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UN Britischer Offizier, brachte die Terroristen nach Bosnien

Erstellt von lupo-de-mare, 06.03.2005, 22:47 Uhr · 1 Antwort · 1.084 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von lupo-de-mare

    Registriert seit
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    UN Britischer Offizier, brachte die Terroristen nach Bosnien

    Mudschaheddin der NATO

    Mit dem bosnischen Oberbefehlshaber Rasim Delic muß sich jetzt einer der wichtigsten Paten islamischer Terroristen vor dem Haager Tribunal verantworten

    »Ich bin nicht schuldig«, erklärte Rasim Delic am vergangenen Donnerstag bei seiner ersten Vorführung im Haager Gerichtssaal. Der bosnische General hatte sich wenige Tage zuvor freiwillig von Sarajevo aus in die niederländische Stadt begeben, wo er nun im selben Gefängnis wie der ehemalige jugoslawische Präsident Slobodan Milosevic sitzt und auf den Beginn seiner Verhandlung wartet. Das UN-Tribunal wirft ihm Verbrechen in der Zeit des bosnischen Bürgerkrieges (1992–1995) vor.


    Einseitige Ermittlungen

    Neben Delic befindet sich auch sein Vorgänger im Amt des Oberbefehlshabers der bosnischen Armee, Sefer Halilovic, in Den Haag in Untersuchungshaft. Nach ihrem Amtskollegen auf bosnisch-serbischer Seite, General Ratko Mladic, wurde dagegen bis dato vergeblich gefahndet. Trotzdem kann man nach wie vor nicht von einer Ausgewogenheit in der Arbeit des Kriegsverbrechertribunals sprechen: Die meisten der 120 Angeklagten sind Serben. Von dieser Volksgruppe sind allein drei frühere Staatschefs hinter Gittern: neben Milosevic noch der frühere serbische Präsident Milan Milutinovic und die bosnisch-serbische Präsidentin Biljana Plavsic; außerdem wird deren Vorgänger Radovan Karadzic von Sondereinheiten der NATO gejagt. Dagegen sind alle politischen Spitzen von Kroaten, Muslimen und Kosovo-Albanern bisher von Anklagen verschont geblieben – bei diesen Gruppen traf der Bannstrahl der Ermittler im Höchstfall Militärs wie Delic.


    Zweierlei Anklagen

    Und noch ein wichtiger Unterschied: Während sich die serbischen Topleute immer wegen der schlimmsten Delikte, also wegen Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, verantworten müssen, werden Muslimen wie Delic nur minder schwere Delikte wie einzelne Morde, Vergewaltigungen und Folterungen zur Last gelegt. Bei Delic führt die Anklageschrift exakt 24 Kroaten und 14 Serben auf, von deren Tötung der Oberbefehlshaber Kenntnis hatte, gegen die er aber nicht eingeschritten ist. Was ist das schon gegen die 7 000 Opfer in Srebrenica, die Mladic und Karadzic vorgeworfen werden – letzterem übrigens, obwohl er nicht vor Ort war und schriftlich Befehle zum Schutz der Zivilisten erteilt hatte?


    Pakt mit bin Laden

    Alle Delikte, die Delic als Oberkommandierendem zur Last gelegt werden, wurden von zumeist ausländischen »Gotteskriegern« ausgeführt, die die bosnisch-muslimische Armee im Bürgerkrieg verstärkt hatten. Ähnlich wie in den achtziger Jahren in Afghanistan tolerierte der Westen diese Hilfstruppen, weil im Kampf gegen den Erzfeind – in Afghanistan die Sowjets, auf dem Balkan die Serben – auch ein Bündnis mit dem Teufel vorteilhaft schien.

    Dieser willkommene Teufel hieß in beiden Fällen Osama bin Laden. Er finanzierte teilweise den Transfer arabischer Mudschaheddin auf den Balkan und sorgte für ihre Bewaffnung. Als Beweis der Wertschätzung seiner Bündnispartner bekam er einen bosnischen Paß und wurde vom prowestlichen Moslempräsidenten Alija Izetbegovic mehrfach persönlich empfangen.

