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Ultranationalist vor Sieg in Serbien

Erstellt von Yutaka, 16.01.2008, 19:36 Uhr · 221 Antworten · 6.794 Aufrufe

  1. #101
    Avatar von KraljEvo

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    Zitat Zitat von Solus Lupus Beitrag anzeigen
    ganz ehrlich: wie lässt sich die jugo-fahne mit einer rechtsradikalen nationalistischen partei vereinbaren?
    würde es jetzt noch YU geben, wär ich nicht für die SRS, aber jetzt sind andere Zeiten, andere Probleme, ne-dajemo zivot i drzavu izdajicima

  2. #102
    Lopov
    Zitat Zitat von JuzniSloven Beitrag anzeigen
    würde es jetzt noch YU geben, wär ich nicht für die SRS, aber jetzt sind andere Zeiten, andere Probleme, ne-dajemo zivot i drzavu izdajicima
    du bist doch nicht ganz zurechnungsfähig: wenn serbien nur aus solchen menschen besteht, na dann gute nacht

    seine ideologie kann man nicht tagtäglich ändern:

    gott, lass doch endlich hirn regnen

  3. #103
    hahar
    Zitat Zitat von JuzniSloven Beitrag anzeigen
    drzavu izdajicima

    sagt einer, der über tausend kilometer von der "heimat" entfernt geboren wurde

  4. #104
    Avatar von KraljEvo

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    Zitat Zitat von Solus Lupus Beitrag anzeigen
    gott, lass doch endlich hirn regnen
    hehe, das ist auch nötig, denn 60% sind nicht das gleiche wie 30%

  5. #105
    Avatar von KraljEvo

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    Zitat Zitat von hahar Beitrag anzeigen
    sagt einer, der über tausend kilometer von der "heimat" entfernt geboren wurde
    ja und? trotzdem ist es meine Heimat und ich wünsche ihr nur das Beste.

  6. #106
    Lopov
    Zitat Zitat von JuzniSloven Beitrag anzeigen
    hehe, das ist auch nötig, denn 60% sind nicht das gleiche wie 30%
    mit den 60-70% ist das forum gemeint, blitzgneißer:

  7. #107
    Avatar von KraljEvo

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    Zitat Zitat von Solus Lupus Beitrag anzeigen
    mit den 60-70% ist das forum gemeint, blitzgneißer:
    hast du eine Liste, wer für SRS ist?

  8. #108
    GjergjKastrioti
    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Serbische Interessen werden im Westen (allenvoran Grossbritannien und USA) einfach überhört und ignoriert. Bzw... Egal was die Serben wollen, der Westen fördert das Gegenteil.
    Egal ob es um die RS geht, Montenegro, Kosovo,...etc... Serbien wird immer weiter zerstückelt, obwohl Milosevic schon lange Geschichte ist und das schmerzt das serbische Volk und darum klammern sich viele an Idioten wie die Nationalisten (wie beschrieben, eine normale Reaktion in einem Volk, nicht nur bei den Serben).

    Neuerdings ist auch die Vojvodina nicht ganz sicher. Die Region strebt nach mehr Autonomie, gestützt vom Westen. Ein westlicher Diplomat in Belgrad forderte gar die Abspaltung (weil das für die Region das beste wäre). Westliche Firmen investieren hauptsächlich in der Vojvodina, so das die Region fast Kroatien einholen konnte. Hingegen steht der Süden Serbiens auf dem gleichen Niveau wie das Kosovo. Hier ensteht ein Gefälle, dass das Land weiter spaltet. Weiss nicht was die Zukunft bringt, aber auch die Vojvodina ist nicht ganz sicher, auch wenn dort mehrheitlich Serben leben.
    und was genau erwartest du jetzt vom westen. Wieso sollen denn immer die anderen anfangen, wie wärs wenn mal Serbien anfäng seine Vergangenheit aufzuarbeiten, anstatt immer zu fordern...
    Welche Interessen soll der Westen denn nun stützden. Montenegro wollte sich abspalten, was hätte der Westen deiner Meinung nach da tun sollen ,
    Ks will sich auch abspalten, is find ich auch am besten, denn dort will auch keiner mit Serbien was zu tun haben oder etwa nicht. Meinst es wird eine Ruhe sein, wenn Ks bei Serbien bleibt, denkst du allenernstes die Bevölkerung nimmt das einfach so hin, vorallem jetzt wo doch alle von einer Unabhängigkeit sprechen. Und ja Milos ist Geschichte, aber die Anhänger anscheinend nicht, wenn man sich die Wahlen so ansieht
    Also ich finde, der Westen ist nicht der einzige der nicht entgegenkommen möchte...
    Was soll also der Westen deiner Meinung nach genau machen? Ist jetzt eine ernstgemeinte Frage...

