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Umfrage: Keine Mehrheit für Unabhängigkeit Montenegros

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 03.05.2006, 19:31 Uhr · 20 Antworten · 1.211 Aufrufe

  1. #1
    jugo-jebe-dugo

    Umfrage: Keine Mehrheit für Unabhängigkeit Montenegros

    Slowenisches Institut: 55-Prozent-Hürde dürfte verfehlt werden - Hohe Beteiligung erwartet

    Wien/Laibach - Die nötige Mehrheit für einen Austritt aus dem Staatenbund mit Serbien und eine Unabhängigkeit wird in Montenegro derzeit verfehlt. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls eine Umfrage des Laibacher Instituts für Nahost- und Balkanstudien Ifimes. Demnach würden 49,3 Prozent der Montenegriner beim Referendum am 21. Mai für die Unabhängigkeit stimmen. Damit es tatsächlich soweit kommt, ist laut den Abstimmungsregeln jedoch eine 55-prozentige Befürwortung nötig.

    Auf die Frage "Werden Sie bei der Volksabstimmung am 21. Mai für ein unabhängiges Montenegro stimmen?" antworteten 43,8 Prozent mit Nein. 6,9 Prozent waren unentschlossen. Die Schwankungsbreite wurde von Ifimes mit plus/minus drei Prozent angegeben. Im Rahmen der Telefonumfrage wurden zwischen dem 25. und dem 27. April 1.010 Personen in Montenegro befragt.

    Hohe Beteiligung erwartet

    Wie das Laibacher Institut weiter ermittelte, wollen sich 82,3 Prozent der Befragten am Referendum beteiligen. 17,7 Prozent wollen nicht zur Abstimmung gehen.

    In der Vorwoche hatte eine Meinungsumfrage zum ersten Mal ein Überspringen der 55-Prozent-Hürde ausgewiesen. Das unabhängige Meinungsforschungsinstitut Damar erhob 55,9 Prozent für die Unabhängigkeit, 44,1 Prozent für den Verbleib im Staatenbund mit Serbien.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2433581

  2. #2
    jugo-jebe-dugo
    "Montenegro führt bereits eigenständige Verhandlungen"
    Politik­wissenschafter Vedran Dzihic zur Frage, welche Auswirkungen der EU-Verhandlungsstopp mit Serbien auf Montenegro hat
    Vedran Dzihic, geboren in Bosnien, und wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lektor am Wiener Institut für Politikwissenschaften. Vortragender am Balkan-Lehrgang; zahlreiche Publikationen, zuletzt erschienen: "Kosovo Bilanz, Scheitert die internationale Gemeinschaft?", Lit-Verlag 2005, (gemeinsam mit Helmut Kramer).
    Das Interview führte Manuela Honsig-erlenburg

    Am 21. Mai muss sich Montenegro entscheiden: will es im Staatenverbund mit Serbien bleiben oder unabhängig werden. Umfragen deuten auf ein knappes Ergebnis hin. Erst eine "gewichtige" Mehrheit von 55 Prozent hat die Trennung von Serbien zur Folge. Bei einem Verbleib im Staatenbund würde allerdings auch für Montenegro die EU-Perspktive in weite Ferne rücken.


    ****

    derStandard.at: Montenegro stimmt am 21. Mai über seine Unabhängigkeit ab. Welche direkten oder indirekten Auswirkungen hat der Verhandlungsstopp der EU über ein Stabilisierungs– und Assoziierungsabkommen auf die Abstimmung?

    Dzihic: Ich gehe davon aus, dass der Stopp der Verhandlungen mit Serbien-Montenegro keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Referendum hat. Es gibt allerdings viele Unentschlossene in Montenegro, etwa 10 bis 15 Prozent. Die könnten sich natürlich überlegen: Wenn uns Serbien schon die ganze Zeit hemmt und sie jetzt auch Mladic nicht ausliefern wollen und der Integrationsprozess damit in Frage steht - sollte wir uns nicht lieber von der serbischen Dominanz loslösen, und offiziell einen eigenen Verhandlungsprozess beginnen?

    derStandard.at: Wäre die EU dazu bereit?

    Dzihic: Bis jetzt hat die EU die Verhandlungen mit Serbien-Montenegro auf drei Schienen geführt. Einerseits hat man offiziell mit Serbien-Montenegro verhandelt, andererseits wurden hinter den Kulissen Einzelverhandlungen geführt. Es gibt in beiden Staaten EU-Integrationsministerien, die versuchen, eigene Politik zu machen. Vor allem die montenegrinische Integrationsministerin Gordana D. Urovic ist in der letzten Zeit viel gereist um zu signalisieren, dass Montenegro eigenständige Verhandlungen führen kann.

    derStandard.at: Würde Montenegro die Voraussetzungen für eine EU-Annäherung alleine eher erfüllen?

