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UN-Tribunal: Schwere Beweise gegen Milosevic präsentiert

Erstellt von Krajisnik, 01.06.2005, 16:09 Uhr · 194 Antworten · 4.400 Aufrufe

  1. #101
    jugo-jebe-dugo

    Draskovic: Menschen schockiert

    Serbisch-montenegrinischer Außenminister: "Milosevic und seine Gewalttäter haben Schande über unsere Geschichte und Nation gebracht"

    Wien - "Die Menschen in Serbien sind schockiert." Es sei aber "sehr nützlich", dass das Fernsehen in Serbien das Video über "dieses unglaubliche und schändliche" Ereignis ausstrahlte. So reagierte der serbisch-montenegrinische Außenminister Vuk Draskovic in einem Gespräch mit der APA am Freitagabend auf das vor zwei Tagen vom UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag erstmals präsentierte Video, auf dem die Erschießung von sechs Einwohnern aus der Stadt Srebrenica im Juli 1995 durch Mitglieder einer serbischen Polizei-Sondereinheit zu sehen ist.


    "Besser" wäre es gewesen, wenn solche Aufnahmen "schon vor zehn Jahren" ausgestrahlt worden wären, "aber es ist nicht zu spät, um aufzuwachen". Damit meinte Draskovic vor allem "jene Menschen, die die Wahrheit über Kriegsverbrechen durch die Mörder von Slobodan Milosevic im Namen unserer Nation" während der Kriege in Ex-Jugoslawien in den 90er Jahren bisher nicht wahrhaben hätten wollen.

    "Öffentliche Kampagne"

    Alle Personen, die an Kriegsverbrechen beteiligt waren und jene, die diese kommandierten und organisierten, müssten festgenommen und der Justiz übergeben werden, betonte Draskovic. In diesem Zusammenhang nannte er die Notwendigkeit der Festnahme des bosnisch-serbischen Ex-Oberbefehlshabers Ratko Mladic, der vor dem UNO-Kriegsverbrechertribunal angeklagt ist. Nun müsste eine "öffentliche Kampagne" zum Thema Kriegsverbrechen in Serbien einsetzen. Medien könnten etwa entsprechendes Material publizieren und so eine breite Öffentlichkeit informieren.

    Aber spätestens nach diesem Video über die Erschießung von Bosniaken müsste nun auch die "Anti-Haag-Lobby" in Serbien kollabieren. Diese Lobby, die sich gegen eine Kooperation mit dem Haager Tribunal einsetzte, betrachte Kriegsverbrecher als "nationale Helden und Verteidiger unserer Nation". All jene, die an Kriegsverbrechen beteiligt waren, müssten einer Strafe zugeführt werden, betonte Draskovic und fügte hinzu: "Das ist unsere wichtigste nationale Verpflichtung".

    Ambitionen

    Der Vorsitzende der monarchistisch orientierten Serbischen Erneuerungsbewegung (SPO) erinnerte daran, dass "bisher die Serben in der Geschichte Opfer waren" - etwa Opfer des Genozids im Zweiten Weltkrieg. "Milosevic und seine Gewalttäter haben Schande über unsere Geschichte und Nation gebracht."

    Die Beteiligung seiner SPO an einer Milosevic-Regierung Ende der 90er Jahre begründete Draskovic folgendermaßen: "Ich wollte die Ambitionen von Milosevic stoppen, Serbien in einen Krieg mit der NATO zu führen". Er wollte sein "Image" als Anti-Milosevic-Politiker nützen, um ein Abkommen zu erreichen und so den Kosovo-Krieg zu verhindern. Milosevic habe diese Ambitionen nicht gehabt und habe ihn, Draskovic, deshalb auch bald wieder aus der Regierung entfernt. "Milosevic wollte den Krieg."

    "Viel erreicht"

    Dennoch sagt Draskovic auf die Regierungskooperation mit Milosevic rückblickend: "Ich habe viel erreicht". So habe er etwa Hunderten Oppositionspolitikern, Intellektuellen oder Mitarbeitern von NGOs "das Leben gerettet". Auch habe er eine "Militäraktion" von Milosevic gegen Montenegro verhindert. Als er, Draskovic, wegen einer von Milosevic initiierten Gesetzesänderung mit einer Demonstration während des NATO-Krieges im Frühjahr 1999 drohte, habe dieser "den Befehl gegeben, mich zu liquidieren".

