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Ultranationalist vor Sieg in Serbien

Erstellt von Yutaka, 16.01.2008, 19:36 Uhr · 221 Antworten · 6.778 Aufrufe

  1. #151
    Avatar von thatz_me

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    Ach, Serbien beschließt seinen Untergang...was solls...gibt weitaus schlimmeres...

  2. #152
    Avatar von Yutaka

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    Beiträge
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    Zitat Zitat von thatz_me Beitrag anzeigen
    Ach, Serbien beschließt seinen Untergang...was solls...gibt weitaus schlimmeres...
    Serbien ist ja schon am Boden, die jungen Menschen sollten doch langsam die Schnauze voll haben von der miserablen Situation in Serbien???


    [h2]Quo vadis Serbien?[/h2]


    Es geht um Annäherung oder Abkehr vom Weg Serbiens nach Europa. Deshalb sind die serbischen Präsidentschaftswahlen am Sonntag auch eine Richtungswahl. Und im Hintergrund schwelt nach wie vor die ungelöste Frage nach dem Status des Kosovo.


    Im Vielvölkergemisch des Tito-Jugoslawien war das Kosovo halbautonom. Unter dem Regime von Slobodan Milosevic verlor die Provinz 1989 alle daraus resultierenden Sonderrechte. Immer wieder aufflammende Unruhen waren die Folge. Der Zerfall Jugoslawiens begann im Kosovo und - nach dem Ausscheiden aller ehemaligen Teilrepubliken aus dem Staatsverbund als Folge der ethnisch-nationalistisch motivierten Balkankriege der 90er Jahre - vollendet sich aller Voraussicht nach auch hier. Knapp zehn Jahre nach der faktischen Loslösung des Kosovo von Serbien will die Provinz jetzt auch offiziell ihre Eigenstaatlichkeit.


    [h2]Mythos von der Opferrolle[/h2]
    Völkerrechtlich gehört das mehrheitlich von Albanern bewohnte Territorium nach wie vor zu Serbien. Und das muss aus Sicht Belgrads auch so bleiben. Auf dem legendären Amselfeld, nahe der Kosovo-Hauptstadt Pristina, unterlagen die Serben 1389 in verlustreicher Schlacht den Osmanen. Ein Trauma, das den Mythos von der Opferrolle der Serben begründete. Wo Serben leben oder gestorben sind, ist Serbien. Aus dem Ort der größten Niederlage wurde die "Wiege des Serbentums". Nie und nimmer dürfe ein solcher Ort aufgegeben werden.



    m serbischen Wahlkampf spielt dieser Teil der Geschichte auch heute noch eine wichtige Rolle. Der moderate Amtsinhaber Boris Tadic sowie sein aussichtsreichster Gegenkandidat, der Ultranationalist Tomislav Nikolic, sind sich - bei allen Gegensätzen - in einem einig: eine Unabhängigkeit des Kosovo darf es nicht geben.

    Belgrad weiß in dieser Frage Moskau an seiner Seite. Zum einen will Russland die ungelöste Kosovo-Frage nutzen, um seinen eigenen Stellenwert bei der Lösung weltpolitischer Krisen zu unterstreichen. Zum anderen fürchtet Moskau den Präzedenzfall. Eine Anerkennung der Eigenstaatlichkeit des Kosovo gegen den Willen Serbiens würde Unabhängigkeitsbewegungen in anderen Ländern Auftrieb geben.






    [h2]Zahlreiche Bedenkenträger[/h2]
    Bedenkenträger gibt es aber auch im Westen. Mit unterschiedlichen Argumenten. Das Kosovo sei wirtschaftlich nicht lebensfähig und - wichtiger noch - die Sezession des Kosovo würde den Weiterbestand Bosnien-Herzegowinas und Makedoniens untergraben, ethnischen Flächenbereinigungen erneut Vorschub leisten.




