicht in größeren Gruppen auf und niemals tagsüber. Die UNMIK-Verwaltung hat ihren Mitarbeitern geraten, die betroffenen Gebiete zumindest bei Dunkelheit zu meiden. Jessen-Petersen rechnet nämlich mit weiteren Provokationen: "Es gibt Verrückte, die glauben, dass sich die Statusverhandlungen durch Gewalt beschleunigen lassen. Das Gegenteil wäre jedoch der Fall."
    Albanische Politiker warnen vor Spannungen

    Das wissen auch die albanischen Politiker: Premierminister Bajram Kosumi sagt, dass es sich um kleinere Gruppen und einzelne Hitzköpfe handele. "Ich spreche von Gruppen und Individuen", so Kosumi, andererseits warnt er jedoch vor Fehlern, die radikalen Kräften Auftrieb geben: "Je weiter sich die Statusverhandlungen hinauszögern, desto heftiger werden sie sich zu Wort melden!"

    Bajram Kosumi (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Premierminister Bajram Kosumi]
    Das gilt auch für Gruppen, die friedlich gegen die Verhandlungen zwischen Pristina und Belgrad protestieren. Der ehemalige Studentenführer Albin Kurti ruft immer wieder zu Demonstrationen auf. "Keine Verhandlungen" ist die Parole, die inzwischen auf vielen Gebäuden in allen größeren Städten des Kosovo zu sehen ist. Kurti soll in der ganzen Provinz etwa 300 Anhänger haben, diese Zahl nennen ausländische Sicherheitsexperten.
    Mehrheit ist für Verhandlungen

    Die überwältigende Mehrheit der Kosovo-Albaner setzt hingegen auf Gespräche und Verhandlungen. Premier Kosumi sagt, für illegale Kräfte sei kein Platz. Aus seiner Sicht sind solche Gruppen ohnehin nicht mächtig genug, um das Kosovo zu destabilisieren. Selbst der Serbe Oliver Ivanovic gibt Kosumi da Recht. Im Zusammenhang mit der UPK spricht er von einer "virtuellen Truppe", die eigentlich gar nicht existiert. "Andererseits", so Ivanovic, "gibt es aber schon Leute, die Uniformen tragen und Waffen in die Hand nehmen."

    Der Kosovo-Serbe kritisiert die UN-Verwaltung, weil ihre Polizisten angeblich nicht entschlossen genug gegen solche "Wochenendkrieger" vorgehen. Allerdings gibt es Bewaffnete und Gewalttäter auch auf der anderen, der serbischen Seite: Ivanovic hat das selbst zu spüren bekommen. Im vergangenen Jahr flog sein Auto in die Luft - im serbischen Teil von Mitrovica. Albaner können diesen Sprengsatz kaum gezündet haben: "Das war eine Warnung, so etwas wird sich nicht wiederholen", ist sich Ivanovic sicher.

    Auf der Seite der Kosovo-Serben gehört Ivanovic zu den moderaten Politikern. So hatte er sich dafür ausgesprochen, dass sich auch die serbische Minderheit an den Wahlen im Kosovo beteiligt. Vielen Serben hat das nicht gepasst.

    Extremisten auf beiden Seiten sehen sich nun im Aufwind, weil die Verhandlungen über den Status des Kosovo begonnen haben. Das Ergebnis wird weder Serben, noch Albaner völlig zufrieden stellen und das dürfte für Unmut sorgen.
    Albaner sind nicht fast alle für die unabhängigkeit sondern zu 99.9999% kennen keinen der dagegen ist.