    Den ersten Attentatsversuch im Oktober 1999 habe er "wie durch ein Wunder" überlebt, erzählt Draskovic. Bei einem fingierten Verkehrsunfall südlich von Belgrad gab es allerdings vier Tote zu beklagen, darunter der Bruder von Draskovic" Ehefrau. Das zweite Attentat erfolgte im Juni 2000, als Draskovic erneut mit einer ungeheuren Portion Glück überlebte: Durch das Wohnzimmer-Fenster in seiner Ferienwohnung in der Adria-Küstenstadt Budva wurden mehrere Schüsse auf den Politiker abgeben. Kugeln streiften seine Schläfe, auch heute sind noch Narben zu sehen, doch Draskovic überlebte.

    "Ich würde dieses Opfer wieder bringen, weil ich so viele Menschen retten konnte", sagt Draskovic und bemüht einen geschichtlichen Vergleich: Auch der britische Ex-Premier Winston Churchill sei kein Kommunist gewesen, nur weil er mit dem sowjetischen Diktator Josef Stalin eine Koalition bildete.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2068348


    Da hat er nicht ganz Unrecht der gute Vuk.

  2. #102
    jugo-jebe-dugo

    Del Ponte kündigt Ausstrahlung neuer Videos an

    Bänder sollen zuerst vor Gericht gezeigt und dann veröffentlicht werden
    Den Haag - UNO-Chefanklägerin Carla del Ponte kündigte am Freitag die Vorführung weiterer Videos an. Sie verfüge über weitere Filme von Massakern in Bosnien, sagte Del Ponte am Freitag in Sarajevo nach einem Treffen mit Angehörigen der Opfer. Diese Bänder würden jedoch erst nach ihrer Ausstrahlung in den UNO-Prozessen in Den Haag der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Überlebende der Massaker hatten Del Ponte zuvor um die Aushändigung der Videos gebeten, um als vermisst geltende Angehörige identifizieren zu können.

    Das erste Video war am Mittwoch während des Prozesses gegen den früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic gezeigt worden. Darauf ist zu sehen, wie mehrere gefesselte Moslems von Soldaten der paramilitärischen Gruppe "Die Skorpione" erschossen werden.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2068179

  3. #103
    jugo-jebe-dugo

    Srebrenica-Video für "Ausbildungszwecke"

    Präsident Tadic: "Die Mörder sind unter uns" - Film wurde zwei Jahre lang "ausgewählten Soldaten" in Serbien gezeigt

    Standbild aus dem Video.Andrej Ivanji aus Belgrad
    Weitere Einzelheiten sind über das Video von mordenden serbischen Milizen in Srebrenica aus dem Jahr 1995 bekannt geworden. Zwei Jahre lang ist das Video schon "ausgewählten Soldaten" in Serbien gezeigt worden. "Die Mörder sind unter uns", gesteht Präsident Tadic ein.


    ***

    Im Fernsehen hat die 19-jährige Tochter eines Mitglieds der serbischen Sondereinheit "Skorpione" gesehen, wie ihr Vater, Branislav Medic, gefesselte Männer mit dem Fuß auf den Kopf tritt und sie danach kaltblütig erschießt. Seitdem spricht sie kein Wort mehr, schreibt die Belgrader Tageszeitung Blic. Medic ist verheiratet, hat vier Kinder und arbeitete nach dem Krieg im früheren Jugoslawien und dem Massaker in Srebrenica als Mechaniker.

    Das Anfang der Woche vom Belgrader Privatsender B 92 gezeigte Video, das unter anderem darstellte, wie "Skorpione" 1995 in Srebrenica, in der heutigen serbischen Teilrepublik Bosniens, sechs muslimische Zivilisten umbringen, hat in Serbien vieles über Nacht verändert. Patrioten, die behaupteten, serbische Einheiten hätten keine Kriegsverbrechen begangen, sind plötzlich verstummt.