    Im Kosovo hingegen ist Unabhängigkeit jetzt die Forderung, für die der frisch gewählte Ministerpräsident Hashim Thaci steht wie kein anderer. Noch wartet er ab. Wie kalkulierbar er für den Westen tatsächlich ist, wird sich weisen müssen. Dass er die Staaten, die für ein unabhängiges Kosovo eintreten, aber notfalls brüskieren will und auch ohne internationale Unterstützung einseitig die Unabhängigkeit erklären will, hat er bereits deutlich gemacht.





    Der Kosovo-Albaner Hashim Thaci ist eine schillernde Figur. Er war Widerstandskämpfer der ersten Stunde. Der ehemalige Studentenführer, Spendensammler und Leiter albanischer Exilgruppen wurde zum Mitbegründer der UCK, der bewaffneten Befreiungsfront für das Kosovo. Aus diesen Rollen erwuchs seine politische Bedeutung. Bei den Friedensverhandlungen von Rambouillet und Paris 1999 leitete er die kosovo-albanische Delegation. Im gleichen Jahr wurde er erstmals Ministerpräsident einer Übergangsregierung.







    [h2]Bekenntnis zum Gewaltverzicht[/h2]
    Eine alle Seiten zufrieden stellende Lösung der Kosovo-Frage wird es aller Voraussicht nach nicht geben. Beide serbischen Präsidentschaftskandidaten haben sich allerdings zum Gewaltverzicht bekannt. Hoffnung also?




    Die Kosovo-Frage ist der erste große Härtetest für die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU. Griechenland und Zypern sind strikt gegen eine Anerkennung des Kosovo. Auch Länder wie Spanien, die eigene Unabhängigkeitsbewegungen haben, fürchten die Auswirkungen eines solchen Schritts. Auch die Prinzipientreue der Gemeinschaft steht auf dem Spiel. Keine EU-Annäherung an Serbien ohne Auslieferung der bosnisch-serbischen Kriegsverbrecher Ratko Mladic und Radovan Karadzic war bisher die Devise. Jetzt deutet sich ein Umdenken an




    Die EU will das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit Serbien auch ohne die bisher geforderte "volle Zusammenarbeit" in Kraft setzen. Pikanterweise soll die Unterschrift am 28. Januar 2008 geleistet werden. Genau zwischen den beiden Runden der serbischen Präsidentschaftswahl. Der Vorwurf der Einmischung steht im Raum. Brüssel versuche die Zustimmung Belgrads zur Unabhängigkeit des Kosovo zu kaufen. Tomislav Nikolic, lehnt denn auch eine engere Anbindung an die EU kategorisch ab und befürwortet stattdessen ein Bündnis mit Russland als Alternative zur euroatlantischen Integration.





    [h2]Serben wollen EU-Beitritt[/h2]
    Fast zwei Drittel der serbischen Bevölkerung wollen allerdings den EU-Beitritt. Und das möglichst schnell. Insbesondere die jungen Leute sind es leid, immer nur auf der Verliererseite zu stehen. Zwar wollen auch sie das Kosovo nicht aufgeben. In Nikolics Politik sehen sie allerdings die Gefahr eines Rückfall Serbiens in Isolation und Stagnation. Ob daraus jedoch ein "Run" auf die Wahllokale resultieren wird oder - wie so oft in Serbiens jüngster Vergangenheit - eine Verweigerungshaltung, die den Radikalen nutzen wird, darüber rätseln die Wahlforscher.




    Der amtierende EU-Ratspräsident, Sloweniens Premier Janez Jansa, sieht die gegenwärtige Situation auf dem Balkan als "nicht beendete Geschichte der geopolitischen Verwandlung nach Ende des Zweiten Weltkrieges mit einem hoffentlich glücklichen Ausgang".





    Konsequente Erweiterungspolitik auf dem Balkan kann diese Lösung nur heißen. Export europäischer Standards von Bildungs-, Rechts-, Minderheiten-, Wirtschafts- und Sozialpolitik. Aufbau von Infrastruktur, und - zu allererst - Schaffung von Arbeitsplätzen, um den radikalen Rattenfängern das große Potenzial Unzufriedener zu entreißen.

