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Ultranationalist vor Sieg in Serbien

Erstellt von Yutaka, 16.01.2008, 19:36 Uhr · 221 Antworten · 6.781 Aufrufe

  1. #111
    Avatar von KraljEvo

    Registriert seit
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    13.078
    Zitat Zitat von T1TT0L4R0CC4 Beitrag anzeigen
    Ein Wahlkampf mit vertauschten Rollen




    Nis / Belgrad - Das Schlagen der Trommeln steigert sich zum Wirbel: „Serbien, Serbien - Sieg, Sieg, Sieg!“, skandieren die 7000 Menschen auf den Rängen der Cair-Halle im südserbischen Nis. „Hebt die Nationalflaggen!“, bellt Minister Dragan Djilas ins Mikrofon: „Bei diesen Wahlen zählen keine Parteien, nur noch Serbien!“ Rot leuchtet bengalisches Feuer über dem wogenden Fahnenmeer. Über die Leinwände flimmern die Bilder von Staatschef Boris Tadic. Er küsst die Flagge, schreitet die Ehrengarde ab, drückt fest die Hand des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Spot-Strahler erfassen das früh ergraute Haupt des Amtsinhabers, als sich Präsident Tadic unter tosenden Beifall, Hände schüttelnd den Weg zum Rednerpult bahnt. Immer wieder spreizt er Daumen, Mittel- und Zeigefinger zur Drei - dem serbischen Gruß. Mit erhobenen Armen dirigiert er die Sprechchöre. „Glaubt an Serbien !“, beschwört Tadic sein Publikum: „Wir verteidigen unsere Interessen - und gehen mit dem Kosovo nach Europa.“ Neun Kandidaten buhlen bei Serbiens Präsidentenwahl am kommenden Sonntag um die Gunst des Wahlvolks. Aussicht auf den Einzug in die Stichwahl am 3. Februar haben allerdings nur zwei: Im Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem prowestlichen Amtsinhaber Tadic wittert der nationalistische Oppositionschef Tomislav Nikolic zunehmend Morgenluft.



    Fotos der Kriegsverbrecher
    Inbrünstig singen die 30 000 Menschen in der voll besetzten Belgrader Arena die Nationalhymne. Rhythmisch klatschend stimmt die Pop-Ikone und Eurovisions-Siegerin Marija Serifovic die Massen auf den Auftritt des Herausforderers ein. Vor dem Podium recken die Anhänger der Radikalen Partei die Bildnisse der flüchtigen Kriegsverbrecher Radovan Karadzic und Ratko Mladic in die Kameras. Ihr Hoffnungsträger auf der Bühne hat hingegen den Solidaritäts-Anstecker für seinen im Gefängnis des UN-Kriegsverbrecher-Tribunals einsitzenden Parteichef Vojislav Seselj im Wahlkampf vorläufig abgelegt. Ob für Albaner, Roma oder Ungarn, er werde als Präsident für „alle Brüder in Serbien“ streiten, sagt Tomislav Nikolic und versucht sich in der Rolle des überparteilichen Landesvaters.






    Die Rollen scheinen vertauscht in Serbiens verkehrter Wahlkampf-Welt. Der Europäer Tadic mimt den patriotisch gesinnten Vaterlandsverteidiger, der Nationalist Nikolic hingegen gibt den um Ausgleich bemühten Biedermann. Nikolic habe „sehr gute amerikanische PR-Berater“. Auf ihr Anraten habe er sich „ein Schafsfell über den Wolfskörper“ gezogen, ärgert sich Srder Saper, der Wahlkampfleiter von Tadic: „Aber mit seinen Reden, dass er proeuropäisch und für Frieden sei, überzeugt er ohnehin niemand.“






    Seines Amtes kann sich Staatschef Tadic indes keineswegs sicher sein. Die aufgeheizte Kosovo-Debatte, die dürftige Bilanz seiner Partei auf der Regierungsbank und die keineswegs einigen Koalitions-Reihen könnten seinem Herausforderer den Weg in den Präsidentenpalast ebnen. Die Umfragen sehen Nikolic im ersten Wahlgang mit sieben Prozent vorn, bei der Stichwahl prognostizieren sie bislang noch einen Vorsprung für Tadic.






    Etwas angestrengt versucht sich der Amtsinhaber im europäisch-patriotischen Spagat. Die Radikalen wollten das Land zurück in die 90er Jahre der Isolation und Konflikte führen, warnt Tadic in Nis: „Ihr habt die Wahl zwischen dem Rückfall in die Vergangenheit - oder dem klaren Weg in eine europäische Zukunft.“ 70 Prozent der Serben sprechen sich zwar deutlich für eine EU-Mitgliedschaft aus. Doch ob Tadic wie prognostiziert seinen derzeitigen Rückstand in der Stichwahl wettmachen kann, ist ungewiss. „Alles ist offen“, sagt Marko Blagojevic, Direktor des Meinungsforschungsinstitut CeSID:



    Das Land stehe „am Scheideweg“, sagt Milan Nikolic, Direktor des Zentrums für Politische Studien in Belgrad. Tadic wolle Serbien in die EU und in die Nato führen. Sollte sein Rivale gewinnen, sei ein Regierungswechsel und eine „Art von Selbstisolation“ mit stärkeren Banden zu Russland und zu China zu erwarten. Viele Serben würden den drohenden Verlust des Kosovo als „große Ungerechtigkeit“ empfinden, so der Politologe. Hinzu komme, dass Tadic sich der Unterstützung des nationalkonservativen Koalitionspartners DSS von Premier Vojislav Kostunica nicht sicher sei: „Tadic hat kaum Manövrierraum. Er muss Kostunica zeigen, dass er in Sachen Kosovo bei der Stange bleibt - und kann sich nicht erlauben, in dieser Frage als schwach zu gelten.“



    Immer wieder unterbricht in der Arena frenetischer Beifall die heiseren Stakkato-Sätze des nationalistischen Kosovo-Serben Milan Ivanovic. Die Wahl des Kosovo sei klar, verkündet der Serbenführer mit sich überschlagender Stimme. Nur Nikolic kämpfe für die territoriale Integrität des Kosovo. Jede Stimme für Tadic sei hingegen „eine Stimme für ein unabhängiges Kosovo“.



    Auf ein Schild hat der Mann in der abgewetzten Ski-Jacke das geschulterte Bildnis seines Hoffnungsträgers geklebt. Seinen Namen will der 50-Jährige nicht nennen, die Gründe für seine Wahl hingegen schon. Nur Nikolic sei Garant für eine bessere Zukunft, sagt der schnauzbärtige Familienvater aus Kruzevac: „Ich bin schon seit acht Jahren ohne Arbeit. Sie haben die Fabriken geschlossen - und alles verkauft. Niemand von uns hat einen Job.“



    Nur der kleinere Teil der Anhänger von Nikolic seien hart gesottene Nationalisten, sagt Marko Blagojevic: „Seine Wähler sind Wendeverlierer, bei denen seine sozialökonomische Demagogie gut verfängt.“ In der Regel seien sie „motivierter“ als die Wahlklientel von Tadic: „Für sie ist die Wahl von Nikolic eine Auswegswahl.“ Wolken weiß-blauer Ballons schweben vom Hallendach ins johlende Publikum, als sich Nikolic zu Hymnenklang in Siegerpose von seinen Anhängern verabschiedet. Er werde keinen seiner Wähler enttäuschen, versichert der Kandidat: „Serbien muss sich ändern, lasst euch nicht weiter von den Kriminellen des Regimes regieren.“ Er werde keine Zeit mit der Stichwahl verlieren: „Nach dem ersten Wahlgang werde ich euer Präsident sein.“
    Auch wenn wir es wollten, wird es so gehen wie bei der letzten Wahl, die Demokraten werden so oder so gewinnen.

  2. #112
    GjergjKastrioti
    Zitat Zitat von Mardigras Beitrag anzeigen
    Jetzt? Eine nach der anderen Republiken des ehemaligen Jugoslawien aufarbeiten......
    bei Serbien und dem Kosovo den Nordkosovo bei Serbien belassen, dafür das Presovotal an den Kosovo anschließen. Abstimmung darüber ob der Kosovo sich an Albanien anschließen will oder selbstständig bleiben will.

    in Bosnien jeder Ethnie das gleiche Recht auf Selbstbestimmung zugestehen - was meines Erachtens nach zum sofortigen Zerfall von Bosnien verursachen würde - übrigbleiben würd ein bosnisches Restgebiet und ein größeres Serbien und Kroatien.

    Und auch in Makedonien Volksabstimmung darüber, ob die albanisch besiedelten Gebiete sich Albanien anschließen wollen oder ob sie bei Mazedonien bleiben würden.

    ODER

    auf Basis der bestehenden Staatsgrenzen und der UNO-Resolutionen die Grenzen jeder Teilrepublik unantastbar machen - was für die Kosovaren eine weitestgehende Autonomie aber keine Unabhängigkeit bedeuten würde.

    Egal - welche der beiden Varianten - für ALLE Staaten des Westbalkans eine rasche Beitrittsoption für die EU und massive Wirtschaftshilfe (wir waren nicht unbeteiligt).


    aber nicht verschieden behandeln.

    lg mardi
    versteh nicht wieso du auch ks mit der RS vergleichst, aber egal, mit BIH kenn ich mir zu wenig aus, da misch ich mich nicht so gern ein...
    Aber Ks soll aufjedenfall unabhängig werden, genug von Autonomie...

  3. #113
    GjergjKastrioti
    Zitat Zitat von JuzniSloven Beitrag anzeigen
    Auch wenn wir es wollten, wird es so gehen wie bei der letzten Wahl, die Demokraten werden so oder so gewinnen.
    na das hoff ich doch...

  4. #114

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    2.195
    Zitat Zitat von T1TT0L4R0CC4 Beitrag anzeigen
    Ein Wahlkampf mit vertauschten Rollen


    Mal vor der eigenen Haustüre kehren...