  4. #4
    Avatar von Kosova_Kid

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    03.01.2006
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    2.072

    Re: Über die Lage in Kosova Kritik und Dokumentation

    Zitat Zitat von Srpski-Cedo
    Zitat Zitat von Shvaler
    Zitat Zitat von Gjergj
    Über die Lage in Kosova
    Kritik und Dokumentation


    Seit 31.12.05 ist auf der Homepage von Tagesschau.de ein Artikel zu Kosova zu finden. Der Artikel macht die Wichtigkeit der „Kosova-Frage“ gerade auch für die deutsche Diplomatie deutlich. In dem Artikel wird eine Bewertung der politischen Konflikte in Kosova versucht. Zutreffend stellt der Kommentator die Spaltung der Parteienlandschaft in Kosova dar. Allerdings kommt der Bericht nicht zu der Schlußfolgerung, dass für die Bevölkerung die Herrschaft der UNMIK unerträglich geworden ist. Zudem ist in dem Artikel kein Wort zu finden über das ökonomische Desaster in Kosova. Die Bevölkerung wird auf Dauer die Fremdbestimmung nicht hinnehmen. Um diese Erkenntnis müssen sich staatsoffizielle bundesdeutsche Kommentatoren drücken, denn die BRD gilt als Vater des Gedankens von der „beschränkten Souveränität“. Es könnte auch peinlich sein, die hohe Arbeitslosigkeit und das Elend in Kosova anzusprechen. Bekanntlich ist der deutsche Diplomat Joachim Rücker für die Privatisierung und damit für die Ökonomie in Kosova verantwortlich. Statt dem demokratischen Recht auf nationale Selbstbestimmung zu entsprechen, wird von Seiten der Berliner Diplomatie ein EU-Protektorat Kosova favorisiert. Diese Pläne werden in Berlin und anderswo für machbar gehalten, deshalb muß die Beschreibung der Situation in Kosova für bundesdeutsche Staatsmedien verharmlosend ausfallen .Dennoch ist der Bericht der ARD interessant, weil er im Gegensatz zu anderen Medienberichten eine differenzierte Sichtweise anbietet. Völlig daneben ist hingegen die Beschreibung der Rolle der LPV. Nach dem ARD Bericht ist die „Bewegung für Selbstbestimmung“ um den international bekannten Albin Kurti „eine kleine Gruppe“. Das entspricht so nicht den Tatsachen und unterschlägt die Dynamik im politischen Prozess der Gegenwärtig in Kosova stattfindet. Hier der Artikel von Tagesschau.de:


    http://www.tagesschau.de/aktuell/mel...093846,00.html
    Wochenendkrieger" und "virtuelle Armeen"
    Einigkeit im Kosovo nur auf den ersten Blick

    Die Verteilungskämpfe für die Zeit nach der Unabhängigkeit haben längst begonnen: Unterschiedliche Gruppen auf der albanischen Seite bekämpfen sich seit Jahren. Die Forderung nach Unabhängigkeit erheben so gut wie alle Albaner, die im Kosovo leben, doch mit dem Beginn der Statusverhandlungen drohen jetzt alte Konflikte aufzubrechen und neue hinzu zu kommen. Kleinere Gruppen setzen auf offene Gewalt, andere auf friedliche Proteste, um die Unabhängigkeit so schnell wie möglich durchzusetzen. Die großen Parteien haben sich zwar damit abgefunden, dass sich ihre wichtigste Forderung nicht sofort durchsetzen lässt, doch sie stehen unter erheblichem Druck.

    Von Gerwald Herter, ARD-Studio-Südosteuropa

    Der lang gehegte "historische Traum" von der Unabhängigkeit des Kosovo eint fast alle Albaner, umstritten ist aber, welcher Weg am schnellsten dorthin führt.

    Graffiti an einer Bushaltestelle in Gracanica (Foto: picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Protest: Ein Graffiti an einer Bushaltestelle in Gracanica soll aufzeigen, dass der Kosovo noch zu Serbien gehört.]
    Zumindest aus Sicht der UPK, der "Armee für die Unabhängigkeit des Kosovo", sind Verhandlungen mit Belgrad oder der Internationalen Gemeinschaft überflüssig. Mitte Oktober hatten ihre "Befreiungskräfte" damit gedroht, Pristina, die größte Stadt des Kosovo, anzugreifen. Ein gewisser "General Ozoni" soll Oberkommandierender sein. Die bis vor kurzem noch völlig unbekannten Truppe sagte voraus, dass die Angehörigen der UN-Verwaltung bald "schändlich die Flucht ergreifen" - durch einen Korridor unter dem Druck der Angriffe, so das Szenario eines Bekennerschreibens.
    "Dort draußen gibt es verrückte Leute"