    Dzihic: Montenegro hat einige Probleme nicht, die Serbien sehr wohl hat. Serbien ist derzeit offensichtlich eine zutiefst gespaltene Gesellschaft. Eine Regierung vertritt derzeit das Land, die bei den nächsten Wahlen nicht einmal annähernd eine Mehrheit erreichen wird. Vielmehr werden die nationalen und radikalen Kräfte zulegen.

    Die Montenegriner behaupten, sie können sich von dem serbischen Unwillen, mit der nationalistischen Vergangenheit zu brechen, loslösen. Aber auch wenn 60 Prozent für die Unabhängigkeit stimmen, bleiben immer noch 40, die dagegen sind.

    derStandard.at: Ist die Annäherung an die EU überhaupt ein Thema vor dem Referendum?

    Dzihic: Ja. Das ist schräg. Die Unabhängigkeitsgegner behaupten nämlich, dass man gegen die EU stimmt, wenn man für die Unabhängigkeit stimmt. Sie bringen das Argument vor, dass es in Europa darum geht, Grenzen abzubauen. Warum sollte man dann neue ziehen? Auf beiden Seiten wird mit dem Argument Europa gearbeitet, aber sehr diffus und sehr manipulativ.

    derStandard.at: Sollten 55 Prozent der Abstimmenden für die Unabhängigkeit votieren, würde dies das Ende der Staatenunion bedeuten. Was passiert dann?

    Dzihic: Wenn sich beim Referendum mehr als 55 Prozent für eine Unabhängigkeit aussprechen, setzen sich die beiden Länder an einen Tisch und verhandeln über die Wege, wie man beide Staaten trennen kann. Stimmen weniger als 55 Prozent für eine Trennung, dann wird die Verfassungscharta von 2003 neu ausverhandelt werden müssen. Der Spannungszustand wird dann prolongiert, elendslange Verhandlungen stehen bevor. Sprechen sich weniger als 50 Prozent dafür aus, dann wird wohl alles beim Alten bleiben.

    derStandard.at: Ist Montenegro wirtschaftlich bereit für die Unabhängigkeit?

    Dzihic: Es wird keinesfalls Milch und Honig fließen, wie es manche Unabhängigkeitsbefürworter den Leuten weismachen wollen. Ich denke aber, dass ein unabhängiges Montenegro überleben würde. Der Tourismus- und Dienstleistungssektor steht relativ gut da. Und durch eine schnellere Annäherung an die EU würden auch Investoren angezogen. Natürlich wird die wirtschaftliche und soziale Situation - wie in allen Balkanstaaten - als Folge der Kriege und Krisen der Neunziger-Jahre weiterhin angespannt bleiben.

    derStandard.at: Die italienische Justiz hat in der Vergangenheit mehrmals gegen Premierminister Djukanovic ermittelt, unter anderem ging es um Zigarettenschmuggel. Oppositionelle werfen ihm vor, dass er die Unabhängigkeit nur will, um seine "Geschäfte" ungestört ausüben zu können.

    Dzihic: Djukanovic wehrt sich natürlich gegen diese Vorwürfe. Es ist aber bewiesen, dass Djukanovic und seine Clique schon auch den Staat für die eigenen Bereicherung benutzt hat. Das ist jedenfalls nicht von der Hand zu weisen. Trotzdem ist das keine Argument dafür, den Unabhängigkeitsprozess zu stoppen. Es müsste nur demnächst eine neue Führungspersönlichkeit gefunden werden, die von den Lasten der Vergangenheit frei ist.

    derstandard.at

  3. #3

    Registriert seit
    02.02.2006
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    8.965
    es wird knapp!!! :?

  4. #4
    Gast829627
    normal ....den die wahren montes sehen sich als serben und so ist es nun mal.......sie würden ihre eigene geschichte leugnen....

  5. #5

    Registriert seit
    02.02.2006
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    8.965
    CEDEM objavio najnovije istraživanje javnog mnjenja


    Na predstojećem referendumu o državnom statusu Crne Gore glasaće 87 odsto građana od kojih će 56,3 odsto podržati nezavisnost, dok će protiv glasati 43,7 odsto građana, pokazuje najnovije istraživanje Centra za demokratiju i ljudska prava CEDEM.
    Prema tim podacima, u odnosu na ukupno biračko tijelo nezavisnost će podržati 49 odsto građana, a protiv će glasati 38 odsto birača.