  9. #109
    Avatar von Mardigras

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    801
    Zitat Zitat von Zhan Si Min Beitrag anzeigen
    Also ich finde, der Westen ist nicht der einzige der nicht entgegenkommen möchte...
    Was soll also der Westen deiner Meinung nach genau machen? Ist jetzt eine ernstgemeinte Frage...
    Jetzt? Eine nach der anderen Republiken des ehemaligen Jugoslawien aufarbeiten......
    bei Serbien und dem Kosovo den Nordkosovo bei Serbien belassen, dafür das Presovotal an den Kosovo anschließen. Abstimmung darüber ob der Kosovo sich an Albanien anschließen will oder selbstständig bleiben will.

    in Bosnien jeder Ethnie das gleiche Recht auf Selbstbestimmung zugestehen - was meines Erachtens nach zum sofortigen Zerfall von Bosnien verursachen würde - übrigbleiben würd ein bosnisches Restgebiet und ein größeres Serbien und Kroatien.

    Und auch in Makedonien Volksabstimmung darüber, ob die albanisch besiedelten Gebiete sich Albanien anschließen wollen oder ob sie bei Mazedonien bleiben würden.

    ODER

    auf Basis der bestehenden Staatsgrenzen und der UNO-Resolutionen die Grenzen jeder Teilrepublik unantastbar machen - was für die Kosovaren eine weitestgehende Autonomie aber keine Unabhängigkeit bedeuten würde.

    Egal - welche der beiden Varianten - für ALLE Staaten des Westbalkans eine rasche Beitrittsoption für die EU und massive Wirtschaftshilfe (wir waren nicht unbeteiligt).


    aber nicht verschieden behandeln.

    lg mardi

  10. #110
    Avatar von Yutaka

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    Ein Wahlkampf mit vertauschten Rollen




    Nis / Belgrad - Das Schlagen der Trommeln steigert sich zum Wirbel: „Serbien, Serbien - Sieg, Sieg, Sieg!“, skandieren die 7000 Menschen auf den Rängen der Cair-Halle im südserbischen Nis. „Hebt die Nationalflaggen!“, bellt Minister Dragan Djilas ins Mikrofon: „Bei diesen Wahlen zählen keine Parteien, nur noch Serbien!“ Rot leuchtet bengalisches Feuer über dem wogenden Fahnenmeer. Über die Leinwände flimmern die Bilder von Staatschef Boris Tadic. Er küsst die Flagge, schreitet die Ehrengarde ab, drückt fest die Hand des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Spot-Strahler erfassen das früh ergraute Haupt des Amtsinhabers, als sich Präsident Tadic unter tosenden Beifall, Hände schüttelnd den Weg zum Rednerpult bahnt. Immer wieder spreizt er Daumen, Mittel- und Zeigefinger zur Drei - dem serbischen Gruß. Mit erhobenen Armen dirigiert er die Sprechchöre. „Glaubt an Serbien !“, beschwört Tadic sein Publikum: „Wir verteidigen unsere Interessen - und gehen mit dem Kosovo nach Europa.“ Neun Kandidaten buhlen bei Serbiens Präsidentenwahl am kommenden Sonntag um die Gunst des Wahlvolks. Aussicht auf den Einzug in die Stichwahl am 3. Februar haben allerdings nur zwei: Im Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem prowestlichen Amtsinhaber Tadic wittert der nationalistische Oppositionschef Tomislav Nikolic zunehmend Morgenluft.



    Fotos der Kriegsverbrecher
    Inbrünstig singen die 30 000 Menschen in der voll besetzten Belgrader Arena die Nationalhymne. Rhythmisch klatschend stimmt die Pop-Ikone und Eurovisions-Siegerin Marija Serifovic die Massen auf den Auftritt des Herausforderers ein. Vor dem Podium recken die Anhänger der Radikalen Partei die Bildnisse der flüchtigen Kriegsverbrecher Radovan Karadzic und Ratko Mladic in die Kameras. Ihr Hoffnungsträger auf der Bühne hat hingegen den Solidaritäts-Anstecker für seinen im Gefängnis des UN-Kriegsverbrecher-Tribunals einsitzenden Parteichef Vojislav Seselj im Wahlkampf vorläufig abgelegt. Ob für Albaner, Roma oder Ungarn, er werde als Präsident für „alle Brüder in Serbien“ streiten, sagt Tomislav Nikolic und versucht sich in der Rolle des überparteilichen Landesvaters.