    Großansicht des Bildes Grafik: Sören Jessen-Petersen ]
    Wer auch immer dahinter steckt: An Phantasie scheint es den UPK-Leuten nicht zu mangeln, eher schon an Soldaten. Nach eigenen Angaben sollen nicht mehr als 387 Mann zu dieser so genannten "Armee" gehören. Nicht besonders viele also. Zur multinationalen KFOR-Truppe zählen etwa 17.000 Soldaten. Viele Kosovaren lächeln deshalb müde, wenn es um die UPK geht. Niemand scheint sie wirklich Ernst zu nehmen. Der Chef der Internationalen Verwaltung UNMIK, Sören Jessen-Petersen, kann sich das allerdings nicht leisten: "Wir wissen, dass es dort draußen verrückte Leute gibt."

    Diese so genannten "Verrückten" treten vor allem im Westen des Kosovo in Erscheinung. Uniformierte haben dort in den letzten Wochen Fahrzeuge angehalten. Die Kämpfer sind maskiert und tragen Waffen, treten jedoch nicht in größeren Gruppen auf und niemals tagsüber. Die UNMIK-Verwaltung hat ihren Mitarbeitern geraten, die betroffenen Gebiete zumindest bei Dunkelheit zu meiden. Jessen-Petersen rechnet nämlich mit weiteren Provokationen: "Es gibt Verrückte, die glauben, dass sich die Statusverhandlungen durch Gewalt beschleunigen lassen. Das Gegenteil wäre jedoch der Fall."
    Albanische Politiker warnen vor Spannungen

    Das wissen auch die albanischen Politiker: Premierminister Bajram Kosumi sagt, dass es sich um kleinere Gruppen und einzelne Hitzköpfe handele. "Ich spreche von Gruppen und Individuen", so Kosumi, andererseits warnt er jedoch vor Fehlern, die radikalen Kräften Auftrieb geben: "Je weiter sich die Statusverhandlungen hinauszögern, desto heftiger werden sie sich zu Wort melden!"

    Bajram Kosumi (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Premierminister Bajram Kosumi]
    Das gilt auch für Gruppen, die friedlich gegen die Verhandlungen zwischen Pristina und Belgrad protestieren. Der ehemalige Studentenführer Albin Kurti ruft immer wieder zu Demonstrationen auf. "Keine Verhandlungen" ist die Parole, die inzwischen auf vielen Gebäuden in allen größeren Städten des Kosovo zu sehen ist. Kurti soll in der ganzen Provinz etwa 300 Anhänger haben, diese Zahl nennen ausländische Sicherheitsexperten.
    Mehrheit ist für Verhandlungen

    Die überwältigende Mehrheit der Kosovo-Albaner setzt hingegen auf Gespräche und Verhandlungen. Premier Kosumi sagt, für illegale Kräfte sei kein Platz. Aus seiner Sicht sind solche Gruppen ohnehin nicht mächtig genug, um das Kosovo zu destabilisieren. Selbst der Serbe Oliver Ivanovic gibt Kosumi da Recht. Im Zusammenhang mit der UPK spricht er von einer "virtuellen Truppe", die eigentlich gar nicht existiert. "Andererseits", so Ivanovic, "gibt es aber schon Leute, die Uniformen tragen und Waffen in die Hand nehmen."

    Der Kosovo-Serbe kritisiert die UN-Verwaltung, weil ihre Polizisten angeblich nicht entschlossen genug gegen solche "Wochenendkrieger" vorgehen. Allerdings gibt es Bewaffnete und Gewalttäter auch auf der anderen, der serbischen Seite: Ivanovic hat das selbst zu spüren bekommen. Im vergangenen Jahr flog sein Auto in die Luft - im serbischen Teil von Mitrovica. Albaner können diesen Sprengsatz kaum gezündet haben: "Das war eine Warnung, so etwas wird sich nicht wiederholen", ist sich Ivanovic sicher.

