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UN-Tribunal: Schwere Beweise gegen Milosevic präsentiert

Erstellt von Krajisnik, 01.06.2005, 16:09 Uhr · 194 Antworten · 4.415 Aufrufe

  1. #131

    Registriert seit
    14.07.2004
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    1.190
    Zitat Zitat von Schiptar
    Dieser Thread hatte schön angefangen, mit einem patriotischen Serben, der sich von den Vorgängen in Srebrenica erschüttert und abgestoßen gezeigt hat. Und jetzt ist das Ganze schon wieder zu so einer für dieses Forum typischen chauvinistischen Schlammschlacht verkommen... Ein echtes Armutszeugnis.
    Was heisst hier "typisch chauvinistischen Schlammschlacht"....???

    Im uebrigen, wusstet ihr, dass dieses Video nicht zum "Belastungsmaterial" gegen Milosevic verwendet wird oder wurde....????

  2. #132
    jugo-jebe-dugo

    B 92: Srebrenica-Video wurde neun Jahre lang versteckt

    Ursprüngliche Kopien wurden auf Befehl des "Skorpione"-Kommandanten vernichtet

    Belgrad - Das Video, auf dem die Erschießung von sechs Einwohnern der Bosniakenenklave Srebrenica im Juli 1995 durch die serbische Spezial-Polizeieinheit "Skorpione" zu sehen ist, sei neun Jahre lang versteckt worden, meldete der Belgrader Sender B-92 am Sonntag. Die Öffentlichkeit sei auf seine Existenz zum ersten Mal vor zwei Jahren in einem Prozess aufmerksam gemacht worden, der in der südserbischen Stadt Propkuplje gegen einen einstigen Angehörigen der Polizeieinheit geführt wurde.

    Sasa Cvijetan, einstiger Angehöriger der "Skorpione" hatte sich vor Gericht in Podujevo wegen Ermordung von 19 albanischen Zivilisten in der Nordkosovostadt Podujevo im März 1999 zu verantworten. An dem Massaker sollten noch einige Angehörige derselben Einheit beteiligt sein.


    Kopien vernichtet

    Der Leiterin des Belgrader Menschenrechtsfonds Natasa Kandic war es laut B-92 gelungen, das Video, das im Ausland versteckt wurde, zu bekommen. Sie habe es den Belgrader Behörden am 23. Mai dieses Jahres zugestellt, meldete der Sender. Eine Kopie wurde auch dem UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen in Ex-Jugoslawien überlassen, wo sie am 1. Juni im Prozess gegen den einstigen jugoslawischen Staatschef Slobodan Milosevic vorgeführt wurde.

    Der einstige Besitzer des Videos war laut B-92 Anfang des Jahres ins Ausland geflohen. Laut dem Belgrader Sender hatten ursprünglich 20 Kopien des Videos existiert. Bis auf die eine, versteckte, seien alle später auf Befehl des "Skorpione"-Kommandanten Slobodan Medic vernichtet worden.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2069108

  3. #133
    Avatar von Schiptar

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    14.116
    Guck Dir in diesem Thread die letzten Posts von method, Milvus, Gjergj, Serbian Prophet und Mare-Car an, dann weißt Du's.
    Wenn das nicht typisch für dieses Forum ist (wo man nicht mal nach der Uhrzeit fragen kann, ohne daß sich innerhalb von 2 Antworten eine Schlammschlacht darüber entwickelt hat, wer zuerst im Kosovo war), dann weiß ich auch nicht... :?

  4. #134
    Zitat Zitat von Schiptar
    Dieser Thread hatte schön angefangen, mit einem patriotischen Serben, der sich von den Vorgängen in Srebrenica erschüttert und abgestoßen gezeigt hat. Und jetzt ist das Ganze schon wieder zu so einer für dieses Forum typischen chauvinistischen Schlammschlacht verkommen... Ein echtes Armutszeugnis.
    Mehr braucht man dazu nicht sagen.Trotzdem finde ich einiges positiv in diesem Strang.Es hat z.B ganze 13 minuten gedauert bis der erste blöde post kam.Beachtlich für dieses Forum.In anderen Foren hätte es nach einer Minute schon keinen bedarf nach Dialogen gegeben. :wink:

  5. #135
    Avatar von yellena

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    942
    Zitat Zitat von CAR_DUŠAN
    @stoko

    Jetzt steht da aufeinmal das dein Name nicht exestiert. LOL Wollte dein icq broj
    jep ist bei mir auch so, kann ihm keine pm's schicken.