    Die Rollen scheinen vertauscht in Serbiens verkehrter Wahlkampf-Welt. Der Europäer Tadic mimt den patriotisch gesinnten Vaterlandsverteidiger, der Nationalist Nikolic hingegen gibt den um Ausgleich bemühten Biedermann. Nikolic habe „sehr gute amerikanische PR-Berater“. Auf ihr Anraten habe er sich „ein Schafsfell über den Wolfskörper“ gezogen, ärgert sich Srder Saper, der Wahlkampfleiter von Tadic: „Aber mit seinen Reden, dass er proeuropäisch und für Frieden sei, überzeugt er ohnehin niemand.“






    Seines Amtes kann sich Staatschef Tadic indes keineswegs sicher sein. Die aufgeheizte Kosovo-Debatte, die dürftige Bilanz seiner Partei auf der Regierungsbank und die keineswegs einigen Koalitions-Reihen könnten seinem Herausforderer den Weg in den Präsidentenpalast ebnen. Die Umfragen sehen Nikolic im ersten Wahlgang mit sieben Prozent vorn, bei der Stichwahl prognostizieren sie bislang noch einen Vorsprung für Tadic.






    Etwas angestrengt versucht sich der Amtsinhaber im europäisch-patriotischen Spagat. Die Radikalen wollten das Land zurück in die 90er Jahre der Isolation und Konflikte führen, warnt Tadic in Nis: „Ihr habt die Wahl zwischen dem Rückfall in die Vergangenheit - oder dem klaren Weg in eine europäische Zukunft.“ 70 Prozent der Serben sprechen sich zwar deutlich für eine EU-Mitgliedschaft aus. Doch ob Tadic wie prognostiziert seinen derzeitigen Rückstand in der Stichwahl wettmachen kann, ist ungewiss. „Alles ist offen“, sagt Marko Blagojevic, Direktor des Meinungsforschungsinstitut CeSID:



    Das Land stehe „am Scheideweg“, sagt Milan Nikolic, Direktor des Zentrums für Politische Studien in Belgrad. Tadic wolle Serbien in die EU und in die Nato führen. Sollte sein Rivale gewinnen, sei ein Regierungswechsel und eine „Art von Selbstisolation“ mit stärkeren Banden zu Russland und zu China zu erwarten. Viele Serben würden den drohenden Verlust des Kosovo als „große Ungerechtigkeit“ empfinden, so der Politologe. Hinzu komme, dass Tadic sich der Unterstützung des nationalkonservativen Koalitionspartners DSS von Premier Vojislav Kostunica nicht sicher sei: „Tadic hat kaum Manövrierraum. Er muss Kostunica zeigen, dass er in Sachen Kosovo bei der Stange bleibt - und kann sich nicht erlauben, in dieser Frage als schwach zu gelten.“



    Immer wieder unterbricht in der Arena frenetischer Beifall die heiseren Stakkato-Sätze des nationalistischen Kosovo-Serben Milan Ivanovic. Die Wahl des Kosovo sei klar, verkündet der Serbenführer mit sich überschlagender Stimme. Nur Nikolic kämpfe für die territoriale Integrität des Kosovo. Jede Stimme für Tadic sei hingegen „eine Stimme für ein unabhängiges Kosovo“.



    Auf ein Schild hat der Mann in der abgewetzten Ski-Jacke das geschulterte Bildnis seines Hoffnungsträgers geklebt. Seinen Namen will der 50-Jährige nicht nennen, die Gründe für seine Wahl hingegen schon. Nur Nikolic sei Garant für eine bessere Zukunft, sagt der schnauzbärtige Familienvater aus Kruzevac: „Ich bin schon seit acht Jahren ohne Arbeit. Sie haben die Fabriken geschlossen - und alles verkauft. Niemand von uns hat einen Job.“



    Nur der kleinere Teil der Anhänger von Nikolic seien hart gesottene Nationalisten, sagt Marko Blagojevic: „Seine Wähler sind Wendeverlierer, bei denen seine sozialökonomische Demagogie gut verfängt.“ In der Regel seien sie „motivierter“ als die Wahlklientel von Tadic: „Für sie ist die Wahl von Nikolic eine Auswegswahl.“ Wolken weiß-blauer Ballons schweben vom Hallendach ins johlende Publikum, als sich Nikolic zu Hymnenklang in Siegerpose von seinen Anhängern verabschiedet. Er werde keinen seiner Wähler enttäuschen, versichert der Kandidat: „Serbien muss sich ändern, lasst euch nicht weiter von den Kriminellen des Regimes regieren.“ Er werde keine Zeit mit der Stichwahl verlieren: „Nach dem ersten Wahlgang werde ich euer Präsident sein.“

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