    Auf der Seite der Kosovo-Serben gehört Ivanovic zu den moderaten Politikern. So hatte er sich dafür ausgesprochen, dass sich auch die serbische Minderheit an den Wahlen im Kosovo beteiligt. Vielen Serben hat das nicht gepasst.

    Extremisten auf beiden Seiten sehen sich nun im Aufwind, weil die Verhandlungen über den Status des Kosovo begonnen haben. Das Ergebnis wird weder Serben, noch Albaner völlig zufrieden stellen und das dürfte für Unmut sorgen.
    Albaner sind nicht fast alle für die unabhängigkeit sondern zu 99.9999% kennen keinen der dagegen ist.
    ich bin gegen die unabhängigkeit!!!
    ich bin nämlich für Albanien+Kosovo

    PS:Ich kenn auch keine serben die für die unabnhängigkeit sind aber umso mehr Bosnjaken und Kroaten

  5. #5

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    01.01.2006
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    2.357

    Re: Über die Lage in Kosova Kritik und Dokumentation

    Zitat Zitat von The_Kosova_Kid
    Zitat Zitat von Srpski-Cedo
    Zitat Zitat von Shvaler
    Zitat Zitat von Gjergj
    Über die Lage in Kosova
    Kritik und Dokumentation


    Seit 31.12.05 ist auf der Homepage von Tagesschau.de ein Artikel zu Kosova zu finden. Der Artikel macht die Wichtigkeit der „Kosova-Frage“ gerade auch für die deutsche Diplomatie deutlich. In dem Artikel wird eine Bewertung der politischen Konflikte in Kosova versucht. Zutreffend stellt der Kommentator die Spaltung der Parteienlandschaft in Kosova dar. Allerdings kommt der Bericht nicht zu der Schlußfolgerung, dass für die Bevölkerung die Herrschaft der UNMIK unerträglich geworden ist. Zudem ist in dem Artikel kein Wort zu finden über das ökonomische Desaster in Kosova. Die Bevölkerung wird auf Dauer die Fremdbestimmung nicht hinnehmen. Um diese Erkenntnis müssen sich staatsoffizielle bundesdeutsche Kommentatoren drücken, denn die BRD gilt als Vater des Gedankens von der „beschränkten Souveränität“. Es könnte auch peinlich sein, die hohe Arbeitslosigkeit und das Elend in Kosova anzusprechen. Bekanntlich ist der deutsche Diplomat Joachim Rücker für die Privatisierung und damit für die Ökonomie in Kosova verantwortlich. Statt dem demokratischen Recht auf nationale Selbstbestimmung zu entsprechen, wird von Seiten der Berliner Diplomatie ein EU-Protektorat Kosova favorisiert. Diese Pläne werden in Berlin und anderswo für machbar gehalten, deshalb muß die Beschreibung der Situation in Kosova für bundesdeutsche Staatsmedien verharmlosend ausfallen .Dennoch ist der Bericht der ARD interessant, weil er im Gegensatz zu anderen Medienberichten eine differenzierte Sichtweise anbietet. Völlig daneben ist hingegen die Beschreibung der Rolle der LPV. Nach dem ARD Bericht ist die „Bewegung für Selbstbestimmung“ um den international bekannten Albin Kurti „eine kleine Gruppe“. Das entspricht so nicht den Tatsachen und unterschlägt die Dynamik im politischen Prozess der Gegenwärtig in Kosova stattfindet. Hier der Artikel von Tagesschau.de:


    http://www.tagesschau.de/aktuell/mel...093846,00.html
    Wochenendkrieger" und "virtuelle Armeen"
    Einigkeit im Kosovo nur auf den ersten Blick

    Die Verteilungskämpfe für die Zeit nach der Unabhängigkeit haben längst begonnen: Unterschiedliche Gruppen auf der albanischen Seite bekämpfen sich seit Jahren. Die Forderung nach Unabhängigkeit erheben so gut wie alle Albaner, die im Kosovo leben, doch mit dem Beginn der Statusverhandlungen drohen jetzt alte Konflikte aufzubrechen und neue hinzu zu kommen. Kleinere Gruppen setzen auf offene Gewalt, andere auf friedliche Proteste, um die Unabhängigkeit so schnell wie möglich durchzusetzen. Die großen Parteien haben sich zwar damit abgefunden, dass sich ihre wichtigste Forderung nicht sofort durchsetzen lässt, doch sie stehen unter erheblichem Druck.

