Kurz gesagt: Man mistet diese Verbrecher Organisation UCK aus.

Viele sind tod, viele sind verhaftet und in Den Haag, viele sitzen bereits im Gefängnis! Einige sprengten sich selbst in die Luft!

09. März 2005
13:45 Den Haag erhebt Anklage gegen Kosovo-Premier
Ramush Haradinaj gemeinsam mit Ex-UCK-Befehlshaber Brahimaj in den Niederlanden angekommen

Ramush Haradinaj mit der Anklageschrift, die ihm von UN-Kosovoverwalter Sören Jessen-Petersen persönlich übergeben wurde.Nachlese:
"Es gibt keine Klage gegen mich"

Der Premierminister des Kosovo und ehemalige UCK-Kommandant Ramush Haradinaj im STANDARD-Interview

Pristina/Belgrad - Der ehemalige Premier der von der UNO verwalteten südserbischen Provinz Kosovo, Ramush Haradinaj, hat sich heute, Mittwoch, dem UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag gestellt. Nur einen Tag nachdem bekannt wurde, dass das UNO-Tribunal Anklage gegen ihn erhoben hat, flog Haradinaj in Begleitung seiner Frau Anita nach Den Haag. Unmittelbar nach der Anklage hatte der ehemalige Führer der albanischen "Kosovo-Befreiungsarmee" (UCK) am Dienstag seinen Rücktritt als Premier bekannt gegeben. Mit Haradinaj flog auch Lah Brahimaj, ehemaliger lokaler UCK-Befehlshaber, nach Den Haag, der ebenfalls vom Haager Gericht angeklagt wurde.

Haradinaj verabschiedete sich auf dem Flughafen von Pristina mit den Worten "Auf Wiedersehen, Bürger des Kosovo" von einigen hundert Anhängern. Begleitet wurde der ehemalige Kommandant der albanischen "Befreiungsarmee des Kosovo" (UCK) von seiner Frau Anita, einer TV-Moderatorin aus Pristina. Entgegen ersten Meldungen wurde Haradinaj aber nicht vom Leiter der UNO-Verwaltung im Kosovo (UNMIK), Sören Jessen-Petersen, begleitet.

Vor der Abreise von Haradinaj nach Den Haag gab es starke Sicherheitsvorkehrungen. Britische KFOR-Soldaten bezogen schon in den frühen Morgenstunden Stellung an allen Kreuzungen zwischen dem Stadtzentrum von Pristina und dem etwa zwölf Kilometer entfernten Flughafen. Haradinaj flog mit einer Maschine der von der NATO geführten Kosovo-Stabilisierungstruppe (KFOR) nach Den Haag.

Demonstration in Pristina

Die Lage im Kosovo war zunächst ruhig. Mehrere hundert Studenten hatten am Dienstagabend in Pristina gegen die Anklage protestiert. Mit ihrem ruhigen Protest wollten sie nach Angaben der Veranstalter, der Unabhängigen Studentenunion, zeigen, dass von ihnen die Provinz-Institutionen geachtet würden. Die Mitarbeiterin des Londoner Instituts für Kriegs- und Friedensberichte in Pristina, Jeta Xhara, erklärte gegenüber dem Belgrader Sender B-92, dass die Öffentlichkeit in der Provinz auf die Anklage offensichtlich gut vorbereitet worden sei, wenngleich die Mehrheit der Albaner gehofft hätte, dass es nicht dazu kommen werde.

Haradinaj war erst im Dezember zum Kosovo-Premier ernannt worden. Als Kommandant der UCK-Truppen im Westen Kosovos soll er Kriegsverbrechen an serbischen und "nicht-kooperationswilligen" albanischen Zivilisten während des Konfliktes (1998/99) begangen haben. Haradinaj soll nach Angaben der Belgrader Justiz zahlreiche Hinrichtungen angeordnet und sogar selbst mehrere Serben, Roma und Albaner ermordet haben.

"Der Kosovo hat das nicht verdient, die Menschen hier sind wegen dieser Anklage nicht glücklich", erklärte Bujar Bukoshi, ehemals Chef der kosovarischen Exilregierung und Vorsitzender der "Neuen Partei des Kosovo", dem STANDARD. Die Anklage gegen Haradinaj "kriminalisiere" die UCK, die einen Befreiungskampf geführt habe, und stelle sie mit den "tatsächlichen Verbrechen" der serbischen Streitkräfte gleich. Trotzdem seien größere Unruhen nicht zu erwarten. Die internationale Gemeinschaft würde das nicht zulassen.

Noch vor knapp drei Wochen erklärte Haradinaj in einem STANDARD-Interview, dass es sich bei den Vorwürfen um "in Belgrad fabrizierte Anschuldigungen" handle. Die serbische Staatsanwaltschaft hatte dem UN-Tribunal eine ausführliche Anklageschrift übermittelt, dem Premier wurden darin Massenmord, Vertreibungen und Folter vorgeworfen. Haradinaj soll am Mittwoch nach Den Haag fliegen und sich dort stellen. (red/APA)

http://derstandard.at/?url=/?id=1976403

Kosovos Ex-Regierungschef Haridinaj in Den Haag inhaftiert
Auch früherer UCK-Befehlshaber Brahimaj an Tribunal überstellt
Den Haag/Pristina - Der wegen Kriegsverbrechen angeklagte frühere Regierungschef des Kosovo, Ramush Haradinaj, ist nach seiner Ankunft in den Niederlanden am Mittwoch im Gefängnis des Haager UN-Tribunals inhaftiert worden. Das teilte ein Sprecher des Kriegsverbrechertribunals am Nachmittag mit. Berichten, wonach sich an Bord von Haradinajs Flugzeug noch weitere vom Tribunal angeklagte Personen befanden, wollte der Sprecher nicht kommentieren. (AFP)

09.03.05, 17:00 Uhr