    Zehntausende Kroaten demonstrieren in Split (Foto: REUTERS)


    da hat Srbija recht, wem nützt der Hass?
    Deswegen wird er gesperrt?



    komisch sehen aber diese reinrassigen Kraoten aus....
    Siehe Cigos SIgnatur

  5. #115
    Avatar von Yutaka

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    4.998
    Mein Kommentar selber gelöscht.

    Bringt ja gar nichts mit denen zu diskutieren

  6. #116

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    2.195
    Genau... als ob es Oric nie gegeben hätte...

  7. #117
    Avatar von Zurich

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    18.089
    Zitat Zitat von T1TT0L4R0CC4 Beitrag anzeigen
    Unglaublich

    du begreifst es einfach nicht.

    Ante Gotivina =
    Befreiung von kroatischen Gebieten ,etc


    Ratko Mladic =

    Beteilungung + Befehlshaber bei der Ermordung von 8000 Menschen, etc



    :
    Das ist deine Sichtweise. Und die ist weder neutral noch unpateiisch.
    Für natonalistisch Serben ist Mladic ein Volksheld (leider) und Gotovina der Verantwortliche für hunderte ermodete Serben und huntertausende vertrieben.
    Bei den Kroaten wie dich, ist das ganze natürlich umgekehrt (aber spiegelverkehrte Sichtweise).

    Grundsätzlich haben alle Nationalisten die gleiche Haltung. Nur sehen sie vor lauter Dummheit nicht, dass sie die gleiche Scheiss-Ideologie haben, wie die anderen.



    Gut bin ich politisch nicht rechts (und ich Danke Gott das er mir ein Gehirn und ein Herz gegeben hat!!!), weil das für mich das unterste menschliche Niveau darstellt und solche Leute gehören.... naja.. sag jetzt lieber nichts.
    Und egal ob Slobo oder Franjo, ob Ratko oder Ante.... ich hasse sie alle. Für mich sind das Scheiss-Ultranationalisten und Faschos die den Untergang Jugoslawiens besiegelt haben und für Kireg, Tod und Vertreibung an hunderttausenden von Menschen verantwortlich sind!!! Wer solche braunen Leute als Helden ansieht gehört für mich eingespert und vielleicht sogar gefoltert und weiss nicht was alles noch. Solche Nationalisten bringen mich noch zum Wahnsinn und auf 180!!! Gut befindet sich hier niemand in meiner Nähe!!!!!!!!!

  8. #118
    Avatar von Cigo

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    7.854
    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Das ist deine Sichtweise. Und die ist weder neutral noch unpateiisch.
    Für natonalistisch Serben ist Mladic ein Volksheld (leider) und Gotovina der Verantwortliche für hunderte ermodete Serben und huntertausende vertrieben.
    Bei den Kroaten wie dich, ist das ganze natürlich umgekehrt (aber spiegelverkehrte Sichtweise).

    Grundsätzlich haben alle Nationalisten die gleiche Haltung. Nur sehen sie vor lauter Dummheit nicht, dass sie die gleiche Scheiss-Ideologie haben, wie die anderen.



    Gut bin ich politisch nicht rechts (und ich Danke Gott das er mir ein Gehirn und ein Herz gegeben hat!!!), weil das für mich das unterste menschliche Niveau darstellt und solche Leute gehören.... naja.. sag jetzt lieber nichts.
    Und egal ob Slobo oder Franjo, ob Ratko oder Ante.... ich hasse sie alle. Für mich sind das Scheiss-Ultranationalisten und Faschos die den Untergang Jugoslawiens besiegelt haben und für Kireg, Tod und Vertreibung an hunderttausenden von Menschen verantwortlich sind!!! Wer solche braunen Leute als Helden ansieht gehört für mich eingespert und vielleicht sogar gefoltert und weiss nicht was alles noch. Solche Nationalisten bringen mich noch zum Wahnsinn und auf 180!!! Gut befindet sich hier niemand in meiner Nähe!!!!!!!!!
    das ist aufrufung zur gewalt.
    bitte verwarn dich selbst

  9. #119
    Avatar von Zurich

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    Zitat Zitat von Cigo Beitrag anzeigen
    das ist aufrufung zur gewalt.
    bitte verwarn dich selbst
    Faschos gehören in das letzte und reckigste Loch eingesperrt!!!!
    Und das ist meine freie Meinung. Hier in der Schweiz ist es erlaubt sich über Faschisten sehr negativ zu äussern!!! Und ich werde es X Mal und immer weider sagen!!!! Weil das mein Recht ist sich auf solche weise über das Böse zu äussern!!!

    Wenn du dich betroffen fühlst, dann tuts mir Leid für dich, dass du so eine Einstellung hast!

  10. #120
    Avatar von Zurich

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    Faschos sind für mich keine Menschen mehr, weil sie nichts mehr menschliches in sich tragen. Also werde ich sie auch nicht als Menschen behandeln!!! Sie gehören nicht in unsere Gesellschaft und sind eine permanente Bedrohung!!! Egal in welchem Land.

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