    Von Gerwald Herter, ARD-Studio-Südosteuropa

    Der lang gehegte "historische Traum" von der Unabhängigkeit des Kosovo eint fast alle Albaner, umstritten ist aber, welcher Weg am schnellsten dorthin führt.

    Graffiti an einer Bushaltestelle in Gracanica (Foto: picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Protest: Ein Graffiti an einer Bushaltestelle in Gracanica soll aufzeigen, dass der Kosovo noch zu Serbien gehört.]
    Zumindest aus Sicht der UPK, der "Armee für die Unabhängigkeit des Kosovo", sind Verhandlungen mit Belgrad oder der Internationalen Gemeinschaft überflüssig. Mitte Oktober hatten ihre "Befreiungskräfte" damit gedroht, Pristina, die größte Stadt des Kosovo, anzugreifen. Ein gewisser "General Ozoni" soll Oberkommandierender sein. Die bis vor kurzem noch völlig unbekannten Truppe sagte voraus, dass die Angehörigen der UN-Verwaltung bald "schändlich die Flucht ergreifen" - durch einen Korridor unter dem Druck der Angriffe, so das Szenario eines Bekennerschreibens.
    "Dort draußen gibt es verrückte Leute"

    Großansicht des Bildes Grafik: Sören Jessen-Petersen ]
    Wer auch immer dahinter steckt: An Phantasie scheint es den UPK-Leuten nicht zu mangeln, eher schon an Soldaten. Nach eigenen Angaben sollen nicht mehr als 387 Mann zu dieser so genannten "Armee" gehören. Nicht besonders viele also. Zur multinationalen KFOR-Truppe zählen etwa 17.000 Soldaten. Viele Kosovaren lächeln deshalb müde, wenn es um die UPK geht. Niemand scheint sie wirklich Ernst zu nehmen. Der Chef der Internationalen Verwaltung UNMIK, Sören Jessen-Petersen, kann sich das allerdings nicht leisten: "Wir wissen, dass es dort draußen verrückte Leute gibt."

    Diese so genannten "Verrückten" treten vor allem im Westen des Kosovo in Erscheinung. Uniformierte haben dort in den letzten Wochen Fahrzeuge angehalten. Die Kämpfer sind maskiert und tragen Waffen, treten jedoch nicht in größeren Gruppen auf und niemals tagsüber. Die UNMIK-Verwaltung hat ihren Mitarbeitern geraten, die betroffenen Gebiete zumindest bei Dunkelheit zu meiden. Jessen-Petersen rechnet nämlich mit weiteren Provokationen: "Es gibt Verrückte, die glauben, dass sich die Statusverhandlungen durch Gewalt beschleunigen lassen. Das Gegenteil wäre jedoch der Fall."
    Albanische Politiker warnen vor Spannungen

    Das wissen auch die albanischen Politiker: Premierminister Bajram Kosumi sagt, dass es sich um kleinere Gruppen und einzelne Hitzköpfe handele. "Ich spreche von Gruppen und Individuen", so Kosumi, andererseits warnt er jedoch vor Fehlern, die radikalen Kräften Auftrieb geben: "Je weiter sich die Statusverhandlungen hinauszögern, desto heftiger werden sie sich zu Wort melden!"