    Über die Stärke der arabischen Freischärler gibt es unterschiedliche Angaben. Serbische Quellen nennen 15000 bis 40000, Steve Rodan von der Fachzeitschrift Jane’s Intelligence unter Berufung auf Geheimdienste 7000, kroatischen Angaben zufolge waren es 4000 Mudschaheddin. Die UN schätzte ihre Zahl im Sommer 1995 auf nicht mehr als 1500. Die Behauptung der FAZ, wonach lediglich »einige hundert islamische Gotteskrieger« in Bosnien gekämpft haben, fällt dagegen deutlich ab.

    Diese Zahlen müssen in Beziehung gesetzt werden zum Personalbestand der bosnisch-muslimischen Armee, welcher bei 150000 bis 200000 lag. Zum Vergleich: Die Gesamtstärke aller Mudschahedin-Milizen im afghanischen Bürgerkrieg der achtziger Jahre wird auf 175000 bis 250000 geschätzt. Der Zahl der ausländischen Kämpfer soll bei 25 000 gelegen haben.

    Zumindest zwei der mit bin Laden in Verbindung stehenden bosnischen Offiziere sollen später oder gleichzeitig auch für das Pentagon gearbeitet haben: Mehmed Alagic, Kommandeur des für seine Kopfabschneidereien berüchtigten 3. Korps, und Dzemal Merdan, Schöpfer der streng fundamentalistischen 7. Brigade sowie Verbindungsoffizier zu den ausländischen Freiwilligen. Wenn Delic solche Querverbindungen aufdecken würde, könnte der Prozeß interessant werden.


    Hintergrund: »Der Westen hat sie hergebracht«

    * Der bosnisch-muslimische Oberst Semsudin Muminovic über das Verhältnis zu den ausländischen »Gotteskriegern« – in einem Interview im Staatsfernsehen Bosnien-Herzegowina (BH-TV), Sarajevo, am 28. Februar 2005 um 19.10 Uhr:

    General Rasim Delic ging heute freiwillig nach Den Haag. Er wird ... verantwortlich gemacht für die Verbrechen, die Mitglieder der Mudschaheddin-Einheit begangen haben ... Welche Verantwortung hatte General Delic bei der Operation Uragan 95 (Schlußoffensive der Moslemarmee mit vielen Greueltaten im September 1995, an der Muminovic beteiligt war)?

    Muminovic: Die Befehlsverantwortung von General Delic umfaßte nur die Zustimmung zum Rahmenplan der Operation ... Der Einsatz auf dem Gefechtsfeld wurde geplant und ausgeführt von einer Gruppe der qualifiziertesten, erfahrensten und fähigsten Offiziere des 2. und 3. Armeekorps ...

    In einem kürzlichen Interview ... sagten Sie, daß der damalige Präsident Bosnien-Herzegowinas, Alija Izetbegovic, und Rasim Delic nach Abschluß von Uragan 95 einiges Geld für das erbeutete Material und für die Gefangennahme von (feindlichen) Personen gezahlt haben.

    Muminovic: Diese Information trifft zu ...

    In einem Interview ... im Jahre 2002 sagte Alija Izetbegovic, daß Bosnien-Herzegowina mehr Schaden als Nutzen von den Mudschaheddin hatte. Was denken Sie über diese Äußerung?

    Muminovic: Ich stimme der Äußerung völlig zu. Ich glaube, daß die Mudschaheddin in erster Linie von den westlichen Ländern hergebracht wurden, direkt von den Geheimdiensten. 1993 kamen sie (die Mudschaheddin) nach Vitez (Zentralbosnien), die Straßen aus Kroatien waren fast dicht, ... und deswegen kam die Einheit dort hin. ... Diese Einheit war vor allem in Sabotage ausgebildet worden, ein Oberst der britischen Armee war im Gebiet Vitez, und britische UNPROFOR-Streitkräfte waren dort. Und sie brachten diese Leute ...

    http://www.jungewelt.de/2005/03-07/010.php

  2. #2
    Avatar von BalkanSurfer

    Registriert seit
    04.09.2004
    Beiträge
    3.018
    lupo, ist das nur ein zufall, dass du gerade auf dieser "islamisten-welle" mitschwimmst oder liegt das vielleicht an deiner linken politischen einstellung. ich mein du spielst hier den fan der gerechtigkeit und wahrheit und auf der anderen seite verlangst du, dass sich ein staat um die frau eines diktators kümmern soll. irgendwie passt das alles nicht zusammen, ausser man ist ein extrem linker.

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