  6. #136
    Zitat Zitat von yellena
    Zitat Zitat von CAR_DUŠAN
    @stoko

    Jetzt steht da aufeinmal das dein Name nicht exestiert. LOL Wollte dein icq broj
    jep ist bei mir auch so, kann ihm keine pm's schicken.
    Musst du immer Petzen. :wink: Wollte eigentlich meinen Freund Dejan noch ein wenig ärgern.

  7. #137
    Avatar von Schiptar

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    14.116
    Zitat Zitat von Nered&Stoka
    Trotzdem finde ich einiges positiv in diesem Strang.Es hat z.B ganze 13 minuten gedauert bis der erste blöde post kam.Beachtlich für dieses Forum.In anderen Foren hätte es nach einer Minute schon keinen bedarf nach Dialogen gegeben. :wink:
    Hehe... das ist in der Tat beachtlich.

  8. #138
    jugo-jebe-dugo

    Natasa Kandic,ein "Verräter" und das Srebrenica-Vi

    Bürgerrechtlerin Kandic fand den Schockfilm

    Den "Skorpionen" auf der Spur: Natascha Kandic

    Belgrad - Die Videoaufnahmen schockierten vergangene Woche Serbien: Mitglieder der serbischen Sondereinheit "Skorpione" erschossen 1995 in Bosnien kaltblütig gefesselte muslimische Zivilisten. Die einzige Kopie dieses für die serbische Soldateska kompromittierenden Beweismaterials wurde ein Jahrzehnt lang im Ausland versteckt. Erst durch die Vermittlung von Natascha Kandic, der Leiterin des "Zentrum für humanitäres Recht" in Belgrad, kam der Film ans Tageslicht.

    Auf die Spur des Videos stieß sie im Zuge eines Gerichtsprozesses in Belgrad, bei dem Kriegsverbrechen im Kosovo verhandelt wurden. Albanische Kinder, die dort ein Massaker überlebt hatten, wurden als Zeugen aufgerufen. Kurz darauf, so erzählt Kandic, kontaktierte sie ein früheres Mitglied der "Skorpione" und informierte sie über das Video. Auch im Kosovo hätten die "Skorpione" ihr Unwesen getrieben. Der Exmilizionär hatte dabei wie alle anderen zuvor unter Eid die Verbrechen der Einheit bestritten. Kandic wartete, bis die "Verräter" durch die Hilfe internationaler Organisationen in Sicherheit waren und übergab danach den Film dem UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien.

    Was folgte, waren "bombastische" Erklärungen "überraschter" serbischer Politiker, die das Verbrechen unisono verurteilten. Zwar wurden die auf dem Video identifizierten Schützen rasch verhaftet. Doch man versuchte sie als "pathologische Mörder" und "kranke Einzeltäter" darzustellen, meint Kandic. Einmal mehr, so sagt die Bürgerrechtlerin, zeigten sich serbische Behörden nicht bereit, die Verantwortung für die im Namen des serbischen Volkes begangenen Kriegsverbrechen zu übernehmen. Die serbische Staatsanwaltschaft begnüge sich stets mit den Vollstreckern, höhere Offiziere kämen aber ungeschoren davon.


    Geheimdienst zahlte

    Die "Skorpione" habe der serbische Geheimdienst von Slobodan Milosevic ausgebildet, bewaffnet und finanziert, sagt Kandic. Uniformen und Truppenmitglieder seien gewechselt worden, doch die Kommandeure waren die gleichen und hätten Ausweise des serbischen Geheimdienstes gehabt. Die wenigen ehemaligen "Skorpione", die reden wollten, sagten, dass sie sich selbst stets als eine Belgrad untergeordnete Einheit des serbischen Geheimdienstes betrachtet haben.