    Bajram Kosumi (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Premierminister Bajram Kosumi]
    Das gilt auch für Gruppen, die friedlich gegen die Verhandlungen zwischen Pristina und Belgrad protestieren. Der ehemalige Studentenführer Albin Kurti ruft immer wieder zu Demonstrationen auf. "Keine Verhandlungen" ist die Parole, die inzwischen auf vielen Gebäuden in allen größeren Städten des Kosovo zu sehen ist. Kurti soll in der ganzen Provinz etwa 300 Anhänger haben, diese Zahl nennen ausländische Sicherheitsexperten.
    Mehrheit ist für Verhandlungen

    Die überwältigende Mehrheit der Kosovo-Albaner setzt hingegen auf Gespräche und Verhandlungen. Premier Kosumi sagt, für illegale Kräfte sei kein Platz. Aus seiner Sicht sind solche Gruppen ohnehin nicht mächtig genug, um das Kosovo zu destabilisieren. Selbst der Serbe Oliver Ivanovic gibt Kosumi da Recht. Im Zusammenhang mit der UPK spricht er von einer "virtuellen Truppe", die eigentlich gar nicht existiert. "Andererseits", so Ivanovic, "gibt es aber schon Leute, die Uniformen tragen und Waffen in die Hand nehmen."

    Der Kosovo-Serbe kritisiert die UN-Verwaltung, weil ihre Polizisten angeblich nicht entschlossen genug gegen solche "Wochenendkrieger" vorgehen. Allerdings gibt es Bewaffnete und Gewalttäter auch auf der anderen, der serbischen Seite: Ivanovic hat das selbst zu spüren bekommen. Im vergangenen Jahr flog sein Auto in die Luft - im serbischen Teil von Mitrovica. Albaner können diesen Sprengsatz kaum gezündet haben: "Das war eine Warnung, so etwas wird sich nicht wiederholen", ist sich Ivanovic sicher.

    Auf der Seite der Kosovo-Serben gehört Ivanovic zu den moderaten Politikern. So hatte er sich dafür ausgesprochen, dass sich auch die serbische Minderheit an den Wahlen im Kosovo beteiligt. Vielen Serben hat das nicht gepasst.

    Extremisten auf beiden Seiten sehen sich nun im Aufwind, weil die Verhandlungen über den Status des Kosovo begonnen haben. Das Ergebnis wird weder Serben, noch Albaner völlig zufrieden stellen und das dürfte für Unmut sorgen.
    Albaner sind nicht fast alle für die unabhängigkeit sondern zu 99.9999% kennen keinen der dagegen ist.
    ich bin gegen die unabhängigkeit!!!
    ich bin nämlich für Albanien+Kosovo

    PS:Ich kenn auch keine serben die für die unabnhängigkeit sind aber umso mehr Bosnjaken und Kroaten
    Ach ja Grossalbanien 8) wenn das passiert wird die Republika Srpska 100% an Serbien angegliedert 8)

  6. #6
    Avatar von Sousuke-Sagara

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    Re: Über die Lage in Kosova Kritik und Dokumentation

    Zitat Zitat von The_Kosova_Kid
    ich bin gegen die unabhängigkeit!!!
    ich bin nämlich für Albanien+Kosovo

    PS:Ich kenn auch keine serben die für die unabnhängigkeit sind aber umso mehr Bosnjaken und Kroaten
    Ach ja Grossalbanien 8) wenn das passiert wird die Republika Srpska 100% an Serbien angegliedert 8)[/quote]

    Und dann haben wir das endgültige Chaos. :?

  7. #7

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    Re: Über die Lage in Kosova Kritik und Dokumentation

    Zitat Zitat von Heishiro_Mitsurugic
    Zitat Zitat von The_Kosova_Kid
    ich bin gegen die unabhängigkeit!!!
    ich bin nämlich für Albanien+Kosovo

    PS:Ich kenn auch keine serben die für die unabnhängigkeit sind aber umso mehr Bosnjaken und Kroaten
    Ach ja Grossalbanien 8) wenn das passiert wird die Republika Srpska 100% an Serbien angegliedert 8)
    Und dann haben wir das endgültige Chaos. :?[/quote]

    Wieso denkste denn :?

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