  3. #153
    Avatar von thatz_me

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    Zitat Zitat von T1TT0L4R0CC4 Beitrag anzeigen
    Serbien ist ja schon am Boden, die jungen Menschen sollten doch langsam die Schnauze voll haben von der miserablen Situation in Serbien???

    Anscheinend nicht. Sie beschließen durch Wahlen, wie ihre Zukunft aussehen soll, da sie jedoch nicht an einem Fortschritt ihres Landes interessiert sind, ist das ihre Sache.


    Jedes Volk kriegt die Politik, die es verdient, und man muss sich nur Serbiens Politik der letzen 17 Jahre ansehen....

  4. #154

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    1.894
    Zitat Zitat von Pixi Beitrag anzeigen
    ANte Gotovina ist gerade höchstes die beliebteste Bitch in der Dusche
    Ante Gotovina verkauft die Ärsche eurer Kriegsverbrecher in Den Haag für 2€ die stunde ihr Knechte

  5. #155
    Avatar von jugoslowenka

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    17.01.2008
    Beiträge
    106
    Zitat Zitat von Solus Lupus Beitrag anzeigen
    was freust du dich so? dass du eine ....ige faschistin bist, die rechtsradikales gsindel wählt und einen einen gleichgesinnten faschisten gefunden hast?

    und dann nennst du dich noch jugoslovenka:
    Diese Jugoslawien gibt es leider nicht mehr. Demokraten habe ich lange genug unterstützt. Nikolic ist kein faschist sondern nationalist (kein nazi) wie Gotovina auch. Beide haben recht - sie kämpfen für ihr Volk. Und das ist richtig!

  6. #156
    Mare-Car
    Das hat absolut nichts mit Ideologie oder so nem Scheiss zu tun, sondern lediglich mit dem Verhalten der EU und der USA gegenüber Serbien. Das Serbische Volk hat 2001 seine Pro-Europäische Haltung gezeigt und in den darauffolgenden Jahren in den Wahlen bestätigt. Nun aber zeigt der Westen ein sehr Anti-Serbisches Verhalten und arbeitet aktiv GEGEN Serbien. Dies gibt natürlich den Nicht-Pro-Westlichen Parteien einen auftrieb, da leute die Pro-Westlich gestimmt hätten sich nun fragen müssen, warum sie denn für den Westen Stimmen sollen, wenn der Westen gegen sie ist. Würde die EU erklären man würde eine einseitige Unabhängigkeitsausrufung der Albanerparteien im Kosovo nicht anerkennen, würde Tadic die Wahl haushoch gewinnen, darauf könnt ihr wetten. Und Serbien bringt der EU um einiges mehr als ein "Kosovo".

  7. #157
    Avatar von KraljEvo

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    13.078
    Zitat Zitat von Mare-Car Beitrag anzeigen
    Serbien bringt der EU um einiges mehr als ein "Kosovo".
    Materialistisch richtig...
    symbolisch falsch...

  8. #158
    Samoti
    srs passt zu serbien wie die faust aufs auge. immerhin denke ich - wenn serbien geförder wird - ist es 2020 auf dem stand von kroatien im jahre 1999

  9. #159
    Avatar von Yutaka

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    4.998
    Zitat Zitat von Samoti Beitrag anzeigen
    srs passt zu serbien wie die faust aufs auge. immerhin denke ich - wenn serbien geförder wird - ist es 2020 auf dem stand von kroatien im jahre 1999

    Es liegt an Ihnen selbst wohin die Reise gehen soll....

  10. #160
    Lopov
    Zitat Zitat von jugoslovenka Beitrag anzeigen
    Diese Jugoslawien gibt es leider nicht mehr. Demokraten habe ich lange genug unterstützt. Nikolic ist kein faschist sondern nationalist (kein nazi) wie Gotovina auch. Beide haben recht - sie kämpfen für ihr Volk. Und das ist richtig!
    genauso wie karadzic für sein volk gekämpft hat?:

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