    Das Entsetzen vieler Menschen in Serbien wurde nun noch größer, als man erfuhr, dass das insgesamt zwei Stunden lange Video über die Erschießungen nicht zufällig, sondern zu "Ausbildungszwecken" von Spezialeinheiten gedreht worden sei. Zwanzig Kopien seien angefertigt und Sondertruppen vorgeführt worden, behaupten ungenannte Zeugen. Der Tat sei "patriotische Bedeutung" beigemessen worden.

    Original in Den Haag

    Noch ist unklar, wie viele Menschen in Serbien diese Bilder von Morden in den Jahren 1995 bis 1997 gesehen haben, und wie viele ehemalige Mitglieder paramilitärischer Einheiten, die ähnliche Verbrechen begangen haben, frei in Serbien leben, oder gar im Heer, in der Polizei und den Geheimdiensten arbeiten.

    Zwei Jahre lang wurde das Video "ausgewählten Soldaten" gezeigt, bis der Befehl kam, alle Kopien zu vernichten. Das Original jedoch befindet sich bei der Chefanklägerin des UNO-Tribunals für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien in Den Haag, Carla Del Ponte. Eine Kopie gab sie vor knapp einer Woche der serbischen Regierung.

    Serbiens Premier Vojislav Kostunica erklärte, die Behörden hätten sofort nach dem Erhalt des Beweismaterials gehandelt. Elf von den auf dem Video erkannten 13 Personen seien bereits verhaftet worden. Alle berüchtigten serbischen Sondereinheiten hat der serbische Geheimdienst unter Slobodan Milosevic gegründet. Eigenartig ist, dass ausgerechnet der ehemalige Geheimdienstchef, Jovica Stanisic und einer seiner engsten Mitarbeiter, Frenki Simatovic, die ersten Serben waren, die das UNO-Tribunal nach Belgrad entließ und ihnen genehmigte, sich aus der Freiheit zu verteidigen.

    Die Mörder seien "unter uns", erklärte Serbiens Präsident, Boris Tadic. Die Verbrecher seien bis gestern auf unseren Straßen spazieren gegangen, hätten sich als ehrbare Bürger benommen. Nun will er Srebrenica besuchen und sich vor den "unschuldigen Opfern eines anderen Volk" verneigen. Fast 8000 Muslime wurden dort umgebracht.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2067845

  4. #104

    Re: Del Ponte kündigt Ausstrahlung neuer Videos an

    Zitat Zitat von CAR_DUŠAN
    ...Soldaten der paramilitärischen Gruppe "Die Skorpione" erschossen....
    Was jetzt? MUP oder Paramilitär? vidi ih majku im jebem kako probavaju da uvuku MUP u sranje.........

    DA SIEHT MAN WIE BEHINDERT DIE MEDIEN SIND!!!!!!!

  5. #105
    Avatar von Schiptar

    Registriert seit
    30.04.2005
    Beiträge
    14.116
    Ich halte zwar immer noch nicht viel von diesem Draskovic, aber diese Aussagen kommen doch als positive Überraschung.

  6. #106
    jugo-jebe-dugo

    Srebrenica-Video war jahrelang in serbischer Videothek entle

    Srebrenica-Video war jahrelang in serbischer Videothek entlehnbar
    Erschießungsszenen "nur für erlesenes Publikum"

    Ein Pope segnet ein Mitglied der 'Skorpione'Link
    Blic

    Belgrad - Das vor dem Haager UNO-Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) am vergangenen Mittwoch vorgeführte Video, das die Erschießung von sechs Bosniaken im Juli 1995 in der Nähe von Srebrenica durch Männer in serbischen Uniformen zeigt, konnte jahrelang bei einer Videothek in der serbischen Grenzstadt Sid ausgeliehen werden. Die in Belgrad erscheinende Tageszeitung "Blic" berichtete in ihrer Samstag-Ausgabe, dass es fünf Kopien des Bandes gegeben habe.