    Mehrere Bürgerorganisationen riefen mittlerweile das serbische Parlament auf, endlich eine Resolution zu verabschieden, in der das von bosnisch-serbischen Streitkräften im Juli 1995 begangene Massaker in Srebrenica verurteilt wird. Doch der Text, der nun vorbereitet wird, sei nichts sagend, meint Kandic.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2075419

  9. #139
    Avatar von lupo-de-mare

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    14.07.2004
    Beiträge
    11.988
    Inzwischen steht fest, das die schrecklichen Morde auf dem Video wahrscheinlich ein Fälschung sind, weil ganz einfach nur in diesen entscheidenden Abschnitten des Video die Einblendung des Datums fehlt!

    Also wurden die Videos manipuliert von Halb Profis!

    Virtuelle Verbrecherjagd

    In Serbien werden Erwartungen geschürt, Ex-Armeechef Ratko Mladic könne sich stellen



    Die Verheißung klang gut. "Unbegrenzte Möglichkeiten der Zusammenarbeit" mit Serbien versprach US-Unterstaatssekretär Nicholas Burns der Belgrader Regierung. Vor allem mit Blick auf bevorstehende Verhandlungen über die Zukunft des Kosovo offerierte Burns auf diese Weise ein verstärktes Engagement der USA in der Region. Er hatte nur eine Bedingung dafür: Dass das Haager Tribunal für Kriegsverbrechen endlich des Generals Ratko Mladic habhaft werde. Über den einstigen Armeechef der bosnischen Serben ist in den vergangenen Tagen viel geschrieben worden, Erwartungen wurden geschürt, dass einer der meist gesuchten Männer bald gefasst sein könnte. Konkrete Ergebnisse gibt es aber bisher nicht.

    Vor zwei Wochen kam die Ansicht auf, der Schock über das Video von der Hinrichtung sechs bosnischer Muslime durch uniformierte Serben 1995 könne der Belgrader Führung ein Zugreifen auf Mladic politisch erleichtern. Außerdem jähren sich im Juli zum zehnten Mal die serbischen Massaker nach Einnahme der Muslimen-Enklave Srebrenica. Die Haager Chefanklägerin Carla Del Ponte will den Gedenkfeiern fernbleiben, wenn bis dahin Mladic und der Ex-Präsident der bosnischen Serben, Radovan Karadzic, nicht gefasst sind.

    Nicolas Burns steigerte zudem die Aufregung um Mladic mit dem Satz: "Ich habe bei meinen Gesprächen in Belgrad den starken Eindruck bekommen, dass die Regierung sehr ernsthaft daran arbeitet, General Mladic ausfindig zu machen, und dass es einen ehrlichen Versuch geben wird, ihn zu fassen oder zur freiwilligen Aufgabe zu bewegen." Der serbische Ministerpräsident Vojislav Kostunica hat im Zusammenwirken mit der bosnischen Serbenrepublik seit vergangenem Herbst ein Dutzend Haager Angeklagte dazu gebracht, sich mehr oder weniger freiwillig zu stellen. Washington revanchierte sich mit der Überweisung von zehn Millionen Dollar bislang zurückgehaltener Finanzhilfe.

    Sofort wetteiferten Belgrader Medien mit Neuigkeiten über Mladic aus anonymen Quellen. Laut der Wochenzeitung Evropa leidet der General an Nierenschwäche und Magenblutungen, Kostunicas Kabinett verhandle mit ihm unter Mitwirkung des russischen Geheimdiensts. Dem 62-Jährigen solle daran gelegen sein, dass seine Familie und Leibwächter finanziell versorgt und nicht gerichtlich verfolgt würden und dass er eine Haager Strafe in Russland absitzen dürfe. Die Zeitung Danas will erfahren haben, dass die Regierung Mladic in einer "größeren Stadt im Landesinneren Serbiens geortet" habe. Die serbischen Behörden dementieren -- und zwar derart heftig, dass es stutzig macht. Die "vom ersten bis letzten Wort unrichtigen" Meldungen über Verhandlungen mit Mladic richteten "großen Schaden" an, sagte Kostunicas Sprecher.