  6. #6
    jugo-jebe-dugo
    Serbien-Montenegro: Präsident Marovic tritt nach Referendum zurück
    Laut Medien - Ungeachtet des Ausgangs der Volksabstimmung

    Belgrad - Der Präsident Serbien-Montenegros, Svetozar Marovic, wird am 22. Mai ungeachtet des Ergebnisses des Unabhängigkeitsreferendums in Montenegro von seinem Amt zurücktreten. Das berichtete die Tageszeitung "Blic" am Donnerstag. Marovic ist Spitzenfunktionär der montenegrinischen regierenden Demokratenpartei der Sozialisten (DPS), die für die Eigenstaatlichkeit des kleinen Landes eintritt.

    Unter Berufung auf DPS-Kreise berichtete das Blatt, dass auch zwei andere Vertreter Montenegros in der gesamtstaatlichen Regierung - Minister für internationale Wirtschaftsbeziehungen Predrag Ivanovic und Minister für Binnenhandel Amir Nurkovic - zurücktreten würden. Ungewiss soll noch das Verbleiben des Generalstabchefs Ljubisa Jokic, ebenfalls Montenegriner, im Amt sein.

    Belgrad verlassen

    "Alle Vertreter der montenegrinischen Regierungskoalition werden Belgrad auch in dem Fall verlassen, dass die Anhänger der Eigenständigkeit weniger als (notwendige) 55 Prozent erhalten", wurde die ungenannte Quelle zitiert. Soll das Unabhängigkeitsreferendum scheitern, hat das montenegrinische Regierungsbündnis demnach vor, sofort die Umbildung des Staatenbundes in eine Union unabhängiger Staaten mit geringen gemeinsamen Institutionen - Staatschef und eventuell Außen- und Verteidigungsminister - zu beantragen.

    Der serbische Regierungschef Vojislav Kostunica hatte schon im Vorjahr seine Abneigung gegen eine eventuelle Union bekundet. Bis zum Referendumstermin wollen die serbischen Behörden mit Podgorica auch nicht das Thema der künftigen wechselseitigen Beziehungen anschneiden.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2434945

  7. #7

    Registriert seit
    15.03.2006
    Beiträge
    1.142
    @Montenegrin: Warum bist du denn so für die Unabhängigkeit und ich frage mich was wäre mit eurer armee o.O wollt ihr eine 1.000 Mann große armee haben

  8. #8

    Registriert seit
    12.03.2006
    Beiträge
    3.755
    Zitat Zitat von Šumadinac
    "

    Dzihic: Wenn sich beim Referendum mehr als 55 Prozent für eine Unabhängigkeit aussprechen, setzen sich die beiden Länder an einen Tisch und verhandeln über die Wege, wie man beide Staaten trennen kann. Stimmen weniger als 55 Prozent für eine Trennung, dann wird die Verfassungscharta von 2003 neu ausverhandelt werden müssen. Der Spannungszustand wird dann prolongiert, elendslange Verhandlungen stehen bevor. Sprechen sich weniger als 50 Prozent dafür aus, dann wird wohl alles beim Alten bleiben.

    WIe is das gemeint? Ich dachte entweder 55% oder nix, was geschieht genau wenn die wähler zwischen 50-55% liegen? und warum? peil das net..

  9. #9
    Gast829627
    Zitat Zitat von Revolut
    Zitat Zitat von Šumadinac
    "

    Dzihic: Wenn sich beim Referendum mehr als 55 Prozent für eine Unabhängigkeit aussprechen, setzen sich die beiden Länder an einen Tisch und verhandeln über die Wege, wie man beide Staaten trennen kann. Stimmen weniger als 55 Prozent für eine Trennung, dann wird die Verfassungscharta von 2003 neu ausverhandelt werden müssen. Der Spannungszustand wird dann prolongiert, elendslange Verhandlungen stehen bevor. Sprechen sich weniger als 50 Prozent dafür aus, dann wird wohl alles beim Alten bleiben.

    WIe is das gemeint? Ich dachte entweder 55% oder nix, was geschieht genau wenn die wähler zwischen 50-55% liegen? und warum? peil das net..
    wenn sie dazwischen liegen wird es bestimmt palaver geben.....

  10. #10

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    9.454
    Zitat Zitat von Legija
    normal ....den die wahren montes sehen sich als serben und so ist es nun mal.......sie würden ihre eigene geschichte leugnen....
    warum wollen Milo und Co keine Serben sein ?

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