    Bei den Uniformierten handelt es sich nach Angaben des serbischen Innenministers Dragan Jocic um Angehörige der ehemaligen serbischen Polizei-Spezialeinheit "Skorpione". Das Video sei nur einem "erlesenen Publikum" zur Verfügung gestanden, schrieb "Blic". Die meisten Bewohner von Sid, wo mehrere Ex-Mitglieder der "Skorpione" leben, hätten das Video nie gesehen.

    Die Aufnahmen wurden im Prozess gegen den früheren jugoslawischen Staatschef Slobodan Milosevic gezeigt. Laut Jocic trug sich die aufgezeichnete Erschießung der sechse Einwohner der ostbosnischen Moslem-Enklave Srebrenica am 16. oder 17. Juli 1995 unweit des Dorfes Trnovo am Berg Jahorina zu. In Zusammenhang mit dem Verbrechen wurden seit Mittwoch in Serbien zehn Personen festgenommen. Zu einer Festnahme kam es am Freitag auch in Bosnien. Nach zwei oder drei Personen wird noch gefahndet.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2068641

  7. #107
    Avatar von yellena

    Registriert seit
    02.03.2005
    Beiträge
    942
    Scheisse ich hab das Video eben auf BK gesehen!!!

    Sowas hab ich noch nie gesehen, mir sind die Tränen gekommen als ich die Jugendlichen gesehen habe wie sie umgefallen sind. Und danach lachten die Soldaten, MAJKU IM JEBEM wie kann man sowas machen, WIE???? Die Gesichter einiger waren deutlich zu erkennen, wie haben wohl ihre Verwandten aus Serbien reagiert als sie ihre Söhne/Brüder/Väter bei einer solchen HELDENTAT gesehen haben? Jebem ti rat, mozak je nekima ubio da nemaju ni malo savesti.

    Ali ima Boga.

  8. #108
    @yellena

    Die Gesichter einiger waren deutlich zu erkennen, wie haben wohl ihre Verwandten aus Serbien reagiert als sie ihre Söhne/Brüder/Väter bei einer solchen HELDENTAT gesehen haben?
    Belgrad - Seit letzter Woche mag sie nicht mehr sprechen, die 19jährige Tochter von Branislav Medic. Ärzte sagen, sie habe die Sprache verloren. Seit sie ihren Vater im Fernsehen sah. Seit sie weiß, daß er kaltblütig moslemische Jungen erschossen hat. Vier davon waren jünger als sie selbst.


    Im 100 Kilometer südlich entfernten Tuzla bricht zur gleichen Zeit Nura Alispahic zusammen. Auch sie schaut die Nachrichten mit dem Srebrenica-Video, das als Beweismaterial im Prozeß gegen den serbischen Ex-Präsidenten Slobodan Milosevic gezeigt wurde und die Verbindung Belgrads mit den in Bosnien begangenen Verbrechen nachweisen soll. Nura Alispahic erkennt ihren damals 16jährigen Sohn Azmir. Sein Gesicht, entstellt von Mißhandlungen. Er wird von Branislav Medic auf dem Video als zweiter durch Rückenschüsse exekutiert.....

    http://www.welt.de/data/2005/06/06/728222.html

    Für die angehörigen sind das die schmezhaftesten Stunden im Leben.Diese Wunden bleiben für ewig .Es wird in Bosnien lange lange Zeit nicht mehr so sein , wie mal war.
    Aber kein Volk ist frei von Schuld.Gerade Menschen wie du tun mir in diesen Diskussionen leid.
    Jeder sollte sich lieber an seine eigene Nase packen bevor er auf andere rummotzt.
    Hoffe trotzdem das dieses Video noch was positives bewirkt.Nämlich die Auferbeitung der Vergangenheit im bezug auf die Jahre von 1991 bis jetzt...

    PS:Was natürlich bei anderen Balkan-Nationen auch nicht schaden könnte.Gerade im Bezug auf den 2.Weltkrieg und der Nachkriegszeit.

  9. #109
    jugo-jebe-dugo
    Stoko,imas PM

  10. #110
    Mare-Car
    Zitat Zitat von CAR_DUŠAN
    Stoko,imas PM

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