    Der frühere Belgrader Machthaber Slobodan Milosevic hat das Video als "Manipulation" bezeichnet. Der Ankläger im Haager Kriegsverbrecher-Prozess hatte es vorgeführt, um eine Beteiligung Serbiens an den Massakern von Srebrenica zu beweisen. Laut Ankläger Geoffrey Nice ereignete sich die Hinrichtung aber südlich von Sarajewo, 150 Kilometer westlich von Srebrenica. "Nur ein Teil des Videos trägt kein Datum, und das ist der Teil, der die schrecklichen Morde zeigt":!: , bemerkte zudem die Belgrader Wochenzeitung NIN. Milosevic mag keinen Beweis dafür erkennen, dass die "Skorpione", wie die Einheit der Täter genannt wurde, 1995 seiner Polizei unterstanden hätten. Nice hat übrigens noch nicht beantragt, das Video als Beweismittel aufzunehmen. Bernhard Küppers

    (SZ vom 11.6.2005) :!:

    PS: Der Autor gehört bekanntlich zu den besten Balkan Kennern und die Story erschien heute in der SZ

    Und im Spiegel am Montag erscheint diese Story noch zum Thema:

    BALKAN Seite 91

    Mordvideo als Beweis gegen Milosevic

    Jetzt scheint ein Beweis erbracht zu sein, der Uno-Chefanklägerin Carla Del Ponte bislang fehlte, um Slobodan Milosevic als Massenmörder in Bosnien zu überführen. Am vorigen Mittwoch wurden dem Kriegsverbrecher-Tribunal in Den Haag Teile eines zwei Stunden langen Videostreifens vorgeführt, der den grausamen Mord an sechs Muslimen aus der Stadt Srebrenica zeigt. In und um Srebrenica waren Mitte Juli 1995, wenige Monate vor Ende des BosnienKriegs, knapp 8000 unbewaffnete muslimische Jungen und Männer von Serben umgebracht worden - der schlimmste Massenmord in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

    Milosevic, der seit 2002 vor Gericht steht, hat sich stets mit der Behauptung verteidigt, das Massaker gehe zu Lasten der Machthaber in der Republika Srpska; seine Regierung habe mit deren Kriegsverbrechen nichts zu tun. Die Mörder im Videoclip sind aber eindeutig als Angehörige der auf rund hundert Mann geschätzten Spezialeinheit "Skorpione" zu erkennen. Die unterstand seit ihrer Gründung 1991 dem jugoslawischen Innenministerium in Belgrad. Der Clip gilt deshalb als Beleg, dass die Streitkräfte der Republika Srpska unter dem Kommando von Armeechef Ratko Mladic das Massaker nicht allein zu verantworten hatten.

    Den Film hatte ein Angehöriger der Einheit aufgenommen. Er zeigt, wie die Killer von einem orthodoxen Priester gesegnet werden und wie sie sechs Gefangene - darunter vier Minderjährige - nacheinander erschießen. Aus dem Hintergrund sind höhnische Kommentare zu hören wie "Der hat sich in die Hosen gemacht" und "Schau mal, wie der zittert".

    Obwohl Belgrads Kooperation mit den Uno-Juristen sonst zu wünschen übrig lässt, kamen vier der "Skorpione", die an der Erschießung teilgenommen hatten, noch am vergangenen Donnerstag in Untersuchungshaft. Nach weiteren Tatbeteiligten wird gefahndet. Die serbische Regierung unter Ministerpräsident Vojislav Kostunica reagierte so prompt, weil weiteres Taktieren ihre Position bei den Gesprächen um den endgültigen Status des Kosovo schwächen könnte. Zudem will der US-Kongress in einer Resolution über die Massaker erstmals bekräftigen, dass sie mit Unterstützung Belgrads stattfanden.

    Noch in Freiheit sind der ehemalige Führer der bosnischen Serben, Radovan Karadzic, und sein Armeechef Mladic. Die mit internationalem Haftbefehl Gesuchten sollen bis zum 11. Juli :idea: , dem zehnten Jahrestag des Massakers, festgenommen werden. Das will Del Ponte aus guter Quelle in Belgrad erfahren haben.
    :idea:

  10. #140
    Avatar von Schiptar

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    War mir schon klar, daß Du als Elsässer-Jünger so was behaupten würdest, Lupo...

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